Salzburg, Sturm, Rapid & Co. – Der Bundesliga-Rückblick 2017/18
[nextpage title=“10 Vereine – 10 Analysen: Die Bundesliga 2017/18″]
Die österreichische Bundesliga 2017/18 ist Geschichte. Zum letzten Mal nahmen in dieser Saison zehn Mannschaften an der höchsten Spielklasse des Landes Teil, bekannterweise werden es ab der nächsten Spielzeit 12 Teams sein, die sich um den Meistertitel duellieren werden.
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Nach dem langen Hin und Her mit der Abstiegs-Relegation können wir nun endlich den Deckel auf die Saison packen und euch unsere Arbeit präsentieren – In diesem Bundesliga-Rückblick haben wir jedes Team genauestens unter die Lupe genommen und analysiert.
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62 Pflichtspiele hat der FC Red Bull Salzburg in dieser Saison absolviert, genauso viele wie Real Madrid. In der Liga holten sich die Roten Bullen den fünften Meistertitel in Folge und das mit einem neuen Punkterekord. Im ÖFB-Cup-Finale musste man sich dem SK Sturm Graz geschlagen geben, bis zu diesem Zeitpunkt haben die Mozartstädter 29 Cupspiele in Serie gewonnen. Die erstaunlichste Leistung zeigten die Salzburger aber in der UEFA Europa League. Mit attraktivem Fußball begeistern die Roten Bullen Europa, erst nach der Verlängerung im Halbfinales geht das Märchen der Mannschaft von Trainer Marco Rose zu Ende.
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Alles neu macht der Sommer
Insgesamt 25 Spieler haben den FC Red Bull Salzburg vor und während der Saison verlassen, 15 davon sind verliehen. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Konrad Laimer (RB Leipzig), Valentino Lazaro (Hertha BSC) und Wanderson (FK Krasnodar). Im Gegensatz sind zwölf neue Spieler zu den Roten Bullen gewechselt oder von ihren Leihstationen zurückgekommen. Hannes Wolf und Amadou Haidara (beide vom FC Liefering), sowie Munas Dabbur und Fredrik Gulbrandsen (beide Leihen endeten) sind die bekanntesten Neuzugänge.
Nicht nur zahlreiche Spieler verlassen den Verein, sondern auch Trainer Oscar Garcia. Nach eineinhalb Jahren und zwei Double wechselt der Spanier zum AS St. Etienne in die französische Ligue 1. Sein Nachfolger ist der Deutsche Marco Rose, der zuvor seit 2013 in Salzburg Jugendmannschaften trainierte. Unter seiner Leitung konnte die U19 der Mozartstädter ein paar Wochen davor die UEFA Youth League gewinnen. Für den Deutschen ist es die erste Station im Profifußball.
Mit Punkterekord zum Meistertitel
Die Salzburger starten gut in der Liga. Von den ersten fünf Spielen können die Roten Bullen vier gewinnen, den einzigen Punktverlust müssen die Mozartstädter beim 1:1 gegen Aufsteiger LASK hinnehmen. Nur Sturm Graz startet besser und gewinnt bis zu diesem Zeitpunkt alle Partien. Am sechsten Spieltag treffen die beiden Mannschaften aufeinander und die Steirer gewinnen das Match. Für Salzburg ist es die erste Saisonniederlage. Eine Runde später empfangen die Salzburger den SK Rapid Wien. Trotz zweimaligem Rückstand können die Bullen in der letzten Minute ausgleichen, Dabbur ist der Torschütze. Dieser Treffer wird dann bei der Meisterfeier im Mai von den Fans zum „Tor der Saison“ gewählt. Zum Abschluss des ersten Saisonviertels gewinnt Salzburg in Mattersburg, gegen den FK Austria Wien spielt man 0:0-Unentschieden. Nach den ersten neun Spielen liegen die Mozartstädter mit nur einem Punkt Rückstand hinter Sturm Graz auf dem zweiten Platz.
Im zweiten Abschnitt der Saison können die Salzburger sieben der neun Spiele gewinnen. Nur gegen den FC Admira Wacker Mödling und der Wiener Austria müssen sich die Roten Bullen mit einem Remis zufrieden geben. 23 von 27 möglichen Punkten holen die Mozartstädter, machen 22 Tore und kassieren nur sieben. Durch einen 5:0-Heimsieg gegen Sturm Graz holen sich die Salzburger am 15. Spieltag zum ersten Mal in der Saison den ersten Tabellenplatz. Zu den schon gesetzten Andreas Ulmer und [spielerprofil spieler=“Stefan Lainer“] spielt sich [spielerprofil spieler=“Xaver Schlager“] in die Startformation der Roten Bullen. Der 20-Jährige begeistert mit seiner Vielseitigkeit und wird im März von Teamchef [spielerprofil spieler=“Franco Foda“] erstmals in das Nationalteam berufen. Mit Wolf kommt ein weiteres österreichisches Talent vermehrt zu seinen Einsätzen.
Die Tabellenführung behalten die Salzburger bis zum 19. Spieltag. Nach einem 0:0 beim Wolfsberger AC zieht Sturm Graz wieder an den Roten Bullen vorbei. Auch das darauffolgende Spiel gegen den LASK können die Salzburger nicht gewinnen, am Ende kommt es zum gleichen Ergebnis wie gegen den WAC. Pünktlich zum Start in die Frühjahrssaison holen sich die Roten Bullen den Spitzenplatz in der Tabelle zurück. Durch Last-Minute-Tor von Rückkehrer André Ramalho kann die Mannschaft von Marco Rose gegen die Admira mit 2:1 gewinnen. Auch in den nächsten vier Spielen können die Mozartstädter Siege einfahren, der Vorsprung auf Verfolger Sturm Graz beträgt inzwischen zehn Punkte. Einen kleinen Rückschlag muss man beim SV Mattersburg hinnehmen. Die 2:0-Führung der Mozartstädter können die Burgenländer durch zwei Elfmetertore von Smail Prevljak egalisieren. Aus den nächsten beiden Spielen holen die Roten Bullen das Maximum von sechs Punkten.
Am 29. Spieltag kassieren die Salzburger ihre zweite Saisonniederlage in der Liga. Beim LASK verliert die Mannschaft von Marco Rose trotz Überlegenheit mit 1:0. Danach folgt ein Lauf der Roten Bullen, die nächsten sechs Saisonspiele können alle gewonnen werden. Bereits am 33. Spieltag fixieren die Roten Bullen ihren fünften Meistertitel in Folge, den insgesamt neunten in der Red-Bull-Ära. Nach einem 4:1-Heimsieg gegen Verfolger Sturm Graz ist den Salzburgern der Triumph drei Spieltage vor dem Ende nicht mehr zu nehmen. Beim letzten Heimspiel gegen den SV Mattersburg stellt Salzburg einen neuen Punkterekord in der Drei-Punkte-Ära auf. Durch einen 1:0-Sieg erreichen die Roten Bullen die neue Bestmarke von 83 Punkten. Nach dem Spiel bekommen die Salzburger den Meisterteller überreicht, Torhüter Alexander Walke erhält die Auszeichnung „Torhüter der Saison“. Das letzte Saisonspiel verlieren die Mozartstädter bei der Wiener Austria mit 4:0, immerhin sichert sich Dabbur mit 22 Treffern Platz eins in der Torschützenwertung.
Im Finale endet eine Serie
Bis zum Halbfinale spielen die Salzburger eine souveräne Cup-Saison. In der ersten Runde gewinnen die Roten Bullen beim Deutschlandsberger SC mit 7:0. Gegen den ASK-BSC Bruck/Leitha tun sich die Salzburger schwer, erst durch einen 3:1-Sieg nach Verlängerung erreichen sie das Achtelfinale. In der Runde der letzten 16 Mannschaften gewinnen die Mozartstädter beim TuS Bad Gleichenberg mit 3:0 und im Viertelfinale bezwingen die Roten Bullen den SK Austria Klagenfurt mit 7:0. Im Halbfinale gegen den SV Mattersburg tun sich die Salzburger schwer. Cup-Torhüter [spielerprofil spieler=“Cican Stankovic“] zeigt mehrmals gute Paraden und hält in der regulären Spielzeit einen Strafstoß von Prevljak. Ein regulärer Treffer der Mattersburger wird nicht gewertet, die Entscheidung fällt erst im Elfmeterschießen. Während Salzburg alle Versuche vom Punkt verwandelt, scheitert Mattersburg zweimal an Stankovic, ein weiterer Elfmeter geht über das Tor. Im Finale treffen die Roten Bullen auf den SK Sturm Graz, gegen den man ein paar Tage zuvor die Meisterschaft fixieren konnte. Wie schon gegen Mattersburg tun sich die Mozartstädter schwer und können sich kaum Torchancen erspielen. Auf der Gegenseite zeichnet sich erneut Stankovic mehrfach aus. Erst in der Verlängerung muss sich der Schlussmann der Salzburger geschlagen geben, [spielerprofil spieler=“Stefan Hierländer“] erzielt in der 112. den einzigen Treffer der Partie und schießt Sturm Graz zum Pokalsieg. Vor dieser Niederlage konnten die Mozartstädter 29 Pokalspiele in Serie gewinnen.
