Frühjahr 2018: Transfers und Vorschau der österreichischen Bundesliga-Klubs
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Eine Woche später als sonst geht das Transferfenster zu Ende. In der österreichischen Bundesliga hatten die Klubs bis zum 6. Februar 2018 Zeit sich für die Rückrunde zu verstärken. Das haben einige Vereine mehr, die anderen eher weniger getan. In diesem Artikel zeigen wir euch, welche Vereine sich mit wem verstärkt haben, von wem sie sich getrennt haben und was von ihnen in der Frühjahrsrunde zu erwarten ist.
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Der Weg zum Titel wird auch heuer nur über den FC Red Bull Salzburg führen. Doch Winterkönig SK Sturm Graz wird alles geben, um den Kampf um die Meisterschaft so lange wie möglich offen zu halten. Ebenso spannend dürfte das Gerangel um die Europa-League-Plätze werden. Dort haben der SK Rapid Wien und die Admira derzeit die besten Karten. Austria Wien liegt aber nicht weit dahinter und will seinen Ansprüchen mit einem Europacup-Platz im Frühjahr gerecht werden. Der LASK und der SCR Altach könnten mit Platz fünf gut leben, da dieser Platz eventuell auch einen Startplatz für Europa bedeutet, sofern der Cupsieger bereits unter den besten vier platziert ist. Der Abstiegskampf scheint entschieden zu sein.
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Zugänge:
Beim SK Sturm Graz hat es in der Winterpause die eine oder andere personelle Veränderung gegeben. Der Abgang von Coach Franco Foda, der am 1.1.2018 offiziell sein Amt als österreichischer Teamchef antrat, prägte die Winterpause der Grazer. Nachfolger wurde sein deutscher Landsmann Heiko Vogel, der zuletzt zwei Jahre lang die Bayern Amateure trainierte. Die größten Erfolge feierte Vogel in der Saison 2011/12 mit dem FC Basel. Dort erreichte er mit den Schweizern das Champions-League-Achtelfinale und kickte zum Drüberstreuen auch noch Manchester United aus dem Bewerb. Bayern München erwies sich dann allerdings als ein übermächtiger Gegner. Damals bezahlte er gegen seine ehemaligen Schützlinge wie Philipp Lahm und Thomas Müller, die er noch als Bayern-Jugendtrainer unter seine Fittiche nahm, bitteres Lehrgeld. Jedoch holte er in derselben Saison noch das Double aus Meisterschaft und Pokal. In Summe war die Saison 2011/12 eine überaus erfolgreiche für den Deutschen und verhalf ihm zu einem gewissen internationalem Renommee.
Interessantes Detail am Rande ist die Tatsache, dass Vogel gemeinsam mit dem derzeitigen Austria-Trainer Thorsten Fink die Trainerausbildung absolvierte. Dies dürfte auch einer der Gründe sein, weshalb letzterer ihn 2008 als Co-Trainer zum FC Ingolstadt mitnahm. In weiterer Folge stiegen sie im Sommer desselben Jahres mit den Oberbayern in die zweite deutsche Liga auf. Vogel folgte Fink im Sommer 2009 zunächst auch als Co-Trainer nach Basel, ehe er dort im Oktober 2011 zum Chefcoach aufstieg.
Abgesehen vom Trainerwechsel gab es drei Neuzugänge bei den ‚Schwoazen‘. Der spektakulärste Transfer ist wohl die Rückkehr des gebürtigen Grazers [spielerprofil spieler=“Jakob Jantscher“]. Der 29-jährige Ex-Teamspieler, der sich im linken Mittelfeld am wohlsten fühlt, löste seinen Vertrag beim türkischen Zweitligisten Caykur Rizespor im Dezember 2017 auf. Er kam heuer nur auf drei Kurzeinsätze. Damit gibt Jantscher am 10. Februar ein sentimentales Comeback an seiner alten Wirkungsstätte, der Merkur Arena in Graz. Er kam ablösefrei und unterschrieb bei den Steirern einen Vertrag bis 2021.
