VIDEO: Epische Champions-League-Nacht mit Konrad Laimer
Gestern Abend wurden wir Zeuge einer spektakulären Champions-League-Partie zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München. Konrad Laimer nahm auch teil, da er in zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und auch einige starke Momente hatte. Wir haben ein Video mit den Highlights und eine kompakte taktische Einordnung für euch:
Hier könnt ihr euch die Höhepunkte des Spiels ansehen:
Paris Saint-Germain und Bayern lieferten eine extrem offene Partie ab, die stark von den konsequenten Mann-gegen-Mann-Orientierungen beider Mannschaften geprägt war. Dadurch entstanden viele direkte Duelle, schnelle Ballgewinne und gefährliche Umschaltaktionen in beide Richtungen. Bayern nutzte vor allem die rechte Seite, wo der weit aufrückende Stanišić und Olise durch Positionswechsel und schnelle Kombinationen Räume fanden. Olise ließ sich dabei immer wieder tiefer fallen, während Stanišić nach Ballgewinnen sofort in die Tiefe attackierte. PSG konnte sich trotz des hohen Drucks mehrfach aus engen Situationen lösen, weil Vitinha sich im Aufbau häufig in die letzte Linie fallen ließ und von dort mit seinem Passspiel Verbindungen zwischen Defensive, Mittelfeld und Angriff herstellte.
Auf den Flügeln entstanden mehrere interessante Muster. Bayern versuchte, durch Musialas Zurückfallen Überzahl herzustellen, während Díaz im Spiel gegen den Ball Passwege kontrollierte und erst später Druck aufbaute. Daraus resultierten Ballgewinne und gefährliche Angriffe, immer wieder über den auffälligen Olise. PSG reagierte mit flexiblen Bewegungen der Offensivspieler: Doué, eigentlich rechts eingeplant, wich häufig auf die linke Seite aus und zog dadurch Gegenspieler aus ihrer Position. Gleichzeitig rückte Dembélé in den rechten Halbraum, wo er Räume zwischen den Linien fand.
Nach der Pause änderte sich an der Grundstruktur wenig: Nach Ballgewinnen konnten beide Teams weiterhin rasch nach vorne spielen, weil hinter der ersten Pressinglinie immer wieder Räume offen waren. Laimers Einwechslung brachte Bayern mehr Präsenz zwischen den Linien und zusätzliche Optionen im Spiel nach vorne, öffnete aber zugleich Räume hinter ihm, die PSG in Umschaltsituationen attackierte. Hakimi schob später höher, Vitinha blieb im Aufbau der wichtigste Taktgeber, und Dembélé traf mehrfach gute Entscheidungen im Strafraum. Bayern fand dennoch ebenfalls über Kane weiterhin Lösungen: Er ließ sich tiefer fallen, übernahm phasenweise eine spielmachende Rolle und leitete mit Pässen in die Tiefe Angriffe ein. Die vielen Tore ergaben sich weniger aus einem geordneten Positionsspiel als aus der Kombination aus aggressivem Mann-gegen-Mann-Pressing, hoher technischer Qualität und dauerhaft offenen Anschlussräumen nach Ballgewinnen.