Erst im Halbfinale endet das Märchen
Wie eigentlich jedes Jahr scheitert Salzburg in der Qualifikation für die UEFA Champions League. Zwar setzen sich die Roten Bullen souverän gegen den Hibernians FC aus Malta durch, doch gegen HNK Rijeka scheitern die Mozartstädter. Dank der Auswärtstorregel steigt der kroatische Meister in die nächste Runde auf, während Salzburg es im zehnten Versuch in der Red-Bull-Ära nicht in die Gruppenphase der Champions League schafft. In der letzten Qualifikationsrunde für die UEFA Europa League gewinnen die Mozartstädter zweimal souverän gegen den rumänischen Meister FC Viitorul und ziehen in die Gruppenphase ein.
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In der Gruppe I treffen die Salzburger auf Olympique Marseille, Vitoría Guimaraes und Konyaspor. Die Roten Bullen bleiben in den sechs Spielen ungeschlagen und sichern sich in der Tabelle den ersten Platz. In der gesamten Gruppenphase kassieren die Salzburger nur ein Gegentor, Stefan Lainer wird in das Team der Gruppenphase gewählt. Im Sechzehntelfinale heißt der Gegner Real Sociedad San Sebastián. Im Hinspiel können die Salzburger die Führung der Spanier in letzter Sekunde ausgleichen, der eingewechselte Takumi Minamino lässt seine Mannschaft jubeln. Eine Woche später gewinnen die Roten Bullen das Rückspiel mit 2:1 und steigen in das Achtelfinale auf. Dort wartet mit Borussia Dortmund einer der schwerstmöglichen Gegner. Beim Hinspiel in Dortmund überraschen die Salzburger, eine starke Leistung wird mit einem 2:1-Sieg belohnt, Valon Berisha erzielt beide Treffer der Salzburger.
Im Rückspiel ist die Red Bull Arena zum ersten Mal seit vier Jahren wieder ausverkauft, erneut verkauft sich Salzburg stark. Ein 0:0 bedeutet der Aufstieg in das Viertelfinale, die Mozartstädter bekommen mit Lazio Rom erneut eine Topmannschaft zugelost. Gegen die Römer tun sich die Roten Bullen schwer und gehen auch schon früh in Rückstand. Wie aus dem Nichts bekommen die Salzburger einen Strafstoß zugesprochen, den Berisha verwandelt. Nach der Pause schlägt erneut Lazio zu, die Führung der Römer gleicht Minamio kurz nach seiner Einwechslung aus. Die Freude der Salzburger hält nicht lange an, denn die Italiener schlagen gleich doppelt zu. Mit 2:4 verlieren die Roten Bullen das Spiel in der ewigen Stadt.
Beim Rückspiel ist das Stadion der Salzburger erneut ausverkauft, die knapp 30.000 Fans müssen allerdings bis zur 56. Minute auf ein Tor warten. Ciro Immobile bringt Lazio in Führung, der Aufstieg rückt in weite Ferne. Im Gegenzug kann Dabbur ausgleichen, die Salzburger glauben an das Wunder. Ein Weitschuss von Amadou Haidara bringt die Roten Bullen in Führung, wenige Minuten darauf erhöht Hee-Chan Hwang. Wieder dauert es nur wenige Minuten bis zum nächsten Treffer, den Lainer erzielt. Mit einem Gesamtscore von 6:5 erreichen die Salzburger das Halbfinale.
In der Runde der letzten vier treffen die Mozartstädter wieder auf Olympique Marseille. Salzburg kann im Hinspiel in Frankreich gut mithalten und erspielt sich ein paar Chancen, nur ein Treffer will der Mannschaft von Marco Rose nicht gelingen. Im Gegenzug muss Walke zweimal hinter sich greifen, Florian Thauvin und Clinton N´Jie schießen Marseille zu einem 2:0 Sieg. Im Rückspiel rennen die Salzburger wieder einem Rückstand vom Hinspiel hinterher, Haidara und ein Eigentor von Bouna Sarr bringen die Roten Bullen in die Verlängerung. Dort platzt der Finaltraum in der 116. Minute. Rolando trifft nach einem Eckball der eigentlich keiner war. Salzburg gewinnt zwar das Spiel, es ist aber der wahrscheinlich bitterste Sieg in der Vereinshistorie.
Fazit
In der Liga ist Salzburg erneut das Maß aller Dinge. Souverän und konstant holten sich die Roten Bullen den fünften Meistertitel in Folge, zusätzlich holten sich die Mozartstädter den Punkterekord. Im ÖFB-Cup verloren die Salzburger das Finale gegen Sturm Graz. Die Niederlage geht in Ordnung, denn die Grazer waren das bessere Team. International sorgte das Team von Marco Rose für Aufsehen. Mit Real Sociedad, Borussia Dortmund und Lazio Rom hat man Mannschaften aus dem Bewerb geworfen, die in ihren Ligen zu den besseren Teams gehören. Salzburg hat in dieser Saison 62 Pflichtspiele absolviert, genauso viele wie Champions-League-Sieger Real Madrid. Viele der Akteure haben sich in das Blickfeld internationaler Mannschaften gespielt und auch Marco Rose scheint begehrt zu sein. Spannend wird sein, wie das Team in der nächsten Saison aussieht und welche Spieler den Verein erhalten bleiben. Doch auch trotz zahlreicher Verluste haben die Salzburger immer beweisen können, dass sie auch namenhafte Abgänge kompensieren können. Fix ist bereits, dass Marco Rose in Salzburg bleiben wird. Der Trainer der Roten Bullen hat einen Tag nach dem letzten Saisonspiel seinen Vertrag bis 2020 verlängert.
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[nextpage title=“2. Platz – Sturm Graz“]
Die Verantwortlichen des SK Sturm Graz können die Saison 2017/18 zufrieden abschließen. Der Vizemeistertitel und der fünfte Cup-Sieg in der Vereinsgeschichte sind auf der Haben-Seite der Grazer zu finden. Mit zwei verschiedenen Trainern und einem gefestigten Kader schafften die Grazer den Sprung in die Champions-League-Qualifikation.
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Die Kreisslsche Transferpolitik
Im Sommer hieß es für elf Spieler Abschied nehmen. Für Youngster Romano Schmid und U21-Nationalteamspieler Sascha Horvath konnten die „Blackies“ Ablöse lukrieren. Im Winter spülte der Transfer von Charalampos Lykogiannis zu Cagliari noch einmal Geld in die Kasse. Spieler wie Seifedin Chabbi, Simon Piesinger, Kristijan Dobras, Marko Stankovic und Andreas Gruber verließen weitere Spieler den Verein ablösefrei. Lukas Skrivanek, Ivan Ljubic, Martin Ovenstad und Luan, der erst im Sommer zu Sturm gestoßen ist, wurden auf Leihe versendet. Mit den ablösefreien Abgängen dünnte man den Kader gezielt aus und die Ablösesummen für die abgegangenen Spieler kommen den Grazern auch entgegen. Außerdem durften die Leihen wertvolle Einsatzminuten sammeln.
Die Neuzugänge, die Sportdirektor Günter Kreissl zum SK Sturm Graz, geholt hat, konnten im Laufe der Saison zumeist aufzeigen. Denn [spielerprofil spieler=“Peter Zulj“], der ablösefrei vom SV Ried gekommen ist, hat 2017/18 wohl die beste Saison seiner Karriere gespielt. Mit dem Torhüter [spielerprofil spieler=“Jörg Siebenhandl“] hat man einen soliden Schlussmann zurück nach Österreich geholt. Auch die Angreifer Thorsten Röcher und Emeka Eze haben mit ihren Leistungen überzeugen können. Mit den Wintertransfers Bright Edomwonyi und Jakob Jantscher kamen Spieler, die Sturm-Vergangenheit aufweisen konnten. Mit dem ehemaligen Rapid-Verteidiger Thomas Schrammel reagierte Kreissl auf den Abgang von Lykogiannis. Aus Liefering holte man mit Oliver Filip und Luan Zukunftsaktien in die Steiermark. Patrick Puchegger und Fabian Schubert wurde auch noch die zweite Mannschaft verstärkt.
Günter Kreissl hat mit seinen Transfers überzeugen können. Zuerst eher unspektakulär, haben sich diese als wahre Glücksgriffe herausgestellt. Besonders die Transfers von Peter Zulj und Thorsten Röcher haben einen starken Eindruck hinterlassen – 42 Scorerpunkte konnten beide Spieler alleine in der Liga aufweisen.
Nebenbei hat es Kreissl mit den Vertragsverlängerungen von [spielerprofil spieler=“Stefan Hierländer“] und Dario Maresic geschafft, absolute Stammkräfte an den Verein zu binden, die namhafte Interessenten aus dem Ausland angezogen hatten – an Maresic waren unter anderem Braga, Bournemouth und Hannover interessiert.
Der Sportdirektor verfolgt eine Philosophie und kann auf ein starkes Scouting zurückgreifen. Wie Kreissl auf die Abgänge reagieren wird, wie die Neuzugänge (Markus Lackner, Anastasios Avlonitis) einschlagen werden und wie man in der Sommertransferzeit allgemein agiert, ist wohl in naher Zukunft abzusehen. Aber wenn man sich die bisherige Arbeit von Günter Kreissl und seinem Team ansieht, kann man als Sturm-Fan optimistisch in die Zukunft blicken.
Von Foda zu Vogel
Begonnen hat die Saison mit Franco Foda, aufhören wird sie mit Heiko Vogel. Nach einer starken Hinrunde, in welcher Sturm Graz zwölf Runden den ersten Tabellenplatz innegehalten hat, wechselte der 52-Jährige in die Reihen des ÖFB und wurde Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. Auf ihn folgte der ehemalige Basel-Coach Heiko Vogel.