Ein weiterer Publikumsliebling kehrt ebenfalls zurück in die steirische Landeshauptstadt, nämlich Bright Edomwonyi. Der Nigerianer spielte zuletzt ebenfalls bei Rizespor und wird zunächst bis 30. Juni 2018 ausgeliehen. Der Mittelstürmer kickte von 2015 bis 2017 bei Sturm und erzielte dort in 59 Spielen zwölf Treffer. Für den 30-Jährigen linken Außenverteidiger und ehemaligen Rapid-Nachwuchsspieler [spielerprofil spieler=“Thomas Schrammel“] blätterten die Blackies immerhin eine Ablösesumme von 250.000 € hin.
https://www.facebook.com/SKSturm/videos/10156183700038885/
Abgänge:
Neben den drei Neuzugängen gab es auch zwei Abgänge. Einerseits wurde der 24-jährige griechische Linksverteidiger Charalampos Lykogiannis, der eine starke Hinrunde spielte, um 500.000 zum Serie-A-Verein Cagliari Calcio abgegeben. Sein Marktwert beträgt aktuell zwei Millionen Euro. Andererseits wurde der 21-jährige brasilianische Innenverteidiger Luan bis Saisonende ablösefrei an St. Pölten verliehen. Somit weist die Wintertransferbilanz der ‚Blackies‘ ein Plus von 250.000 € auf.
Ausblick:
Es spricht eigentlich nichts dagegen, dass Sturm Graz auch eine starke Rückrunde spielen wird. Schließlich konnten bis auf Lykogiannis alle Leistungsträger gehalten werden. Und für den Griechen konnte mit Schrammel ein vielleicht nicht gleichwertiger, aber durchaus starker Ersatz mit viel Routine gefunden werden. Viel wird auch davon abhängen wie sich die beiden Offensivspieler Jantscher und Edomwonyi in das Teamgefüge einbringen können. Beide haben jedoch in der Vergangenheit bewiesen, dass sie in Topform echte Leistungsträger für ihre Vereine sein können. Auch wenn es von Vorteil wäre, wenn Edomwonyi seine Torquote im Vergleich zu seinem letzten Gastspiel in Graz etwas erhöhen würde.
Dann bleibt noch die Unbekannte Heiko Vogel. Es ist davon auszugehen, dass der Deutsche einen etwas offensiveren Spielstil bevorzugt als sein Vorgänger Foda. Noch ist es zu früh, um eine Prognose abzugeben, wie sich die Spieler mit den zu erwartenden geänderten taktischen Vorgaben zurechtfinden. Vogel hat allerdings in der Vergangenheit des Öfteren bewiesen, dass er nicht nur attraktiven Fußball spielen lässt, sondern auch das Maximum aus einer Mannschaft herausholen kann. In diesem Sinne bleiben die Grazer neben Dauerfavorit Salzburg der heißeste Anwärter auf die Meisterschale.
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Neuzugänge:
Die Salzburger dürfen gleich vier Neuzugänge in Wals-Siezenheim begrüßen. Einer davon ist ein alter Bekannter. Sein Name: Andre Ramalho! Der 25-jährige brasilianische Innenverteidiger kommt für 800.000 € von Bayer 04 Leverkusen quasi zurück in die Mozartstadt und das bei einem Marktwert von 1,5 Mio. €. Ein echtes Schnäppchen also! Der sympathische Südamerikaner konnte nie richtig Fuß fassen in der Werkself und wurde gleich in der ersten Saison an die Mainzer verliehen. Dort konnte er allerdings auch nie an die starken Leistungen anschließen, die er phasenweise bei den Bullen zeigte. Nun will er in „seiner zweiten Heimat“ Salzburg wie er kürzlich im Kurier Interview meinte an seine alten Erfolge anknüpfen und „mit dem Team beide Titel holen und auch in der Europa League sehr weit kommen.“ An mangelnder Motivation dürfte es bei Ramalho in der Frühjahrssaison also nicht scheitern.
Der 19-jährige Mittelfeldspieler Youba Diarra aus Mali wurde bis Saisonende postwendend an Wiener Neustadt ausgeliehen, um dort wie anzunehmen ist Spielpraxis zu sammeln. Ein weiterer Neuzugang im Kader von Red Bull Salzburg ist der 17-jährige ungarische U21-Nationalspieler Dominik Szoboszlai. Der ehemalige Salzburger Akademiespieler hat in der Hinrunde beim Ausbildungsverein der Bullen, dem FC Liefering mit seinen sieben Treffern eine sehr starke Hinrunde gespielt und wurde, deshalb in die erste Mannschaft hochgezogen. Der zentrale Mittelfeldspieler hat in der aktuellen Saison auch schon vier Spiele in der UEFA Youth League absolviert. Der vermeintlich vierte Neuzugang Majeed Ashimeru aus Ghana wurde wie Diarra postwendend bis Saisonende verliehen und zwar an den Wolfsberger AC, nachdem er in der Hinrunde schon Leihspieler für die Austria Lustenau war.
