Rest der Welt

Video: Arnautović trifft im Belgrader Derby, Roter Stern schlägt Partizan mit 3:0

Das 178. Ewige Derby zwischen Roter Stern Belgrad und Partizan endete gestern mit einem deutlichen 3:0-Heimsieg für die Hausherren. Vor rund 40.000 Zuschauern im Rajko-Mitić-Stadion erzielten Vasilije Kostov, Marko Arnautović und Aleksandar Katai die Treffer. Für Arnautović war es ein besonders persönlicher Moment: Er erzielte sein erstes Tor im Ewigen Derby.

In der Anfangsphase stand Arnautović weniger im Mittelpunkt. Partizan verteidigte eng, setzte auf aggressives Anlaufen und schloss die zentralen Passwege. Über weite Strecken der ersten Halbzeit kam Zvezda zwar zu Abschlüssen, Arnautović blieb jedoch gut bewacht und wurde nur selten von seinen Mitspielern in aussichtsreiche Positionen gebracht. Per Kopf hätte er dennoch bereits in der ersten Halbzeit den Führungstreffer erzielen können

Kurz vor der Pause fiel der erste Treffer des Spiels. Nach einer Flanke von Aleksandar Katai erzielte der erst 17-jährige Kostov per Kopf das 1:0 in der Nachspielzeit. Für Arnautović bedeutete das mehr Räume nach dem Seitenwechsel, was sich auch bald bemerkbar machen sollte.

Nach Wiederbeginn verlor Partizan zusätzlich an Stabilität, als Kapitän Saša Zdjelar verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. In dieser Phase gewann Zvezda zunehmend Kontrolle. Arnautović hatte nun mehr Ballkontakte im letzten Drittel, beteiligte sich stärker am Kombinationsspiel und suchte häufiger den Abschluss. Er band Gegenspieler, öffnete Räume für nachrückende Spieler und war in mehrere Offensivaktionen eingebunden.

Arnautovic erzielt sehenswertes Weitschusstor

In der 56. Minute war es dann soweit. Arnautović bekam den Ball rund 18 bis 20 Meter vor dem Tor, nahm Maß und traf mit einem präzisen und sehenswerten Distanzschuss ins Eck. Partizan-Torhüter Marko Milošević war chancenlos. Es war Arnautovićs sechstes Tor in dieser Saison, wobei er vier in der Liga erzielte. Dazu kommen sechs Assists in zehn Pflichtspielen.

Ab Minute 6:20 könnt ihr den Treffer des österreichischen Nationalspielers ansehen 

Beim dritten Tor in der 77. Minute war er erneut beteiligt. Nach einem Dribbling leitete er eine Chance ein, aus der schließlich nach Kostovs Fersenablage und Katais Abschluss das 3:0 entstand. Für Katai war es das 150. Tor im Trikot von Roter Stern.

Spielunterbrechung und vergebener Elfmeter

Davor kam es jedoch schon beim Stand von 2:0 zu längeren Unterbrechungen, ausgelöst durch Pyrotechnik aus dem Partizan-Fansektor, der zwischenzeitlich sogar lichterloh brannte. Sportlich blieb Zvezda davon unbeeindruckt. Partizan erhielt in der 71. Minute noch eine Möglichkeit zurück ins Spiel zu kommen, als Kostov im Strafraum foulte und es Elfmeter gab. Milan Vukotić scheiterte jedoch an Torhüter Mateus. Der Nachschuss von Andrej Kostić landete zwar im Tor, wurde nach VAR-Überprüfung wegen zu frühen Eindringens in den Strafraum aberkannt. Es blieb beim Zwei-Tore-Vorsprung.

Stimmen nach dem Spiel

Zvezda-Trainer Dejan Stanković erklärte, man habe in der Halbzeit einige Dinge angepasst, was in der zweiten Hälfte zu mehr Zeit bei Entscheidungen geführt habe. Die zweite Halbzeit sei so verlaufen, wie es sich die Fans wünschen würden. Besonders hob er die Arbeit der Spieler hervor, die die Voraussetzungen für die Tore geschaffen hätten.

Partizan-Coach Nenad Stojaković sprach von einem gut vorbereiteten Spiel, das bis zur Pause funktionierte. Der Ausfall von Zdjelar, das Gegentor aus einer Umschaltsituation und der vergebene Elfmeter seien entscheidend gewesen.