UEFA Europa Conference League

VIDEO: Stefan Posch köpft Mainz ins historische Conference-League-Viertelfinale

Der 19. März 2026 wird in die Vereinsgeschichte des 1. FSV Mainz 05 eingehen. Mit einem 2:0-Erfolg im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Conference League gegen den tschechischen Pokalsieger SK Sigma Olmütz zog der Bundesligist erstmals in ein Europacup-Viertelfinale ein. Maßgeblichen Anteil daran hatte der österreichische Verteidiger Stefan Posch, der mit seinem Kopfballtor kurz nach Wiederanpfiff den Grundstein für den Aufstieg legte.

Torloses Hinspiel

Bereits das Hinspiel im tschechischen Olmütz am 12. März hatte wenig Tore hergegeben. Die Partie endete 0:0, wobei Mainz einen Treffer von Silas Katompa Mvumpa wegen einer Abseitsstellung aberkannt bekam. Zudem musste Silas nach einer Schienbeinverletzung in der 67. Minute vom Feld getragen werden. Die Mainzer reisten somit mit einem nicht unbedingt zufriedenstellenden Ergebnis zum Rückspiel in die MEWA Arena an und es war noch alles offen.

Stefan Posch sorgt für die Führung

Auch die erste Hälfte des Rückspiels vor den über 31.000 Zuschauern in Mainz verlief torlos. Der FSV zeigte zwar die aktivere Spielanlage und kam früh durch Jonathan Tietz zu einer ersten Chance, die Sigma-Keeper Kouzný jedoch zur Ecke klärte, doch das erlösende Tor wollte zunächst nicht fallen.

Das änderte sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Bereits in der 46. Minute brachte Paul Nebel den Ball mit einer maßgeschneiderten Hereingabe von rechts in den Fünfmeterraum, wo Stefan Posch am höchsten stieg und per Kopf zum 1:0 einnickte. Es war ein Treffer, der die Arena zum Beben brachte und dem FSV die Sicherheit gab, die er in den ersten 45 Minuten noch vermisst hatte.

Den Treffer von Stefan Posch seht ihr in diesem Video nach 40 Sekunden

Olmütz dezimiert, Mainz sucht die Entscheidung

In der Folge drückte Mainz auf die Entscheidung. Der Olmützer Peter Baráth sah in der 76. Minute nach einem taktischen Foul an Jonathan Tietz die Gelb-Rote Karte und hinterließ seine Mannschaft in Unterzahl. Paul Nebel prüfte den Olmützer Keeper Kouzný per Freistoß, der Ball klatschte jedoch nur an die Latte.

In der 82. Minute sorgte der eingewechselte Armindo Sieb für die endgültige Entscheidung. Nach Vorlage von Danny da Costa traf der junge Angreifer aus dem Strafraum zum 2:0-Endstand. Mainz 05 durfte endgültig jubeln.

Historischer Abend für Mainz

Für die Rheinhessen hat der Einzug ins Viertelfinale gleich mehrfache Bedeutung. Sportlich ist es der größte europäische Erfolg der Vereinsgeschichte. Mainz hatte sich in der Ligaphase der Conference League mit 13 Punkten aus sechs Spielen als Siebenter direkt für das Achtelfinale qualifiziert und nun auch die K.o.-Phase gemeistert.

Finanziell spült der Aufstieg weitere 1,3 Millionen Euro an UEFA-Prämien in die Kasse. Sportvorstand Christian Heidel bezifferte die bisherigen Conference-League-Einnahmen auf rund 14 Millionen Euro.

Im Viertelfinale trifft Mainz auf Racing Straßburg, das sich im Parallelspiel mit einem Gesamtscore von 3:2 gegen HNK Rijeka durchsetzte. Die Hinpartie findet am 9. April in der MEWA Arena statt, das Rückspiel folgt am 16. April in Frankreich. Der Traum vom Conference-League-Finale am 27. Mai in Leipzig geht damit weiter.