Nations-League-Auftakt: Die 12termann-Redaktionsaufstellung gegen Israel
Die österreichische Nationalmannschaft startet heute in Linz gegen Israel in die neue Nations-League-Saison. Nachdem wir uns bereits ausführlich mit dem Gegner beschäftigt haben, wollen wir uns nun wieder an unsere Redaktionsaufstellung wagen.
Ralf Rangnick muss zum Auftakt auf einige etablierte Spieler verzichten, gleichzeitig drängen mehrere Akteure mit starker Klubform in die Mannschaft. Wir würden gegen Israel in einem 4-2-3-1-System beginnen und grundsätzlich auf eine eingespielte, körperlich starke Elf setzen. Gerade bei einigen Positionen wäre aber auch eine andere Entscheidung absolut nachvollziehbar.
Das ist unsere Elf gegen Israel:

Tormann: Eigentlich hätten wir aufgrund der deutlich höheren Spielpraxis Florian Wiegele knapp den Vorzug gegenüber Alexander Schlager gegeben. Rangnick bestätigte auf der Pressekonferenz allerdings bereits, dass Schlager gegen Israel von Beginn an spielen wird. Da der Teamchef damit eine klare Entscheidung getroffen hat und Schlager bei der WM gute Leistungen zeigte, nehmen wir ihn auch in unsere Redaktionsaufstellung auf.
Innenverteidigung: Kevin Danso ist für uns im Abwehrzentrum gesetzt. Neben ihm würden wir David Affengruber aufstellen, der mit seiner Zweikampfstärke, seinem guten Stellungsspiel und seiner Ruhe im Aufbau gut zu diesem Spiel passen sollte. Philipp Lienhart ist hier der größte Wackelkandidat und wäre ebenfalls eine absolut nachvollziehbare Variante. Wir würden uns diesmal aber knapp für das physisch stärkere Duo Danso/Affengruber entscheiden.
Außenverteidigung: Rechts setzen wir auf Stefan Posch. Nikolas Veratschnig ist aufgrund seiner starken Entwicklung in Salzburg, seiner Dynamik und seinen offensiven Stärken eine interessante Alternative, für den Nations-League-Auftakt vertrauen wir aber zunächst auf die größere internationale Erfahrung Poschs. Links ist Phillipp Mwene für uns die naheliegendste Wahl. Gerade gegen die schnellen israelischen Offensivspieler dürfte seine Mischung aus Dynamik und Erfahrung wichtig werden.
Defensives Mittelfeld: Nicolas Seiwald ist unter Rangnick ohnehin praktisch gesetzt. Neben ihm würden wir Xaver Schlager bringen. Gerade gegen eine israelische Mannschaft, die spielerisch aus der eigenen Hälfte kommen möchte, kann seine Aggressivität gegen den Ball enorm wertvoll werden. Paul Wanner wäre die spielerischere Alternative, während auch Sascha Horvath aufgrund seiner hervorragenden Form durchaus Argumente besitzt. Für den LASK-Kapitän käme zudem der kleine „Heimvorteil“ in Linz dazu. Für die Startelf würden wir diesmal aber auf die bewährte Kombination Seiwald/Schlager setzen.
Offensive Dreierreihe: Rechts würden wir Patrick Wimmer beginnen lassen. Er bringt jene Intensität und Dynamik mit, die gegen Israels spielstarke linke Seite gefragt sein wird. Im Zentrum setzen wir auf Romano Schmid, der zwischen den Linien die Verbindung zum Angriff herstellen soll und diese Rolle zuletzt auch bei Frosinone hervorragend spielte. Auf dem linken Flügel bekommt bei uns Marco Grüll den Vorzug. Seine Direktheit und die Läufe in die Tiefe könnten besonders interessant werden, wenn Israel mit seinen Außenverteidigern höher aufrückt. Zudem kam Grüll nach einer enorm starken Phase bei Werder Bremen zum Nationalteam und ist daher scho aus Formgründen eine „Einserwahl“.
Sturmspitze: Michael Gregoritsch führt Österreich diesmal als Kapitän aufs Feld und steht auch bei uns in der Anfangsformation. Seine gute Antizipation, seine Präsenz im Strafraum und seine Erfahrung machen ihn für dieses Spiel zur logischsten Lösung. Rangnick deutete bereits an, dass Gregoritsch in den kommenden vier Nations-League-Partien nicht immer durchspielen wird – gegen Israel würden wir aber jedenfalls mit ihm beginnen. Auch um mit einer insgesamt sehr routinierten Truppe gegen einen jungen, teils unerfahrenen Gegner für einen „trockenen“ Start in die Nations League zu sorgen!
