Die Legendären von Kanada – Was wurde aus den Spielern im ÖFB-Kader der U20-WM 2007?
[nextpage title=“ÖFB-U20-Team von der WM 2007 in Kanada“]
Unvergessen wird die österreichische U20-Mannschaft bleiben, die bei der U20-Weltmeisterschaft 2007 in Kanada sensationell bis ins Halbfinale vorstieß. Erst gegen Tschechien war in der Vorschlussrunde Endstation für die Mannschaft von Trainer Paul Gludovatz. Nach der Niederlage im Spiel um Platz drei gegen Chile bedeutete der vierte Platz die beste Platzierung des ÖFB bei einer Nachwuchs-WM. Qualifiziert hatte man sich durch das gute Abschneiden des U19-Nationalteams ein Jahr zuvor bei der Europameisterschaft. In Polen scheiterte das ÖFB-Team erst im Halbfinale am späteren Europameister Spanien.
Es gab eine Reihe interessanter Spieler von der 2007er-Generation, die damals im 21-Mann-Kader standen. Wir haben uns die Spieler unter die Lupe genommen und ihre Karrieren, die in unterschiedlichen Bahnen verlaufen sind, analysiert. Einige sind später auch im Männer-Nationalteam aufgestiegen, bei einigen verlief die Karriere nicht nach Wunsch. Was aus den Spielern und dem Trainer seitdem geworden ist, haben wir uns näher angesehen.
Titelbild: Screenshot ORF
[soscharity]
Der Weg zum 4. Platz:
Vorrunde / Gruppe A:
Kongo – Österreich 1:1 (0:1) – Torschütze: Hoffer
Österreich – Kanada 1:0 (0:0) – Torschütze: Okotie
Österreich – Chile 0:0
Achtelfinale:
Österreich – Gambia 2:1 (1:0) – Torschützen: Prödl, Hoffer
Viertelfinale:
Österreich – USA 2:1 n.V. (1:1, 1:1) – Torschützen: Okotie, Hoffer
Halbfinale:
Österreich – Tschechien 0:2 (0:2)
Spiel um Platz 3:
Österreich – Chile 0:1 (0:1)
[app_teaser]
[nextpage title=“Trainer“]
Paul Gludovatz
Der 71-Jährige galt im Jahr 2011 auch als Kandidat für den Nachfolger von Didi Constantini als neuer Teamchef. Am Ende entschied sich der ÖFB jedoch für niemand geringeren als Marcel Koller. Nach der U20-WM trainierte Gludovatz recht erfolgreich die SV Ried, die er nach vier Jahren Richtung Sturm Graz verließ. Das Gastspiel bei den Steirern als Sportlicher Leiter dauerte jedoch aufgrund von gesundheitlichen Problemen nur drei Monate an. Danach übernahm er wieder als Trainer den TSV Hartberg für eine Saison. Nach zwei Spielzeiten beim unterklassigen Heimatklub SV Eberau trainierte der Burgenländer wieder die Rieder, die er für eine weitere Saison coachte. Seit dem Abgang bei den Oberösterreichern im Mai 2016 hat Gludovatz keinen weiteren Job mehr angetreten.
[nextpage title=“Im Nationalteam aktiv“]
[spielerprofil spieler=“Sebastian Prödl“]
Der Grazer, der als Kapitän in allen WM-Partien zum Einsatz kam, hatte bereits vor der Endrunde zwei Spiele für das Nationalteam absolviert (Testspiele gegen Schottland und Paraguay). Seitdem ist Prödl Bestandteil des ÖFB-Teams. Insgesamt 64 Länderspiele, vier Tore und zwei Europameisterschaften ist seine starke Bilanz in den letzten zehn Jahren. Sein Aufstieg begann rasant. Anfang 2007 wurde er zu den Profis des SK Sturm Graz hochgezogen, wurde sofort zum Stammspieler und wechselte im Sommer 2008 für 2,5 Millionen Euro Ablöse in die deutsche Bundesliga zu Werder Bremen. In sieben Jahren an der Weser brachte es ‚Basti‘ auf 176 Bundesliga-Spiele und erzielte dabei 13 Treffer. Im Jahr 2015 wechselte Prödl dann in die Premier League zum damaligen Aufsteiger FC Watford, für den er bislang auch schon über 50 Premier-League-Spiele abgeliefert hat.
