Sturm, Salzburg, Rapid & Co. – Die Hinrundenanalyse der österreichischen Bundesliga
[nextpage title=“10 Vereine – 10 Analysen: Die Hinrunde der Bundesliga 2017/18″]
In der österreichischen tipico Bundesliga bestritt jeder Verein vor der Winterpause 18 Runden der Hinrunde und bereits zwei vorgezogene Spiele der Rückrunde. Wir haben jeden Verein der Analyse unterzogen und haben in diesem Artikel die ausführliche Hinrundenbilanz aller zehn Bundesligisten für euch!
[nextpage title=“1. Platz – SK Sturm Graz“]Nach dem 3:2 gegen den SKN St. Pölten gab es möglicherweise zum letzten Mal „Franco-Foda-Sprechchöre“ in der steirischen Landeshauptstadt. Denn ab 1. Jänner 2018 ist der Deutsche offiziell Österreichs Nationalteamtrainer. Er hinterlässt eine starke und vor allem funktionierende Mannschaft, die nach 18 Runden verdient an der Tabellenspitze steht.
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Sommertransfers und internationale Spiele
13 Spieler mussten in der Transferzeit, auf gut steirisch, ihr „Binkerl packen“. Bei Spielern wie [spielerprofil spieler=“Roman Kienast“] oder [spielerprofil spieler=“Marko Stankovic“] lief der Vertrag aus, bei Spielern wie [spielerprofil spieler=“Sascha Horvath“] oder Romano Schmid nahmen die neuen Arbeitgeber eine annehmliche Summe in die Hand um diese zu verpflichten. Mit Spielern wie [spielerprofil spieler=“Jörg Siebenhandl“], [spielerprofil spieler=“Peter Zulj“] und [spielerprofil spieler=“Thorsten Röcher“] kompensierte Kreissl die Abgänge, wie sich im Laufe von der Saison zeigen würde, sehr gut. Mit Emeka Eze, [spielerprofil spieler=“Oliver Filip“], [spielerprofil spieler=“Patrick Puchegger“] und [spielerprofil spieler=“Fabian Schubert“] kamen einige Ergänzungsspieler um den Kader zu füllen.
Der Saisonstart war für die Grazer wegen der Europa League-Qualifikation verfrüht. Gegen Mladost Podgorica strauchelten sie in der zweiten Runde zuerst, doch im Rückspiel in Montenegro machte Sturm alles klar und belohnten sich mit einem prestigeträchtigen Namen. Fenerbahce Istanbul hieß er. Doch gegen diesen wurde das Europa-Abenteuer beendet. Nach einem 1:2 in Graz und einem 1:1 in Istanbul verabschiedete sich Sturm von der internationalen Bühne.
Meisterhafter Herbst
In der Liga konnte es gar nicht besser beginnen. Sechs Spiele, sechs Siege und schon fünf Punkte Vorsprung auf Titelverteidiger Salzburg. Wie es auch so oft ist, kommen die steirischen Meistergedanken wieder auf. „Wir haben eine super Mannschaft. Ich glaube, heuer wird es wieder einmal soweit sein, dass wir den Meistertitel nach Graz holen“, meinte [spielerprofil spieler=“Dario Maresic“] im Sky-Interview.
Auf die tadellose Serie der Grazer folgten zwei Niederlagen gegen den LASK und die Admira. So schnell der Vorsprung aufgebaut wurde, so schnell war er auch wieder weg. Nur mehr ein Punkt trennte den SK Sturm von den „Bullen“ aus Salzburg. Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen fanden sie wieder in die Erfolgsspur zurück.
Diese Effektivität und auch die Varianz mit der Foda Sturm spielen lassen hat, blieb auch in Wien nicht unentdeckt. Somit dauerte es nicht lang, bis der Name Foda im Trainerkarussel des Nationalteams auftauchen sollte. Doch wie sich herausstellte, war Foda keine Erfindung des Boulevards sondern ein ernstzunehmender Kandidat für den Teamchef-Posten. Nach langem Hick-Hack und fragwürdigen Entscheidungen bzw. Ansagen der „Landesfürsten“ wurde Franco Foda als neuer Teamchef vorgestellt. Ab 1. Jänner 2018 soll er das Nationalteam zur nächsten WM führen. Bis zum Ende der Hinrunde bleibt er Trainer der „Blackies“. Eine Entscheidung, die aus sportlicher Sicht sicher schmerzt, aber aus finanzieller Sicht verkraft ist, denn laut der „Krone“ bezahlte der ÖFB rund 400.000 € Ablöse für den Deutschen.
In Graz ging es sportlich trotzdem höchst erfolgreich weiter. Siege gegen Mattersburg und Wolfsberg sowie ein Unentschieden gegen Rapid Wien folgten. Dann ging es in die Länderspielpause und für Foda Richtung Spanien zum Trainingslager mit dem Nationalteam. Um das Training in Graz plangemäß zu absolvieren, pendelte Co-Trainer Thomas Kristl mehrmals in der Woche von Spanien nach Graz und umgekehrt.
Trotz des Sieges gegen Uruguay konnte Foda bzw. Sturm nach der Länderspielpause den Schwung schnell nicht mitnehmen, denn im Spitzenduell gegen Red Bull Salzburg gab es 5:0-Debakel. Die Tabellenführung ging auch vorübergehend an den Serienmeister.
In der nächsten Woche sah die Situation schon wieder rosiger aus, nachdem man wieder gegen den LASK gewinnen konnte. Gegen die Admira schoss man sich noch jeglichen Frust von der Seele und war nach dem 6:1-Heimsieg wieder völlig da. Weitere Siege gegen Altach und St. Pölten folgten, bevor man, trotz der Niederlage gegen die Austria, den Winterkönig fixieren konnte.

„Taktische Analyse“
Was Sturm in dieser Saison ausgezeichnet hat, ist die Varibilität mit der Foda die Mannschaft jede Woche aufs Feld schickt. 5er-Kette, 3er-Kette oder Doppelspitze. Sturm kann. Und auch die Spielersituation in Graz hat sich im Vergleich zu den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Mit Jörg Siebenhandl wurde ein Torhüter geholt, der in dieser Saison oftmals bewiesen hat, dass er zu Unrecht in Würzburg nur die zweite Geige gespielt hatte. In der Innenverteidigung entwickelt sich Dario Maresic zur absoluten Stammkraft und das mit seinen jungen 18 Jahren. Christian Schoissengeyr zeigte in dieser Saison, dass er nicht nur Tore verhindern kann, sondern diese auch selbst schießt. Einziger Unsicherheitsfaktor ist der Routinier Christian Schulz. Der 34-Jährige leistete sich immer wieder Flüchtigkeitsfehler, die zu unnötig brenzligen Situationen führten. Eine bärenstarke Entwicklung vollzog in dieser Saison auch [spielerprofil spieler=“Marvin Potzmann“]. Der zum Allrounder mutierte Wiener kam in allen Liga-Partien zum Einsatz und ist in der Offensive wie in der Defensive ein Aktivpunkt der Grazer Mannschaft.
Im Mittelfeld hat man mit Zulj, Jeggo, Lovric, Huspek und Hierländer ein starkes Angebot an kreativen und laufstarken Kickern zur Verfügung. Letzterer konnte mit seinen Leistungen schon Interessenten aus dem In- und Ausland auf sich aufmerksam machen. Im „Sturm-Sturm“ musste man auf schlimmere Zeiten zurückblicken. Die drei Stürmer Alar, Zulechner und Eze können auf 14 Liga-Tore zurückblicken. Zehn Tore gehen alleine auf das Konto von [spielerprofil spieler=“Deni Alar“], der den dritten Platz in der Torschützenliste besetzt.
Die Situation ist in Graz wohl bekannt. Man spielt eine starke Hinrunde und hofft darauf, dass es im Frühjahr gleich erfolgreich weitergeht. Doch genau das trifft nicht zu. Man wird berechenbar, die Gegner stellen sich darauf ein und man muss sich am Ende der Saison mit dem dritten oder vierten Platz zufriedengeben. Wie im letzten Jahr. Sturm absolvierte die Hinrunde mit einer mehr als soliden Leistung. Doch in der Rückrunde fiel Sturm auf den dritten Platz zurück. Das sollte dieses Jahr nicht passieren. Mit Heiko Vogel wurde ein Trainer von Günter Kreissl geholt der nicht nur ein Trainer ist, der den Ballbesitz-Fußball auf seiner Visitenkarte stehen hat, sondern auch ein Trainer, der internationale Erfahrung mitbringt und auch weiß, wie er mit jungen Kickern umgeht. Nicht umsonst war er für zweieinhalb Jahre im Bayern-Nachwuchs als Koordinator und Trainer tätig.
Auf Kreissl wartet im Winter trotz alledem noch ein schöner Haufen Arbeit. Denn im Sommer 2018 laufen 14 Verträge aus. Bei Spendlhofer, Huspek und Zulechner besteht die Option auf eine Verlängerung. Mit Maresic, Schoissengeyr und Potzmann wird schon verhandelt. Ersterer wurde schon mit einem Wechsel in die deutsche Bundesliga in Verbindung gebracht. [spielerprofil spieler=“Stefan Hierländer“] kann im Winter möglicherweise auch schon in anderen Farben auflaufen, denn Rapid Wien hat Interesse bekundet. In der zweiten deutschen Bundesliga soll der Name „Hierländer“ auch die Runde machen.
