Drei Joker-Tore in Serie: Adewumi drängt in Herthas Startelf
Der österreichische Legionär Oluwaseun Adewumi hat seinen ausgezeichneten Saisonstart bei Hertha BSC auch am gestrigen Sonntag fortgesetzt. Der österreichische U21-Nationalspieler erzielte beim 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Magdeburg den entscheidenden Treffer und traf damit in drei Ligaspielen in Folge als Joker.
Hertha-Trainer Stefan Leitl brachte Adewumi gegen Magdeburg zur Pause für Soufian Gouram – und musste nicht lange auf den Treffer seines Jokers warten. Bereits kurz nach Wiederbeginn spielte Jón Dagur Thorsteinsson den Ball von rechts flach durch den Strafraum. An der zweiten Stange hatte sich Adewumi gut positioniert und schob zur 2:1- Führung ein.
Danach sollte kein weiterer Treffer mehr fallen. Hertha gewann auch das vierte Ligaspiel der Saison und übernahm mit der perfekten Ausbeute von zwölf Punkten die Tabellenführung. Adewumi entwickelte sich dabei einmal mehr zum entscheidenden Joker.
Drei Tore in den letzten drei Ligaspielen
Der 21-Jährige kam an allen vier Spieltagen von der Bank. Beim 1:0-Auftaktsieg in Bochum blieb er in seinem kurzen Einsatz noch ohne Tor, danach traf er in jeder Partie.
Beim 4:1 gegen den 1. FC Heidenheim wurde Adewumi in der 64. Minute eingewechselt und vollendete in der Schlussphase einen schnellen Gegenstoß zum Endstand. Hertha konterte nach einer Heidenheimer Ecke in Überzahl, Adewumi bekam im Strafraum den Ball und verwertete die Gelegenheit.
Auch beim spektakulären 5:3-Auswärtssieg in Braunschweig schlug der Österreicher spät zu. Luca Schuler brachte den Ball vom rechten Halbraum an den langen Pfosten, wo Adewumi eingelaufen war und zum zwischenzeitlichen 5:2 traf. Gegen Magdeburg benötigte er nun nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung für seinen nächsten Treffer. Für ein Liga-Tor benötigte Adewumi damit im Schnitt nur 33 Minuten in dieser Saison.
Adewumi liefert Argumente für die Startelf
Drei Tore bei vier Einwechslungen sind ein starkes Bewerbungsschreiben. Adewumi muss sich seit seinem Wechsel nach Berlin zunächst mit der Jokerrolle begnügen, liefert Trainer Leitl derzeit aber regelmäßig sehr gute Argumente für mehr Spielzeit.
Dabei ist der Offensivspieler trotz seiner bereits abwechslungsreichen Karriere erst 21 Jahre alt. Nach seinem Durchbruch beim Floridsdorfer AC wechselte er 2024 zum FC Burnley. Die Engländer verliehen ihn zunächst zum Dundee FC, für den er in Schottland auf 32 Pflichtspiele, fünf Tore und fünf Assists kam. In der vergangenen Saison folgte eine Leihe zu Cercle Brügge, wo er in 33 Partien sechsmal traf.
Seit Ende Juli spielt Adewumi leihweise für Hertha BSC Berlin. Nach drei Treffern in drei aufeinanderfolgenden Ligapartien dürfte sich die Frage nach seinem ersten Startelfeinsatz jedenfalls zunehmend stellen.