[spielerprofil spieler=“Andreas Lukse“]
Der Schlussmann, der bei der Weltmeisterschaft in zwei Spielen eingesetzt wurde, war ein Spätstarter. Bis im Jahr 2011 stand Lukse beim SK Rapid Wien unter Vertrag, wurde aber immer wieder an andere Klubs weiterverliehen und kam in den ganzen Jahren auch nur zu neun Einsätzen in der Bundesliga. Nach seiner Zeit in Hütteldorf ging es zum FC Lustenau und zum SV Kapfenberg in die Erste Liga, wo er sich etablieren konnte. Den wirklichen Sprung schaffte der Wiener aber erst als er 2014 vom SCR Altach verpflichtet wurde. In den drei Jahren bei den Vorarlbergern hat er sich zum Stammkeeper entwickelt und wurde so auch zum Teamspieler. Am 15. November 2016 lieferte er beim Testspiel gegen die Slowakei eine sehr starke Partie ab, dafür wurde er von den 12terMann-Lesern auch zum ‚Man of the Match‘ gewählt. Derzeit plagt ihn aber eine Schulterverletzung, die das ein oder andere Länderspiel verhindert hat.
[spielerprofil spieler=“Michael Madl“]
Der Steirer hat bislang ein Spiel im Nationalteam absolviert. Ebenso wie Lukse stand er gegen die Slowakei am 15.11.2016 über die volle Spielzeit auf dem Feld. Ein Jahr zuvor war er in der Schlussphase der EM-Qualifikation bereits Teil des 23-Mann-Kaders. Auch in diesem Jahr wurde er für ein WM-Quali- sowie ein Testspiel nominiert. Seit März kommt er bei Fulham nur mehr zu sehr wenigen Einsätzen und stand in den letzten Wochen nicht einmal mehr im Kader der ‚Cottagers‘, dadurch ist er seit Juni auch nicht mehr für den ÖFB-Kader berücksichtigt worden. In der Winterpause 2016 wechselte Madl leihweise von Sturm Graz nach London. Im darauffolgenden Sommer zog Fulham auch die Kaufoption für den 30-Jährigen, der bei der U20-WM bis auf das Duell gegen Tschechien in jedem Match zum Einsatz kam. In Graz reifte er davor sogar zum Kapitän. Seine Stationen vor Sturm waren der SC Wr. Neustadt, Austria Wien und Wacker Innsbruck. Insgesamt 209 Bundesliga-Spiele hat Madl auf dem Buckel.
[nextpage title=“Nicht mehr im Nationalteam“]
[spielerprofil spieler=“Rubin Okotie“]
Der in Pakistan geborene Mittelstürmer kam in allen WM-Partien zum Einsatz und erzielte zwei wichtige Tore. Sein Debüt im Nationalteam feierte Okotie am 19. November 2008 bei einem Freundschaftsmatch gegen die Türkei. Zur Halbzeit wurde er für einen gewissen [spielerprofil spieler=“Marko Arnautovic“] ausgewechselt, der ebenfalls sein Debüt im ÖFB-Team feierte. Auch in den nächsten drei Länderspielen kam Okotie zum Einsatz, danach dauerte es allerdings drei Jahre bis ihn Koller für einen Test gegen die Türkei (15.8.2012) nominierte und zur Schlussphase einwechselte. In der erfolgreichen EM-Qualifikation 2016 zählte der 18-fache Teamspieler zum Stammkader und erzielte dabei auch zwei ganz wichtige Siegtreffer gegen Montenegro und Russland. Auch bei der EM in Frankreich wurde er beim Auftakt gegen die Ungarn (0:2) eingewechselt. Nach der EURO wechselte er von 1860 München nach China zu Beijing Enterprises. Dadurch geriet er aus dem Fokus und war seitdem kein Thema mehr für das Nationalteam. 113 Bundesliga-Spiele für Austria und Sturm, vier Bundesliga-Spiele in Deutschland für Nürnberg, drei Champions-League-Einsätze und 85 Tore im Profifußball stehen auf der Visitenkarte des 30-Jährigen.
