Können sich Marcel Koller und der ÖFB neu erfinden?
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Gleich vorweg: dieser Artikel dient nicht dazu, Schuldzuweisungen an Spieler oder Trainer zu verteilen, sondern eine sachliche und nüchterne Aufarbeitung in Gang zu bringen. Jeder, der unsere Beiträge verfolgt weiß, dass wir unser Motto „Bei Licht und Schatten“ leben und das ÖFB-Nationalteam auch weiterhin bedingungslos unterstützen werden.
Die Entwicklung der letzten Monate, in denen das ÖFB-Team als spielerisch stärkere Mannschaft wiederholt von den gegnerischen Teams taktisch besiegt wurde und immer wieder die gleichen Fehler begangen wurden, veranlassten uns aber, einige Problemzonen aufzuzeigen, die zwar offensichtlich sind, aus welchen Gründen auch immer aber nicht behoben oder thematisiert werden.
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„Was ist bloß mit dem Nationalteam los?“ fragen sich viele Fans angesichts der aktuellen Serie an schwachen Auftritten. Nach der Niederlage daheim gegen Irland stehen das ÖFB-Nationalteam und Teamchef Marcel Koller unter massivem Druck. Nach dem Schlusspfiff hat sich eine Welle des Ärgers entladen, die sich schon über längere Zeit aufgebaut hat. Die Chancen auf eine erfolgreiche WM-Qualifikation sind derzeit mehr theoretischer Natur und alle fragen sich, wie diese Abwärtsspirale, die eigentlich schon vor ziemlich genau einem Jahr beim Heimspiel gegen die Schweiz begonnen hat, zu stoppen ist.
Nach fünf Jahren durchgängiger Unterstützung von Spielern und Trainer wäre es aber kontraproduktiv, wenn wir die aktuelle Situation schönreden. Vielmehr könnten wir es uns nicht verzeihen, die offensichtlichsten Probleme nicht angesprochen zu haben, und vielleicht damit einen Umkehrprozess einzuleiten (wenngleich uns auch bewusst ist, dass unsere Stimme wohl kaum Gehör finden wird).
Folgende Problemzonen haben wir identifiziert, auf die wir im Folgenden detaillierter eingehen möchten:
- Der Einsatz von Spielern auf fragwürdigen Positionen
- Mangelnde Reflexions- und Kritikfähigkeit
- Festhalten an einem taktischen Korsett
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Quo vadis, David Alaba?
Entgegen der klaren Einschätzung von Weltklasse-Trainern wie Louis von Gaal, Jupp Heynckes, Pep Guardiola und auch Carlo Ancelotti besteht [spielerprofil spieler=“David Alaba“] darauf, ein spielgestaltender Mittelfeldspieler zu sein. Marcel Koller hat dem vermeintlichen Star des Nationalteams dessen Wunsch seit mittlerweile fünf Jahren erfüllt und auch immer wieder öffentlich bekräftigt, dass er Alaba im Mittelfeld sieht.
Auch wenn David Alaba im Nationalteam schon sehr gute Leistungen im Mittelfeld geboten hat, ist er dennoch hauptberuflich Woche für Woche der Stamm-Linksverteidiger in einem der besten Clubteams der Welt. Warum kann man diese Option nicht zumindest einmal ins Auge fassen und ausprobieren? Dieses kategorische und teilweise patzige „Dieses Thema ist abgeschlossen!“ von Marcel Koller und einigen Spielern wirkt in der Außendarstellung fast wie ein Kniefall vor einem Spieler. Einem Spieler, der so sehr davon überzeugt ist, die Rolle als Spielgestalter auszufüllen und sich dadurch so viel Druck aufbürdet, dass die Leistungen im Nationalteam sichtbar darunter leiden. Gerade jetzt, da die Position des Linksverteidigers die wohl größte Baustelle des Teams darstellt, ist die Option ihn dort einzusetzen und somit die linke Abwehrseite nicht mehr von Beginn an aufzugeben eigentlich alternativlos.
Bis vor kurzem war dieses Problem nicht so augenscheinlich, da es durch das Vorhandensein eines äußerst starken Linksverteidigers in Person von [spielerprofil spieler=“Christian Fuchs“] großteils kaschiert wurde. Nach dem Rücktritt des England-Legionärs aus dem Nationalteam bricht diese Problematik jedoch mit voller Wucht zu Tage.