Die Flexibilität Vogels brachte dem SK Sturm Graz am Beginn seiner Karriere Bredouillen. Die ersten fünf Spiele im Frühjahr konnten nicht gewonnen werden, vier Niederlagen-unter anderem eine klare Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Salzburg-und ein Unentschieden. Daraufhin stabilisierte sich die Mannschaft wieder und konnte sich auf dem zweiten Platz festigen und musste diesen auch nicht mehr abgeben.
Die Stärke und der Zusammenhalt, welche die Mannschaft unter Foda hatte, wirkte zu Beginn der Vogel-Ära kurzzeitig gefährdet. Besonders, weil man sich zu dem Zeitpunkt mitten im Kampf um die Meisterschaft befunden hat. Die Erwartungen der Hinrunde, welche bezüglich des direkten Konkurrenten Salzburg sehr hoch waren, konnten in der Rückrunde nicht erreicht werden. Die Mannschaft von Vogel kann aber auch mit dem zweiten Tabellenplatz zufrieden geben.
Einen Spieler in dieser Saison besonders herauszuheben, ist nicht leicht: Deni Alar war mit über 20 Saisontore die sichere Bank in der Offensive, Peter Zulj mauserte sich mit seinen Leistungen zum „Bundesliga-Spieler der Saison 2017/18“ und vor allem zum Nationalteamspieler. Thorsten Röcher hatte mit seinen elf Assists auch einen Anteil am Erfolg der Grazer. In der Abwehr sorgten Jörg Siebenhandl, Dario Maresic, Marvin Potzmann und Florian Koch für die Sicherheit in der Defensive. Emeka Eze, der in seiner recht kurzen Zeit, schon zum Fan-Liebling avancierte. Wenig Einzelkämpfer, dafür eine funktionierende Mannschaft.
Die Nummer fünf und die Festung „Klagenfurt“
Glaube. Wille. Mut. Der Slogan des neuen ÖFB-Cups kann wohl auch der Slogan des SK Sturm Graz in diesem Bewerb sein. In der ersten Runde gab es gegen Hard noch einen ungefährdeten 0:3-Sieg, in der zweiten Runde gegen USK Anif rettete ein Tor in der Nachspielzeit von Philipp Zulechner den Aufstieg der Grazer in das Achtelfinale. Dort schossen die Grazer den SCR Altach aus dem Stadion, im Viertelfinale hatten sie mit Außenseiter Wimpassing leichtes Spiel. Das Halbfinale gegen den SK Rapid Wien avancierte zu einem Fußballfest, welches Emeka Eze in der Verlängerung für die Grazer entscheiden konnte. Es war Zeit. Zeit für das Finale in Klagenfurt und Zeit für eine faszinierende Kulisse. Über 20.000 „Blackies“ verwandelten das Wörthersee-Stadion in eine Festung in schwarz-weiß, die an diesem Abend nicht mehr eingenommen werden solle. In der 112. Minute konnte [spielerprofil spieler=“Stefan Hierländer“] wohl das wichtigste Tor seiner Karriere und das wichtigste Tor des SK Sturm Graz in den letzten Jahren erzielen. Mit diesem Tor sicherte er den Grazern ihren fünften Cup-Titel in ihrer Vereinsgeschichte. Ein Titel, der nicht nur die starke Partie von Sturm wiederspiegelte, sondern auch ein Zeichen, dass Salzburg nicht die unbezwingbare Mannschaft ist, sondern, dass mit Glauben, Willen und Mut, alles erreicht werden kann.
Ausblick auf die neue Saison
Wie schon erwähnt, werden die Grazer verfrüht in die Saison starten. In der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation werden sie entweder auf Ajax Amsterdam oder den FC Basel treffen. Die Qualifikation für die Gruppenphase wird dementsprechend sehr schwierig. Wenn man die CL-Qualifikation nicht bestehen würde, hat man daraufhin die Chance für die Qualifikation zur Europa League, wo man dann gesetzt sein würde.
Wie sich Sturm Graz in der Liga präsentieren wird, kann nicht klar ausgegeben werden. Aber wenn die vakanten Positionen richtig nachbesetzt werden und für die mögliche Qualifikation für den internationalen Bewerb die Mannschaft qualitativ aufgestockt wird, kann man sich wohl wieder auf eine sichere Saison mit internationalen Startplatz freuen.
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[nextpage title=“3. Platz – Rapid Wien“]
Die Rapidler gingen mit gemischten Gefühlen in die Saison. Nach der enttäuschenden Saison 2016/17 sind die Ziele nicht hoch gesteckt gewesen, am Ende dürfen sich die Hütteldorfer mit einem dritten Platz zufrieden geben – auch wenn am Ende mehr drinnen war.
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Trubulenter Herbst
Im Sommer geht es bei Rapid weiter drunter und drüber. In den ersten beiden Heimspielen gegen Mattersburg und die Austria wird ein 2:0 aus der Hand gegeben, zwei Spielunterbrechungen im Derby und bei der Admira sorgen erneut für Unruhe. Plötzlich scheint Rapid aber in die Spur zu finden.
Rapid besiegt Ende August 2017 den LASK mit 1:0 – spielt dann jeweils in Altach und Salzburg zwar 2:2, zeigt aber wieder gute Leistungen. Die Folge ist eine unglaubliche Siegesserie. Goalie [spielerprofil spieler=“Richard Strebinger“] bleibt sensationelle 520 Minuten ohne Gegentor, die Hütteldorfer bleiben letztendlich zwölf Spiele ungeschlagen, gewinnen bei der Austria innerhalb von vier Tagen zwei Mal (Bundesliga und Cup) – und spielen plötzlich wieder oben mit.
Mit zwei unglücklichen Heimniederlagen gegen Salzburg und Altach reißt im November aber die Erfolgsserie. Rapid lässt daheim gegen Mattersburg erneut bei einem 2:2 Punkte liegen, kann aber mit einem 5:0-Auswärtssieg in St. Pölten die Herbstsaison auf Platz drei abschließen.
Es geht auch im Frühjahr Auf und Ab
Mit zehn Punkten Rückstand auf Tabellenführer Sturm Graz geht Rapid selbstbewusst ins Frühjahr. Zumindest der zweite Platz, der zur Teilnahme an der UEFA Champions League-Qualifikation berechtigt, ist drinnen. Das neue Jahr startet für die Hütteldorfer mit dem turbulenten 1:1 im Heim-Derby gegen die Austria. Es folgen eine Niederlage bei der Admira und ein später Ausgleich im Heimspiel gegen Sturm Graz – und schon ist das Spitzenduo aus Salzburg und Graz in weite Ferne gerückt.
Doch Rapid findet einmal mehr in die Siegerstraße und kommt im März und im April noch einmal heran. Vor der 32. Runde liegen die Rapidler nur mehr fünf Zähler hinter dem Zweiten Sturm. Im direkten Duell setzt es aber eine bittere 4:2-Klatsche in Graz und Rapid kann erneut ein Schlüsselspiel in dieser Saison nicht gewinnen. Wie bereits im Herbst gegen Salzburg, wird auch dieses entscheidende Spiel verloren – und Sturm sichert Platz zwei ab.
Rapid muss sich am Ende mit dem dritten Rang zufrieden geben, kann aber trotzdem auf eine solide Saison zurückblicken. Im ÖFB-Cup schied man erst im Halbfinale in der Verlängerung bei Sturm Graz aus und schrammt nur ganz knapp am zweiten Cupfinale in Folge vorbei. In der Liga wurde letztendlich mit dem dritten Platz das Maximum herausgeholt – auch wenn etwas Pech dabei war. Denn die Rapidler haben mit 26 Aluminium-Treffern einen neuen Bundesliga-Rekord aufgestellt. Zudem ist der Vertrag mit Trainer Goran Djuricin auf ein weiteres Jahr mit Option verlängert worden.
Emotionaler Höhepunkt der Saison war Steffen Hofmanns letztes Pflichtspiel in Hütteldorf. In der 35. Runde erzielt er beim Heimsieg über Altach auch noch den 4:1-Endstand.
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Vielversprechende Spieler
Diese Saison hat es einige Lichtblicke in Grün-Weiß gegeben. [spielerprofil spieler=“Richard Strebinger“] hat sich zu einem unglaublich sicheren Rückhalt entwickelt und ist ins Nationalteam einberufen worden. Selbiges gilt für Thomas Murg, der vor allem in dieser Saison eine Schlüsselrolle eingenommen hat. Auch die beiden defensiven Neuzugänge Lucas Galvao und Boli Bolingoli haben überzeugt. Dadurch sind aber diese Spieler in den Fokus einiger Vereine gerückt.
Kommende Saison
Generell droht den Rapidlern ein kleiner Ausverkauf. Denn auch Newcomer Dejan Ljubicic und Kapitän Stefan Schwab sollen auf dem Einkaufszettel europäischer Vereine stehen. Mit dem Wechsel von [spielerprofil spieler=“Louis Schaub“] zum 1. FC Köln ist bereits der Wechsel von einer großen Stütze der letzten Jahre bekanntgegeben worden.
Auf Sportdirektor Fredy Bickel wartet also ein intensiver Juni. Falls tatsächlich Rapid viele Spieler verliert, dann müssen die Hütteldorfer Geld in die Hand nehmen und nachrüsten – sonst droht wiedermal eine enttäuschende Saison wie vor zwei Jahren. Obwohl kommende Saison mit dem neuen Liga-Modus einiges möglich wäre.