[spielerprofil spieler=“Erwin Hoffer“]
‚Jimmy‘ war mit drei Treffern der erfolgreichste ÖFB-Torschütze bei der U20-WM in Kanada. Die Karriere des Badeners verlief zunächst sehr verheißungsvoll. Hoffer debütierte im Nationalteam bereits am 2. Juni 2007 im Testspiel gegen Paraguay. Insgesamt 28 Länderspiele, vier Tore und vier Assists stehen auf der Habenseite des Stürmers. Auch bei der EURO 2008 im eigenen Land stand Hoffer beim entscheidenden letzten Gruppenmatch gegen den späteren Finalisten Deutschland über 90 Minuten am Feld. In der Folgesaison konnte er für Rapid unglaubliche 27 Tore erzielen und bildete mit [spielerprofil spieler=“Stefan Maierhofer“] ein erfolgreiches Sturmduo. Diese starke Saison verhalf ihm auch zu einem Wechsel in die Serie A zum SSC Napoli, bei dem er allerdings nie glücklich werden konnte. Nach vielen Leihen bei Kaiserslautern, Frankfurt und Düsseldorf verpflichtete ihn im Sommer 2015 der Karlsruher SC, für den er zwei Saisonen lang kickte. Derzeit versucht Hoffer sein Glück in der 2. belgischen Liga beim KFCO Beerschot. Das letzte Mal stand er für das Nationalteam beim Testspielsieg gegen Finnland (29.2.2012) noch unter Koller auf dem Feld. Danach wurde er nicht mehr einberufen.
[spielerprofil spieler=“Veli Kavlak“]
Der gebürtige Wiener hat in den letzten Jahren mit sehr vielen Verletzungen zu kämpfen gehabt. Dadurch hat er auch den Anschluss ans Nationalteam verloren. Davor war er über Jahre hinweg integraler Bestandteil des ÖFB-Teams. Sein Debüt im Nationalteam gab Kavlak am 24. März 2007 beim Test gegen Ghana. Also bereits vor der U20-WM, bei der er nur gegen Chile in der Gruppenphase nicht zum Zug kam. Es folgten weitere 30 Teamspiele und ein Treffer in einem Testspiel gegen die Türkei. Die Europameisterschaften 2008 und 2016 verpasste er jeweils wegen Verletzungen. Zum letzten Mal kam der Mittelfeldspieler am 18. November 2014 beim Freundschaftsspiel gegen Brasilien zu einem Teameinsatz. Kavlak konnte in seiner Karriere insgesamt vier Meistertitel feiern. Zwei gelangen ihm mit Rapid und zwei mit Besiktas, für die er seit dem Abgang aus Hütteldorf im Jahr 2011 kickt.
[nextpage title=“Vom Nationalteam zurückgetreten“]
[spielerprofil spieler=“Zlatko Junuzovic“]
Junuzovic stand in jedem Match der U20-WM auf dem Feld und war somit auch für den Erfolg mitverantwortlich. Beim Nationalteam war er in den letzten Jahren auch Erfolgsgarant. Die Krönung fand in der Qualifikation zur EURO 2016 in Frankreich statt. Wie unverzichtbar der offensive Mittelfeldspieler für das Team war, merkte man besonders dann, wenn er aufgrund von Verletzungen fehlte. Im Oktober gab der 30-Jährige nun seinen Rücktritt vom Nationalteam und hinterlässt damit eine Lücke im offensiven Mittelfeld. 55 Spiele, sieben Tore und 14 Assists war seine Bilanz beim ÖFB-Team. Sein Debüt gab er bereits am 1. März 2006 bei der Testspiel-Niederlage gegen Kanada unter Hickersbeger. Es dauerte allerdings noch weitere vier Jahre bis er den endgültigen Durchbruch im ÖFB-Team schaffte und sich später sogar zum Leistungsträger entwickelte. Auf Anhieb wurde er mit 18 Jahren Stammspieler beim GAK in der Bundesliga und war in insgesamt 210 Spielen der höchsten Spielklasse Österreichs für die ‚Rotjacken‘, Austria Kärnten und Austria Wien im Einsatz. Im Jänner 2012 verpflichtete ihn Werder Bremen. 178 Spiele, 20 Tore, 49 Assists und Aufstieg zum Kapitän zeigen seine starken Leistungen in den letzten Jahren für den deutschen Bundesligisten.