Fazit: Die Ausgangssituation kann für Sturm Graz kaum besser sein. Mit dem Winterkönig geht es in die Winterpause. Genug Zeit für den neuen Trainer Heiko Vogel die Mannschaft auf die Rückrunde einzustellen. Ob Sturm im Frühjahr die Form beibehaltet, wird man erst sehen. Mit der Hinrunde wurde zumindest eine starke Basis gelegt.
Dieser Teil des Rückblickes wurde von Lukas Lorber geschrieben!
[nextpage title=“2. Platz – RB Salzburg“]
Red Bull Salburg musste bislang in der Liga nur eine einzige Niederlage hinnehmen, dennoch müssen die Bullen mit einem Punkt Rückstand auf SK Sturm Graz auf Platz zwei überwintern. International ist die Rose-Elf nach einer sehr starken Gruppenphase weiterhin vertreten, aber die Champions League konnte man auch beim zehnten Anlauf nicht erreichen.
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Im Sommer wurde bei den Bullen wie gewohnt wieder ordentlich umgekrempelt. Marco Rose, der mit Salzburgs U19 eindrucksvoll die UEFA Youth League gewinnen konnte, übernahm das Traineramt von Oscar Garcia, der zum französischen Traditionsverein Saint-Étienne wechselte, inzwischen aber freiwillig zurückgetreten ist. Mit dem Bundesliga-Spieler der Saison 2016/17 [spielerprofil spieler=“Konrad Laimer“] wechselte diesmal „nur“ ein Spieler zum Schwesternclub RB Leipzig. Weitere Leistungsträger wie Wanderson (Krasnodar), [spielerprofil spieler=“Valentino Lazaro „](Hertha BSC) und Christian Schwegler (FC Luzern) verließen den Verein ebenfalls. Auf der anderen Seite verpflichtete Red Bull Salzburg wieder sehr junge und talentierte Spieler wie Marin Pongracic und [spielerprofil spieler=“Romano Schmid“]. Auch von der Talenteschmiede Liefering wurden Spieler wie [spielerprofil spieler=“Hannes Wolf“] und Amadou Haidara hochgezogen, Munas Dabbur, Reinhold Yabo und Fredrik Gulbrandsen kehrten nach Leihen zurück.
Gescheiterte Champions League-Quali
Salzburg startete mit zwei 3:0-Siegen über die Hibernians FC positiv in die Champions League-Qualifikation. Doch in der 3. Runde war der Traum der CL-Gruppenhase schon wieder vorbei. Die Bullen scheiterten mit einem Gesamtscore von 1:1 aufgrund der Auswärtstorregel unglücklich an Kroatiens Meister HNK Rijeka. Ein bitterer Beigeschmack ist, dass ein reguläres Tor von Reinhold Yabo im Rückspiel zu Unrecht aberkannt wurde. Für die Europa League-Gruppenphase qualifizierte sich Salzburg nach zwei Siegen gegen FC Viitorul jedoch klar.
Salzburg überwintert in der Liga auf Platz zwei
In der Bundesliga startete Salzburg stark, nach fünf Siegen und einem Unentschieden kassierten die Double-Sieger in Graz nach einem 0:1 die erste Pflichtspielniederlage und es sollte bis heute die einzige bleiben. Die Bullen taten sich jedoch vorerst auch gegen die anderen „großen“ Vereine schwer und kamen gegen SK Rapid Wien und FK Austria Wien nicht über ein Unentschieden hinaus. Nach siebzehn Runden war Salzburgs Bilianz durchaus beeindruckend: Tabellenführer, zwölf Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage. Highlights waren unter anderem der 5:0-Heimsieg gegen den ersten Verfolger Sturm Graz und der hart erkämpfte 2:3-Sieg gegen Rapid Wien. Doch dann ging Red Bull etwas der Saft aus.
Vor allem in der Offensive tat sich die Rose-Elf sehr schwer und so musste sich der Meister in den letzten drei Runden mit drei Untenschieden gegen Austria Wien, WAC und LASK begnügen. Auffällig war, dass es Salzburg nicht gelang Großchancen heraus zu spielen, weshalb die sonst so gefährlichen Bullen lediglich ein Tor erzielten. In der Defensive blieb man weiterhin sattelfest und kassierte nur einen Gegentreffer. Gut möglich, dass die Spieler zum Schluss hin wegen der Doppelbelastung durch die Europa League etwas müde wurden. Somit geht der Double-Sieger mit einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Sturm Graz zum richtigen Zeitpunkt in die Winterpause.

Auch im ÖFB-Cup ist Salzburg weiterhin vertreten. Nach einem 0:7 in Deutschlandsberg setzte sich die Rose-Elf gegen Bruck/Leitha erst mit Mühe mit 1:3 in der Verlängerung durch. Nach einem 0:3 in Bad Gleichenberg wird Salzburg in der nächsten Runde am 27. Februar 2018 Austria Klagenfurt empfangen.
Salzburg bleibt in der Europa League-Gruppenphase ungeschlagen
Den Bullen gelang es gegen die drei Gruppengegner Vitória Guimarães, Olympique Marseille und Atiker Konyaspor jeweils einmal zu gewinnen und einmal unentschieden zu spielen. Besonders beachtlich ist, dass Kapitän Alex Walke & Co nur einziges Gegentor hinnehmen mussten. Mit zwölf Punkten wurde Salzburg ungeschlagener Gruppensieger und sammelte auch sehr wichtige Punkte für Österreich in der 5-Jahreswertung. Im Sechzehntelfinale trifft der Meister im Februar 2018 auf den Tabellen-Achten der LaLiga Real Sociedad. Die „Basken“, deren Marktwert im Vergleich zu Salzburg mehr als dreimal so hoch ist, zeichnen sich durch eine starke Offensive aus, was sie mit 16 Toren in der Gruppenphase eindrucksvoll bewiesen.
Auch Jungbullen überzeugen
In der Youth League ist Salzburgs U19 dieses Jahr wieder vertreten. Der Titelverteidiger schoss in der ersten Runde Bordeaux mit einem Gesamtscore von 5:0 vom Platz und zeigte sich auch gegen die Jugend von Sparta Prag mit 2:4 und 2:0-Siegen souverän. Am 7. Februar 2018 treffen die Jungbullen zu Hause auf Sporting Lissabon.
Kadersituation
Grundsätzlich kann man sagen, dass Marco Rose einen durchaus guten Job in seinem ersten Halbjahr gemacht hat – 43 Punkte nach 20 Runden in der Liga können sich durchaus sehen lassen. Auch in der Europa League zeigte seine Mannschaft konstant gute Leistungen. Trotz der Abgänge im Sommer hat Salzburg immer noch einen Kader, mit dem der Meistertitel absolut machbar ist. Die Bullen überzeugen als Kollektiv, aber es gibt derzeit keinen herausstechenden Spieler, wie es in den letzten Jahren bei Naby Keita oder Kevin Kampl der Fall war. Daher blickt Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund einem recht entspannten Transfer-Winter entgegen. Bis auf Paulo Miranda, der vor einer Rückkehr nach Brasilien steht, drohen derzeit keine weiteren Abgänge. Als Ersatz für Miranda wurde kürzlich der Transfer von Andre Ramalho fixiert. Der Brasilianer spielte bereits drei Jahre für die Bullen und kehrt von Bayer Leverkusen zurück, wo er sich nie wirklich durchsetzen konnte. Für die Zukunft wurden bereits mit Jung-Min Kim, Sekou Koita und Anderson Niangbo drei vielversprechende Talente verpflichtet, die vorerst für den FC Liefering auflaufen werden. David Atanga wurde an das Schlusslicht St. Pölten ausgeliehen, um dort Spielpraxis zu sammeln.
Die Schlüsselspieler
Marco Rose ließ seine Mannschaft zumeist im 4-4-2-System mit Raute spielen. Um die Torwartposition muss sich Salzburg nach wie vor keine Sorgen machen. Mit Kapitän Alexander Walke und[spielerprofil spieler=“ Cican Stankovic „]stehen zwei Tormänner zur Verfügung, die sich mit starken Paraden auszeichneten und so den einen oder anderen Punkt retteten. Hervorzuheben sind auch Salzburgs offensive Außenverteidiger [spielerprofil spieler=“Andreas Ulmer „] und [spielerprofil spieler=“Stefan Lainer“]. Die österreichischen Teamspieler standen sehr gut und zeigten sich auch torgefährlich, Lainer wurde sogar ins Team der Europa League-Gruppenphase gewählt. Von den jungen Spielern konnte besonders Youngster [spielerprofil spieler=“Hannes Wolf“], der zurzeit verletzt ist, als hängende Spitze überzeugen. Als Belohnung wurde er von Ex-Teamchef Marcel Koller zum ersten Mal ins Nationalteam einberufen. Salzburgs bester Topschütze ist bislang Rückkehrer Munas Dabbur. Der Israeli, der unter Oscar Garcia nicht überzeugen konnte, erzielte 17 Tore und bereitete sieben weitere vor.
