UEFA Europa League

Marko Arnautovic trifft in der Europa League und stellt Rekord auf

Roter Stern Belgrad und der Celtic FC trennten sich zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase mit einem 1:1-Unentschieden. Im Zentrum stand dabei auch der österreichische Nationalspieler Marko Arnautović, der in der 65. Minute den Ausgleich für die Hausherren erzielte – sein erster Treffer im UEFA-Cup/Europa League seit Februar 2009. Laut Opta beträgt die Lücke zwischen seinen beiden Toren in diesem Bewerb 16 Jahre und 217 Tage – ein Rekord für den längsten Abstand zwischen zwei Treffern eines Spielers.

Celtic hatte nach der Pause die Oberhand. Kelechi Iheanacho brachte die Schotten in der 56. Minute in Führung, nachdem Torhüter Matheus zuvor zweimal stark pariert hatte; Vorbereiter war Benjamin Nygren. Arnautović glich zehn Minuten später aus, als er nach einem Eckball eine flache Hereingabe aus kurzer Distanz verwertete.

Die erste Hälfte gehörte über weite Strecken den Hausherren, die jedoch kein Kapital aus der Überlegenheit herausschlagen konnten. Nemanja Radonjić und Mirko Ivanić ließen Chancen liegen, ein Distanzschuss von Bruno Duarte zwang Kasper Schmeichel zu einer starken Parade. Nach dem Seitenwechsel zog Celtic das Tempo an; Chancen für Nygren und erneut Iheanacho vereitelte Matheus. In einer offenen Schlussphase hielten beide Keeper ihr Team im Spiel – Schmeichel auf der einen, Matheus auf der anderen Seite. Am Ende geht das Unentschieden wohl in Ordnung.

Die Daten unterstreichen die Ausgeglichenheit: Roter Stern kam auf einen xG-Wert von 1,31 und hatte dabei 16 Abschlüsse, wobei vier aufs gegnerische Tor gingen. Celtic kam auf auf 1,74 xG aus nur acht Schüssen, wobei aber sechs aufs Tor gingen. Für Brendan Rodgers setzt sich auswärts in Europa eine zähe Serie fort – inklusive Qualifikation gab es nur einen Sieg in den letzten 17 Auswärtsspielen.

Arnautović ragte bei Roter Stern heraus – nicht nur wegen des Tores. Er band lange Bälle, gewann Duelle, blieb bei Standards permanent gefährlich und gab dem Angriffsspiel Struktur.

In den Stimmen nach dem Spiel überwog beim serbischen Klub die Erleichterung über das Unentschieden. Roter-Stern-Trainer Vladan Milojević, in seiner zweiten Amtszeit beim Klub, sprach von „Problemen, die Zvezda bezahlen musste“, hob aber hervor, dass seine Spieler „auf dem Platz gestorben“ seien. Der portugiesische Mittelfeldspieler Tomas Handel, seit dieser Saison bei Roter Stern, lobte die Stimmung im Stadion: „Die Atmosphäre war fantastisch. Dieses Stadion ist dafür sehr bekannt. Es hat seinem Ruf alle Ehre gemacht.“ Auf Seiten Celtics zeigte sich Trainer Brendan Rodgers, der nach seiner Rückkehr bereits zum zweiten Mal die Schotten betreut, mit der positiven Haltung seines Teams zufrieden und würdigte ebenfalls die Kulisse. Zugleich betonte er den Respekt vor dem Gegner: „Ich mag Roter Stern, sie haben eine gute Mannschaft und einen guten Trainer. Wir wussten, dass wir heute Abend stark sein müssen, um ein Resultat zu holen, und das haben wir getan.“