WM-Auslosung: Österreich fix in Topf 2 – Die Vor- und Nachteile
Nachdem es zuletzt ein wenig Verwirrung über die Reglementierung der Topfeinteilung für die Auslosung der Weltmeisterschaftsvorrunde 2026 gab, bestätigte die FIFA nun die Setzliste. Anders als bisher angenommen ist Österreich hier im zweiten Topf gereiht, was sowohl Vor-, als auch Nachteile in sich birgt.
Es war zunächst nicht klar, ob die FIFA ausschließlich den Länderkoeffizienten als Kriterium heranzieht oder aber die sechs verbleibenden Spots, die sich noch über das Playoff qualifizieren müssen, automatisch in den vierten Topf reiht. Nun ist klar, dass die sechs noch zu ermittelnden Teilnehmer automatisch ans Ende des Teilnehmerfeldes gereiht werden und daher die Hälfte des letzten Topfes bilden.
FIFA has confirmed the pots and draw procedures for the Final Draw for the FIFA World Cup 2026.
The draw will be staged at the Kennedy Center in Washington DC on Friday, 5 December.
Give us your dream and nightmare scenario.#FIFAWorldCup pic.twitter.com/Mrnpf2EgMs
— The Asian Game (@TheAsianGame) November 26, 2025
Kein Duell mit Kroatien oder der Schweiz
Für Österreich bedeutet das, dass man ebenso wie Australien aus dem dritten in den zweiten Topf rutscht, was insgesamt natürlich als Vorteil zu sehen ist, zumal man sich dadurch bei der Auslosung stärkere Gegner ersparen wird. Die Nationen, die damit definitiv nicht in die Österreich-Gruppe gelost werden können, sind damit Kroatien, Marokko, Kolumbien, Uruguay, die Schweiz, Japan, Senegal, der Iran, Südkorea, Ecuador und Australien.
Haaland und Salah damit möglich
Stattdessen wird Österreich auch einen Gegner aus dem dritten Topf bekommen, wobei hier vor allem Norwegen mit Erling Haaland und Ägypten mit Mohamed Salah, sowie beispielsweise die Elfenbeinküste und Tunesien die schwierigeren möglichen Gegner sind.
Österreich könnte allerdings auch ein einfacheres Los wie etwa Panama, Paraguay, Usbekistan oder Südafrika ziehen.
Vierfacher Weltmeister bei Playoff-Erfolg in Topf 4
Der Nachteil an der neuen Setzung ist jedoch, dass die Mannschaften, die sich über die Playoffs qualifizieren werden, nun fix im vierten Topf sind. Das wiederum ergibt auch die Möglichkeit einer weithin als „Todesgruppe“ bekannten Konstellation.
Einerseits könnte man aus dem vierten Topf WM-Neulinge wie Jordanien, Kap Verde oder Curacao oder auch die beiden größten Außenseiter Haiti und Neuseeland ziehen, andererseits aber auch Nationen wie Italien, Dänemark oder Polen, sofern diese ihre Playoff-Pfade überstehen.
Zwar hätte Österreich, sofern man nach der anderen möglichen Regelung in den dritten Topf gereiht worden wäre, auch Italien bekommen können, das nach Koeffizient im zweiten Topf gewesen wäre – allerdings gibt es nun sogar die Möglichkeit, einen der stärkeren Gegner aus Topf 3 und noch zusätzlich Italien aus dem vierten Topf zu ziehen. Die Reihung in Topf 2 bringt also definitiv Vor- und Nachteile.
Nur ein europäischer Gegner
Allerdings bringt die Qualifikation auch einige geografische Beschränkungen mit sich. So dürfen in keine Vorrundengruppe mehr als zwei europäische Teams gelost werden.
Würde Österreich also beispielsweise aus dem ersten Topf ein europäisches Team ziehen – hier wären Spanien, Frankreich, England, Portugal, die Niederlande, Belgien und Deutschland möglich – bekäme man es in der Vorrunde definitiv nicht mit Norwegen und Erling Haaland aus dem dritten Topf oder etwa Italien aus dem vierten Topf zu tun.
Die Auslosung wird am Freitag, den 5. Dezember im Kennedy Center in Washington D.C. stattfinden. Angesichts der erst im März stattfindenden Playoffs ist es möglich, dass Österreich nur zwei seiner drei Gegner fix erfährt.