Fazit
Red Bull Salzburg ist seit 22 Pflichtspielen ungeschlagen, dennoch wirkten die Bullen in den letzten Wochen etwas müde und ließen die gewohnte Offensivpower vermissen. Mit nur einem Punkt Rückstand auf Sturm Graz werden Marco Rose und seine Mannschaft alles geben, um das Double erneut zu holen. Das Überstehen weiterer Runden in der Europa League wäre ein großartiger Erfolg für den Verein und den österreichischen Fußball. In jedem Fall hätten es sich die Salzburger verdient, dass in Zukunft mehr Zuschauer in die Wals Siezenheim Arena kommen.
Dieser Teil des Rückblickes wurde von Dorian Fischer geschrieben!
[nextpage title=“3. Platz – SK Rapid Wien“]
Die letzte Saison der Rapidler hatte es in sich – drei verschiedene Trainer, ein Abstiegskampf und die bittere Niederlage im Cup-Finale in Salzburg. Nach der Krisensaison sind die Hütteldorfer damit mit geschrumpften Erwartungen in die zweite Saison im neuen Allianz Stadion gestartet – und wieder sollte es ein Wellenbad der Gefühle werden. Diesmal aber auf höherem Niveau.
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Fredy Bickel hat in seiner ersten heiklen Phase als Rapid-Sportdirektor einiges richtig gemacht. Die Entscheidung weiter auf Chefcoach Goran Djuricin stimmte nicht alle Fans der Grün-Weißen zufrieden. Doch anstatt neues Geld in einen vielleicht teureren Trainer zu investieren, hat Bickel die Option Djuricin bevorzugt. Immerhin haben die Rapidler in der letzten Saison mit Mike Büskens, Damir Canadi, kurzzeitig auch Zoran Barisic und Ex-Sportdirektor Andreas Müller einige Personen, die lange nicht mehr im Verein tätig gewesen sind, ausbezahlt.
Etwas Geld wurde dafür in neue Spieler investiert. So hat Fredy Bickel den jungen Belgier Boli Bolingoli von Club Brügge geholt. Mittlerweile ist der 22-Jährige als linker Außenverteidiger gesetzt und zeigt enormes Potential. Selbiges gilt für Innenverteidiger Lukas Galvao, der aber nur geholt worden ist, weil [spielerprofil spieler=“Maximilian Wöber“] um eine Rekordsumme an Ajax Amsterdam verkauft worden ist.
Zum Saisonstart sind die leidgeprüften Rapid-Fans aber wiedermal auf die Nervenprobe gestellt worden. Zum Bundesligaauftakt verspielen die Rapidler in der Schlussviertelstunde eine 2:0-Heimführung gegen Mattersburg – trotz Unterzahl eine gefühlte Niederlage. Nach dem souveränen 4:1-Auswärtssieg folgte das denkwürdige Heim-Derby gegen die Austria. Rapid ist den Veilchen spielerisch klar überlegen, führt 2:0, hat viele Chancen aufs 3:0 und bricht in der Schlussviertelstunde plötzlich wieder ein. Die Veilchen holen noch ein 2:2, und die kommenden Wochen werden mehr als nur turbulent.
Es scheint so, als hätten die Rapidler nach guten Ansätzen und einem klaren Sieg beim SKN St. Pölten plötzlich einen Rückschritt in das enttäuschende und ganz schwache Frühjahr unter Damir Canadi gemacht. Verunsicherung und Unruhe rund um den sportlichen Bereich sorgen für große Probleme. Das Derby wird nach dem Ausgleich durch [spielerprofil spieler=“Raphael Holzhauser“] unterbrochen, da einige Gegenstände von den Tribünen aufs Feld fliegen. Das Spiel ist zwar fortgesetzt worden, doch medial hat es nur mehr ein Thema gegeben: Die Unterbrechung.
Dementsprechend verunsichert agieren die Rapidler am vierten Spieltag bei der Admira. Nach wenigen Sekunden geraten die Hütteldorfer in Rückstand und wieder sorgt eine Spielunterbrechung bei der 3:1-Niederlage in der Südstadt für Diskussionsstoff. Hinzu kommt noch eine angebliche Spuckattacke von Coach Goran Djuricin und drei rote Karten in vier Bundesliga-Spielen. Mitte August haben viele befürchtet, dass die furchtbare Vorsaison keine Ausnahme war.
Doch die Mannschaft hat sich mental stärker gezeigt – als hätte der kurzzeitige Abstiegskampf im März und April die Mannschaft und den Verein zusammengeschweißt. Rapid besiegt den LASK mit 1:0 – spielt dann jeweils in Altach und Salzburg 2:2, zeigt aber wieder gute Leistungen. Die Folge ist eine unglaubliche Siegesserie.

Goalie Richard Strebinger bleibt sensationelle 520 Minuten ohne Gegentor, die Hütteldorfer bleiben zwölf Spiele ungeschlagen, gewinnen bei der Austria innerhalb von vier Tagen zwei Mal (Bundesliga und Cup) – und spielen plötzlich wieder oben mit.
Doch im November reißt mit dem Heimspiel die Erfolgsserie – und die Luft ist raus. Zwei eigentlich unglückliche Heimniederlagen gegen Salzburg und Altach, zudem ein Remis beim WAC, wieder ein vermeidbares 2:2 gegen Mattersburg – und schon sind die Diskussionen wieder da. Bei Rapid geht es eben ganz schnell, diesmal entfachte aber eine Stürmerdiskussion – und das zurecht.
Rapid zeigt unter Djuricin guten Offensivfußball – belohnte sich aber einfach nicht in letzter Zeit. Gegen Altach lassen die Rapidler einige Chancen liegen, auch in den Spielen zuvor haben die Grün-Weißen einige Sitzer vergeben. Der Höhepunkt: Das zweite Heimspiel gegen Mattersburg. Rapid gibt 33 (!) Schüsse aber – und gewinnt nicht. Statt einem klaren und höchstverdienten Sieg, wissen die Rapidler wohl selbst nicht wieso sie erneut 2:2 gegen Mattersburg gespielt haben – und das bereits nach einem 2:0-Rückstand.
Damit könnte wohl ein neuer Stürmer kommen – auch wenn der Abschluss des Jahres 2017 mit einem 5:0-Kantersieg in St. Pölten und dem ersten Treffer von Offensiv-Neuzugang Veton Berisha sehr versöhnlich ausgefallen ist.
Rapid hat Platz drei abgesichert. Der Vorsprung auf Verfolger Admira beträgt drei Punkte, auf den Erzrivalen Austria Wien sogar acht. Dafür ist der Rückstand aufs Spitzenduo aber beachtlich groß. Auf Winterkönig Sturm Graz fehlen zehn Punkte, auf Salzburg neun Zähler. Wenn man die letzte Saison in Betracht zieht, dann ist der dritte Platz aber zufriedenstellend. Rapid zeigt endlich wieder guten Offensivfußball und vielleicht ist mit einer verbesserten Chancenverwertung ja noch mehr drinnen. Immerhin bekommt Sturm Graz zum Beispiel mit Heiko Vogel einen neuen Trainer, was ja nicht bedeuten muss, dass Sturm so weitermacht wie bisher.
Wichtig ist es aber, dass Rapid weiter auf sich selbst schaut und weiter auf den Offensivfußball zeigt, den der Rekordmeister einfach zeigen muss. Dann ist Platz drei sehr realistisch und die Teilnahme am Europacup fast sicher. Selbiges gilt für den Cup, in dem das Finale wieder in Reichweite ist. Im Viertelfinale trifft Rapid im Frühjahr daheim auf Zweitligist Ried.
Personell hat Rapid auch die weichen für die Zukunft gestellt. Der im Sommer auslaufende Vertrag mit [spielerprofil spieler=“Philipp Schobesberger“], der wohl heißesten Transferaktie der Hütteldorfer, ist im Herbst bis zu 2022 verlängert worden. Falls das Top-Talent Rapid in naher Zukunft verlässt, dann wohl nur um eine sehr hohe Ablösesumme.
Abseits des Platzes hat zum Abschluss der Saison übrigens auch der Block West für eine schöne Aktion gesorgt – die aktive Fanszene der Rapidler hat 75.000 Euro für den guten Zweck gesammelt.
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Dieser Teil des Rückblickes wurde von David Chomiczuk geschrieben!
[nextpage title=“4. Platz – FC Admira Wacker“]
Eine durchwegs erfreuliche Zwischenbilanz darf die Admira ziehen. Die Niederösterreicher befinden sich durchaus überraschend aber sicher nicht unverdient zur Winterpause auf Rang vier der Bundesliga. Somit ist man in der Südstadt mitten im Kampf um den Europacup, den man zuletzt im Herbst 2016 im BSFZ Maria Enzersdorf erleben konnte, dabei.