[spielerprofil spieler=“Markus Suttner“]
Insgesamt 20 Länderspiele hatte der Niederösterreicher bis zu seinem Rücktritt in diesem Mai für das Nationalteam absolviert. Der linke Außenverteidiger spielte beim Testspiel gegen Finnland am 29. Februar 2012 zum ersten Mal für das ÖFB-Team. Meistens kam er jedoch nicht am ehemaligen Kapitän [spielerprofil spieler=“Christian Fuchs“] vorbei. So kam er in der EM-Qualifikation und bei der EURO 2016 zu keinem einzigen Einsatz. Nach dem Rücktritt von Fuchs hätte er die vakante Position übernehmen können, seine Leistungen waren aber nicht berauschend und so stellte Koller andere Spieler als Linksverteidiger auf. Bei der U20-WM in Kanada kam er in vier von sieben Matches zum Einsatz. Seine größten Erfolge sind ein Meistertitel und ein Cupsieg mit der Austria. Die ‚Veilchen‘ verließ Suttner im Sommer 2015 Richtung Ingolstadt in die deutsche Bundesliga. Nach zwei Jahren folgte heuer der Wechsel zum Aufsteiger Brighton & Hove Albion in die englische Premier League.
[spielerprofil spieler=“Martin Harnik“]
Der ‚Piefke‘ im Team gab erst vor wenigen Tagen seinen Rücktritt vom Nationalteam bekannt. Nach 68 Spielen (elfter Platz in der ewigen ÖFB-Rangliste) und 15 Treffern wird er dem ÖFB-Team sehr abgehen. Bei der U20-WM wurde Harnik in allen Spielen eingesetzt. Er gab sein Debüt im Nationalteam nach der Endrunde. Beim 1:1 gegen Tschechien am 22. August 2007 erzielte er auch gleich sein erstes Teamtor (Video). ‚Maddin‘ kam sowohl bei der EM 2008 als auch bei der EM 2016 zu seinen Einsätzen. In der Qualifikation für die EM-Endrunde 2016 konnte er mit drei Treffern und vier Assists einen großen Teil für den Erfolg beitragen. Zum Profi schaffte es Harnik bei Werder Bremen, 2010 wechselte er zum VfB Stuttgart und schaffte in der letzten Saison mit Hannover 96 den Aufstieg in die deutsche Bundesliga. In insgesamt 201 Bundesliga-Spielen hat der Offensivspieler bislang 58 Tore erzielt.
[nextpage title=“Als Profi noch aktiv“]
[spielerprofil spieler=“Siegfried Rasswalder“]
Der linke Verteidiger wurde in fünf Spielen bei der WM eingesetzt. Nach seiner Zeit bei der U20 kam Rasswalder noch ein weiteres Mal für die U21 im Testspiel gegen Norwegen am 5. Februar 2008 zum Einsatz. Zu mehr Einsätzen für den ÖFB reichte es danach nicht mehr. Während der WM spielte er beim DSV Leoben, für den er insgesamt 60 Spiele in der Ersten Liga absolvierte. Im Jahr 2008 folgte dann der Wechsel zum LASK. In Linz durfte Rasswalder sogar 20 Mal Bundesliga-Luft schnuppern, schaffte aber nie wirklich den Durchbruch. Nach zwei Jahren in Oberösterreich ging es für eine Saison zum SV Horn wieder eine Liga runter. Bei Austria Klagenfurt spielte er zwei Jahre lang in der Regionalliga Mitte, ehe er im Jänner 2013 zum TSV Hartberg wechselte. Aktuell ist er immer noch bei den Steirern, für die er 87 Mal in der Ersten Liga bislang gespielt hat, tätig und ist dort auch zum Kapitän aufgestiegen.