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[nextpage title=“4. Platz – LASK“]
Als Aufsteiger aus der Sky Go Erste Liga war das primäre Ziel der Klassenerhalt. Die Linzer mischten aber von Anfang an um die Europa League-Plätze mit und lieferten konstant gute Leistungen. Schlussendlich erreichte der LASK 57 Punkte und belegte den 4. Platz. Somit kehrt die Glasner-Elf nach 18 Jahren in der kommenden Saison auf die europäische Bühne zurück.
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Schnelle Etablierung in der Liga
Während es im Cup für den LASK nach einer klaren 4:1-Niederlage gegen Ried schon im Achtelfinale vorbei war, fanden sich die Aufsteiger in der Liga schnell zurecht. Nach 20 Runden holten die Haupstädter 27 Punkte und der Klassenerhalt war bereits so gut wie fixiert. Der Abstand zu den Europa League-Plätzen betrug nur vier Zähler. Oliver Glasners Mannschaft erwies sich auch als Favoritenschreck – gegen Salzburg erkämpfte sie zwei Unentschieden und gegen Sturm und Austria wurden sogar Siege eingefahren. Einzig gegen Glasners Angstmannschaft Rapid (in acht Spielen als Bundesliga-Coach gegen die Wiener verlor er genau so oft) blieb man ohne Punkte.
Europa League wird fixiert
In der Rückrunde sahen die Ambitionen der Linzer schon anders aus, denn die Europa League war zum Greifen nahe. Nach sieben Siegen in Folge, unter anderem gegen Meister Salzburg, fixierte der LASK schon in der 32. Runde die Europa League-Teilnahme. Es war sogar der dritte Platz noch möglich, doch gegen Rapid Wien verloren die Aufsteiger auch im 4. Saisonduell. Zu Saisonende ging ihnen etwas die Luft aus – in den letzten drei Spielen kassierten die Haupstädter drei Niederlagen.
Stabile Defensive führt zum Erfolg
Insgesamt erzielte der Aufsteiger 49 Tore und kassierte 41 Gegentore. Nur Meister Salzburg musste weniger Gegentore in der Bundesliga hinnehmen. Trainer Oliver Glasner verfolgt eine ähnliche Philosophie wie die Bullen, für die er bereits unter Roger Schmidt als Co-Trainer fungierte. Seine Mannschaft setzt auf hohes Pressing und kommt oft durch schnelles Umschaltspiel zum Torerfolg. Glasners Startelf läuft zumeist im 3-4-3-Spielsystem auf, wobei die Außenverteidiger eine wichtige Rolle spielen. Zumeist besetzten Maximilian Ullmann und Reinhold Ranftl diese Positionen, was in dieser Saison äußerst erfolgreich gelang. Zusammen waren sie an elf Toren beteiligt und arbeiteten auch nach hinten mit.
Schlüsselspieler
Der Kader des LASKs besteht größtenteils aus jungen, talentierten Spielern. Mannschaftsstützen, wie Emanuel Pogatetz, Pavao Pervan und James Holland bringen wichtige Erfahrung und Routine mit. Einer der Erfolgsgaranten ist der 23-Jährige Peter Michorl. Der defensive Mittelfeldspieler, dessen große Stärke Distanzschüsse, lange Pässe und Standards sind, erzielte neun Tore und bereitete fünf vor. Für einen 6er ist das ein extrem starker Wert. Ebenfalls herauszuheben ist der Flügelspieler Thomas Goiginger. Der gebürtige Salzburger kam im Sommer von Blau Weiß Linz und verzückte die Linzer Fans mit zwölf Torbeteiligungen und sehenswerten Einzelaktionen. Kein Wunder, dass die Wiener Topvereine an Goiginger interessiert sind. Im Sturm profitierte der Aufsteiger auch von den zwei Salzburg-Leihspielern Mergim Berisha und Samuel Tetteh, die es jeweils auf zehn Torbeteiligungen brachten.
Kommende Saison
Wenn man die Leistungsträger halten kann, wird auch in der nächsten Saison mit den Linzern zu rechnen sein. Oliver Glasner verfügt über eine junge und talentierte Mannschaft, die sich noch weiter entwickeln wird. Routinier Rene Gartler, der letztes Jahr großen Anteil am Aufstieg hatte, wird den Verein definitiv verlassen. Berisha, der sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zuzog, wird wahrscheinlich zu Salzburg zurückkehren. Tettehs Leihe läuft noch ein weiteres Jahr, zudem sicherte sich der LASK eine Kaufoption für den ehemaligen Nationalspieler aus Ghana. Mit Markus Wostry kommt ein kopfballstarker Innenverteidiger von der Admira, womit bereits der erste Sommertransfer feststeht. Auch die Verpflichtungen von Innsbrucks Leistungsträger Florian Jamnig und Altach-Stürmer Otubanjo wurden bereits fixiert. Der wohl interessanteste Sommerneuzugang ist wohl Fabian Benko. Der 20-Jährige Mittelfeldspieler kommt ablösefrei von Bayern München, wo er konstant gute Leistungen in der 2. Mannschaft ablieferte. Sport-Vorstand Jürgen Werner rechnet auch in der kommenden Saison mit Trainer Glasner, der zwischenzeitlich als Nachfolger bei einem möglichen Abgang von Marco Rose bei Salzburg gehandelt wurde.
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[nextpage title=“5. Platz – Admira Wacker“]
Was für eine aufregende Saison für Admira Wacker Mödling! Was mit einem Transferstreit um Christoph Monschein begann, führte über den Abgang von Erfolgstrainer Damir Buric, die Verpflichtung von Ex-Serie A-Kicker Alexander Merkel bis hin zum überzeugenden Erreichen eines internationalen Startplatzes. Wir haben uns die Saison 2017/2018 der Niederösterreicher näher angesehen.
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Die Vorrausetzungen waren, sagen wir, spannend für die Südstädter. Wie üblich musste man den Abgang (mindestenes) eines Leistungsträgers verkraften. Christoph Monschein hatte den Verein nach einem schier endlosen Hickhack im Unfrieden in Richtung Austria Wien verlassen. Nach einem wochenlangen Säbelrasseln zwischen den beiden Vereinen sowie Monscheins Beraterfirma, einigte man sich schlussendlich in letzter Sekunde auf einen Vergleich. Außerdem kam man mit Srdjan Spiridonovic auf keinen grünen Zweig mehr. Die Zugänge kamen wie gewohnt hauptsächlich aus den eigenen Reihen, nur Marcel Holzmann (St. Pölten) und Marin Jakolis (KSV Roeselare) wurden von anderen Clubs verpflichtet.
Die obligatorische Sehnsucht nach mehr
Dennoch gab es von Seiten der Fans die durchaus berechtigte Hoffnung auf eine gute Saison, nach den Endrängen vier und sechs in den letzten beiden Spielzeiten sowie dem vielversprechenden Einstieg des Sponsors „Flyeralarm“. Wie gewohnt gab der Verein zunächst als Saisonziel aus, nichts mit dem Abstieg zu tun haben zu wollen. Die Hoffnungen der Anhänger schienen jedoch bereits am ersten Spieltag jäh gedämpft zu werden, als man beim LASK ein 0:3 hinnehmen musste. Jedoch erfing sich die damals noch von Damir Buric betreute Mannschaft schnell: In den folgenden beiden Heimspielen konnte man den SCR Altach und Rapid Wien besiegen. Mitte August ließen die „Panther“ dann mit einem bemerkenswerten Transfer aufhorchen: Mit Macky Bagnack wurde vom spanischen Traditionsverein Real Saragossa ein Innenverteidiger verpflichtet. Sein zweifellos vorhandenes Können konnte der Kameruner jedoch bisher nicht unter Beweis stellen. Zunächst musste die Admira bis Mitte Dezember auf seine Spielgenehmigung warten, in den verbleibenden beiden Runden bekamen mit Markus Wostry und Fabio Strauss die beiden Stamm-Innenverteidiger den Vorzug.
Achterbahnfahrt durch den Herbst und ein turbulenter Winter
Anfang September dann der nächste große Knall vor den Toren Wiens: Coach Damir Buric verließ den Club in Richtung 2. Deutsche Bundesliga zu Greuther Fürth. Als sein Nachfolger wurde – zunächst interimistisch – Sportdirektor Ernst Baumeister bestimmt.
Grundsätzlich kann man die Leistungen der Niederösterreich im ersten Saisonviertel durchaus als wechselhaft bezeichnen: Klaren oder überraschenden Siegen folgten ebenso deutliche wie überraschende Niederlagen gegen vermeintlich gleichwertigte oder gar schwächere Teams. Eine solches Wechselbad der Gefühle ereignete sich Ende September, als man im ÖFB-Cup beim Regionalliga-Aufsteiger TUS Bad Gleichenberg in Runde zwei nach einem 1:3 früh die Segel streichen musste. Nur vier Tage später besiegte man in der Liga jedoch den LASK mit 4:2.