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Die Causa Monschein
Im Vorfeld der Saison musste man bei der Admira in Form von [spielerprofil spieler=“Christoph Monschein“] den Topstürmer der vergangenen Saison wenige Kilometer weiter zur Wiener Austria ziehen lassen. Man erinnert sich, dem Wechsel ging ein durchaus kompliziertes Hick-Hack voraus, bei dem die Admira der Austria vorwarf, den 24-Jährigen zum Vertragsbruch gedrängt zu haben. Schlussendlich konnten sich die beiden Vereine doch noch außergerichtlich einigen, bevor der Bundesliga-Senat 2 sich mit dem Fall beschäftigen sollte. Monschein wechselte um kolportierte 600.000 Euro nach Favoriten und die Admira verlor den Mann, der in der Vorsaison noch für 16 Tore verantwortlich waren. Zudem verließen unter anderem [spielerprofil spieler=“Eldis Bajrami“], [spielerprofil spieler=“Srdjan Spiridonovic“], [spielerprofil spieler=“Toni Vastic“] und [spielerprofil spieler=“Patrick Wessely“] das Boot. Vor allem mit dem Abgang von Bajrami zum Niederösterreich-Rivalen SKN St. Pölten ging ein weiterer Stammspieler verloren.
Neu zum Team stieß der junge kroatische Stürmer Marin Jakolis, der bisher drei Tore erzielen konnte und sich bislang mit fünf Assists als Top-Vorbereiter in den eigenen Reihen beweisen sollte. Ebenfalls neu war Linksverteidiger [spielerprofil spieler=“Marcel Holzmann“], der um den Platz in der Startelf gegen Interims-Kapitän [spielerprofil spieler=“Thomas Ebner“] aber zumeist das Nachsehen hat. Apropos Kapitän, der verletzte Stamm-Kapitän [spielerprofil spieler=“Daniel Toth“] hat seinen Vertrag erst vor wenigen Tagen bis 2019 verlängert. Die übrigen Sommer-Neuzugänge waren der teilweise beim FC Barcelona ausgebildete Macky Bagnack, der allerdings noch keine Rolle spielt, und einige aus der zweiten Mannschaft hochgezogene Eigenbauspieler. Da konnte vor allem [spielerprofil spieler=“Sasa Kalajdzic“] überzeugen. Dem 20-jährigen Stürmer gelangen in zwölf Spielen ein Tor und vier Assists, wodruch er im November sogar ins U21-Nationalteam vorstoßen konnte. Auch U19-Nationalspieler [spielerprofil spieler=“Pascal Petlach“] und der Kapitän von Admira Wacker Mödling II in der Regionalliga Ost, [spielerprofil spieler=“Wilhelm Vorsager“], debütierten in der Bundesliga. Letzterer beim Heimsieg (3:1) in der letzten Runde gegen Altach sogar mit Torerfolg.
Ein auf und ab und dann der Kracher
Nach Platz sechs in der Vorsaison und dem Abgang von Top-Stürmer Monschein war man bei der Admira zu Beginn der Saison darauf aus, mit dem Tabellenende nichts zu tun zu haben. Die ersten Runden stellten ein auf und ab mit teils deutlichen Niederlagen (gegen Aufsteiger LASK und Meister Salzburg) sowie souveränen Siegen (gegen Altach und Rapid) dar, ehe nach Spieltag sieben und einem 5:0-Kantersieg in Mattersburg plötzlich der Trainer abhanden kam. Damir Buric zog überraschend aus Niederösterreich ins Frankenland weiter und heuerte beim Schlusslicht der 2. Deutschen Bundesliga, der SpVgg Greuther Fürth an. Von Seiten der Admira zeigt man in Person von Manager Amir Shapourzadeh Verständnis für den überraschenden Wechsel: „Wenn die deutsche Bundesliga ruft, muss man sich als Spieler oder Trainer damit beschäftigen. Wir danken Damir sehr für seine hervorragende Arbeit und wünschen ihm viel Erfolg in Fürth.“ Ein Nachfolger war schnell gefunden. Sportdirektor Ernst Baumeister übernahm das Traineramt vorerst für unbestimmte Zeit. Kurz vor Weihnachten wurde dann bekannt gegeben, dass Baumeister einen Vertrag bis Sommer 2019 unterschrieben hat.
Das Admira-Urgestein hat nach dem Abgang von Buric tolle Arbeit geleistet und die Niederösterreicher neben Tabellenführer Sturm Graz zur Überraschung des Herbstes geformt. In 13 Spielen gab es nur drei Niederlagen. Im heimischen Stadion holte man unter Baumeister gar 17 von 21 möglichen Punkten. Unterm Strich bedeutet das Platz zwei in der Heimtabelle hinter Sturm.
Der neue Trainer startete mit vier Punkten aus zwei Spielen in seine neue Tätigkeit, ehe der erste Rückschlag folgte. Das Aus im ÖFB-Cup gegen den Regionalligsten TuS Bad Gleichenberg ist ein wenig der schwarze Fleck auf der Weste der Admira. Das Cup-Aus steckte man zwar mit einem Heimsieg gegen den LASK wett, bevor der Oktober eine kleine Krise bei den „Panthern“ einkehren ließ. Nach drei Unentschieden und einer Niederlage in vier Spielen rutschte man auf Rang sechs ab. Der folgende Auswärtssieg bei der Austria gab folglich den Startschuss zu einem gelungenen Herbst-Endspurt mit zwölf Punkten aus den letzten sechs Spielen. Der vierte Tabellenrang war die Belohnung.

35 geschossene Tore beweisen, dass man sich bei der Admira vor allem auf die Offensive verlassen kann. Und hier gibt es einen Namen, der alles überstrahlt. [spielerprofil spieler=“Christoph Knasmüllner“] zeichnet sich für zwölf Tore verantwortlich und führt damit mit dem Salzburger Munnas Dabbur sogar die Torschützenliste der Bundesliga an. Als Belohnung für die starken Leistungen folge im Herbst auch die erstmalige Einberufung ins österreichische Nationalteam. Neben dem 25-Jährigen konnten sich aber auch noch 13 weitere Spieler in die Torschützenliste eintragen. Ein Beweis dafür, dass man bei der Admira punkto Torgefahr durchaus breit aufgestellt ist, wenngleich hinter Knasmüllner ein kleines Loch ist. [spielerprofil spieler=“Lukas Grozurek“] und [spielerprofil spieler=“Dominik Starkl“] waren im Herbst mit jeweils fünf Toren die zweitgefährlichsten Admiraner. Top-Torjäger Knasmüllner war darüber hinaus im Jahr 2017 jener Spieler, der in der Bundesliga die meisten Tore und Assists sammeln konnte.
Christoph Knasmüllner vom @FCAdmiraWacker war im Kalenderjahr 2017 in der #TipicoBL an 23 Toren direkt beteiligt – Höchstwert. pic.twitter.com/HyJZlPAGod
— Fußball-Bundesliga (@OEFBL) December 20, 2017
Das Sorgenkind ist somit ganz eindeutig die Defensive. 34 mal schlug es beim neunfachen Meister bis dato ein. Eigentlich unglaublich, dass man damit auf dem vierten Tabellenplatz überwintern kann. Nur das abgeschlagene Tabellenschlusslicht aus St. Pölten musst noch mehr Gegentreffer (45) hinnehmen.
Auf dem Weg nach Europa?
Auch wenn erst etwas mehr als die Hälfte der Saison absolviert ist. Die Admira wird heuer im Kampf um den Europacup das eine oder andere Wörtchen mitreden. Und das als jüngstes Team der Liga, mit einem Durchschnittsalter von 23,5 Jahren. Was für die Admira spricht, ist neben der Heimstärke und der eingespielten Mannschaft auch die Tatsache, dass man sicher keinen Druck hat, nach Europa einzuziehen. Das sieht beim Verfolger Austria zum Beispiel ganz anders aus. Die Wiener zeichnen sich auch für den Verlust von Maximilian Sax verantwortlich, der allerdings noch bis zum Sommer in der Südstadt bleibt und erst dann fußballerisch nach Favoriten umzieht. Da mit Red Bull Salzburg, Sturm Graz und Rapid aber noch jene Mannschaften die die Tabelle anführen im Cup vertreten sind, ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Cup-Startplatz in die Liga wandert. Somit würde für die Baumeister-Elf sogar ein fünfter Platz für die Europa League-Qualifikation reichen. Und der ist den „Panthern“ in jedem Fall zuzutrauen. Vor allem, wenn Christoph Knasmüllner gehalten werden kann und weiterhin quasi nach Belieben trifft.
Dieser Teil des Rückblickes wurde von Sebastian Sohm geschrieben!
[nextpage title=“5. Platz – LASK“]
Das Saisonziel des oberösterreichischen Aufsteigers war klar definiert: Die Truppe von Oliver Glasner wollte eine „sorgenfreie Saison spielen ohne wirkliche Abstiegssorgen. Und wie es jetzt aussieht, wird dieses Vorhaben bravourös gelingen. Denn mit 27 Punkten nach 20 Runden befindet man sich auf dem fünften Tabellenplatz und hat auf den weit abgeschlagenen SKN St. Pölten 20 Punkte Vorsprung.
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Transfersommer
Nach dem verdienten Aufstieg in die Bundesliga versuchte man die Erfolgsmannschaft so gut wie möglich zu erhalten. Mit Paulo Otavio wurde wohl der einzige Stammspieler aus der Vorsaison an den FC Ingolstadt abgegeben. Doch mit der Ablösesumme von über eine Millionen Euro können sich die Linzer wohl kaum beschweren. Der schon in der Saison ausgeliehene [spielerprofil spieler=“Nikola Dovedan“] wurde vom SCR Altach auch fix verpflichtet, um ihn gleich wieder weiter zu verkaufen. Weiters ging es für [spielerprofil spieler=“Markus Blutsch“], [spielerprofil spieler=“Fabian Miesenböck“], Lukas Grgic, Kennedy Boateng, Manuel Kerhe und [spielerprofil spieler=“Stefan Hager“] wieder zurück in die zweite Liga.
