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Stefan Feiertags irrer Ferserl-Doppelpack für Wieczysta Krakau

In Polen sorgt seit einigen Jahren ein neureicher Klub für Aufsehen, der den Durchmarsch in die Ekstraklasa als ausgewiesenes Ziel hat. Die Gelb-Schwarzen von Wieczysta Krakau schafften in den letzten zwei Saisonen einen Durchmarsch von der vierten in die zweite polnische Liga.

In der vierten Leistungsklasse war unter anderem der Ex-Rapidler Christoph Knasmüllner mit dabei, der es für den Verein auf elf Pflichtspieleinsätze, vier Tore und einen Assist brachte. Getragen wird die Mannschaft von Routiniers, die früher auch für die polnische Nationalmannschaft aufliefen. So etwa Innenverteidiger Michal Pazdan, Linksverteidiger Rafał Pietrczak, aber auch einige Legionäre, vor allem aus Spanien, die in der Vergangenheit bei größeren Klubs spielten. So etwa der mittlerweile 35-jährige Carlitos, der früher unter anderem für Legia Warschau und Panathinaikos auflief, oder auch der Rechtsaußen Miki Villar, der in Spanien immerhin zweitklassig spielte und in Polen für Jagiellonia Białystok Europacuperfahrung sammeln konnte.

Nach zwei Aufstiegen in Serie liegt die Mannschaft nun nach zehn gespielten Runden in der zweiten polnischen Liga auf dem zweiten Tabellenplatz und damit auf einem direkten Aufstiegsplatz.

Stefan Feiertag auf dem Weg zum Zielspieler

Mit dabei ist auch ein Österreicher, der hierzulande in den letzten Jahren ein wenig vom Radar verschwand: Stefan Feiertag, Cousin von Leipzig-Legionär Christoph Baumgartner und WAC-Innenverteidiger Dominik Baumgartner, einst Akademiespieler in St. Pölten und später für die Young Violets Austria Wien, Amstetten und Blau-Weiß Linz im Einsatz, steht seit Mitte August beim polnischen Klub unter Vertrag und sorgte vor allem in den letzten Wochen für Aufsehen.

Der ehemalige österreichische U18-Nationalspieler entpuppte sich vor allem als Heimspezialist. Bereits in seinen ersten beiden Heimspielen gegen Gornik Leczna und Stal Mielec traf er je einmal und am vergangenen Wochenende gelang ihm beim 4:2-Sieg über Ruch Chorzow ein Doppelpack. Mittlerweile hält er nach sechs Pflichtspielen also bei vier Toren und zudem einem Assist. Das Kuriose: Beide Treffer gegen Ruch erzielte er mit der Ferse!

Die beiden sehenswerten Treffer sind in diesem Video ab 1:40 und 3:40 zu sehen.

Bereits früher Polen-Erfahrung

Der 188cm große Mittelstürmer ist in der hochveranlagten Truppe von Wieczysta auf dem Weg, klarer Zielspieler zu werden, kennt bereits aus seiner Zeit in Lodz den polnischen Fußball und profitierte sicher auch von seiner deutschen Drittliga-Erfahrung mit dem 1. FC Saarbrücken, für den er immerhin 13 Spiele absolvierte und dreimal traf.

Drei Aufstiegsaspiranten

In Polens höchster Spielklasse hat Feiertag bisher nie gespielt. Ob sich das in der nächsten Saison ändern wird, wird sich weisen. Zumal der Vertrag des gebürtigen Horners in Krakau nur für die laufende Saison gilt. Allerdings besitzt er eine Option auf eine einjährige Verlängerung. Wieczysta ist neben Wisla Krakau und Slask Wroclaw einer der großen Aufstiegskandidaten und aufgrund der Treffsicherheit des 23-jährigen Niederösterreichers lohnt sich in der laufenden Saison wohl immer wieder ein kurzer Blick in die zweite polnische Liga.