Dem neuen und nun auch bestätigten Chefcoach Baumeister gelang es aber – abgesehen von einem 1:6-Debakel bei damals furiosen Grazern – sein Team auf Platz vier und damit mehr als solide in die Winterpause zu führen. Kaum war diese angebrochen, mussten die Südstädter den nächsten schweren Schlag verdauen: Mit Maximilian Sax gab ein weiterer Leistungsträger seinen Abschied zu Saisonende bekannt. Der 25-Jährige wird in der kommenden Spielzeit bei der Wiener Austria auflaufen. Er sollte nicht der einzige bleiben: Auch Innenverteidiger Markus Wostry vermeldete wenig später seinen Wechsel zu Ligakonkurrent LASK. Daraufhin gingen bei den Niederösterreichern die Wogen hoch: Trainer Baumeister („Jürgen Werner und seine Leute haben mit ihm Gehirnwäsche betrieben“) nahm Wostry nicht mit ins Trainingslager und verkündete, ihn bis Saisonende nicht mehr einsetzen zu wollen. Anfang April war aber scheinbar ausreichend Gras über die Sache gewachsen, sodass Wostry von seinem Coach begnadigt und wieder eingesetzt wurde. „Einer geht noch“, dachte sich wohl Mittelfeldspieler Markus Lackner, als im März sein Wechsel zu Winterkönig Sturm Graz offiziell wurde.
Es wäre nicht die Admira, würde nicht auch hin und wieder im Winter eine Stammkraft verloren gehen: Wenige Stunden vor Ende der Transferzeit verabschiedete sich mit Christoph Knasmüllner der Topscorer der Liga auf die Insel zum Zweitligisten FC Barnsley. Als Ablösesumme durfte man sich in Maria Enzersdorf über rund eine halbe Million Euro freuen. Doch man war durchaus bemüht, die verloren gegangene Qualität adäquat zu ersetzen. Neben Außenverteidiger Jonathan Scherzer von Augsburg II holte man mit Alexander Merkel einen Mann mit reichlich Renomee in die Süstadt. Der 26-Jährige galt in jungen Jahren als riesiges Talent und absolvierte 13 Spiele für den damals noch mit Stars gespickten AC Milan, ehe ihn eine Knieverletzung aus der Spur brachte, in welche er in der Folge nicht wieder zurückfinden sollte. Außerdem schnürte Merkel seine Schuhe unter anderem für den FC Genua, Udinese Calcio, den FC Watford und zuletzt für den Vfl Bochum. Nun will er bei den „Panthern“ noch einmal neu durchstarten.
Ein solides Frühjahr gringt den Europacup-Platz
Im Frühjahr 2018 konnte man nach einer knappen 1:2-Auftaktniederlage bei Red Bull Salzburg eine kleine, aber überraschende Siegesserie starten: Gegen Rapid (2:1), den Wolfsberger AC (3:1) sowie die Wiener Austria (2:1) konnte man drei Erfolge en suite einfahren. Mitte April dagegen musste man zwei deutliche Niederlagen hinnehmen, einem 2:6 gegen die Roten Bullen folgte ein 1:4 gegen Rapid. Auch der Verletzungsteufel trieb im Süden Wiens sein Unwesen: Im Frühjahr fehlten zwischen Runde 21 und 32 – also in einer vorentscheidenden Saisonphase – immer mindestens drei Leistungsträger verletzungsbedingt, in Runde 22 waren es gar deren sechs.
Somit fand man sich Ende April nach 32 gespielten Runden auf Rang fünf wieder, was aufgrund des zu diesem Zeitpunkt bereits feststehenden ÖFB Cup-Finalspiels zwischen Sturm und Salzburg, für einen Europa-League-Qualiplatz ausreichte. In der 34. Runde lud die Admira dann zum „Red Day“. Eine Aktion, bei der man freien Eintritt zum (vor)entscheidenden Heimspiel um den Europacup-Platz gegen den SV Mattersburg bekam, wenn man ein rotes Kleidungsstück am Körper trug. Dies lockte beachtliche 3.307 Zuschauer in die BSFZ-Arena zu Maria Enzersdorf. Das matte 1:1 genügte, um die Burgenländer zwei Runden vor Schluss uneinholbare acht Punkte auf Distanz zu halten. Am Ende konnte man die 25. und letzte 10er-Liga-Saison mit 51 Punkten auf Rang fünf abschließen. Die Niederösterreicher konnten sich somit über eine „super Saison“ freuen, wie Ernst Baumeister meinte. Sein Kapitän Daniel Toth war dagegen deutlich euphorischer: „Unglaublich, Wahnsinnssaison! Wenn das vor der Saison jemand nur träumen hätte können, hätten wir ihn für verrückt gehalten. Wir sind überglücklich.“ Angesichts der teils turbulenten Umstände, kann man dies als Resumee durchaus so stehen lassen.
Auf der Suche nach Verstärkung für das internationale Geschäft
Um für die kommende Spielzeit gerüstet zu sein, wurde man bereits auch am Transfermarkt aktiv: Mit dem dänischen Toptalent Morten Hjulmand vom FC Kopenhagen konnte womöglich ein echter Glückstreffer gelandet werden. Zudem verpflichtete man mit Sebastian Bauer vom ASK Ebreichsdorf einen ambitionierten Innenverteidiger. Geht es nach Trainer Baumeister, sollen dies nicht die letzten Transfers bleiben: „“Es geht nicht nur mit jungen, es braucht auch Routine. Wir müssen schon noch Spieler holen, das wissen wir. Wir sind im Hintergrund am arbeiten. Wenn einige Spieler weggehen, muss man auch was tun“. Die Mannschaft hat nach den Abgängen von Christoph Knasmüllner (FC Barnsley), Markus Wostry (LASK), Max Sax (Austria Wien) und Markus Lackner (Sturm Graz) eine Blutauffrischung jedenfalls nötig.
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Für den SV Mattersburg verlief die tipico Bundesliga Saison 2017/18 durchaus erfolgreich. Nach 36 absolvierten Runden fanden sich die Burgenländer auf Tabellenplatz sechs wieder, womit man die Erwartungen definitiv übertraf und um nur fünf Punkte einen Startplatz für den Europacup verpasste.
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Überzeugende Leistung im Cup-Bewerb
Im ÖFB-Samsung-Cup zeigte die Mannschaft rund um Cheftrainer Gerald Baumgartner eine überzeugende Leistung. Für den gebürtigen Salzburger und seine Mannschaft war erst im Halbfinale Schluß. Gegen Meister FC Red Bull Salzburg bot man einen aufopferungsvollen Einsatz und hätte 30 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit sogar in Führung gehen müssen, wie die TV-Bilder im Nachhinein klarstellten. Nach einem Jano-Kopfball konnte Salzburg-Torhüter [spielerprofil spieler=“Cican Stankovic“] den Ball erst hinter der Torlinie abwehren. Nur wenige Minuten später hatte man abermals die Chance in Führung zu gehen, nachdem Schiedsrichter Manuel Schüttengruber nach einem Zweikampf zwischen Valon Berisha und Alois Höller auf den Punkt zeigte. RB-Leihgabe Smail Prevljak trat an und scheiterte an [spielerprofil spieler=“Cican Stankovic“], welcher sich im späteren Verlauf der Partie als Matchwinner erwies, nachdem er nach 120 gespielten Minuten im Elfmeterschießen zwei der drei Mattersburg-Elfmeter parieren und den Mozartstädtern den Final-Einzug sichern konnte.
Holpriger Start in eine erfolgreiche Saison
Der SV Mattersburg konnte die tipico Bundesliga Saison 2017/18, wie eingangs erwähnt, durchaus erfolgreich abschließen. Der Start verlief jedoch etwas holprig. An die guten Leistungen aus dem 2:2 im ersten Saisonspiel gegen den SK Rapid und dem 1:0-Heimsieg in Runde zwei gegen den WAC, konnten die Burgenländer nicht ganz anknüpfen. In den nächsten sieben Runden musste man insgesamt fünf Niederlagen hinnehmen. Damit lag man nach dem ersten Viertel der Saison mit nur sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zu diesem Zeitpunkt war nur der SKN St. Pölten schlechter. Der darauffolgende Herbst des SV Mattersburg lässt sich wohl am besten mit einer Achterbahnfahrt vergleichen – ein ständiges Auf und Ab. Man zeigte tolle Leistungen, auch gegen die „größeren Klubs“ wie Rapid, Sturm oder Salzburg. Konnte dies aber nie ins Ergebnis ummünzen und musste deshalb beileibe knappe Niederlagen hinnehmen.
Herausragendes Frühjahr
Für den SV Mattersburg ging es mit einem 5:1-Heimerfolg über den Wolfsberger AC in die Winterpause. In der darauffolgenden Vorbereitung auf die Frühjahres-Saison muss Cheftrainer Gerald Baumgartner an den richtigen Schrauben gedreht haben, denn das verlief sehr erfolgreich. Im ersten Saisonspiel nach der Pause konnte der spätere Vizemeister Sturm Graz mit einem 1:0 im Pappelstadion besiegt werden. Darauf folgten fünf Runden ohne Niederlage, womit man sich auf den sechsten Tabellenplatz hieven konnte. Nach neun Spielen ohne Niederlage setzte es gegen den LASK erst wieder die erste Niederlage.
Die restliche Saison ähnelte dann dem Herbst. Auf Siege folgten Niederlagen und umgekehrt. Schlussendlich konnte man Tabellenplatz sechs jedoch verteidigen und die Saison 2017/18 erfolgreich abschließen.