Die geholten Verstärkungen können sich auch sehen lassen. Mit [spielerprofil spieler=“Gernot Trauner“] holte man einen Defensivexperten vom Bundesliga-Absteiger SV Ried. James Holland darf seine Bundesliga-Routine nun auch wieder in Österreich ausüben. Der Australier kam vom Liaoning FC in China. Wenn wir schon bei Routine sind: der Mad-Dog is back! [spielerprofil spieler=“Emanuel Pogatetz“] wurde ablösefrei von Union Berlin geholt und lehrt den Bundesliga-Stürmern nun wieder das Schrecken. Mit [spielerprofil spieler=“Thomas Goiginger“], Bruno und Joao Victor wurden noch drei Offensiv-Verstärkungen verpflichtet. Der junge Brasilianer Alan, U21-Nationalteam-Torhüter [spielerprofil spieler=“Alexander Schlager“] und die Salzburg-Leihe Mërgim Berisha machen die Zugänge der Linzer komplett.
Liga- und Cup-Performance
Mit einem starken 3:0 gegen die Admira startete der Athletik-Sport-Klub erfolgreich in die Comeback-Saison. Darauf folgte eine überraschendes Unentschieden gegen den Meister Salzburg. In den darauffolgenden vier Spielen gab es zwar nur vier Punkte zu holen, doch in Runde sieben konnte die Linzer den bis dahin ungeschlagenen SK Sturm Graz die erste Niederlage zufügen. Die letzte Runde vor der Winterpause war auch wieder herauszuheben, denn RB Salzburg hat wieder keinen Sieg einfahren können und der LASK mutiert zum Salzburg-Schreck. Im Verlauf der Saison festigten sich der LASK im Tabellenmittelfeld und ist, wie zu Saisonbeginn angepeilt, auf dem perfekten Weg nicht um den Klassenerhalt mitkämpfen zu müssen.
Das Cup-Abenteuer hat dieses Jahr nicht viele Früchte getragen. Die erste Runde wurde noch knapp mit 0:1 gegen den Regionalligisten FC Kitzbühel gewonnen. Gegen den SV Grödig musste man sogar in das Elfmeterschießen um sich dort mit 7:9 durchzusetzen. Im Achtelfinale stand dann das „Oberösterreich-Derby“ an. Der Absteiger gegen den Aufsteiger oder einfach die SV Ried gegen den LASK. Doch genau in diesem prestigeträchtigen Spiel gab es sprichwörtlich eine „Watschn“ für die Hauptstädter. Mit einem saftigen 4:1 wurde der LASK aus der „Keine Sorgen Arena“ geschossen. Ried-Torjäger Seifedin Chabbi und LASK-Leihgabe Kennedy Boateng erzielten die Tore für den Zweitligisten.

Das „neue“ Stadion
Oliver Glasner tut den Linzern gut. Der gebürtige Salzburger brachte die Linzer wieder in die erste Spielklasse und ist noch lange nicht fertig. „Wir sind auf einem sehr guten Weg, aber noch lange nicht am Ende unserer Ziele. Der erste Schritt war es, den LASK wieder in die Bundesliga zu führen. Nun wollen wir den Verein in der Liga festigen und mit neuem Stadion in den nächsten Jahren auch in Richtung Europacup-Plätze denken“, sagte Glasner, dessen Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängert wurde. Wenn der Vertrag erfüllt wird, wird Glasner die Linzer auch im neuen Stadion coachen. Die Suche nach einem neuen Standort ist schon im Gange. Das wird nicht nur die Spieler und den Trainer freuen, sondern auch die Fans, die in der derzeitigen TGW-Arena in Pasching schon für super Stimmung und ausverkaufte Ränge sorgen. Wie schnell sich der Traum eines neuen Stadions verwirklicht, ist aber dennoch nicht abzusehen. Idealerweise sollen die Bauten in 2022 fertig sein, denn dort läuft der Mietvertrag für das „Waldstadion“ aus.
Kadersituation und Baustellen
Die Transferstrategie von Oliver Glasner ging wirklich gut auf. Die Neuzugänge waren wirklich eine Verstärkung für die Mannschaft und passen sehr gut in das System der Linzer. Die flexible Innenverteidigung und die starken Außenverteidiger bilden eine solide Defensive, die in manchen Spielen noch fehlerhaft agiert, aber das ist vielleicht auch auf die fehlende Spielpraxis mancher Spieler in der ersten Liga zurückzuführen. Wem in der LASK-Defensive es aber sicher nicht an Spielpraxis mangelt, ist [spielerprofil spieler=“Pavao Pervan“]. Der LASK-Kapitän gehört schon seit 2010 zur Mannschaft und hat sich mit den Leistungen, sogar ins Nationalteam gespielt.
Wo es den LASK in der Saison am meisten mangelt, ist wohl die Chancenverwertung. [spielerprofil spieler=“Rene Gartler“], der in der letzten Saison nach Belieben traf, kommt heuer spärlich in Fahrt und liegt derzeit nur bei drei Toren. Auch die RB-Leihgabe Berisha liegt derzeit nur bei drei Toren, kann aber fünf Assists verzeichnen. Der Topscorer der Linzer ist, wohl ein wenig überraschend, [spielerprofil spieler=“Peter Michorl“]. Der 22-jährige defensive Mittelfeldspieler war schon in der letzten Saison Bestandteil der Mannschaft, aber in der Bundesliga geht der Wiener richtig ab. Mit neun Toren und vier Assists in Liga und Cup ist er der Topscorer der Linzer. Wenn er diesen Lauf in der Rückrunde beibehaltet, wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis die ersten Vereine Interesse an Michorl bekunden. Aber auch der U21-Nationalteamspieler [spielerprofil spieler=“Maximilian Ullmann“] zeigte im Herbst auf der linken Außenbahn richtig solide Leistungen und wurde, mit Peter Michorl in das Sky-Team der Hinrunde gewählt.
https://www.facebook.com/LASKOfficial/photos/a.192927716859.139600.132557901859/10155020818861860/?type=3&theater
Fazit
Der LASK befindet sich auf dem besten Weg sich in der Liga zu festigen. Die Hinrunde endete mit dem fünften Tabellenplatz. Das Cup-Abenteuer endete sehr bitte mit der Abfertigung in Ried. Doch der LASK kann trotzdem in eine breite Zukunft blicken. Viele Spieler im Kader sind 24 oder jünger und mit Oliver Glasner haben sie einen Trainer, der eine klare Spielidee und Spielphilosophie verfolgt. Die einzige große Baustelle, die der LASK in der nächsten Zeit zu bewältigen haben wird, ist der Stadionbau und dessen Finanzierung. Ansonsten kann einer langfristigen Bundesliga-Präsenz des Hauptstadt-Klubs nichts mehr im Wege stehen.
Dieser Teil des Rückblickes wurde von Lukas Lorber geschrieben!
[nextpage title=“6. Platz – FK Austria Wien“]
Viel hat man sich bei der Wiener Austria vor dieser Saison vorgenommen. Platz eins sollte in Angriff genommen werden. Nach 20 gespielten Runden ist man von diesem Ziel allerdings ganze 18 Punkte entfernt. Statt um den Titel mitzuspielen, überwintert der Verein aus Wien-Favoriten auf Tabellenplatz sechs und muss im Frühjahr um die Europa League-Plätze kämpfen. Im ÖFB-Cup ist man bereits in der dritten Runde gegen den Erzrivalen SK Rapid Wien ausgeschieden. International konnte man in die Gruppenphase der Europa League einziehen.
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Im Sommer ist es beim FAK zu einem Umbruch gekommen. Acht Spieler sind verkauft worden, unter anderem der Torschützenkönig der Vorsaison Larry Kayode. Auch andere Leistungsträger, wie Jens Stryger Larsen, Petar Filipovic oder Sturmtalent [spielerprofil spieler=“Marko Kvasina „]haben den Verein verlassen. Verstärkt haben sich die Veilchen mit zehn neuen Spielern. Für den Angriff hat man [spielerprofil spieler=“Kevin Friesenbichler“] nach einer Leihe fix verpflichtet, [spielerprofil spieler=“Christoph Monschein“] kommt von Admira Wacker Mödling. Die Abwehr soll von den Routiniers Heiko Westermann und Rückkehrer [spielerprofil spieler=“Florian Klein“] verstärkt werden.
Schlechter Start, gute Aufholjagd und der Absturz
Der Saisonauftakt in der Liga verläuft für das Team von Thorsten Fink denkbar schlecht. Am ersten Spieltag geht man in Altach mit 0:3 als Verlierer vom Platz. In der Woche darauf unterliegt man vor heimischen Publikum den SK Sturm Graz mit 2:3. Ausgerechnet am dritten Spieltag gibt es den ersten Punkt. Das Derby gegen Erzrivalen SK Rapid Wien endet nach einem 0:2 Rückstand noch mit 2:2.