[spielerprofil spieler=“Thomas Hinum“]
Der Linzer wurde in Kanada vier Mal eingesetzt. Bis zur U21 stand er in insgesamt 27 Spielen für diverse Nachwuchs-Nationalteams des ÖFB auf dem Platz. Die erste Profisaison absolvierte Hinum beim SC Schwanenstadt in der Ersten Liga 2006/07. Bekanntheit erlangte er beim SK Austria Kärnten. Nach zwei Jahren in der Bundesliga verpflichtete Rapid den Mittelfeldspieler im Sommer 2010. Die Zelte in Hütteldorf brach er aber gleich nach nur einer Saison ab und heuerte beim Ligakonkurrenten Ried an. Seit drei Jahren ist er in der Ersten Liga aktiv. Zunächst wechelste er 2014 zum LASK, zwei Jahre später folgte der Transfer zum Stadtrivalen Blau-Weiß, bei dem er aktuell noch aktiv ist.
[spielerprofil spieler=“Tomas Simkovic“]
Unser Kasachstan-Legionär kam zu zwei Einsätzen bei der WM. Seine Karriere begann bei den Austria Amateuren, die damals noch in der Ersten Liga spielberechtigt waren. Zweieinhalb Saisonen lang kickte der gebürtige Slowake für die ‚Veilchen‘ in der zweithöchsten Liga Österreichs, wechselte dann in der Rückrunde 2007/08 zu Ligakonkurrent Schwanenstadt. Nach der Saison ging die Reise weiter zum SC Wr. Neustadt, mit dem er den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Anfang 2012 wechselte er wieder nach Favoriten und feierte in der Saison 2012/13 den Meistertitel mit den Wienern. Auch zu vier Einsätzen in der Champions League reichte es im violetten Dress. Nach 128 Bundesliga-Spielen und 20 Toren wagte Simkovic im Februar 2014 ein Abenteuer und wechselte nach Kasachstan zu Tobol Kostanai. In diesem Sommer wechselte der Mittelfeldspieler ligaintern zum FK Aktobe.
[nextpage title=“Vom Fußball zurückgetreten“]
[spielerprofil spieler=“Peter Hackmair“]
Der heutige ORF-Experte wurde in allen WM-Spielen eingesetzt. Der zentrale Mittelfeldspieler brachte es sogar zu neun Einsätzen bei der U21, für das Männer-Nationalteam reichte es nicht. Der Oberösterreicher begann seine Laufbahn bei der SV Ried. Im Innviertel kickte er insgesamt sechs Jahre lang (von 2005 bis 2011). Im September 2011 verpflichtete ihn dann der FC Wacker Innsbruck, bei dem Hackmair eine Saison lang unter Vertrag stand, bis er am 21. August 2012 seine Karriere aufgrund von Verletzungen beendete. Er kam für die beiden Klubs auf insgesamt 120 Bundesliga-Spiele. Mit 25 Jahren schrieb Hackmair bereits sein erstes Buch („Träume verändern„). Seit 2015 arbeitet der ‚Sportler des Jahres‘ 2016 in der Kategorie ‚Sportler mit Herz‘ als Analytiker bei den Live-Matches für den ORF.