Ausblick auf die kommende Saison
SVM-Coach Gerald Baumgartner gibt auf der Homepage des SV Mattersburg eine Einschätzung für die kommende Spielzeit und die neue 12er-Liga wieder: „Es war schon eine gute Saison für uns. Wir waren knapp dran ins Cup-Finale zu kommen, haben bis kurz vor Ende der Meisterschaft noch Platz 5 im Visier gehabt. Das haben wir zwar leider nicht geschafft, deshalb gilt es nächstes Jahr den Fokus darauf zu richten, dass wir uns weiter nach oben orientieren und uns auch in allen Bereichen verbessern. Ich denke, wir sind ehrgeizig genug, um dies umzusetzen und wieder eine gute Saison zu absolvieren.“
Auf die Frage ob in der abgelaufenen Spielzeit möglicherweise zu viele Leistungsschwankungen zu erkennen waren: „Ich denke, so etwas trifft auf jede Mannschaft in Österreich zu. Immerhin spielen wir in der Bundesliga, der höchsten österreichischen Spielklasse. Da gibt es immer wieder gute und schlechtere Spiele. Im Sommer müssen wir uns wieder neu aufstellen und da ist es enorm wichtig, der neu zusammengestellten Mannschaft unser taktisches Konzept so rasch wie nur möglich zu verinnerlichen. Zwar wird sich am Prinzip nicht sehr viel ändern, aber trotzdem wird es Veränderungen im Kader geben, das ist ein ganz normaler Prozess.“
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Das hat man sich anders vorgestellt beim FK Austria Wien. Siebzehn Niederlagen gab es für den Rekordpokalsieger in der Liga, nächste Saison werden die Wiener nicht einmal international spielen.. Die Veilchen wollten mit dem FC Red Bull Salzburg um den Meistertitel mitspielen, am Ende erreicht der FAK nur Platz sieben in der Tabelle. Beim SK Rapid Wien verlieren die Wiener in der dritten Runde des ÖFB-Cup. Im August können sich die Veilchen für die Gruppenphase der UEFA Europa League qualifizieren, bis zum letzten Spieltag sind die Aufstiegschancen intakt. Ein 0:0 im letzten Gruppenspiel beendet allerdings die Träume der Austria.
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Umbruch im Sommer
Acht Spieler müssen die Veilchen im Sommer abgeben, unter anderem Torjäger Larry Kayode, Jens Styger Larsen und Marko Kvasina. Im Gegenzug verstärken sich die Wiener mit den Stürmern Christoph Monschein und Kevin Friesenbichler. Für mehr Stabilität in der Abwehr sollen Rückkehrer Florian Klein und Routinier Heiko Westermann sorgen.
Katastrophensaison endet auf Platz sieben
Der Saisonauftakt der Veilchen geht daneben. Die ersten beiden Spiele verliert die Austria, beim SCR Altach mit 0:3 und gegen den SK Sturm Graz mit 2:3. Ausgerechnet im Derby gegen Rapid holen sich die Violetten den ersten Punkt. Nach einem 0:2-Rückstand kann die Austria durch Tore von Dominik Prokop und Raphael Holzhauser das Spiel noch ausgleichen. Es folgen fünf Siege aus den nächsten sieben Spielen, die Austria klettert von Rang neun auf den dritten Platz.
Das zweite Saisonviertel verläuft weniger erfolgreich. Den Auftakt gegen Altach kann die Austria zwar gewinnen, Niederlagen gegen Sturm und Rapid stoppen den violetten Höhenflug. Ein 2:2 gegen den LASK lässt die Wiener wieder hoffen, doch es folgen zwei Niederlagen mit je drei Gegentoren in Folge. Der letzte Sieg im zweiten Abschnitt gelingt beim Wolfsberger AC, gegen die Kärtner gewinnt die Austria mit 2:1. Aus den folgenden drei Spielen holen die Wiener nur einen Punkt. Tiefpunkt ist die 0:1-Niederlage beim bis dahin sieglosen SKN St. Pölten. Zur Saisonhalbzeit belegen die Veilchen den fünften Platz und haben bereits fünf Punkte Rückstand auf Rang vier, der zur Qualifikation für die Europa League berechtigt.
Bevor es in die Winterpause geht unterliegt die Mannschaft von Thorsten Fink dem SCR Altach, gewinnt aber das letzte Spiel gegen Sturm Graz. Zu Beginn der Frühjahrssaison remisiert der FAK beim Erzrivalen Rapid, im Anschluss folgen drei Niederlagen in Folge. Nach der dritten Pleite wird Thorsten Fink entlassen, für ihn übernimmt sein Landsmann Thomas Letsch. Unter dem neuen Trainer scheint es wieder aufwärts zu gehen, die ersten zwei Spiele können die Wiener gewinnen. Zum Abschluss des dritten Viertels verlieren die Veilchen mit 0:5 beim FC Red Bull Salzburg, auf Platz vier hat der FAK bereits zehn Punkte Rückstand.
Von diesem Rückstand scheinen sich die Wiener gut zu erholen, die nächsten zwei Partien können sie wieder gewinnen. Von den nächsten sechs Spielen verlieren die Violetten fünf, nur gegen die Admira gelingt ein torloses Unentschieden. Schon nach dem 33. Spieltag steht fest, dass der FAK die internationalen Plätze nicht erreichen wird. Innerhalb weniger Tage verlieren die Wiener die Partien gegen den WAC und St. Pölten. Beide Mannschaften belegen die letzten Plätze in der Tabelle. Immerhin gelingt den Wienern am letzten Spieltag ein 4:0-Sieg gegen Meister Salzburg. In der Endtabelle erreicht der FAK nur den siebten Platz, auf die internationalen Plätze fehlen sieben Punkte.
Kurzer Auftritt im ÖFB-Cup
Im ÖFB-Cup gibt es für die Veilchen ebenfalls wenig zu feiern. In der ersten Runde tut man sich gegen den Regionalligist ASK Ebreichsdorf lange schwer. Nach torlosen 120 Minuten fällt die Entscheidung erst im Elfmeterschießen, das die Gäste aus Wien mit 4:3 für sich entscheiden. Es folgt ein 3:0 Auswärtssieg gegen Union Vöcklamarkt. In der dritten Runde ist dann allerdings Schluss. Im Heimspiel gegen den SK Rapid Wien unterliegt der Rekordpokalsieger dem Rekordmeister mit 1:2.
Internationaler Herbst
Im Spätsommer kann sich die Austria für die UEFA Europa League qualifizieren. Nach einem 2:1 auf Zypern gegen AEL Limassol und einem 0:0 in Wien zieht der FAK in die nächste Runde ein. Mit einem 2:1-Sieg in Kroatien und einer 0:1-Heimniederlage gegen NK Osijek zittern sich die Veilchen in die Gruppenphase der UEFA Europa League.
Zum Aufakt in der Gruppe D erlebt der FAK ein Debakel. Vor heimischem Publikum verliert man gegen den AC Milan mit 1:5. Den ersten Punkt kann man am zweiten Spieltag holen. Gegen AEK Athen drehen die Veilchen einen Rückstand und führen bis kurz vor Schluss mit 2:1. In der 90. Minute fällt allerdings der Ausgleich. Statt mit drei kommen die Wiener nur mit einem Punkt zurück aus Griechenland. Das Heimspiel am dritten Spieltag geht mit 1:3 verloren. Die Revanche für diese Niederlage gelingt den Veilchen im Rückspiel. In Rijeka gelingt der einzige Sieg in der Gruppenphase. Das Spiel in Kroatien kann die Mannschaft von Thorsten Fink mit 4:1 gewinnen.
Einen Rückschlag gibt beim Auswärtsspiel in Mailand. Obwohl die Wiener mit 1:0 führen kommt man gegen Milan erneut mit 1:5 unter die Räder. Trotz der mäßigen Punkteausbeute hat man am letzten Spieltag noch die Chance auf den Aufstieg in die Zwischenrunde. Dazu muss im Heimspiel gegen AEK Athen allerdings ein Sieg her. Die Partie endet allerdings mit 0:0, auch weil sich die Veilchen zu wenig gute Chancen erspielen. So sind es die Griechen, die neben dem AC Milan in die K.o. Runde aufsteigen.
Fazit
Im Sommer wartet viel Arbeit auf Trainer Thomas Letsch und die sportliche Führung der Austria. Mit Platz sieben in der Tabelle ist man weit von den eigenen Ansprüchen entfernt. Mit Raphael Holzhauser verlässt der beste Spieler des FAK den Verein. In der neuen Saison werden die Wiener versuchen wieder die internationalen Plätze zu erreichen, diese Spielzeit muss so schnell wie möglich abgehakt werden. Oft war der Mittelfeldakteur auf sich alleine gestellt, mit zehn Ligatore war er der treffsicherste Mann seines Teams. Acht Neuzugänge sind bereits fix, unter anderem werden Maximilian Sax, Thomas Ebner und Uros Matic das Team aus Favoriten verstärken. Ein kleiner Lichtblick könnte die Rückkehr in die heimische Generali Arena sein.
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[nextpage title=“8. Platz – Altach“]
Nach der Hinrunde, welche wir bereits im letzten Rückblick ausführlich behandelt haben, ging es für den SCR Altach, den einzigen Club aus dem Ländle, nicht rosig weiter – nach 36 Runden stand der Verein aus dem Rheindorf mit nur 38 Punkten auf dem 8. Platz, was auch gleichzeitig das Ende für Trainer Klaus Schmidt bedeutete.
