Nachwuchs

Leihvertrag: Matthias Braunöder wechselt in die Serie B

Nachdem sich seine Situation bei Como Calcio nach und nach verkomplizierte, wechselt der 23-jährige Eisenstädter Matthias Braunöder leihweise in die Serie B. Die bevorstehende Saison wird der 25-fache österreichische U21-Nationalspieler beim SSC Bari verbringen.

Braunöder wechselte im Jänner 2024 von Austria Wien nach Como. Das erste halbe Jahr verbrachte er gegen eine Gebühr von 150.000 Euro leihweise beim Serie B-Club und war am Aufstieg des Vereins in die Serie A mit 13 Liga-Einsätzen und einem Treffer beteiligt. Anschließend wurde er um 1,5 Millionen Euro fest verpflichtet.

Schwere Saison in der Serie A

In der höchsten italienischen Spielklasse kam Braunöder allerdings fast nicht mehr zum Zug. Er stand in acht Spielen bzw. etwa 300 Einsatzminuten auf dem Platz und da Como in der laufenden Transferperiode bisher ausgesprochen aktiv war und mittlerweile einen Kader von 40 Spielern besitzt, ist das erste Auslandsengagement des zentralen Mittelfeldspielers nach 22 Pflichtspieleinsätzen vorerst vorbei.

Kaufwahn bei Como Calcio

Die Mannschaft des ehemaligen spanischen Top-Spielers Cesc Fabregas gab in der laufenden Transferperiode über 100 Millionen Euro für neue Spieler aus und verpflichtete unter anderem den Ex-Rapidler Nicolas Kühn von Celtic Glasgow, das kroatische Top-Talent Martin Baturina von Dinamo Zagreb, den ehemaligen Salzburger Ignace van der Brempt, sowie das spanische Top-Talent Jesús Rodríguez von Betis Sevilla.

Bari verpasste Aufstiegsplayoff knapp

Dass Braunöder den Klub verlassen wird, stand schon länger im Raum und zumeist war die Rede von einer möglichen Leihe in die zweite italienische Leistungsklasse. Der SSC Bari beendete die vergangene Saison auf dem neunten Platz und verpasste damit das Playoff zum Serie-A-Aufstieg knapp. Seit Juni ist – auch deshalb – der 46-jährige Italiener Fabio Caserta neuer Trainer des Klubs.

Leihvertrag ohne Kaufoption

Braunöder wird beim 1908 gegründeten Traditionsverein aus Apulien einer von vorerst neun Legionären sein. Einige seiner Kollegen, wie etwa das ehemalige kroatische Top-Talent Karlo Lulic oder der routinierte dänische Stürmer Christian Gytkjaer, haben in Europa durchaus bekannte Namen.

Braunöder erhielt einen Leihvertrag bis Ende Juni 2026. Bari sicherte sich aber keine Kaufoption auf den Österreicher.