Nach drei sieglosen Spielen kann man am vierten Spieltag den ersten Sieg feiern. Das Heimspiel gegen Aufsteiger LASK können die Violetten mit 2:0 für sich entscheiden. Auch die nächsten zwei Spiele kann man gewinnen. In den Auswärtsspielen gegen den SV Mattersburg und die Admira setzt sich der FAK jeweils mit 3:1 durch. In der Tabelle klettern die Wiener von Platz neun auf den dritten Rang. Gegen den Wolfsberger AC verliert man zum ersten Mal seit dem Wiener Derby wieder Punkte. Einen Rückstand kann das Team aus Favoriten in eine 2:1-Führung umwandeln, kassiert allerdings in der 92. Minuten noch den Ausgleich.
Nach einem 5:1 Heimsieg gegen Tabellenschlusslicht St. Pölten und ein 0:0 gegen Meister Red Bull Salzburg beendet man das erste Saisonviertel auf dem dritten Platz. Zum Auftakt des zweiten Viertels revanchieren sich die Veilchen gegen Altach für die Niederlage im Auftaktspiel. Das Heimspiel gegen die Vorarlberger kann mit 2:0 gewonnen werden. Bis zum 20. Spieltag ist es der letzte Sieg der Wiener Austria. In der zweiten Hälfte der Herbsaison gehen ganze sieben Spiele verloren. Auch gegen den bis dahin sieglosen Tabellenletzten St. Pölten gibt es eine Niederlage.

Die Fans der Violetten müssen ganze neun Spiele auf einen Sieg ihres Teams warten. Am letzten Spieltag vor der Winterpause siegen die Wiener gegen Tabellenführer Sturm Graz mit 1:0. In der Tabelle überwintert der FAK auf dem sechsten Platz. Auf den Führenden Sturm Graz hat man bereits 18 Punkte Rückstand. Auf den vierten Platz, der zur Teilnahme für die Europa League-Qualifikation berechtigt, fehlen fünf Punkte. Das erste Spiel nach der Winterpause bestreitet die Wiener Austria auswärts gegen Rapid.
Kurzer Auftritt im ÖFB-Cup
Im ÖFB-Cup gibt es für die Veilchen ebenfalls wenig zu feiern. In der ersten Runde tut man sich gegen Regionalligist ASK Ebreichsdorf lange schwer. Nach torlosen 120 Minuten fällt die Entscheidung erst im Elfmeterschießen, das die Gäste aus Wien mit 4:3 für sich entscheiden. Es folgt ein 3:0 Auswärtssieg gegen Union Vöcklamarkt. In der dritten Runde ist allerdings Schluss. Im Heimspiel gegen den SK Rapid Wien unterliegt der Rekordpokalsieger dem Rekordmeister mit 1:2.
Internationaler Herbst
Mehr oder weniger erfolgreich gestaltet sich die Qualifikation für die Europa League-Gruppenphase. Nach einem 2:1 auf Zypern gegen AEL Limassol und einem 0:0 in Wien zieht der FAK in die nächste Runde ein. Mit einem 2:1-Sieg in Kroatien und einer 0:1-Heimniederlage gegen NK Osijek zittern sich die Veilchen in die Gruppenphase der UEFA Europa League.
Zum Aufakt in der Gruppe D erlebt der FAK ein Debakel. Vor heimischem Publikum verliert man gegen den AC Milan mit 1:5. Den ersten Punkt kann man am zweiten Spieltag holen. Gegen AEK Athen kann man einen Rückstand drehen und führt bis kurz vor Schluss mit 2:1. In der 90. Minute fällt allerdings der Ausgleich. Statt mit drei kommen die Wiener nur mit einem Punkt zurück aus Griechenland. Das Heimspiel gegen HNK Rijeka am dritten Spieltag geht mit 1:3 verloren. Die Revanche für diese Niederlage gelingt den Veilchen im Rückspiel. In Rijeka gelingt der einzige Sieg in der Gruppenphase. Das Spiel in Kroatien kann mit 4:1 gewonnen werden.
Ernüchterung folgt beim Auswärtsspiel in Mailand. Obwohl die Wiener mit 1:0 führen kommt man gegen Milan wieder mit 1:5 unter die Räder. Trotz der mäßigen Punkteausbeute hat man am letzten Spieltag noch die Chance auf den Aufstieg in die Zwischenrunde. Dazu muss im Heimspiel gegen AEK Athen ein Sieg her. Das Spiel endet allerdings mit 0:0, auch weil sich die Veilchen zu wenig gute Chancen erspielt haben. Neben dem AC Milan steigt AEK Athen in die Zwischenrunde auf.
Zusammenfassung
Die Hinrunde hat sich die Mannschaft aus Wien-Favoriten bestimmt anders vorgestellt. Für die Veilchen ist es die schlechteste Hinrunde seit 2014. Statt um den Titel mitzuspielen, muss man im Frühjahr versuchen noch die internationalen Plätze zu erreichen. Viele Verletzungen machten es Trainer Thorsten Fink schwer, eine richtige Stammformation zu formen. 30 eingesetzte Spieler bedeuten Ligahöchstwert. Auf Thorsten Fink, der zwischenzeitlich als ÖFB Teamchef gehandelt wurde, wartet viel Arbeit. In der Vorwärtsbewegung ist das Spiel des FAK oft zu langsam und zu ausrechenbar.
Auch die Chancenverwertung ist mehr als verbesserungswürdig. Nur 16,9% der Torschüsse führten auch zum Erfolg. Acht verschiedene Torschützen bedeuten den zweitschlechtesten Wert der Liga. Nur vier Spieler konnten mehr als ein Tor erzielen. Mit 29 Gegentoren hat man genauso viele erhalten, wie letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt.
Thorsten Fink übte Kritik, dass für die Abgänge im Sommer kein richtiger Ersatz geholt wurde. Im Verein sorgte er damit für Unruhe. Gleichzeitig wünscht er sich einen Spieler für die linke Abwehrseite und auch das defensive Mittelfeld soll verstärkt werden. Den Transfer von Flügelspieler [spielerprofil spieler=“Maximilian Sax“] von der Admira haben die Violetten bereits im Sack, der 25-Jährige wird das Team von Thorsten Fink allerdings erst im Sommer verstärken. [spielerprofil spieler=“Raphael Holzhauser“] hingegen wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und den Verein verlassen. Unklar ist nur noch der Zeitpunkt des Wechsels.
Dieser Teil des Rückblickes wurde von Fabian Schinagl geschrieben!
[nextpage title=“7. Platz – SCR Altach“]
Für den einzigen Vorarlberger Verein in der österreichischen Bundesliga, den SCR Altach, begann die Saison 2017/18 wegen der Europa League früher als für jeden anderen Club der Liga. In der Liga steht das Team im Mittelfeld, genauer gesagt auf Platz sieben, und wir wollen analysieren, wie das gute Abscheiden im Europacup, aber auch die Platzierung im nationalen Bewerb zustande kamen.
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Knappes Scheitern in der Europa League
Nach einem turbulenten Frühjahr und der knappen Qualifikation – Altach erreichte nur aufgrund des Doubles von Red Bull Salzburg die internationalen Bewerbe – für die Europa League, ging die Saison für das Team aus dem Ländle bereits am 29. Juni los, als es in der ersten Qualifikationsrunde auswärts in Georgien bei Chikhura Sachkhere antreten musste. Nach dem Weiterkommen folgten weitere sensationelle Siege gegen Dynamo Brest und KAA Gent, wonach die Altacher erst im Play-Off an Maccabi Tel-Aviv scheiterten. Besonders in Erinnerung blieben hier allen österreichischen Fußball-Begeisterten sicher der Auswärtssieg in Brest mit dem sensationellen Traumtor von Moumi Ngamaleu (0:3) und der Heimsieg gegen Gent (3:1).
https://www.youtube.com/watch?v=7ykmThr1T2k
Erst in der vierten und letzten Qualifikationsrunde war für den SCR Altach schluss – Nach einer unglücklichen 0:1-Heimniederlage im Innsbrucker Tivoli und trotz zwei Auswärtstoren von [spielerprofil spieler=“Hannes Aigner“] und [spielerprofil spieler=“Philipp Netzer“] schieden die Vorarlberger aus.
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Alles in allem kann die Qualifikation als durchaus erfolgreich erachtet werden. Aus Vereinskreisen war immer wieder das Erreichen der 3. Qualifikationsrunde als Zielsetzung zu hören und spätestens KAA Gent als Vorjahres-Teilnehmer wurde als fast unbezwingbare Hürde angesehen, was sich auch in den Zuschauerzahlen widerspiegelte. Bei den Spielen in Altach gegen vermeintlich „einfachere“ Gegner war das heimische Schnabelholz auf wenige 100 Plätze fast komplett gefüllt, während zum Spiel gegen den „Brocken“ aus Gent weniger Zuschauer kamen, als gegen Tel-Aviv (3.852 und 5.269). Für den Verein wird es nun enorm wichtig sein, das Stadion schnell weiter auszubauen. Mit der ersten Bauphase, welche im April 2018 fertig gestellt werden soll, wäre immerhin schonmal das Spielen der kompletten Europa League-Qualifikation in Altach möglich. Bis 2023 soll die Arena dann ein vollwertiges Stadion der UEFA-Kategorie 4 werden.
https://www.facebook.com/scraltach/videos/1527958830633271/
Enttäuschende Bundesliga-Platzierung
Für diese Saison wurde wieder der internationale Bewerb als Ziel ausgesprochen, woran aber noch hart gearbeitet werden muss. Aktuell stehen die Vorarlberger auf Platz sieben der Bundesliga. Die Plätze vier, was ein fixer Europacup-Startplatz wäre, und fünf – bei Liga- und Cup-Sieg des gleichen Vereins ebenfalls ein Qualfikationsplatz für die Europa League – sind mit aktuell sechs bzw. zwei Punkten Abstand aber in Reichweite.