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Die Rückrunde der Altacher begann eigentlich schon vor dem eigentlichen Frühjahrsauftakt der Bundesliga-Saison – Anfang Jänner 2018 begann die Bauphase für die neue Tribüne im Süden des Stadions, welche zum letzten Heimspiel im Mai fertiggestellt wurde. 2.200 finden nun auf dieser neuen Fantribüne Platz. Neben den infrastrukturellen Aspekten wurden in der Winterpause einige personelle Entscheidungen bekanntgegeben. Zur Vertragsverlängerung vom sportlichen Leiter Georg Zellhofer kamen fünf Transfers rund um den SCR Altach.
⚫️⚪️ Noch einmal schlafen bis zur Eröffnung der Fohrenburger Fantribüne #ALTSTU #SCRA ⚽️🙌🏻👏🏻 @OEFBL @SCRAltach pic.twitter.com/ZgmvZrK6Fc
— SCR Altach (@SCRAltach) May 26, 2018
Winter-Transfers
Vor allem zwei Abgänge waren für die Altacher mit Sicherheit sehr schmerzhaft. Zum einen verließ Emanuel Sakic den Verein Richtung Griechenland zu Atromitos Athen, zum anderen wurde der Leihvertrag mit Bernard Tekpetey vorzeitig aufgelöst, er ging zurück nach Gelsenkirchen zum FC Schalke 04. Aber auch zwei Neuzugänge konnten präsentiert werden: Marco Meilinger kam aus Dänemark von Aalborg BK und erhielt einen Vertrag bis 2020. Außerdem wurde Yusuf Otubanjo von MŠK Žilina ausgeliehen, dieser wird aber zur neuen Spielzeit zum LASK wechseln.
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Durchwachsenes Frühjahr
Nach der Winterpause dauerte es fünf Spiele, bis die Altacher wieder den ersten Sieg feiern durften. Erst beim 2:1-Auswärtssieg gegen den SKN St. Pölten war es soweit, zuvor kam das Team von Klaus Schmidt nicht über zwei Punkte gegen Wolfsberg, Salzburg, Mattersburg und den LASK hinaus. Es sollte nur noch ein weiterer Sieg in dieser Saison folgen, in Mattersburg gewann man am 33. Spieltag – trotz der Tatsache, dass nur drei Feldspieler auf der Ersatzbank saßen – mit 1:0.
Die gerade angesprochene Verletzungsmisere war sicher einer der „Nackenschläge“ in der letzten Saison. Zwischenzeitlich fehlte dem Verein eine gesamte Startelf verletzungsbedingt, Klaus Schmidt konnte also auf kein großes Backup zurückgreifen, weswegen auch manchmal nur vier Spieler auf der Bank Platz nahmen.
Heute in Mattersburg muss der @SCRAltach verletzungsbedingt auf eine komplette Mannschaft verzichten: Kobras – Lienhart, Janeczek, Zwischenrbugger, Honsak – Salomon, Müller, Prokopic, Piesinger, Dobras – Mahop
— Sebastian Rauch (@rauch_seb) May 5, 2018
Taktisch gesehen pendelte sich der Club auf ein Spiel mit Viererkette ein, meist bildeten hier Emanuel Schreiner, Christian Gebauer, Kapitän Philipp Netzer und Benedikt Zech die Defensive. In der Offensive wurde hier durchaus öfter rotiert: Adrian Grbic, Hannes Aigner, Yusuf Otubanjo und Volkan Akylidiz verbrachten auf den Stürmerpositionen die meisten Minuten.
Vorschau auf die nächste Saison
Es wird sich zeigen, wie die Arbeit des neuen Trainers Werner Grabherr, der bisher als „Taktik-Fucks“ in Altach bekannt war, aussehen wird. Für die sportliche Leitung gilt es, weitere Spieler an den Verein zu binden und neue Aktive, vor allem im Offensiv-Bereich, zu verpflichten. Nach aktuellem Stand wird ein Europacup-Platz wohl höchstens über die Qualifikations-Gruppe zu erreichen sein, eher wird das Ziel sein, einen möglichen Abstieg abzuwenden.
[nextpage title=“9. Platz – WAC“]
Der Wolfsberger AC beendet eine eher enttäuschende Saison auf dem neunten Tabellenrang. Obwohl zur Saisonbeginn das ausgegebene Ziel der Klassenerhalt war, musste sich Heimo Pfeifenberger im Laufe der Saison verabschieden. Der derzeitige Interimstrainer Robert Ibertsberger wird die Kärntner jedoch nicht in die neue Saison als Cheftrainer begleiten. Christian Ilzer kommt vom TSV Hartberg zurück in das Lavanttal und wird versuchen den WAC wieder etwas höher in der Tabelle anzusiedeln.
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Ruhige Transferzeit
Mit Dominik Frieser, Florian Flecker und Bernd Gschweidl verstärkte man sich hauptsächlich im offensiven Bereich. Den Verein verlassen haben unter anderem Peter Tschernegg, der für ca. 200.000 € zum 1. FC St. Gallen wechselte, sowie Tardej Trdina, Philip Hellquist und Joachim Standfest, der seine lange Karriere beendete. Den Verein hat auch der Top-Torschütze der Kärntner, Philipp Prosenik, verlassen.
Bedrückende Saison mit überraschenden Cup-Aus
Zu Saisonbeginn konnte man sich nach drei Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen auf dem fünften Tabellenrang platzieren. Kurzzeitig war man sogar auf dem vierten Platz anzutreffen. Dieses Hoch war nur von kurzer Dauer, denn daraufhin folgten 13 Spiele ohne Sieg. Die positivste Erscheinung des WAC war wohl der 22-jährige Stürmer Bernd Gschweidl. Gschweidl, der im Sommer ablösefrei vom SC Wiener Neustadt gekommen ist, konnte sieben Tore in den ersten zwölf Saisonspielen erzielen. Trotz des erfolgreichen Torschützen mussten die Verantwortlichen der Lavanttaler auf die erfolglose Phase reagieren. Sie verpflichteten den Offensivspieler Sasa Jovanovic und liehen die RB-Youngsters Igor und Majeed Ashimeru.
Die neuen Spieler änderten jedoch auch nicht viel an der Situation. Wolfsberg konnte sich in den darauffolgenden Spielen nicht wirklich befreien und war nur einmal gegen Sturm Graz siegreich. Nach einer klaren 5:1-Niederlage gegen den SK Rapid Wien zog man dann die Reißleine und entließ Trainer Heimo Pfeifenberger. Co-Trainer und ehemaliger Nationalteamspieler Robert Ibertsberger übernahm die Mannschaft. In den letzten Spielen unter dem neuen Coach konnte man noch Siege gegen Sturm Graz, St. Pölten, Austria Wien und dem LASK einfahren. Die Tabellensituation bleib trotz der Siege gleich und der WAC beendete die Saison auf dem neunten Platz.
Wie die Zukunft von Robert Ibertsberger aussieht, ist noch ungewiss. Der Salzburger wird den WAC am Saisonende verlassen, da Christian Ilzer der neue Coach der Wolfsberger wird. In den letzten Tagen kursierte das Gerücht, dass Ibertsberger ab kommender Saison Co-Trainer von Thomas Letsch bei der Wiener Austria werden soll. Gespräche soll es schon gegeben haben.
Im Cup musste man sich im Achtelfinale verabschieden. Nach Siegen gegen Mannsdorf und Gleisdorf hieß es gegen die Cup-Überraschung Wimpassing Abschied nehmen. Der Viertligist beförderte die Kärntner mit einem 1:0 aus dem Pokal-Bewerb.
Aussicht auf die nächste Saison
Mit Christian Ilzer holt man einen Trainer nach Wolfsberg, der den Verein schon kennt. Der Steirer war schon unter Heimo Pfeifenberger Co-Trainer bei den Wolfsbergern. Mit dem TSV Hartberg überraschte er in der 2. Liga und steht, solang das ständig neutrale Schiedsgericht die Entscheidung der Bundesliga widerruft, vor dem Aufstieg in die höchste Spielklasse. Ilzer ist ein Analytiker. Er ist ausgebildeter Spielanalyst und bevorzugt das schöne Spiel. Ilzer wird wohl auch beim WAC versuchen, seine Spielweise zu implementieren. Es wird spannend sein zu sehen, wie dies mit dem bisherigen Kader funktionieren wird. Denn mit Boris Hüttenbrenner, Daniel Drescher, Mihret Topcagic, Dominik Frieser und Daniel Offenbacher verlassen gleich fünf Spieler die Wolfsberger. Zudem laufen auch zahlreiche Verträge aus. Ein Neuzugang wurde jedoch schon fixiert: Marc-Andre Schmerböck kommt ablösefrei vom SK Sturm Graz. Dies wird nicht der einzige Neuzugang bei den Kärntnern sein, wenn man auch in der Saison 2018/19 konkurrenzfähig sein möchte. Denn das Ziel wird wohl auch dann wieder der Klassenerhalt sein.
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[nextpage title=“10. Platz – St. Pölten“]
Für den SKN St. Pölten verlief die Bundesliga-Saison 2017/18 ganz und gar nicht nach Maß. Mit nur fünf Siegen aus 36 Bundesliga-Runden finden sich die Niederösterreicher zum Abschluss der Saison am letzten Tabellenplatz wieder. Nun geht es, wenn der TSV Hartberg keine Lizenz für die höchste Spielklasse Österreichs erhält, in der Relegation gegen den SC Wiener Neustadt um den Verbleib in der tipico Bundesliga.