[spielerprofil spieler=“Michael Zaglmair“]
Der Oberösterreicher gewann in der Saison 2006/07 den Meistertitel in der Ersten Liga mit dem LASK. Allerdings war er damals noch im Nachwuchs der Athletiker tätig und kam nur zu vier Einsätzen in der Ersten Liga. In den drei Folgesaisonen in der Bundesliga mit den Linzern wurde Zaglmair insgesamt 24 Mal im Kasten eingesetzt. Nach einem halben Jahr Vereinslosigkeit nahm ihn der SV Horn aus der Regionalliga Ost unter Vertrag. In Niederösterreich spielte der 29-Jährige bis zu seinem verletzungsbedingten Karriereende im Sommer 2012. Im Jahr 2013 wurde Zaglmair als Torwarttrainer bei der Fußballschule von Jahn Regensburg eingestellt.
[nextpage title=“In der Versenkung verschwunden“]
[spielerprofil spieler=“Bartolomej Kuru“]
Der gebürtige Tscheche wurde bei der WM in Kanada nur im Gruppenspiel gegen Chile eingesetzt, die restlichen Spiele saß er auf der Bank. Für die U21 Österreichs absolvierte Kuru insgesamt vier Spiele. Dort endete auch seine Entwicklung beim ÖFB. Zu einem einzigen Bundesliga-Match brachte es der Torhüter. In der Saison 2006/07 wurde er als Amateur-Spieler der Austria in der Bundesliga eingesetzt. Bei den ‚Veilchen‘ stand Kuru von 2005 bis 2008 unter Vertrag. Die nächsten Jahre wechselte er zwischen Österreich (Grödig, Vienna) und Tschechien (Dunajska Streda, Bohemians Prag) hin und her. Seit 2013 ist er durchgehend in Österreich aktiv. Nach den Stationen Parndorf, Austria Klagenfurt und SKN St. Pölten folgte der Wechsel zum ASK Bruck/Leitha in der Regionalliga Ost, wo er derzeit Stammgoalie der Niederösterreicher ist.
[spielerprofil spieler=“Bernhard Morgenthaler“]
Der linke Außenverteidiger, der bei der U20-WM in fünf Spielen aktiv mitwirkte, war bis in der Saison 2010/11, in der er mit der Admira Meister der Ersten Liga wurde, noch im Profibereich engagiert. Bereits 2006 konnte er für die Mödlinger elf Bundesliga-Spiele als 18-Jähriger absolvieren. Mit kurzen Zwischenstationen beim GAK, beim ASK Schwadorf und in Pasching stand Morgenthaler bis 2011 immer bei der Admira unter Vertrag. In der Saison 2011/12 war er vereinslos und fand daraufhin im Sommer 2012 mit dem SC Brunn am Gebirge in der 2. Landesliga Niederösterreich Ost einen neuen Verein, für den er aktuell immer noch spielt.
[spielerprofil spieler=“Daniel Gramann“]
Gramann stand in vier WM-Partien auf dem Platz. Für ihn reichte es noch zu einem weiteren Match in der U21 für den ÖFB. Nach der U20-WM wechselte der Wiener vom TSV Hartberg zum SCR Altach, mit dem er zwei Saisonen lang in der Bundesliga wirkte. Nach einem weiteren Jahr in der Bundesliga bei Austria Kärnten in der Saison 2009/10 ging es zunächst eine Liga weiter runter zum SV Grödig und ein weiteres Jahr später zum 1. SC Sollenau in der Regionalliga Ost. Zwei Jahre lang war der Innenverteidiger noch in der Wiener Stadtliga beim SC Ostbahn XI und beim ASK Elektra aktiv. Seit diesem Sommer spielt Gramann beim ASK Erlaa in der niederösterreichischen 2. Klasse Ost-Mitte.