Abgänge:
Es gab ganze acht Abgänge, wobei sieben davon Ausleihen sind. Der einzig echte Abgang geschah durch den brasilianischen Innenverteidiger Paulo Miranda, der um 800.000 € in die Heimat zu Gremio wechselte. Der 21-jährige Rechtsaußen David Atanga aus Ghana wurde bis Saisonende an den Bundesligisten SKN St. Pölten verliehen und Diarra wie erwähnt an Wiener Neustadt. Linksverteidiger [spielerprofil spieler=“Stefan Stangl“], der unter Marcel Koller in der letzten WM-Qualifikation auch schon ins Nationalteam einberufen wurde, ist bis Saisonende an die Wiener Austria verliehen worden. Ashimeru wurde, wie bereits geschildert an den Wolfsberger AC ausgeliehen. Der 21-jährige ghanaische Mittelstürmer Samuel Tetteh wurde bis Saisonende an den LASK verliehen und der 19-jährige brasilianische Innenverteidiger Igor bis 30.6.2018 an den Wolfsberger AC. Last but not least unterschrieb der 27-jährige deutsche Mittelfeldspieler Marc Rzatkowski beim Partnerverein NY Red Bulls einen Leihvertrag. Die Salzburger hatten im Wintertransferfenster sowohl Einnahmen, als auch Ausgaben von 800.000 € und damit eine Nullbilanz.
Ausblick:
Es fallen einem spontan wenig Gründe ein, weshalb Red Bull Salzburg nicht zum fünften Mal in Folge österreichischer Meister werden sollte. Salzburg hat den qualitativ und quantitativ stärksten Kader und mit 50 Mio. Euro einen doppelt so hohen Marktwert, wie Rekordmeister Rapid Wien. Es wird natürlich auch darauf ankommen wie sich Miranda-Ersatz Ramalho schlägt. Aber auch hier gilt ähnliches wie bei Sturm Graz. Man konnte bis auf Miranda den Stamm der Mannschaft halten. Allein diese Tatsache macht Red Bull Salzburg zum Topfavoriten. Es sei denn, Sturm Graz gelingt eine ähnlich sensationelle Rück- wie Hinrunde. Doch am Ende könnte nicht nur die fußballerische Qualität diese Meisterschaft zwischen Graz und Salzburg entscheiden, sondern auch die Tatsache welches Team bis zum Schluss nervenstärker ist. Dies könnte aufgrund so mancher Salzburgspieler, die schon einschlägige Erfahrungen mit diversen Meisterfeiern der letzten Jahre haben, ein leichter Vorteil für die Mozartstädter sein. Doch eines scheint aus heutiger Sicht unbestritten. Es dürfte ein spannender Zweikampf um den Meisterteller werden.
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[nextpage title=“SK Rapid Wien“]
Neuzugänge:
De facto hat Rapid nur einen echten Neuzugang, und zwar den 19-jährigen Austro-Nigerianer [spielerprofil spieler=“Kelvin Arase“]. Jedoch hat das Stürmertalent mit immerhin einem Marktwert von 200.000 einen Außenbandriss erlitten und laboriert zudem an einem Knochenmarködem im linken Sprunggelenk. Es ist nicht genau abzuschätzen wie lange der Spieler ausfällt. Er hat erst kürzlich bis Mitte 2020 unterschrieben, kommt aus dem eigenen Nachwuchs und wurde von den Rapid-Amateuren hochgezogen. Es gibt, aber auch zwei Ausleihen bei Rapid Wien. Ivan Leovac und Denis Bosnjak wurden aus der zweiten Mannschaft hochgezogen, aber wieder verliehen.