Von der aktuell eher enttäuschenden Platzierung in der Tabelle sollte das aber auf gar keinen Fall ablenken. Gleich im ersten Spiel der Saison setzte das Team mit einem 3:0-Heimsieg über die Wiener Austria zwar das Zeichen, nicht unterschätzt werden zu wollen, aber auch aufgrund der Doppelbelastung ging es dann immer weiter bergab und es setzte einige unnötige Punktverluste (z.B.: Tor zum 0:1 von Salzburg in 94. Minute, Gegentreffer zum 2:2 in 91. Minute gegen Rapid, trotz Überlegenheit nur 0:0 bei Sturm). Vom Beginn der Saison bis zum Ausscheiden in der Europa League mussten die Altacher in 8 Wochen ganze 17 Spiele bestreiten (pro Woche im Durchschnitt mehr als zwei Spiele), wobei noch diverse Reisestrapazen beachtet werden müssen. Für eine bessere Bundesliga-Platzierung müssen auf jeden Fall bessere Leistungen erbracht werden, was aber durchaus möglich sein kann. Zudem kann auch hier das Ausscheiden im Cup weiterhelfen (3. Runde gegen Sturm Graz; 0:4), was wieder weniger Spieltermine für den Verein bedeutet. Zutrauen kann man dem SCR Altach eine Platzierung in den Top fünf in jedem Fall.
Turbulente Sommer-Transferphase
Das Europacup-Scheitern zieht sich auch weiter hindurch bis zu den Transfers, welche vom Verein im Sommer getätigt wurden bzw. getätigt werden mussten. Ein Beispiel hierfür ist Shooting-Star Nicolas Moumi Ngamaleu, welcher nur zwei Tage nach dem Ausscheiden in Tel-Aviv zu den Young Boys nach Bern wechselte. Weitere Leistungsträger, wie [spielerprofil spieler=“Lukas Jäger“] (1. FC Nürnberg), [spielerprofil spieler=“Martin Harrer“] (Wacker Innsbruck), [spielerprofil spieler=“Nikola Dovedan“] (1. FC Heidenheim), [spielerprofil spieler=“Nikola Zivotic“] (Leihe; Wiener Neustadt) und Lucas Galvao (Rapid Wien) gingen abhanden.
Händchen zeigte die sportliche Leitung aber bei den Neuzugängen. Spieler wie [spielerprofil spieler=“Stefan Nutz“], [spielerprofil spieler=“Christian Gebauer“], Bernard Tekpetey, [spielerprofil spieler=“Mathias Honsak“] oder [spielerprofil spieler=“Kristijan Dobras“] werden mittlerweile in fast jedem Match eingesetzt und bereichern das Spiel der Altacher um einige Klassen. Ein Fragezeichen schwebt noch über der Spielberechtigung von Samuel Oum Gouet, welche von der UEFA und der Bundesliga, nach dem Wechsel, welcher bereits im August erfolgte, immer noch nicht erteilt wurde. Sollte diese nun folgen, könnte der junge kamerunische Nationalspieler, welcher auch in Testspielen gegen den FC Götzis oder den FC Vaduz gute Leistungen zeigte, eine längerfristige Option für die Vorarlberger werden.
Auch im Trainerteam des SCR Altach gab es einen Wechsel. Neben der Neuverpflichtung des Cheftrainers Klaus Schmidt wechselt Co-Trainer Thomas Hickersberger, welcher auch erst im Sommer zum Verein kam, zurück nach Wien zu Rapid. Er wird mit 1. Jänner von Wolfgang Luisser ersetzt werden, welcher zuvor als Co-Trainer bei Erzgebirge Aue tätig war.

Dieser Teil des Rückblickes wurde von Maximilian Werner geschrieben!
[nextpage title=“8. Platz – SV Mattersburg“]
Langsam aber sicher hat sich der SV Mattersburg von den Tabellenletzten abgesetzt und steht mit fünf Punkten Vorsprung auf den WAC auf Rang acht der Tabelle. Auch im ÖFB-Cup ist das Team von Gerald Baumgartner noch vertreten und die Chancen auf den Halbfinaleinzug stehen nicht schlecht!
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Zu Beginn der Saison gab der Trainer der Burgenländer in einer APA-Umfrage, welche von jedem Coach beantwortet wurde, folgende Zielsetzung an: „Wir wollen von Anfang an nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und in jedes Spiel mit vollster Motivation reingehen. Da bin ich als Trainer ebenso gefordert, wie jeder einzelne Spieler.“ (Quelle: ORF Sport/APA)
Wir müssen in jedes Spiel mit vollster Motivation reingehen!
Dieses Ziel wurde nach aktuellem Stand auf jeden Fall erreicht. Zu keinem Zeitpunkt der aktuellen Meisterschaftssaison stand der SVM auf dem letzten Tabellenrang – der SKN St. Pölten zeigte einfach zu schlechte Leistungen um irgendeine Gefahr für einen Verein sein zu können. Insgesamt fünf Siege konnten die Mattersburger in dieser Saison schon anschreiben, der WAC (2x), Austria Wien, Altach und der LASK mussten sich geschlagen geben. Besonders tolle Erfolge für alle Fans des SVM waren sicher der 3:1-Sieg bei der Wiener Austria und der sensationelle 5:1-Erfolg im heimischen Pappelstadion in der 20. Runde gegen den WAC!

Im ÖFB-Cup schaut es für das Team sogar noch besser aus: Nach Siegen gegen Saalfelden (6:1), Parndorf (2:1) und Oedt (3:0) steht der SVM im Viertelfinale und trifft dort zuhause auf Zweitligist Hartberg, die Chancen auf den Halbfinaleinzug stehen also sehr gut – Das Spiel findet am 27. Februar in Mattersburg statt.
Wilde Entwicklungen gab es im Kader-Bereich der Burgenländer – ganze zehn Abgänge und acht Zugänge musste die Geschäftsstelle des Clubs vermelden, darunter auch die Abgänge verschiedener Leistungsträger, wie zum Beispiel von [spielerprofil spieler=“Patrick Farkas“] zum FC Red Bull Salzburg oder von [spielerprofil spieler=“Thorsten Röcher“] zu Sturm Graz. In der Winter-Transferphase soll dann noch ein weiterer Zugang vermeldet werden – [spielerprofil spieler=“Andreas Kuen“] vom SK Rapid soll, nach verschiedenen Medienberichten, vor einem Wechsel zu Mattersburg stehen.

Dieser Teil des Rückblickes wurde von Maximilian Werner geschrieben!
[nextpage title=“9. Platz – Wolfsberger AC“]
Der Bundesliga-Verein aus dem Lavanttal, den Wolfsberger AC kann froh sein, dass es St. Pölten noch in der Liga gibt. Mit nur 16 Punkten nach 20 Spielen liegt das Team von Trainer Heimo Pfeifenberger auf dem 9. Tabellenrang. Hinzu kommt noch ein desaströses Ausscheiden im ÖFB-Cup.
[soscharity]
Drei Siege in 20 Spielen. Der WAC steckt in einer misslichen Lage. Schon zu Beginn der Saison wusste man natürlich, dass es auf keinen Fall einfach werden würde. „Klassenerhalt“ war das klar deklarierte Ziel, welches zwar, aufgrund der infernalischen Leistung St. Pöltens, zu schaffen sein wird, aber mit den aktuellen Leistungen auf keinen Fall Freude im Verein auslösen wird.

Zu Beginn der Saison sah aber alles noch nicht so schlecht aus: Neben dem Weiterkommen im ÖFB-Cup bei Mannsdorf konnten die Wolfsberger drei der ersten sechs Spiele gewinnen und verloren nur gegen Salzburg und bei den schweren Auswärtsgegnern Mattersburg und Sturm. Die Negativserie, seit dem 30.11. kein einziges Liga-Auswärtsspiel mehr zu gewinnen (damals in St. Pölten) wollte einfach nicht brechen – zu schlecht waren die Leistungen des Teams in der Fremde. Mittlerweile ist Pfeifenbergers Team seit 14 Spielen sieglosen, auch wenn nicht immer schlecht gespielt wurde. WAC-Fans können sich hierbei wahrscheinlich besonders an die sensationellen 0:0-Unentschieden zuhause gegen Salzburg oder Rapid erinnern, welche vor allem von hohem taktischen Verständnis der Kärntner geprägt waren.
Zuvor schon kurz angeschnitten haben wir den ÖFB-Cup für den WAC, welcher nach zwei Siegen bei den Regionalligisten Mannsdorf (2:1) und Gleisdorf (2:1) ein jähes Ende in Wimpassing fand. Der Burgenlandligist (4. Leistungsstufe) hielt in der dritten Runde stark gegen den Wolfsberger AC stand und gewann schlussendlich durch ein Tor von Adil Kouskous in Minute 73 verdient gegen den Bundesligisten. Sie dürfen sich nun außerdem über ein Spiel bei Sturm Graz freuen.
