Trotz Abstieg: ÖFB-Legionär bekennt sich zum FC St. Pauli
Nach zwei Jahren in der Deutschen Bundesliga musste der FC St. Pauli am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison den Abstieg in die zweithöchste Spielklasse des Landes hinnehmen. Gegen den direkten Rivalen VfL Wolfsburg kassierten die Hamburger eine 1:3-Heimniederlage und verpassten damit den Sprung auf den Relegationsplatz. Nicht mit von der Partie war ÖFB-Legionär David Nemeth, der aufgrund einer Magen-Darm-Viruserkrankung ausfiel und sein Debüt in dieser Bundesligasaison verpasste.
Der 25-jährige Innenverteidiger fehlte seinem Klub quasi die gesamte Saison aufgrund einer Operation an den Adduktoren. Lediglich in der Auftaktrunde des DFB-Pokals gegen Eintracht Norderstedt stand Nemeth 120 Minuten auf dem Platz und spielte als linker Halbraumverteidiger in einer Dreier- respektive Fünferkette. Im anschließenden Elfmeterschießen verwandelte der er den entscheidenden Elfmeter und schoss sein Team in die nächste Runde. Zuletzt feierte Nemeth, der in der Saison 2024/25 noch 24 Bundesligaspiele für St. Pauli bestritt, sein Comeback für die Zweitvertretung der Hamburger in der Regionalliga.
„Auf eine erfolgreiche nächste Saison“
In der kommenden Saison können die Fans aber wieder auf die Dienste des Österreichers im Trikot der ersten Mannschaft zählen. Wie der 25-Jährige via „Instagram“ mitteilte, bleibt er dem Klub trotz des Abstiegs treu. „Auch wenn es nicht einfach war, vielen Dank an alle für den Support dieses Jahr. Auf eine erfolgreiche nächste Saison“, schrieb der Abwehrspieler. Für ihn geht es in der kommenden Spielzeit vor allem darum, wieder regelmäßig Spielpraxis zu sammeln und sich zurück in die Startformation zu spielen. Die Bühne der 2. Bundesliga dürfte ihm dabei entgegenkommen.
Dort dürfte der FC St. Pauli wohl den Wiederaufstieg anstreben – möglicherweise auch mit Abstiegstrainer Alexander Blessin, der eine Zukunft am Millerntor-Stadion haben könnte und als Fan von Nemeth gilt. Mit Jackson Irvine wird auch der Kapitän der „Kiezkicker“ den Gang in die zweite Liga antreten.
Insgesamt dürften wohl einige Stammspieler dem Klub die Treue halten, lediglich Stammkeeper Nikola Vasilj hat bisher offiziell bestätigt, dass er den Klub im Sommer verlassen wird. Mit Jannik Robatsch und Simon Spari stehen neben Nemeth noch zwei weitere Österreicher beim FC St. Pauli unter Vertrag. Wie es mit ihnen im Sommer weitergeht – Robatsch fiel zuletzt aufgrund einer Muskelverletzung aus – steht noch nicht fest.
