Deutschland

Dejan Ljubicic steht vor einem Wechsel zu Schalke 04

Dejan Ljubicic wird zum FC Schalke 04 wechseln. Der 28-jährige Mittelfeldspieler verlässt Dinamo Zagreb bereits nach einem halben Jahr und wechselt für eine Ablöse von rund einer Million Euro zum Tabellenführer der 2. Liga in Deutschland. Der Transfer kommt doch etwas überraschend und wurde innerhalb weniger Stunden finalisiert.

Noch am Donnerstagabend stand Ljubicic in der Startelf von Dinamo beim 4:1-Heimsieg gegen den FCSB in der Europa League. Am nächsten Morgen war der Deal mit Schalke praktisch abgeschlossen. Ausschlaggebend war vor allem der klare Wunsch des österreichischen Schalke-Trainer Miron Muslić, der den Landsmann als die perfekte Verstärkung für sein Mittelfeld sah und intern auf eine schnelle Lösung drängte. 

Für Dinamo ist der Transfer aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Ljubicic kam im Sommer ablösefrei aus Köln, Schalke überweist nun eine siebenstellige Summe. Gleichzeitig entlastet der Abgang die Gehaltsstruktur, denn Ljubicic gehörte zu den besser bezahlten Spielern im Kader. Sein Vertrag in Gelsenkirchen soll bis 2029 laufen, der Medizincheck wurde für dieses Wochenende angesetzt.

Sportlich blieb Ljubicic in Zagreb doch etwas hinter den Erwartungen. Zwar startete er als Stammspieler in die Saison und setzte mit zwei Toren gegen Maccabi Tel Aviv früh ein Ausrufezeichen, doch im weiteren Verlauf agierte er nicht mehr ganz so dominant und seine Leistungen wurden unauffälliger. Intern wurde zunehmend damit gerechnet, dass seine Einsatzzeiten im Frühjahr weiter sinken würden.

Mehrere Gründe führten letztlich zur Trennung. Ljubicic soll laut kroatischen Medien mit dem Spielstil unzufrieden gewesen sein und sich darin nicht optimal wiedergefunden haben. Zudem war er zuletzt nicht mehr unumstrittener Bestandteil der ersten Elf. Auch private Faktoren spielten eine Rolle. Der Spieler selbst bevorzugte eine Rückkehr nach Deutschland, wo er bereits mehrere Jahre erfolgreich gespielt hatte.

Trainer Mario Kovačević bestätigte den bevorstehenden Wechsel und betonte Ljubicics Arbeitsaufwand und Laufbereitschaft, auch wenn dessen Leistungen nicht immer in der Öffentlichkeit geschätzt wurden. Gleichzeitig machte er klar, dass Dinamo im zentralen Mittelfeld Alternativen habe und den Abgang kompensieren könne.

Bei Schalke trifft Ljubičić auf ein ambitioniertes Umfeld. Der Traditionsklub führt aktuell die 2. Bundesliga an und arbeitet am direkten Wiederaufstieg.