Fußball international

Maximilian Wöber feiert Saisondebüt für Werder Bremen

Spät aber doch feierte Maximilian Wöber sein Saisondebüt für den SV Werder Bremen. Beim 1:1-Remis gegen den VfB Stuttgart wurde der österreichische Nationalspieler in der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Damit absolvierte der Abwehrspieler nach 254 Tagen Wartezeit sein zweites Pflichtspiel für die Bremer. Nach seinem Einsatz in der ersten Runde des DFB-Pokals im August 2025 fiel Maximilian Wöber aufgrund einer Oberschenkelverletzung nahezu die gesamte Hinrunde aus, stand erst am 15. Spieltag – dem letzten vor der Winterpause – wieder im Kader des Bundesligisten.

Anschließend musste der 28-Jährige aufgrund von Muskelproblemen erneut passen, eher er erst für die zweite Mannschaft in der Regionalliga und nun am vergangenen Wochenende für die Profis des SV Werder Bremen sein Comeback feierte.

„Bin extrem erleichtert“

„Ich bin extrem erleichtert, dass ich es in dieser Saison noch geschafft habe. Ich bin froh, dass die Leidenszeit vorbei ist und ich hoffentlich nächste Woche mit den Fans im Weserstadion einen Sieg feiern kann „, sagte der Österreicher nach dem Spiel.

Er wurde in der Begegnung mit dem VfB Stuttgart von Neo-Cheftrainer Daniel Thioune in der 65. Spielminute für Niklas Stark als Innenverteidiger eingewechselt. Neben ihm kam in der Begegnung mit Romano Schmid ein weiterer ÖFB-Spieler zum Einsatz. Marco Grüll (Gelbsperre) und Werder-Kapitän Marco Friedl (verletzt) fehlten hingegen.

Das Comeback von Maximilian Wöber dürfte auch Nationaltrainer Ralf Rangnick freuen. Der Deutsche hatte den Wiener bereits im vergangenen Lehrgang trotz dessen Verletzung einberufen. Bleibt Wöber fit, kann sich der 28-Jährige gute Chancen auf einen Platz im WM-Kader ausrechnen.

Als Linksfuß verschafft er Rangnick zusätzliche Optionen und mehr Flexibilität. Zudem kann Wöber nicht nur in der Innenverteidigung, sondern auch als Linksverteidiger auflaufen.

Zukunft offen

Wie es nach der WM für Wöber weitergeht, steht hingegen noch nicht fest. Derzeit ist der Abwehrspieler bis Saisonende von Leeds United an Werder Bremen verliehen, eine Perspektive bei den Norddeutschen über die aktuelle Saison hinaus bleibt äußerst unwahrscheinlich.

„Ich freue mich sehr für Maxi, weil er eine lange Leidenszeit hinter sich hat und alles sofort extrem stabil war. Das hat der Mannschaft extrem geholfen. Er ist glücklich, dass er seit zwei, drei Wochen wieder im Mannschaftstraining ist. Ich glaube, es verbietet sich, zu weit nach vorn zu schauen“, ließ sich Thioune zuletzt nicht in die Karten blicken.

Auch bei Leeds dürfte es für Wöber im Sommer trotz Vertrags bis 2027 aber nicht weitergehen, wodurch die Zukunft des Österreichers offen ist. 

Bevor es soweit ist, stehen für den Österreicher und Werder noch die letzten drei Spiele in der Bundesliga an. Dabei geht es weiterhin um den Klassenerhalt, auch wenn dieser bereits in greifbarer Nähe ist. Aktuell beträgt der Vorsprung auf den 16. Platz sechs Punkte. Am kommenden Spieltag kann der Klassenerhalt im Heimspiel gegen den FC Augsburg fixiert werden.