Marcel Koller hat sich mit seinen wiederholten öffentlichen Bestätigungen von Alabas Wunschposition in eine schwierige Lage manövriert. Mittlerweile ist es immens schwer, einen anderen Kurs einzuschlagen und zurückzurudern. Das ist allerdings nach unserer Auffassung unbedingt notwendig, um das Nationalteam wieder zurück in die Erfolgsspur zu bringen. In der heutigen Pressekonferenz hat er jedoch abermals darauf bestanden, dass David Alaba dem Team im Mittelfeld mehr nützt als links hinten – wir hoffen sehr, dass wir falsch liegen und der Teamchef nicht.
Das „Wimmer-Experiment“
Die ehemals größte Innenverteidiger-Hoffnung des Landes verbringt derzeit bei Tottenham die meiste Zeit auf der Tribüne. Marcel Koller wollte [spielerprofil spieler=“Kevin Wimmer“] wohl ein Zeichen damit setzen, ihn anstatt des im Nationalteam meist underperformenden Markus Suttner als Linksverteidiger aufzustellen und ihn so in die internationale Auslage zu stellen. Tatsächlich hat er aber ihm und sich selbst damit bisher keinen großen Gefallen getan. Wimmer war an einem Großteil der sechs Gegentore zumindest mitbeteiligt. Dieses Experiment wird der Teamchef hofffentlich beenden, wenn man die Mini-Chance auf die WM-Qualifikation noch nützen will.
Vielmehr stellt man sich die Frage, warum ein gelernter Innenverteidiger – noch dazu ohne Matchpraxis – zwei einberufenen Linksverteidigern vorgezogen wird. Plant Koller langfristig mit Wimmer auf der LV-Position, so hat die Einberufung von [spielerprofil spieler=“Stefan Stangl“] – die mangels jeglicher Spielpraxis ohnehin hinterfragenswert ist – keinen Sinn. Stangl kam bislang auf keine einzige Einsatzminute im Nationalteam, obwohl er als zukünftige Option gesehen wird. Abgesehen davon gäbe es da auch noch einen [spielerprofil spieler=“Andreas Ulmer“]…
Marc Janko ist nicht der einzige Stürmer
Zweifelsohne, [spielerprofil spieler=“Marc Janko“] ist auch im Spätsommer seiner Karriere noch ein ausgezeichneter Stürmer mit gottgegebenem Torinstinkt, dem das Nationalteam – auch in der laufenden Qualifikation – viel zu verdanken hat. Doch warum Janko im Spiel gegen Irland 90 Minuten lang auf dem Platz verweilen durfte, muss ebenfalls kritisch hinterfragt werden. Janko hatte in diesem Spiel selten die Möglichkeit, seine Stärken einzubringen. Gegenspieler Shane Duffy hatte den Basel-Legionär stets unter Kontrolle, auch in den Luftduellen hatte Janko zumeist das Nachsehen. Zusätzlich bekam Janko kaum brauchbare Flanken, die er mit seinem starken Kopfballspiel verwerten hätte können.
Jetzt stellt sich selbstredlich die Frage, ob es im Laufe der zweiten Hälfte – als schon eindeutig erkennenbar war, dass dem Spiel der Österreicher in der Offensive die Ideen ausgingen – nicht besser gewesen wäre, in der Spitze auf einen anderen Spielertypen zu setzen. Irlands Innenverteidigung war in der Luft eine Macht, wirkte jedoch hüftsteif und im Kombinationsspiel durchaus anfällig. Die Frage, warum man hier nicht reagierte und beispielsweise einen flinken und formstarken [spielerprofil spieler=“Martin Harnik“] anstelle von Janko brachte, darf und muss gestellt werden.