Eine deutliche Verkleinerung des Kaders musste der WAC ebenfalls hinnehmen. Ganze zehn Spieler verließen den Verein – darunter Leistungsträger wie [spielerprofil spieler=“Joachim Standfest“] (Karriereende), [spielerprofil spieler=“Peter Tschernegg“] (St. Gallen) und [spielerprofil spieler=“Philipp Prosenik“] (Rapid Wien; Leihende) – und nur drei neue unterzeichneten einen Kontrakt bei den Wolfsbergern: [spielerprofil spieler=“Florian Flecker“], [spielerprofil spieler=“Dominik Frieser“] (beide Kapfenberger SV) und [spielerprofil spieler=“Bernd Gschweidl“] (SC Wiener Neustadt). Letzterer drehte auch schon auf und erzielte mit sieben Toren die meisten für seinen Verein.
Dieser Teil des Rückblickes wurde von Maximilian Werner geschrieben!
[nextpage title=“10. Platz – SKN St. Pölten“]
Manchmal ist es nicht einfach, die Situation eines Klubs in der heimischen Bundesliga in nur einem Wort zu beschreiben. Beim SKN St. Pölten erübrigt sich dies jedoch, denn beim Klub aus Niederösterreich kann die Herbstrunde der Meisterschaftssaison 2017/2018 dezent als infernalisch – und das ist noch nett ausgedrückt – bezeichnet werden. Lediglich sieben Punkte stehen nach 20 Spielen auf der Habenseite des Lederer-Klubs – damit ist der Verein stockletzter der österreichischen Bundesliga.
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Ob die turbulente Sommertransferphase des SKN St. Pölten vielleicht schon ein Vorbote auf die diesjährige Meisterschaft gewesen ist? Ganze 13 Spieler mussten im vergangenen Sommer ihre Koffer packen und sich einen neuen Verein suchen, darunter waren Spieler wie Cheikhou Dieng, der zwar nur leihweise nach Niederösterreich zurückkehrte, dort aber wieder eine tragende Rolle spielte. Ebenso wenig plante man mit altgedienten Bundesligaprofis wie [spielerprofil spieler=“Christopher Drazan“] und [spielerprofil spieler=“Ümit Korkmaz“].
Dafür jedoch schlugen insgesamt 17 Neuzugänge in St. Pölten auf, vom nordkoreanischen Stürmer von Lausanne-Sport, der bislang ganze 135 Einsatzminuten in fünf Spielen sammeln durfte, bis hin zu Rückholaktionen von Legionären wie [spielerprofil spieler=“Dominik Hofbauer“] und [spielerprofil spieler=“Martin Rasner“]. Zudem verstärkte man sich mit Leihspielern des 1. FSV Mainz 05 und der SpVgg Greuther Fürth. Ein bunt zusammengewürfelter Einkaufskorb quasi.
Dass der Start in die Saison praktisch mit einer rundum erneurten Mannschaft kein Zuckerschlecken werden würde, das wusste man in St. Pölten wohl schon früh richtig einzuschätzen. Dennoch gab die Eröffnungspartie in die Spielzeit 2017/2018, damals noch unter Coach Jochen Fallmann Grund zur Hoffnung, verlor das Team in Graz doch nur knapp mit 2:3, führte nach zwölf Minuten sogar mit 2:0. Gegen den SK Rapid Wien zog man eine Runde später bereits mit 1:4 den Kürzeren und musste sich wenig später auch dem Aufsteiger aus Linz mit 0:2 geschlagen geben. Erst in der vierten Runde reichte es zum ersten Punkt, ein torloses Heimremis gegen den SV Mattersburg wusste jedoch nur die wenigsten Zuschauer zu verzücken.
Bis zum siebten Spieltag folgten drei weitere Niederlagen, ehe Coach Jochen Fallmann den Hut nehmen musste und durch Oliver Lederer ersetzt wurde. Dieser durfte in seinem ersten Spiel mit einer völlig von der Rolle spielenden Mannschaft gleich gegen die Austria aus Wien ran, verlor sein Debüt debakulös mit 1:5. Die neunte Runde sollte endlich einen weiteren Punkt einbringen, gegen Lederers Ex-Team aus Mödling errangen Hofbauer und Co. ein 1:1 – Punktekonto somit verdoppelt. Auf den nächsten Punkt sollte das Team einen weiteren Monat warten müssen, wiederholt knöpfte man dem SV Mattersburg in Runde 13 ein Pünktchen ab und schaffte drei Wochen später gegen den WAC immerhin Punkt Nummer vier.
Den 28.11.2017 werden sich hartgesottene SKN-Fans in der diesjährigen Meisterschaft wohl dick anstreichen – man könnte gar meinen, es handelte sich um ein – deutlich – verfrühtes Weihnachtsgeschenk, denn tatsächlich gelang an diesem Tag der erste volle Erfolg für die Lederer-Jungs. War das Trainerdebüt gegen die Austria noch mit einer 1:5-Klatsche geendet, so besiegte der SKN die Fink-Kicker in der heimischen Arena mit 1:0 – [spielerprofil spieler=“Daniel Hofbauer“] brachte das Leder per Elfmeter im gegnerischen Gehäuse unter. Wer nun dachte, dass dies womöglich der Startschuss für eine fulminante Aufholjagd der Niederösterreicher gewesen ist, der irrte jedoch kolossal. Aus den verbleibenden drei Spielen vor der Winterpause nahm das Team keinen einzigen Punkt mit, konnte von der entfachten Hoffnung nicht mal einen Funken mitnehmen.
So stehen nach 20 Spieltagen wie eingangs erwähnt lediglich sieben Punkte zu Buche – ein Sieg, vier Unentschieden und 15 Niederlagen, das alles bei einer Tordifferenz von 13:45. Aus trockener statistischer Sicht wie auch aus dem praktischen Blickwinkel gibt es diesbezüglich leider nichts zu beschönigen.

Augescheinlich war in der ersten Saisonhälfte neben der frappanten Abwehrleistung – lediglich zweimal kassierte der SKN keinen Gegentreffer – auch das Auftreten der Offensivabteilung der Niederösterreicher. Toptorjäger des SKN ist Neuverpflichtung Roope Riski, der im Sommer vom SJK Seinäjoki verpflichtet wurde und nach 20 Runden bei vier Treffern hält. Angesichts der erzielten Tore eigentlich gar kein schlechter Wert. Von den weiteren Stürmern wurde kein einziger Treffer erzielt, lediglich [spielerprofil spieler=“Daniel Schütz“] und [spielerprofil spieler=“Lukas Thürauer“] erzielten mehr als einen Treffer, Defensivakteur [spielerprofil spieler=“Manuel Martic“] ist jener Spieler, der mit drei Assists aktuell an der teaminternen Spitze liegt.
Eines jedoch sei hier erwähnt – der SKN ist ein Verein, der seine finanziellen Grenzen kennt und diese auch nicht gewillt ist zu überschreiten. Dass mit den vorhandenen Mitteln jedoch kein bessere, homogenerer Kader zusammengestellt wurde, das überrascht und lässt Frage aufkommen.
„Taktische Analyse“
Unter Jochen Fallmann varrierte die taktische Aufstellung je nach Gegner noch etwas – von einem 4-2-3-1-System bis hin zu einem defensiven 4-4-2-System wurden diverse Varianten versucht, allein es scheiterte an der erfolgreichen Umsetzung. Mit der Übernahme von Oliver Lederer änderte sich auch das Spielsystem des SKN, ab sofort agierte man zumeist in einem 4-1-4-1-System, das wenig flexibel war und auch selten zum gewünschten Erfolg führte.
Interessant war als Zuseher die Tatsache, dass weder Jochen Fallmann, der den SKN in der Vorsaison noch ansehnlichen Fußball spielen ließ, noch der bei Admira so hochgepriesene Lederer dem Team eine Sicherheit vermitteln konnte. Vielmehr häufte sich die Anzahl von Slapstick- oder zumindest leicht verhinderbaren – Gegentreffern, durch die das Team bereits zahlreiche Punkte liegen ließ – zuletzt durfte zum Beispiel der SK Sturm dreimal in einfacher Weise das Gegentorkonto der St. Pöltener erhöhen.
Fazit: Die Meisterschaft aber auch der vorletzte Platz dürften für den SKN St. Pölten in der laufenden Spielzeit wohl nicht in Reichweite sein. Zu fehleranfällig und wenig berauschend waren dazu die Auftritte im Herbst, als dass die Hoffnung auf das Erreichen des neunten Platzes noch als realistisches Ziel einzustufen ist. Natürlich – hier darf wieder mal ein häufig genanntes Sprichwort Anwendung finden – aufgegeben wird ein Brief, doch nüchtern betrachtet wird der SKN St. Pölten am Ende der Spielzeit den Relegationsplatz erreichen und gegen den dritten der Ersten Liga um den letzten Platz in der neu reformierten Bundesliga der Saison 2018/2019 ringen.
Dieser Teil des Rückblickes wurde von Christian Semmelrock geschrieben!