Abgänge:
Bei den Abgängen verhält es sich so, dass es fünf faktische Abgänge und fünf Ausleihen gab. Wie bereits erwähnt wechselt [spielerprofil spieler=“Thomas Schrammel“] um 250.000 € zu Sturm Graz und ist somit in diesem Winter der nachweisbar teuerste Transfer der Grün-Weißen. Das langjährige Rapid-Sorgenkind und ewige Stürmertalent Philipp Prosenik wechselt ablösefrei zur SV Ried. Denis Bosnjak verlässt leihweise und ablösefrei den Verein Richtung Wiener Neustadt. Der 20-jährige zentrale Mittelfeldspieler Philipp Malicsek aus Österreich wechselt leihweise bis Saisonende zum SKN St. Pölten und Ivan Leovac wie erwähnt leihweise zum FAC.
Der bei der EM viel umjubelte isländische Stürmer Arnor Ingvi Traustason, der bei Rapid nie wirklich Fuß fassen konnte wechselt um eine nicht genannte Ablösesumme zum amtierenden schwedischen Meister Malmö FF. Den bosnisch-serbischen defensiven Mittelfeldmann Srdjan Grahovac zieht es ohne nähere Angaben der Ablösesumme zum amtierenden kasachischen Meister FK Astana. Der 23-jährige österreichische Mittelfeldspieler Eren Keles verlässt die Hütteldorfer ablösefrei Richtung St. Pölten. Last but not least wechselt der ehemalige ÖFB U-19 Teamspieler Alex Sobczyk leihweise bis Saisonende zum SC Wiener Neustadt. Die Transferbilanz weist dank des Wechsels von Schrammel zu Sturm Graz ein Plus von 250.000€ auf.
Ausblick:
Für den SK Rapid Wien muss das Ziel sein zumindest den dritten Platz und damit einen Europa-League Qualifikationsplatz abzusichern. Der Meistertitel wäre eine klare Überraschung, nachdem Sturm und Salzburg doch schon einen erheblichen Vorsprung von neun bzw. zehn Punkten auf den Rekordmeister haben. Eine Aufholjagd wird auch deshalb schwer, weil man sich am freien Transfermarkt de facto nicht verstärkt hat.
Routinier Schrammel ließ man ziehen, weil er wohl nicht mehr ins Konzept von Rapid-Coach Goran Djuricin passte. Es wurden zwar einige heimische Talente in die Kampfmannschaft hochgezogen, allerdings wurden diese gleich wieder weiterverliehen. Ein Umstand, der nicht wirklich zu einer kurzfristigen Kaderverstärkung führt. Vielleicht denkt der Rapid Vorstand jedoch mittel- und langfristig und will seine jungen Talente behutsam aufbauen. Die gute Nachricht für Rapid ist, dass man seinen Stamm halten konnte. Die schlechte Nachricht ist, dass man ohne echten Goalgetter bzw. einer echten Leistungsexplosion von Stürmern wie Joelinton, Veton Berisha oder Kvilitaia wohl kaum ein gewichtiges Wort um die Meisterschale mitreden wird, und damit hat sich wohl auch der Rapid-Vorstand abgefunden.
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[nextpage title=“Admira Wacker Mödling“]
Neuzugänge:
Mit dem 22-jährigen österreichischen Linksverteidiger [spielerprofil spieler=“Jonathan Scherzer“], der von der zweiten Mannschaft des FC Augsburg zur Admira wechselte, verstärkten sich die Mödlinger in der Defensive. Sein Marktwert beläuft sich auf 100.000 €. Auf den Abgang von [spielerprofil spieler=“Christoph Knasmüllner“] reagierten die „Panther“ mit der Verpflichtung des ehemaligen AC-Milan-Talents Alexander Merkel. Der kasachische Nationalteamspieler kommt um 250.000 € vom VfL Bochum und unterschreibt einen Vertrag bis 2022.
Abgänge:
Auf der anderen Seite musste der niederösterreichische Klub mit dem Abgang vom 25-jährigen Schlüsselspieler [spielerprofil spieler=“Christoph Knasmüllner“] einen herben Verlust hinnehmen. Dieser wechselt um 500.000 € in die zweithöchste englische Spielklasse zum FC Barnsley. Der Marktwert des offensiven Mittelfeldspielers beläuft sich derzeit übrigens auf 1,5 Mio Euro. Die Transferbilanz der Admira ist in diesem Winter mit 500.000 € klar positiv. Eine weitere Transfermeldung gab es von der Admira in diesem Winter. [spielerprofil spieler=“Markus Wostry“] hat einen Vorvertrag beim Bundesliga-Konkurrenten LASK Linz unterschrieben.