[nextpage title=“Reflexionsfähigkeit“]
Die Frage nach der Selbstreflexion
Bis zum Ende der erfolgreichen Qualifikation zur Europameisterschaft überzeugte die österreichische Equipe mit dem für sie mittlerweile bekannten Spielstil. Erstmals begann dieses Konstrukt beim Freundschaftsspiel gegen die Schweiz zu bröckeln, seitdem ging es sichtbar bergab. Innerhalb der letzten zwölf Monate setzte es mehr Niederlagen (sieben) als Siege und Unentschieden zusammen (drei bzw. zwei). Woran dies liegen mag, kann von Außenstehenden schwer erörtert werden – möglicherweise hat sich nach der sensationell absolvierten Qualfikation ein gewisses Sättigungsgefühl breitgemacht, dem der Hunger nach Erfolg und Weiterentwicklung weichen musste. Vielleicht war auch der innere Druck ein großer Faktor.
Augenscheinlich ist allerdings die Tatsache, dass die verpatzte Europameisterschaft von außen erkennbar größtenteils nicht aufgearbeitet, sondern lediglich beiseitegeschoben wurde. Bei Pressekonferenzen mussten immer wieder das mangelnde Spielglück, das fehlende Momentum und ähnliche Phrasen als Ursachen herhalten. Wo sind die sachlich-nüchternen Analysen von Marcel Koller und Willi Ruttensteiner geblieben, für die sie so geschätzt wurden? Auf mangelndes Spielglück und ein fehlendes Momentum darf man sich nicht herausreden – vor allem nicht über so eine lange Zeitspanne.
Zudem wirkt das Trainerteam in letzter Zeit durchaus dünnhäutig, wenn man als Außenstehender auf mögliche Kritikpunkte hinweist. Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl bemängelte unlängst das Fehlen eines Plan B am Beispiel des nicht fitten Marc Janko bei der Europameisterschaft. Laut dem ehemaligen Ingolstadt-Trainer gäbe es genügend österreichische Alternativen, um Janko ersetzen zu können, man müsse vielleicht nur etwas an der Grundstruktur ändern – Namen nannte er jedoch nicht. Kollers Antwort folgte prompt und wirkte durchaus unreflektiert – so nannte er als gute Stürmer, die ihm ad hoc einfallen würden Kayode, Soriano und Joelinton, die jedoch keine Österreicher wären. Dass allerdings mit [spielerprofil spieler=“Lukas Hinterseer“] und [spielerprofil spieler=“Michael Gregoritsch“] zwei weitere Stürmer im Kader standen und auch [spielerprofil spieler=“Martin Harnik“] die Solospitze mimen kann, dass blieb dabei nicht erwähnt. Ganz zu schweigen von [spielerprofil spieler=“Guido Burgstaller“], der aktuell die Torschützenliste in der 2. Deutschen Bundesliga überlegen anführt.
[nextpage title=“Taktische Aufarbeitung“]
Mitgeschleppte Probleme
Leider wurde im Spiel gegen die Iren deutlich, dass die österreichische Nationalmannschaft nach wie vor dieselben Probleme im Spielaufbau hat, wie man das vor allem bei der Europameisterschaft in Frankreich gesehen hat. Wenn Österreich im Zentrum zu wenig Freiheit gewährt wird bzw. wenn der Gegner die zentralen Mittelfeldspieler durch eine konsequente Manndeckung komplett zustellt, schafft es Österreich weiterhin nicht, die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Wenn man also vor der Situation steht, dass die zentralen Mittelfeldspieler Baumgartlinger und Alaba manngedeckt werden und ein vernünftiger Spielaufbau durch die Mitte nicht möglich zu sein scheint, so muss man nach Alternativen suchen. Österreich spielte zwar häufig über die Außenbahnen, was durchaus sinnvoll war; verstand es aber nicht, dort durchzubrechen, weil die Iren geradezu darauf lauerten und Österreich bereits in der eigenen Hälfte mit mehreren Spielern unter Druck setzte. Zudem haben die Iren erkannt, dass man Spieler wie Arnautovic die Dynamik und die Räume im Spiel nehmen muss, um sie möglichst gut in Schach zu halten.