[spielerprofil spieler=“Michael Stanislaw“]
Der Steirer war bis auf das Halbfinale gegen Tschechien immer im Einsatz bei der WM. Neben der U20 spielte er auch insgesamt zehn Spiele für das U21-Nationalteam. Seine beste Zeit hatte Stanislaw von 2008 bis 2012 in Wr. Neustadt, als er drei Saisonen lang in der Bundesliga aktiv war (71 Spiele). Während der WM spielte er noch für den SC Schwanenstadt, ehe der Stronach-Klub sich seine Dienste schnappte. Nach Wr. Neustadt war er beim Egri FC in Ungarn sogar für ein halbes Jahr auch Legionär. Später kickte er noch für Horn in der Ersten Liga und beim SC Ritzing in der Regionalliga Ost. Seit Jänner 2015 unterstützt Stanislaw den SC Bad Sauerbrunn aus der Burgenlandliga mit seinem fußballerischen Vermögen.
[nextpage title=“Karriere früh in den Sand gesetzt“]
[spielerprofil spieler=“Ingo Enzenberger“]
Der Gmundner kam nur zu einer Einwechslung in der Nachspielzeit beim WM-Auftaktmatch gegen Kongo zum Einsatz. Das höchste der Gefühle in seiner Karriere waren 43 Matches in der Ersten Liga für den ASK Schwadorf, zu dem er nach der Endrunde wechselte, und für die Red Bull Juniors aus Salzburg. Nach einem Jahr ohne Verein folgte der Wechsel zum USK Anif in die Regionalliga West. Zwei Jahre später ging es zum Ligakonkurrenten TSV Neumarkt, mit dem der rechte Mittelfeldspieler vor seiner fünften und letzten Saison abstieg und am Ende nur mehr in der Salzburger Liga kickte. In diesem Sommer kehrte Enzenberger in seine Heimatstadt zurück und kickt für den SV Gmunden in der oberösterreichischen Landesliga.
[spielerprofil spieler=“Thomas Panny“]
Der Verteidiger war bis zu seinem Wadenbeinbruch vor dem Halbfinale gegen Tschechien in vier WM-Partien im Einsatz. Von der Admira-Jugend aufwärts kickte Panny bis im Jahr 2009 für die Niederösterreicher – mit einer kurzen halbjährigen Unterbrechung beim ASK Schwadorf. In Mödling kam er in der Saison 2005/06 auch zu seinem einzigen Einsatz in der Bundesliga (29.4.2006 gegen Pasching). In dieser Spielzeit stieg die Admira auch ab und so durfte Panny noch 23 Mal in der Ersten Liga zum Zug kommen. Nach der Admira war nur mehr maximal Regionalliga angesagt. Über die Stationen FAC Team für Wien, ASV Vösendorf, 1. SV Wiener Neudorf, erneut FAC, SC Ostbahn XI und SV Schwechat gelangte er im Sommer 2014 zum ASK Kottingbrunn, für den er seitdem in der Landesliga Niederösterreich kickt.
[spielerprofil spieler=“Thomas Pirker“]
Der Kärntner wurde im Viertelfinale und im Spiel um Platz 3 von Gludovatz eingewechselt. Für das U21-Team stand der Innenverteidiger insgesamt zwei Mal am Platz. Pirker hat für Austria Kärnten in den Saisonen 2007/08 und 2008/09 zehn Bundesliga-Spiele absolviert. Aber auch für ihn zeigte der Weg dann nach unten. Konnte er mit dem Wolfsberger AC in der Saison 2009/10 noch in die Erste Liga aufsteigen und dort in der Folgesaison auch bei acht Partien mitwirken, so folgten die nächsten zwei Jahre nur mehr Einsätze in der Regionalliga Ost bei Austria Klagenfurt und dem Villacher SV. Ab Jänner 2013 gab es für Pirker sogar nur mehr Kärntner Landesligaluft zu schnuppern. Jeweils ein Jahr spielte er für SG Steinfeld, SV Sachsenburg, ASKÖ Dellach/Drau und ASKÖ Wölfnitz. Seit diesem Sommer ist er für den SV St. Jakob im Rosental aktiv.
[nextpage title=“Videos“]
Viertelfinale gegen die USA. Hoffer und Okotie schießen Österreich ins Halbfinale.
Halbfinale der U20-WM 2007 zwischen Österreich und Tschechien (0:2).
[soscharity]
[app_teaser]