Ausblick:
Admira Wacker Mödling ist das was man gemeinhin als Ausbildungsverein bezeichnet. Da gehören Abgänge von technisch beschlagenen Spielern, die noch dazu ein hohes Maß an Spielintelligenz besitzen, wie Christoph Knasmüllner zum Tagesgeschäft. Das Budget des Traditionsklubs beläuft sich laut laola1.at auf geschätzte fünf Millionen Euro. Da ist ein Transfererlös wie der von Knasmüllner, der sich in der Größenordnung von 500.000 € bewegt natürlich eine Menge Geld. Dieser Abgang ist nicht zu kompensieren und kann nur im Kollektiv bzw. durch Spieler mit ähnlicher Veranlagung, wie beispielsweise einem Maximilian Sax oder einem [spielerprofil spieler=“Dominik Starkl“] ansatzweise aufgefangen werden. Die Admira ist momentan auf Europacupkurs und einer Mannschaft, die mit derart wenigen finanziellen Mitteln österreichische Nationalspieler mit internationalem Format wie [spielerprofil spieler=“Marcel Sabitzer“], [spielerprofil spieler=“Marc Janko“] oder [spielerprofil spieler=“Erwin Hoffer“] hervorbrachte, würde man bei aller Objektivität eine Teilnahme in der Europa-League durchaus gönnen.
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[nextpage title=“Linzer ASK“]
Neuzugänge:
Beim LASK Linz hat es in der Winterpause zwei Neuerwerbungen auf Leihbasis gegeben, wobei ein Spieler sofort wieder weiterverliehen wurde. Es handelt sich einerseits um den 21-jährigen Ghanaer Samuel Tetteh, der bis Juni 2019 von Red Bull Salzburg, wo er einen Vertrag bis Juni 2020 hat an die Linzer verliehen wurde. Der LASK kann allerdings eine Kaufoption für den Afrikaner ziehen. Beim zweiten Spieler handelt es sich um den 22-jährigen österreichisch-serbischen Tormann Filip Dmitrovic, der zunächst in der Herbstsaison von den Linzern an Altach verliehen war und jetzt direkt weiter zum Tabellenletzten SKN St. Pölten wechselt.
Abgänge:
Dmitrovic ist damit gleichzeitig einer von zwei leihweisen Abgängen. Der andere Abgang auf Leihbasis betrifft den 23-jährigen brasilianischen linken Sturmtank Bruno. Er wechselt zum Klub von Ex-Rapid und Altach-Coach Damir Canadi, und zwar zum griechischen Tabellenvierten Atromitos Athen. Bruno hat dort offiziell einen Vertrag bis Juni 2019 und beim LASK bis Juni 2020. Die Transferbilanz des LASK, der nichts für seine Ausleihen ausgegeben bzw. eingenommen hat beträgt daher Null.
Ausblick:
Der LASK-Präsident Siegmund Gruber sprach vor der Saison in laola1.at von prognostizierten „siebeneinhalb bis acht Millionen Euro“ Budget, die der Aufsteiger zur Verfügung haben könnte. Doch „nur wenn wir es richtig gut machen“ wie er hinzufügte. Dieses veranschlagte Budget ist etwas höher, als das der Admira, bewegt sich aber in derselben Größenordnung. Unter anderem, deshalb ist der fünfte Platz des Aufsteigers sensationell. Schließlich ließ man mit der Wiener Austria einen der Großklubs hinter sich. Der LASK prolongiert damit die sensationellen Leistungen der Ligaaufsteiger in den letzten Jahren. Sieht man mal von der letztjährigen Performance des SKN St. Pölten ab.
Doch was ist vom LASK im Frühjahr zu erwarten? Mit Bruno hat einer der Leistungsträger den Verein Richtung Griechenland verlassen. Mit Samuel Tetteh ist allerdings ein adäquater Ersatz aus dem starken Bullenstall geholt worden. Dieser kommt zunächst nur auf Leihbasis. Entscheidend ist, dass Schlüsselspieler wie Goalie [spielerprofil spieler=“Pavao Pervan“], der unlängst von Koller und Foda ins Nationalteam einberufen wurde, sowie Peter Michorl, Reinhold Ranftl und Thomas Goiginger fit bleiben, damit einer erfreulichen Rückrunde im Frühjahr nichts im Wege steht.
