Deutschland

Christoph Baumgartner verschießt bei Leipzig-Auswärtssieg Elfmeter

RB Leipzig hat seine Erfolgsserie in der Bundesliga fortgesetzt. Beim VfL Wolfsburg setzten sich die Sachsen knapp mit einem 1:0-Auswärtssieg durch. Das entscheidende Tor erzielte Johan Bakayoko in der 8. Minute nach einem Fehlpass der Gastgeber. Für Leipzig war es das 600. Tor in der Bundesliga-Geschichte. Wolfsburg dagegen wartet nun seit elf Heimspielen auf einen Sieg.

Früher Führungstreffer der Gäste

Die Partie begann mit Chancen auf beiden Seiten. Amoura prüfte Gulácsi schon nach einer Minute, kurz darauf hatte Jenz die Gelegenheit zur Wolfsburger Führung . Doch ein Ballverlust von Amoura leitete das 0:1 ein: Romulo leitete den Ball sofort weiter auf Bakayoko, der aus 16 Metern mit dem linken Fuß traf. Leipzig nutzte den frühen Treffer, um die Partie zu kontrollieren. Baumgartner und Bakayoko hätten den Spielstand erhöhen können, auf der Gegenseite verpassten Fischer und Wind  den Ausgleich.

Druckphase der Wolfsburger

Nach der Pause verlagerte sich das Spielgeschehen klar in Richtung Leipziger Strafraum. Wolfsburg kam insgesamt zu 22 Abschlüssen und die Gäste hatten viel Glück, dass sie ohne Gegentreffer blieben. Wind und Pejčinović trafen schließlich auch die Latte, dazu parierte Gulácsi mehrere Abschlüsse stark. Christian Eriksen verpasste in der 77. Minute bei seinem Heimdebüt ebenfalls knapp den Ausgleich.

Baumgartner trifft nicht vom Punkt

Leipzig vergab seinerseits die Entscheidung: Nach Foul an Bakayoko entschied der VAR auf Strafstoß, doch ÖFB-Teamspieler Baumgartner setzte den Ball in der 90. Minute am Tor vorbei, was jedoch am 1:0-Sieg nichts mehr ändern sollte.

Statistiken

Die Expected-Goals-Werte von 3.05:2.41 zeigen ebenfalls dass der Sieg durchaus glücklich war. Aus dem Spiel heraus kamen die Gäste aus Leipzig sogar nur auf einen xG-Wert von 1.13. Von den 22 Schussversuchen der Wolfsburger waren 17 innerhalb des Strafraums. Die Leipziger schossen 20 Mal auf das gegnerische Tor, wobei nur die Häfte der Schussversuche im Sechzehner abgegeben wurden. Beide Teams zeigten nahezu identische Passquoten von 82 %, Leipzig spielte insgesamt 435 Pässe, Wolfsburg 447.

Bakayoko war mit fünf Abschlüssen der gefährlichste Leipziger und erarbeitete zusätzlich den Elfmeter. Gleichzeitig war er der meistgepresste Spieler auf dem Feld (22-mal unter Gegnerdruck). In der Defensive ragte Torhüter Gulácsi heraus, der mit mehreren Paraden den Sieg festhielt.

Das sagen die Trainer nach dem Spiel: 

Ole Werner (Trainer RB Leipzig):

Beide Mannschaften haben heute mit offenem Visier gespielt. Am Ende war es wohl das Quäntchen Glück, das auf unserer Seite lag und in einigen Situationen den Unterschied gemacht hat. Wir haben vieles gut gemacht, sonst hätten wir uns nicht so viele Chancen erspielt. Trotzdem hätten wir unsere Konter konsequenter ausspielen müssen, da waren Räume da, um vielleicht das 2:0 zu machen. Defensiv hatten wir einen sehr guten Start mit hohen Ballgewinnen – so entsteht auch das 1:0. Insgesamt lassen wir uns aber zu leicht überspielen und nicht immer mit der nötigen Intensität. Das schauen wir uns an. Wir sind sehr froh über den Sieg, er war harte Arbeit. Die Mannschaft hatte eine gute Energie, unterstützt sich gegenseitig, und genau das entscheidet momentan Spiele für uns.“

Paul Simonis (Trainer VfL Wolfsburg):

Es war ein intensives Spiel. In der ersten Halbzeit war Leipzig ein bisschen besser, aber wir hatten die klareren Chancen. In der zweiten Halbzeit waren wir mehr am Drücker und haben das Spiel eher dominiert. Gegen Leipzig weiß man aber, wie schwer ihre Konter zu verteidigen sind. Ich bin kritisch mit meiner Mannschaft. Wir hatten genug Möglichkeiten, um mindestens ein Tor zu erzielen – unser Expected-Goals-Wert lag bei fast 2,9. Das ist der nächste Schritt, den wir gehen müssen: Chancen auch verwerten. Letzte Woche waren wir sehr kritisch mit unserem Spiel im letzten Drittel, das haben wir heute verbessert. Jetzt geht es darum, konsequenter abzuschließen. Daran müssen wir arbeiten.“