Nationalteam

Späte Belohnung: Horvath erstmals im ÖFB-Team

Für Sascha Horvath geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Der Kapitän des LASK wurde von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick für den verletzten Konrad Laimer ins österreichische Nationalteam nachnominiert und steht damit erstmals fix im Kader der A-Auswahl. Laimer fällt aufgrund einer leichten Adduktorenverletzung zumindest für die Nations-League-Spiele gegen Israel und den Kosovo aus.

Für Horvath könnte die Premiere kaum passender kommen: Österreich trifft am Donnerstag in der Linzer Raiffeisen Arena auf Israel. Der 30-Jährige könnte sein erstes A-Länderspiel damit in jenem Stadion bestreiten, in dem er sich in den vergangenen Jahren zu einer der prägenden Figuren des LASK entwickelt hat.

Mehr als 60 Spiele für Österreichs Nachwuchs

Horvath blickt auf eine lange Geschichte in den ÖFB-Auswahlen zurück. Bereits ab der U16 trug der technisch starke Mittelfeldspieler regelmäßig Rot-Weiß-Rot und brachte es für U16, U17, U19 und U21 auf insgesamt 63 Länderspiele und zehn Tore. Er nahm unter anderem an der U17-EM und U17-WM 2013, den U19-Europameisterschaften 2014 und 2015 sowie der U21-EM 2019 teil. Bei letzterem Turnier erzielte er beim historischen 2:0 gegen Serbien per Freistoß den zweiten Treffer. Sein bislang letztes Nachwuchs-Länderspiel absolvierte er wenige Tage später gegen Deutschland.

Schon vor der WM ein Thema

Dass Horvath erst mit 30 Jahren erstmals den Sprung in den A-Kader schafft, sorgte zuletzt durchaus für Diskussionen. Schon rund um die Weltmeisterschaft hätten ihn viele Beobachter aufgrund seiner starken Leistungen im denkwürdigen Meisterjahr des LASK gerne im Aufgebot gesehen. Rangnick setzte damals auf andere Optionen und nominierte den LASK-Kapitän lediglich auf Abruf. Auch danach blieb eine mögliche Einberufung immer wieder Thema.

Der Taktgeber im LASK-Mittelfeld

Beim österreichischen Meister ist Horvath längst weit mehr als nur Kapitän. Im zentralen Mittelfeld gibt er Rhythmus und Richtung vor, löst mit seiner Technik enge Situationen auf und ist mit seinen Standards sowie seinem äußerst progressiven und dynamischen Passspiel ein wesentlicher Faktor im Offensivspiel.

Nun erhält Horvath doch noch seine Chance im Nationalteam – und das möglicherweise gleich vor heimischem Publikum in Linz.