[nextpage title=“FK Austria Wien“]
Neuzugänge:
Bei der Wiener Austria hat es gleich vier Neuzugänge gegeben. Zunächst wurde der ehemalige Nationalspieler [spielerprofil spieler=“Michael Madl“] vom englischen Zweitligisten FC Fulham zurück in die Heimat geholt. Über die mögliche Ablösesumme des 29-jährigen Innenverteidigers ist nichts bekannt. Des weiteren wurde der 26-jährige Linksverteidiger [spielerprofil spieler=“Stefan Stangl“] von RB Salzburg bis Saisonende ausgeliehen. Außerdem wurde mit Manprit Sakaria, ein 21-jähriger offensiver Mittelfeldspieler aus dem eigenen Nachwuchs von den Amateuren in die Kampfmannschaft hochgezogen. Nach seiner langwierigen Verletzung schaffte auch Toni Vastic den Sprung von der zweiten in die erste Mannschaft der Veilchen. Der Leihvertrag des tschechisch-italienischen Doppelstaatsbürgers Patrizio Stronati, der vom tschechischen Erstligisten Mlada Boleslav kam lief am 31.12.2017 aus.
[spielberichte_ids ids=“66641″]
https://www.facebook.com/fkaustria/photos/a.162950915982.129062.12379960982/10155177587790983/?type=3&theater
Abgänge:
[spielerprofil spieler=“Ismael Tajouri“], dass 23 jährige österreichisch-lybische Eigengewächs der Favoritner zieht es in die USA, genauer gesagt zum FC New York City, die vom französischen Welt- und Europameister Patrick Vieira trainiert werden. Der 21-jährige österreichische Innenverteidiger Stefan Jonovic und der 23-jährige kroatische Linksverteidiger Marko Pejic müssen bei den Amateuren nachsitzen. Auf Transfermarkt.at ist nichts bekannt von etwaigen Einnahmen bzw. Ausgaben der Wiener Austria im Wintertransferfenster. Die Ablösesummen von Madl und Tajouri sind jedoch ungeklärt.
Ausblick:
Die Veilchen aus Favoriten können nach der vollkommen verkorksten Hinrunde in der Rückrunde eigentlich nur überraschen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Wiener seit der Saison 1949/50 nach 20 Runden nur viermal schlechter positioniert waren, als auf dem sechsten Tabellenrang. Thorsten Fink, der ehemalige Mentor von Sturm-Trainer Heiko Vogel steht stark unter Druck. Der Deutsche hat mit den vier Neuzugängen im Offensiv- und Defensivbereich definitiv Verstärkungen bekommen. Allerdings gilt es abzuwarten, ob in der gewünschten Qualität und Quantität. Unabhängig davon muss Fink die gewünschten Erfolge liefern, ansonsten dürften seine Tage als Austria-Trainer gezählt sein.
[nextpage title=“SCR Altach“]
Neuzugänge:
Altach konnte im Wintertransferfenster drei Neuzugänge verzeichnen. Einerseits den 26-jährigen linken Mittelfeldmann [spielerprofil spieler=“Marco Meilinger“], der ablösefrei vom vierfachen dänischen Meister Aalborg BK zu den Vorarlbergern wechselte. Von der zweiten Mannschaft der Vorarlberger wurde Volkan Akyildiz hochgezogen. Der 22-jährige, türkische Stürmer konnte in 19 Spielen der Regionalliga West beeindruckende 27 Tore erzielen. Leihweise konnte auch noch der Mittelstürmer Yusuf Otubanjo von MSK Zilina verpflichtet werden. In 23 Saisonspielen konnte der Nigerianer 14 Tore erzielen und drei weitere vorbereiten.
[spielberichte_ids ids=“66483″]
Abgänge:
Dazu kommen drei Abgänge. Zunächst wechselt der 26-jährige österreichische Rechtsverteidiger [spielerprofil spieler=“Emanuel Sakic“] ablösefrei zum griechischen Klub Atromitos Athen des österreichischen Trainers Damir Canadi. Außerdem lief der Leihvertrag von Filip Dmitrovic vom LASK aus. Last but not least lief die halbjährige Leihe des 20-jährigen Ghanaers Bernard Tekpetey aus, der wieder zu seinem angestammten Verein Schalke 04 zurückkehrte. Die Aus- und Einnahmen der Vorarlberger sind ausgeglichen, denn sie hatten weder Aus- noch Einnahmen in diesem Transferfenster.
