Ausstiegsklausel gezogen: Michael Svoboda wechselt in die Premier League
Nach sechs Saisonen in Italien, die von zahlreichen Ups and Downs geprägt waren, zieht der österreichische Innenverteidiger und WM-Teilnehmer Michael Svoboda weiter in die Premier League.
Der vierfache ÖFB-Teamspieler wechselte im September 2020 ablösefrei von der WSG Tirol nach Venedig und durchlebte dort eine abwechslungsreiche Zeit. Bereits in seiner ersten Saison gelang ihm mit den Venezianern über das Playoff der Aufstieg in die Serie A und in der Folgesaison stieg er mit seinem Team gleich wieder ab. Danach scheiterte er einmal im Playoff, gewann danach aber wieder das nächste und stieg im Jahr danach erneut sofort wieder aus Italiens höchster Spielklasse ab. In der abgelaufenen Saison konnte der Venezia FC mit Svoboda als Kapitän den Meistertitel in der Serie B feiern.
Zwei erfolgreiche Comebacks
Persönlich hatte der 195cm große Innenverteidiger auch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Etwa mit einer Sehnenreizung im Jahr 2023, die ihn fast ein halbes Jahr ausfallen ließ und schließlich mit einem im Winter 2024 erlittenen Kreuzbandriss, wegen dem er neun Monate lang stand.
Brighton nützt Ausstiegsklausel
Der gebürtige Wiener erarbeitete sich allerdings den Ruf eines Stehaufmännchens und kam stets stärker zurück. Insgesamt kam er für Venezia auf 138 Einsätze, in denen er fünf Tore und sechs Assists erzielte. Nun wechselt Svoboda zum Premier League Klub Brighton & Hove Albion, das eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Innenverteidigers aktivierte und so nur fünf Millionen Euro Ablöse zahlen musste. Bei den „Seagulls“ unterschrieb er einen Vertrag bis 2030.
Viele Abwehrspieler im Kader, aber dennoch gute Chancen auf Einsätze
Und tatsächlich hat Svoboda schon in der kommenden Saison recht gute Chancen auf Einsätze in England. Mit Jan Paul van Hecke, der um 60 Millionen Euro zu Tottenham wechselt und Adam Webster, der vorerst noch vereinslos ist, verließen zwei Innenverteidiger den Klub. Neu gekauft wurde bisher erst Pascal Struijk von Leeds United, den sich Brighton 23 Millionen Euro kosten ließ. Svoboda ist im Kader des jungen deutschen Trainers Fabian Hürzeler zwar einer von insgesamt sieben Innenverteidigern, allerdings stehen noch einige mögliche Abgänge anderer Positionskonkurrenten im Raum.
Ex-Klubs schneiden mit
Aufgrund des Solidaritätsbeitrags der FIFA dürfen sich gleich drei Klubs über stolze Finanzspritzen freuen. Die WSG Tirol und der FC Stadlau haben Anspruch auf je 50.000 Euro, der SV Schwechat darf sogar mit 100.000 Euro planen.
