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Erstes Tor: Ndukwe wird für Levante nach frühem Fehler zum Last-Minute-Helden

ÖFB-Talent Ifeanyi Ndukwe hat bei seinem Startelfdebüt für UD Levante in der spanischen La Liga einen Abend mit Höhen und Tiefen erlebt.

Nach einem folgenschweren Fehler beim frühen Gegentor avancierte der 18-jährige Österreicher in der zehnten Minute der Nachspielzeit mit seinem Treffer zum 3:3 gegen den FC Sevilla zum umjubelten Retter. In einer turbulenten Schlussphase fielen gleich drei Tore nach Ablauf der regulären Spielzeit.

Der von Liverpool nach Spanien verliehene Innenverteidiger steht am Montagabend erstmals von Beginn an auf dem Platz, nachdem er zuvor zwei Mal eingewechselt wurde. Vor knapp 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauern in Valencia erwischt Ndukwe allerdings einen unglücklichen Start: In der 13. Minute gerät sein Rückpass auf den australischen Torhüter Mathew Ryan zu kurz. Der Schotte Robbie Ure gerät dazwischen und bringt Sevilla mit 1:0 in Führung.

Levante kämpft sich zurück

Nach dem Seitenwechsel erhöht Felix Correia in der 54. Minute auf 2:0 für die Gäste. Levante gibt sich jedoch nicht geschlagen und verkürzt nur drei Minuten später durch Ivan Romero. In der regulären Spielzeit gelingt den Gastgebern zunächst kein weiterer Treffer, ehe die Partie in der Nachspielzeit völlig aus dem Ruder läuft.

In der 92. Minute sorgt Ndukwes Abwehrpartner Dela mit einem sehenswerten Volley von der Strafraugrenze für den Ausgleich. Die Freude der Hausherren währte allerdings nur kurz: Isaac Romero bringt Sevilla in der 95. Minute erneut in Führung. Weil er seinen Treffer vor den gegnerischen Fans überschwänglich feierte, sieht der Torschütze Gelb-Rot.

In Überzahl wirft Levante noch einmal alles nach vorne. Die Bemühungen werden in der zehnten Minute der Nachspielzeit belohnt: Nach einem hohen Ball landet der Ball nach einem großen Durcheinander im Strafraum ausgerechnet bei Ndukwe, der den zweiten Nachschuss zum 3:3-Endstand verwertet – und Levante mit seinem Treffer noch einen Punkt sichert. 

Levante-Trainer traut Ndukwe große Zukunft zu

Levantes Trainer Luis Castro zeigte sich nach der Partie vom Umgang des Abwehrtalents mit seinem frühen Fehler beeindruckt. „Er hat eine großartige Mentalität gezeigt. Er ließ sich von dem Fehler nicht beeinflussen und gewann viele Zweikämpfe“, lobte der Portugiese. Castro ergänzte: „Nicht jeder kann nach so einem Fehler noch eine solche Leistung zeigen. Wenn er sich normal weiterentwickelt, könnte er einer der Besten auf seiner Position werden.“

Für den 18-jährigen Ndukwe hatte der Abend damit ein versöhnliches Ende. Der ehemalige Nachwuchsspieler von Austria Wien war im Sommer zum FC Liverpool gewechselt und anschließend an Levante verliehen worden. Nach seinem gelungenen Startelfdebüt darf sich Ndukwe Hoffnungen auf weitere Einsätze von Beginn an machen.

Ndukwe spielte die meisten erfolgreiche Pässe

Neben seinem Treffer überzeugte Ndukwe auch mit starken Zahlen: Mit 73 erfolgreichen Pässen verzeichnete er den Bestwert aller Spieler auf dem Platz. Zudem gewann der ÖFB-Legionär 50 Prozent seiner Zweikämpfe, klärte vier Mal per Kopf und eroberte sechs Bälle zurück. Acht seiner Pässe fanden einen Mitspieler im Angriffdrittel, außerdem brachte er zwei seiner vier langen Bälle an den Mann.

Levante hält nach sieben Ligaspielen bei sechs Punkten und liegt auf dem 17. Tabellenplatz knapp vor den Abstiegsrängen. Die bisherige Saisonbilanz: Ein Sieg, drei Remis und drei Niederlagen. Kontrahent FC Sevilla hält nun bei 14 Punkten und rangiert damit auf Tabellenplatz fünf.