Ausblick:
Wichtig war, dass alle Stammkräfte gehalten werden konnten und zwar vor allem die Identitätsfiguren des Vereins, wie Lukse, Kobras, Zwischenbrugger, Netzer, Piesinger, Nutz oder Aigner. Aber auch der junge Tiroler Gebauer, der immer wieder für frischen Wind auf der rechten Seite sorgt. Von daher könnte Marco Meilinger die ideale Ergänzung auf der linken Seite sein, der in guter Form der Mannschaft die entscheidenden offensiven Impulse geben kann. Dies hat er in der Vergangenheit beim österreichischen Aushängeschild des Klubfußballs RB Salzburg des Öfteren unter Beweis gestellt. Normalerweise sollte diese eingespielte Truppe nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
[nextpage title=“SV Mattersburg“]
Neuzugänge:
Der SV Mattersburg hat in diesem Transferfenster keinen Neuzugang vorzuweisen.
Abgänge:
Es gab einen einzigen Abgang bei den Burgenländern und dieser betraf den 22-jährigen österreichischen Rechtsverteidiger Michael Drga, der zum SKU Amstetten in die Regionalliga Ost wechselte. Die Ablösesumme ist unbekannt. Die Transferbilanz sollte positiv sein.
Ausblick:
Der SV Mattersburg hat vier Punkte Rückstand auf Cashpoint SCR Altach, fünf Punkte Vorsprung auf den RZ Pellets Wolsberg und ganze vierzehn Punkte liegen zwischen den weiß-grün-roten und dem Tabellenletzten SKN St. Pölten. Im Normalfall sollte Mattersburg mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben, aber was ist schon normal im Fußball? Der Kader der Burgenländer hat sich über die Winterpause praktisch nicht verändert. Die Mannschaft lebt in erster Linie vom Kollektiv und vom Kampfgeist. Einzelne Spieler müssen in der Rückrunde trotzdem den Unterschied ausmachen, wenn die Burgenländer tatsächlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollen, oder sogar beabsichtigen zum Tabellenmittelfeld aufzuschließen.
[spielerprofil spieler=“Stefan Maierhofer“], der einzige „Star“ der Truppe ist dabei gefordert der Mannschaft verbal, aber auch mit Toren Leben einzuhauchen. Die Chancenauswertung des Major, wie er sich selbst gerne nennt ist ausbaufähig. Der exzellente Torhüter der Burgenländer [spielerprofil spieler=“Markus Kuster„] muss unbedingt an seine Form der Hinrunde anschließen. Dies könnte überlebenswichtig sein für den Verein. Aber auch Leistungsträger wie ein Markus Pink oder Patrick Bürger sind gefordert an ihr Leistungsmaximum zu gehen und die Mannschaft mitzureißen und selbstverständlich für ihr Team zu scoren. Natürlich ist die Abwehr als Ganzes gefordert. Dabei ist es vor allem essentiell fokussiert zu sein und Schlampigkeitsfehler zu vermeiden.
[nextpage title=“Wolfsberger AC“]
Neuzugänge:
Der Wolfsberger AC hat drei Neuzugänge zu verzeichnen. Darunter befindet sich der 24-jährige serbische Linksaußen Sasa Jovanovic. Er wechselt vom serbischen Erstligisten Cukaricki, der momentan den fünften Tabellenplatz in der serbischen Liga einnimmt, nach Kärnten. Über die Ablösesumme ist nichts bekannt. Der Ghanaer Ashimeru und der Brasilianer Igor kommen wie bereits erwähnt leihweise bis zum Saisonende von RB Salzburg zu den Kärntnern.
https://www.facebook.com/WolfsbergerAC/photos/a.513779392043794.1073741835.281274048627664/1669658293122559/?type=3
Abgänge:
Abgänge hat der RZ Pellets Wolfsberg keine zu vermelden.