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Änderungen in der Führungsebene
Nur zwei Tage nachdem man die letzte Bundesliga-Partie der Saison 2016/17 absolviert hatte, präsentierte der SKN St. Pölten seinen neuen Sportdirektor. Frenkie Schinkels, der mit den ‚Wölfen‘ den Meistertitel in der ‚Sky Go Erste Liga‘ feiern konnte, wurde durch Markus Schupp ersetzt. Der Deutsche stand in seiner aktiven Spielzeit für vier Saisons beim SK Sturm Graz unter Vertrag und holte mit den ‚Blackies‘ zwei Meistertitel und einen Cup-Sieg.
Nur einen Tag nach Schupps Amtsantritt wurde auch prompt die Verlängerung des damaligen Cheftrainers Jochen Fallmann bekanntgegeben. Doch nicht nur in der Führungsebene, sondern auch im Spielersektor der Wölfe tat sich im Sommer einiges. Der SKN verzeichnete insgesamt 16 Neuzugänge, die 13 Abgängen gegenüber standen.
Erster Rückschlag im ersten Pflichtspiel
Mitte Juli stand schließlich das erste Pflichtspiel der Saison auf dem Programm. In der ersten Runde des ÖFB-Cups bekamen es die Niederösterreicher auswärts mit Regionalligist SK Austria Klagenfurt zu tun. Mit Roope Riski, Daniel Luxbacher und Damir Mehmedovic brachte Cheftrainer Jochen Fallmann gleich drei Neuzugänge in die Startformation.
Neuzugang Riski erzielte dabei zwar einen Treffer für seinen neuen Verein, doch sein Tor zum 1:2-Anschlusstreffer in der 91. Spielminute war zu wenig und so musste man sich schon in Runde eins des ÖFB-Cups aus dem Bewerb verabschieden. Der volle Fokus galt nun einem erfolgreichen Saisonauftakt. In der ersten Runde hatte man dabei den SK Sturm Graz vor der Brust.
Bittere Saisonpremiere
Im ersten Pflichtspiel der Bundesliga-Saison ging es für den SKN St. Pölten also nach Graz. „In Klagenfurt haben wir eine richtig schlechte erste Halbzeit gespielt. Das wird nicht mehr vorkommen. Die Burschen wissen schon, was sie verbockt haben.“, zeigte sich Cheftrainer Fallmann vor der Partie gegen Sturm überzeugt.
Die erste Halbzeit verlief dieses Mal tatsächlich besser. Bereits in Minute zwei konnten die Gäste durch einen Treffer von Lukas Thürauer in Führung gehen. Nur zehn Minuten schnürte der Mittelfeldspieler sogar einen Doppelpack und stellte aus Sicht der Heimmannschaft auf 0:2. Die Grazer zeigten sich jedoch unbeeindruckt und kamen in der 16. Minute durch ein Tor von Philipp Zulechner postwendend zum Anschlusstreffer.
Nach Wiederanpfiff fanden SKN-Stürmer Lonsana Doumbouya und Mittelfeldspieler Daniel Schütz gute Torchancen vor, um auf 3:1 erhöhen, doch man brachte den Ball nicht ins Tor unter. Dafür wurde der Sportklub wieder richtig munter und drängten auf den Ausgleich, der ihnen in der 60. Spielminute durch [spielerprofil spieler=“Stefan Hierländer“] auch gelang.
Es folgte eine fast schon heroische Abwehrschlacht der ‚Blau-Gelb-Roten‘, die allerdings unbelohnt blieb. Der eingewechselte Romano Schmid holte in der Nachspielzeit einen Elfmeter für die ‚Schwarz-Weißen‘ heraus, den [spielerprofil spieler=“Peter Zulj“] erfolgreich verwandeln konnte.
„Wenn man 2:0 führt, die Mannschaft eigentlich hervorragend den Matchplan umsetzt, die Möglichkeit hat noch ein drittes oder viertes Tor zu erzielen und dann mit der letzten Aktion im Spiel das Tor zur Niederlage bekommt, ist es sehr, sehr bitter.“, war Trainer Jochen Fallmann nach dem Schlusspfiff natürlich enttäuscht. Der 39-Jährige fand jedoch auch Positives: „Meine Mannschaft hat heute ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, vor allem nach vorne. Es waren heute zwei ebenbürtige Mannschaften mit verschiedenen Spielstilen auf dem Spielfeld. Ich glaube, heute hat sich keiner eine Niederlage verdient. Ein Remis wäre gerecht gewesen!“
Zwei Punkte aus den ersten neun Runden
Der SKN schaffte es jedoch nicht an der überzeugenden Leistung aus dem ersten Saisonspiel anzuschließen und stand mit zwei Zählern aus neun Spielen auf dem letzten Platz der Tabelle. Ausschließlich in den beiden Heimspielen gegen den SV Mattersburg und Admira Wacker konnte man mit einem 0:0 bzw. einem 1:1-Unentschieden punkten.
Zu allem Überfluss blieb man auch vom Verletzungspech nicht verschont. Im Laufe der Saison fielen wichtige Leistungsträger immer wieder verletzungsbedingt aus, was die Gesamtsituation nicht einfacher machte.
Bereits nach dem siebenten Saisonspiel zog ‚Leitwolf‘ Jochen Fallmann deshalb Konsequenzen und legte sein Amt als Cheftrainer, nach ausführlichen Gesprächen mit Sportdirektor Markus Schupp und Generalmanager Andreas Blumauer, nieder. Drei Tage später wurde Oliver Lederer als neuer Cheftrainer vorgestellt. „Ich freue mich auf diese Herausforderung und vor allem auch auf die Zusammenarbeit mit Markus Schupp – es ist toll einen Mann mit so einer Erfahrung an meiner Seite zu haben“, so Lederer über seine neue Aufgabe.
Sportliche Wende nicht geglückt
Mit einem neuen System und einer neuen Spielweise sollte Oliver Lederer die sportliche Wende einleiten. Im ersten Spiel unter dem Neo-Coach setzte es jedoch eine deutliche 1:5-Pleite gegen die Wiener Austria. Im weiteren Verlauf präsentierte sich die Mannschaft zwar besser, auch die Leistungen steigerten sich, dies konnte man allerdings nur selten zur Gänze in das Endergebnis ummünzen, weshalb man einige knappe Niederlagen hinnehmen mussten.
Der erste Dreier gelang schließlich in Runde 17 im Heimspiel gegen Austria Wien. Als Goldtorschütze erwies sich Dominik Hofbauer, der einen Elfmeter zum entscheidenden 1:0-Endstand verwandelte.
Der Turnaround sollte aber einfach nicht klappen. In den drei ausstehenden Runden vor der Winterpause konnte wieder nicht gepunktet werden. Mit einem Sieg, vier Unentschieden, 15 Niederlagen und neun Punkten Rückstand auf den Wolfsberger AC, belegte man nach 20 absolvierten Runden Platz zehn in der Tabelle.
Verstärkungen für das Frühjahr
Mit den im Winter gekommenen Leihspielern David Atanga, Phlipp Malicsek, Filip Dmitrovic und Luan, sowie den fixen Verpflichtungen von Patrick Wessely und Eren Keles wollte man im Frühjahr den rettenden neunten Platz in Angriff nehmen. „Grundsätzlich wollen wir vom ersten Spiel an beweisen, dass wir in diese Liga gehören. Dementsprechend müssen wir Spiele gewinnen und Punkte holen, das ist ganz klar.“, lautete die Devise von Oliver Lederer einige Tage vor dem Frühjahres-Auftakt gegen Aufsteiger LASK.
Doch aus den nächsten acht Spielen holte Cheftrainer Lederer mit seiner Mannschaft lediglich drei Zähler. Eine 1:5-Heimniederlage gegen den späteren Vizemeister aus Graz war schlussendlich ausschlaggebend für die Entlassung des 40-Jährigen.
Kühbauer als Feuerwehrmann?
Am ersten April wurde Dietmar Kühbauer als neuer Cheftrainer vorgestellt. Er sollte das fast schon Unmögliche doch noch möglich machen und das Schlusslicht vor der Relegation bewahren. Dazu musste der 47-Jährige in acht ausstehenden Runden zehn Punkte auf seinen Ex-Klub, dem Wolfsberger AC, aufholen. Und so viel sei verraten: Er konnte die Niederösterreicher nicht vor dem letzten Tabellenplatz bewahren. Mit der 0:1-Heimniederlage in Runde 33 gegen – wie sollte es auch anders kommen – den WAC war Platz zehn und somit der mutmaßliche Gang in die Relegation besiegelt.
Möglicherweise war dies auch der Grund, warum man in den letzten drei Runden der Saison noch drei Siege einfahren konnte. Der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, war abgefallen und die Spieler konnten in den vielleicht letzten drei Partien in der Bundesliga nochmals sorgenfrei aufspielen.
Ausblick auf die kommende Saison
Für den SKN St. Pölten liegt die Zukunft, dank des Relegation-Sieges gegen den SC Wiener Neustadt, auch in der nächsten Saison in der höchsten Spielklasse Österreichs. Trotzdem darf sich der Verein darauf nicht ausruhen: Fest steht, dass es den ‚Blau-Gelb-Roten‘ gelingen muss, Konstanz in den Verein zu bringen. Das beginnt im Vorstand, geht über den Posten des Trainers und endet, wenn überhaupt, bei der Zusammenstellung des Kaders. Man muss versuchen, auch wenn dies nicht sehr einfach wird, eine schlagkräftige, hungrige Truppe auf den Platz zu bringen um in der kommenden Saison erneut den Klassenerhalt zu meistern.
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Maximilian WERNER