Wechselt ÖFB-Keeper Florian Wiegele nach Griechenland?
Verlässt Österreichs Neo-Teamkeeper Florian Wiegele noch vor der Weltmeisterschaft 2026 seinen aktuellen Klub Viktoria Pilsen? Laut einem Bericht der „NÖN“ befinden sich der tschechische Erstligist und Panathinaikos Athen derzeit in Verhandlungen. Ob es noch vor Beginn der WM zu einem Wechsel kommt, ist allerdings offen.
Wiegele machte in der vergangenen Saison mit starken Leistungen in der tschechischen Chance Liga auf sich aufmerksam. Der 25-Jährige kam für Viktoria Pilsen in 16 Pflichtspielen zum Einsatz und blieb dabei siebenmal ohne Gegentor. Besonders in der Meisterrunde, die Pilsen auf Rang drei abschloss, überzeugte der ÖFB-Teamspieler: In drei von vier Partien hielt er die Null.
Setzte sich im November 2025 in Pilsen durch
Auch international sammelte der 2,05 Meter große Torhüter Erfahrung und absolvierte sechs Einsätze in der UEFA Europa League. Im März debütierte Wiegele zudem im Länderspiel gegen Ghana für das ÖFB-Team und wurde mittlerweile für den WM-Kader nominiert.
Erst 2024 war Wiegele vom DSV Leoben nach Tschechien gewechselt. Bis zur Winterpause kam er bei den Pilsenern allerdings lediglich viermal in der drittklassigen Reservemannschaft zum Einsatz. Im Jänner 2025 kehrte er daraufhin nach Österreich zurück und schloss sich leihweise dem GAK an. Für die Grazer absolvierte er während seiner Leihe 15 Bundesliga-Partien. Nach seiner Rückkehr nach Pilsen setzte sich Wiegele ab November 2025 schließlich als Stammtorhüter durch. Seinen Vertrag beim tschechischen Topklub verlängerte er erst im April vorzeitig bis 2029. Entsprechend dürfte Panathinaikos für einen Transfer wohl eine Ablösesumme deutlich über seinem aktuellen Marktwert bezahlen müssen.
„Völlig anderes Profil“
ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick attestierte Wiegele jüngst ein „spannendes Profil“ und lobte den 25-Jährigen, der sich im teaminternen Duell um einen Platz im WM-Kader gegen Genks Tobias Lawal durchsetzte. „Er hat ein völlig anderes Profil als die anderen Goalies – mit seiner Körpergröße und seiner hervorragenden Technik am Ball. Die Feldspieler konnten bei der Hösche kaum glauben, dass er ein Tormann ist“, erklärte Rangnick seine Nominierung.
Diese Qualitäten dürften inzwischen auch anderen Klubs in Europa aufgefallen sein – allen voran Panathinaikos Athen. Der Traditionsverein aus der griechischen Hauptstadt beendete die vergangene Saison in der Super League auf Rang vier und nimmt damit an der Qualifikation zur Conference League teil.
Mit dem Franzosen Alban Lafont verliert Panathinaikos im kommenden Juni seinen Stammtorhüter ablösefrei. Wiegele gilt daher als möglicher Nachfolger des 27-Jährigen. Zudem beginnt beim Klub mit Anfang Juli eine neue Ära auf der Trainerbank: Der Däne Jacob Neestrup übernimmt von Ex-Real-Coach Rafael Benitez, der den Verein nach nur 210 Tagen wieder verlassen wird.