Ausblick:
Der Wolfsberger AC hat neun Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten SKN St. Pölten. Dies ist ein komfortabler, aber keineswegs sicherer Vorsprung für die Kärntner. Trotz beachtlicher sieben Treffer von Stoßstürmer Bernd Gschweidl, der damit „nur“ drei Treffer weniger erzielt hat, als der amtierende Torschützenkönig [spielerprofil spieler=“Deni Alar“] ist die Torausbeute der Kärntner mit insgesamt 17 Treffern nicht zufriedenstellend. Damit haben die Wolfsberger nur vier Tore mehr erzielt als die Niederösterreicher. Dies haben offensichtlich auch die Verantwortlichen erkannt, sodass sie einen serbischen Offensivmann für das Tore schießen und einen ghanaischen zentralen Mittelfeldspieler für das Bälle verteilen, verpflichtet haben.
Der Brasilianer Igor soll die Abwehr stabilisieren. Dass die Wolfsberger in erster Linie eine Torschlusspanik haben dürften, zeigt auch die Statistik. Sie haben nach St. Pölten, Admira und Mattersburg „nur“ die viertmeisten Tore erhalten. Die Wurzel des Übels scheint vor allem in der schwachen Offensive zu liegen und nicht so sehr in der Defensivarbeit, obwohl diese auch ausbaufähig ist. In diesem Punkt können vielleicht die Neuzugänge Jovanovic und Ashimeru etwas bewirken. Trotz alledem muss sich die Abwehr natürlich stabilisieren.
[nextpage title=“SKN St. Pölten“]
Neuzugänge:
Der SKN St. Pölten hat im Transferfenster gleich sechs Neuzugänge vorzuweisen. Unter anderem wurde der 23-jährige österreichische Linksverteidiger Patrick Wessely ablösefrei vom bulgarischen Erstligisten Septemvri Sofia verpflichtet. Ein weiterer Neuzugang ist der 23-jährige österreichische Mittelfeldspieler Eren Keles, der ablösefrei von Rapid Wien gekommen ist. Der österreichische Mittelfeldspieler Philipp Malicsek kam wie bereits erwähnt als Leihgabe, und zwar ebenfalls von Rapid Wien. Der 21-jährige brasilianische Innenverteidiger Luan kam ebenso als Leihspieler von Sturm Graz. Der ghanaische Rechtsaußen David Atanga kam wie bereits vorher schon erwähnt auch als Leihgabe von RB Salzburg nach St. Pölten. Der serbisch-österreichische Tormann Filip Dmitrovic kommt wenig überraschend ebenfalls als Leihspieler vom LASK zum SKN St. Pölten. Alle Neuzugänge haben einen Vertrag bis zum Saisonende. Außerdem sind vier der sechs Neuzugänge Leihgaben.
https://www.facebook.com/SKN.StPoelten/photos/a.414072063152.180194.299281833152/10155797707813153/?type=3
Abgänge:
Es gab insgesamt drei Abgänge beim Tabellenletzten aus Niederösterreich. Der 30-jährige Routinier Lukas Thürauer wechselte zum Kremser SC in die niederösterreichische Landesliga. Der 27-jährige französisch-guineische Mittelstürmer Lonsana Doumbouya wechselte in die thailändische Liga zu FC Prachuap und den 25-jährigen bosnischen Linksverteidiger Adi Mehremic zog es in die erste heimische Liga zu Zeljeznicar. Alle Abgänge waren ablösefrei. Da alle Wechsel ablösefrei waren gab es für den SKN St. Pölten weder Einnahmen noch Ausgaben aus den Transfers.
Ausblick:
Es schaut düster aus für St. Pölten. Neun Punkte Rückstand sind sehr schwer aufzuholen, aber unmöglich ist natürlich nichts im Fußball. Das große Problem der Niederösterreicher ist allerdings die Tatsache, dass es kaum positive Ansätze gibt an denen man sich orientieren könnte. Ein Torverhältnis von 13:45 nach 20 Spielen ist bei allem Respekt beschämend. Die besten St. Pöltner Torschützen sind Roope Riski und Daniel Schütz mit einmal vier und einmal drei Toren. Das ist für ein bundesligataugliches Niveau eindeutig zu wenig. Torhüter Christoph Riegler kann mit 75 Saves die meisten gehaltenen Schüsse für sich verbuchen und hat in dieser Saison schon Schlimmeres für die „Wölfe“ verhindern können. In Summe fehlt es bei den St. Pöltnern sowohl an Offensiv- wie auch an Defensivqualitäten. Es bleibt für St. Pölten nur zu hoffen, dass die Neuzugänge einschlagen, allen voran ein David Atanga, der bei Salzburg und Liefering schon des Öfteren seine Klasse aufblitzen ließ.