Insgesamt schaffte es Österreich viel zu selten über die Außenbahnen einen vernünftigen Spielaufbau zu gestalten. Für das zentrale Mittelfeld war es sicherlich sehr schwer sich vom Gegner zu lösen und eine gute Anspielposition für die Außenspieler zu schaffen. Dennoch kann man Schwächen ausmachen, was das geschickte Freilaufen vom Gegner betrifft. Ein Vorstoß von Innenverteidiger Dragovic zeigte auf, wie es funktionieren könnte. Er dribbelte sich bis ins letzte Drittel und die Iren wussten nicht so recht, ob sie sich von den österreichischen Spielern – welche sie manndeckten – lösen sollten oder eben nicht. Die Folge war, dass Dragovic einfach durchmarschieren konnte und eine große Chance einleiten konnte. Durch die Herausforderung, ob sich die irischen Spieler in solchen Situationen von den jeweiligen Gegner lösen sollten oder nicht, kommt es normalerweise immer wieder zu Unstimmigkeiten und wichtige Räume im Spiel nach vorne können entstehen.
Die Fehler beim Gegentor und danach
Nach dem folgenschweren Gegentor, bei dem es zu einer Verkettung von Fehlern kam (Wimmer will Foul und bleibt liegen; Klein stellt sich zwischen zwei Iren anstatt Hoolahan anzulaufen, der den einleitenden Pass spielt; Özcan sieht nicht gerade gut aus), hat sich das Spiel etwas verändert und die Iren zogen sich noch weiter zurück. Sie pressten Alaba und Baumgartlinger meist kurz nach der Mittellinie an und diese versuchten dann oftmals mit hohen Bällen ihre Vorderleute (oft fünf Spieler auf einer Linie) zu füttern. Dass hohe Bälle noch nie die Stärke der Österreicher waren, ist an diesem Punkt wahrscheinlich jedem klar. Das Nationalteam versuchte zwar die Außenverteidiger nach vorne zu bringen, um von der Außenbahn einen Angriff zu starten bzw. Räume für die Zentrale zu schaffen, dennoch konnte weder das eine und noch das andere für einen guten Angriff genutzt werden.
Die Thematik des Spiels über die Außen, welche eine adäquate Lösung sein kann, wird zudem dadurch verschärft, dass Koller sich auf den Außenverteidigerpositionen erneut für eine Defensivvariante entschied. Mit Wimmer und Klein bot der Teamchef auch gegen Irland Spieler auf, die definitiv nicht den nötigen Offensivdrang in sich tragen. Das führte dazu, dass der einzig verbliebene Freiraum, nämlich jener auf den extremen Außenbahnen, durch personelle Entscheidungen quasi aufgegeben wurde. Spätestens nach knapp 60 Minuten hätte Koller reagieren müssen und entweder Alaba auf diese Position links stellen müssen, oder aber Wimmer durch einen 1:1-Spieler ersetzten müssen. Denkbar hierfür wären Spieler wie Onisiwo gewesen. Koller reagierte taktisch aber nicht wirklich, brachte mit Ilsanker (viel zu spät) einen weiteren Zentrumsspieler und beging somit einen weiteren taktischen Fehler.
Man durfte sich schon darüber ärgern und wundern, dass in der letzten halben Stunde gegen die Iren nur noch mit der Brechstange gespielt wurde. Hohe Bälle und eine Art „Hoffen auf den glücklichen Zufall“ war prägend für die zweite Halbzeit. Ein Trainer sollte jedoch in der Lage sein, Spielern auch während eines Spiels Lösungsansätze zu vermitteln. Mehr Breite und eine bessere Raumaufteilung wären offensichtlich angebracht gewesen. Wimmer drehte nicht nur einmal in einer Offensivposition ab, weil ihm schlicht die Anspielstationen fehlten. Ähnliches gilt auch für Alaba und Baumgartlinger.
Fazit
Klar ist, dass es von Spiel zu Spiel immer augenscheinlicher wird, warum die Gegner der Österreicher so gerne auf eine mannorientierte Deckung setzen. Denn Österreich scheint gegen dieses Verhalten der Gegner einfach keine adäquate Antwort parat zu haben. Und gerade die zweite Halbzeit zeigt auf, obwohl das Aufrücken der Außenverteidiger grundsätzlich gut ist und Räume schafft, dass Koller der Mannschaft zu wenig Alternativen mit auf den Weg gab. Dieser Umstand verwundert doch sehr, gerade in Anbetracht dessen, dass dieses Problem keine Neuigkeit darstellt. Eine Mannschaft, die sich mit diesem Problem wirklich beschäftigt hat, versucht andere Lösungen zu finden, als den Ball knapp eine Halbzeit lang hoch in den Strafraum zu befördern. Aber vielleicht wird dem ÖFB gerade jetzt die quasi nicht vollzogene Aufarbeitung der Europameisterschaft zum Verhängnis.
