Redaktionsaufstellung: Unsere Elf für das Freundschaftsspiel gegen Ghana
Heute steht das Testspiel gegen Ghana auf dem Programm, und man darf erwarten, dass sehr viele Spieler zum Einsatz kommen werden. Teamchef Ralf Rangnick wird in den Freundschaftsspielen gegen Ghana und Südkorea zahlreichen Akteuren auf die Beine schauen wollen, zumal es nicht mehr viele Testgelegenheiten vor der WM-Endrunde gibt. Wir wollen uns an eine Aufstellung wagen.
David Alaba und Maximilian Wöber werden heute nicht auf dem Platz stehen, und auch beim angeschlagenen Xaver Schlager, der das Abschlusstraining am Donnerstag verpasste, tritt der Teamchef auf die Bremse. Das ist natürlich auch richtig so, denn einige Monate vor der WM-Endrunde 2026 sollte man keine Risiken eingehen.
Die Frage ist aber, wie man es am besten anlegen sollte, speziell im Hinblick auf die Verstärkungen Paul Wanner und Carney Chukwuemeka. Sollen die beiden zumindest einmal in der Startaufstellung stehen, oder ist es besser, sie in den zweiten 45 Minuten einzuwechseln?
Wir denken, dass der Teamchef gegen Ghana eine halbwegs eingespielte Mannschaft aufstellen wird und dass dann ab Minute 60 – oder vielleicht auch schon zur Halbzeit – stärker durchgewechselt wird. Optionen haben wir aktuell genug. Rangnick stellte fest, dass er viele Spieler sehen wird, und wir nehmen an, dass kaum ein Akteur über 90 Minuten auf dem Platz stehen wird.
Um dies zu verdeutlichen, haben wir zwei Aufstellungen erstellt: eine Startaufstellung und eine Variante mit einer Mannschaft, die beim Schlusspfiff auf dem Platz stehen könnte. Wir würden auch gerne sowohl das 4-2-3-1- als auch das 4-2-2-2-System sehen:
So könnte die Startelf aussehen:
So könnte die Elf aussehen, die am Ende des Spiels auf dem Platz steht:
Tormann: Wir haben es an dieser Stelle schon einige Male erwähnt – unsere Nummer eins im Team wäre Patrick Pentz. Der Brøndby-Legionär ist im Vergleich zu Schlager im Aufbauspiel etwas stärker und zeigt in Dänemark konstant gute Leistungen. Alexander Schlager präsentierte sich in dieser Saison nicht fehlerfrei und zögerte etwa bei der 0:1-Heimniederlage gegen den SK Rapid bei einem Konter mit dem Herauslaufen, was in einer Notbremse für seinen Mitspieler Gadou endete. Interessant wäre es natürlich auch, dem Debütanten Wiegele Spielminuten zu ermöglichen, zumal der Viktoria-Pilsen-Keeper mit einer Körpergröße von 2,05 Metern ein anderes Profil mitbringt.
Innenverteidigung: Alaba und Wöber fallen aus, und auch bei Lienhart würden wir vorsichtig sein, da dieser erst kürzlich von einer längeren Verletzung zurückkam. Deshalb würden wir zunächst auf Danso und Friedl setzen, da sich Rechtsfuß Danso mit Linksfuß Friedl gut ergänzt. In der Halbzeit würden wir dann gerne Affengruber und Svoboda auf die Beine schauen. Speziell Affengruber entwickelte sich in den vergangenen Monaten in der spanischen Liga sehr gut und hat sich die Einberufung verdient.
Außenverteidigung: Hier gibt es zahlreiche Varianten. Konrad Laimer könnte ins zentrale Mittelfeld rücken, da Xaver Schlager angeschlagen ist und Rangnick Wanner eher in einer offensiveren Rolle sieht. In diesem Fall wäre Stefan Posch wohl die erste Wahl auf der rechten Abwehrseite. Der Abwehrspieler zeigt bei Mainz starke Leistungen, kommt dort allerdings in einer Dreierkette in der Innenverteidigung zum Einsatz. In der zweiten Halbzeit könnte man eventuell auch Patrick Wimmer einige Minuten auf der rechten Abwehrseite geben, um eine offensivere Variante in der Hinterhand zu haben. Wimmers Stammposition ist natürlich weiter vorne, aber er kam beispielsweise beim 2:1-Sieg in der Qualifikation gegen Rumänien auf dieser Position zum Zug.
Auf der linken Abwehrseite würden wir Mwene starten lassen. So wie Prass bei Hoffenheim wird auch Mwene in Mainz etwas offensiver eingesetzt, wobei er im Vergleich zu Prass auf Klubebene etwas defensiver agiert. Prass kam in dieser Saison meist als Links- und manchmal auch als Rechtsaußen zum Einsatz, ist im Nationalteam aber weiterhin eine Option als Linksverteidiger.
Defensives Mittelfeld: Seiwald ist unter Rangnick gesetzt und wäre bei uns auch jener Spieler, der am ehesten die 90 Minuten durchspielen könnte. Statt des angeschlagenen Schlagers wird wohl Laimer im Mittelfeld beginnen. Grillitsch könnte in der zweiten Halbzeit eingewechselt werden. Sabitzer spielt beim BVB eine defensivere Rolle als im Nationalteam, aber wir gehen nicht davon aus, dass ihn Rangnick zurückziehen wird. Auch Wanner wird voraussichtlich auf einer offensiveren Position eingewechselt werden.
Offensives Mittelfeld/Flügel: Sabitzer, Baumgartner und Schmid könnten beginnen – die drei sind gut eingespielt und auch für die WM 2026 eine naheliegende Option für die Startelf. Patrick Wimmer wäre ebenfalls eine Möglichkeit, wir gehen aber nicht davon aus, dass der Wolfsburg-Legionär in der Anfangsformation stehen wird, da er einerseits vor zwei Wochen noch mit einem Muskelfaserriss pausieren musste, andererseits aber auch mit wenig Erfolgserlebnissen zum Team stößt, da sich sein Klub in einer schwierigen Phase befindet. Wir tippen und hoffen, dass wir Wanner und Chukwuemeka in den zweiten 45 Minuten auf dem Platz sehen werden.
Sturm: Wir würden mit einem 4-2-3-1 starten und die Partie mit einem 4-2-2-2 beenden, um beide möglichen Systeme zu testen. Marko Arnautović würden wir gerne in einem Zweiersturm mit einem etwas zurückgezogenen Kalajdžić sehen, da man sich hier interessante Kombinationen erwarten darf. Deshalb würden wir Gregoritsch als Solo-Stürmer in der ersten Hälfte aufstellen.