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Danke für kompakte Aufarbeitung, eine äußerst willkommene Abwechslung zum Event-Journalismus.
Hier noch 2 Punkte die ich noch ergänzen würde:
– Wir haben mit Alessandro Schöpf einen für Österreich ungewohnt guten Techniker mit hoher Spielintelligenz, der Junuzovic perfekt ersetzen kann. Stattdessen wird der durchaus engagierte, technisch allerdings weit weniger beschlagene M. Sabitzer als 10 aufgeboten.
– In der Kausa „Alaba“ gibt es noch eine weitere Komponente: Spielt er wirklich linker Aussenverteidiger, haben wir zwar mit der Achse „Alaba-Arnautovic“ eine internationale Top-Besetzung (die im Dreieck mit Juno oder Schlöpf sicherlich herrlich funktioniert). Stellt man diese allerdings ihrem rechtem Pendant „Klein-Sabitzer“ gegenüber, wird einer klarer Qualitätsunterschied ersichtlich. Dies würde sich nicht gerade positiv auf die Gewichtung unseres Spiels auswirken, war so in Ansätzen schon gegen Serbien zu erkennen.
Bin schon gespannt in wie weit während der Winterpause die letzten Spiele bzw. Trends reflektiert werden. Denke ist langsam Zeit für mehr Flexiblität im Kader. Freu mich trotzdem noch auf jedes Länderspiel :-)
LG Nops
P.S. „Aufgebn‘ damma an Briaf“
Als (historisch leidensfähiger) Fan des Nationalteams stimmt mich die derzeitige Entwicklung (=der Stillstand) doch nachdenklich. Die Fakten wurden gut dargestellt, es scheint als würde Koller genau das Gegenteil von dem machen was die Öffentlichkeit fordert.
Es gibt (wie erwähnt) die Optionen:
– Burgstaller als Spitze. Okotie wurde auch aus der 2. dt. Liga (bei weit weniger Treffern) einberufen, die Liga kann keine Ausrede sein.
– Harnik als Spitze. Hat sich schon öfter bewährt.
– Gregoritsch: Warum nicht, weniger als Janko würde von ihm auch nicht kommen.
Mein Lieblingsthema – Alaba: wie schon oft erwähnt einer der besten LV der Welt und im Mittelfeld ein guter, aber keineswegs überragender Spieler. Dazu kommt seine persönliche Entwicklung in den letzten Monaten/Jahren, die mir als Außenstehenden nicht mehr so gefällt wie früher. Der Fokus auf den Fußball ist nicht mehr so da wie noch vor 4-5 Jahren. Es gibt zu viele Nebenschauplätze für ihn und dann noch die komplett falsche Selbsteinschätzung, dass er ein zentraler Mittelfeldspieler sei. Ich glaub den kolportieren Sager von im („wenn er mich links aufstellt, fahr ich zurück nach München“) und glaube, dass sich Koller mit dem Thema Alaba immer mehr in eine Sackgasse manövriert. Das Nationalteam darf nicht die Spielwiese des David A. sein, wo er ein wenig im MF kicken kann, mal mit einem Gustostückerl 3 Iren ausspielt (=brotlose Kunst). Das soll er auf der Playstation machen. Ich denke weiter, dass das die Mannschaft (oder den „soliden Teil“ der Mannschaft) doch auf den Keks geht und die Chemie leidet (seit der EM in Frankreich). Alaba-Arnautovic wäre so ziemlich die beste linke Seite, die man sich vorstellen kann und braucht international keine Vergleiche scheuen. Im Zentrum gibts genügend Alternativen für ihn (Ilsanker, Grillitsch, Junuzovic, …).
Kurz gesagt: ich hoffe, dass jetzt entweder ein „Schnitt“ kommt, die Quali nicht mehr im Fokus steht sondern die Weiterentwicklung für die nächste Quali und gewisse Spieler in die 2. Reihe gestellt werden (Janko, Klein) und dort Alternativen gesucht und aufgebaut werden.