Nationalteam

Vergangenheitsbewältigung #1 – Didi Constantini und seine Jünger

[nextpage title=“DiCo’s Eleven“]

Zwischen Basis und Fluktuation

In der Ära von Didi Constantini konnten 18 Spieler ihr Nationalteam-Debüt feiern. Der gebürtige Innsbrucker trieb so manche Fußballfans zur Verzweiflung. Nur ein kleiner Prozentteil war mit seiner Arbeit am Ende zufrieden und so freute es nicht wenige, dass der heute 61-Jährige seinen Rücktritt nach dem Match gegen die Türkei am 6. September 2011 bekanntgab. Eine neue Ära beim ÖFB begann. Die Haberer-Partie regte sich über die Bestellung von Marcel Koller auf, in Wirklichkeit war es aber ein Aufbruch zu einem neuen Verständnis in Österreich, wenn es um das runde Leder geht.

Constantini und seine Entscheidungen waren für uns der Grund, warum wir 12terMann überhaupt gegründet haben. Damals waren wir mit der Entwicklung im Nationalteam nicht mehr zufrieden und wollten daher dem Durchschnittsfan eine neue Denkweise, Mentalität und Fankultur nahebringen (siehe unser Leitbild). Seitdem hat sich beim ÖFB auch vieles zum Positiven geändert.

Der Kader, die Startelf und die taktische Aufstellung (Stichwort „Taktik wird überbewertet“) wechselten bei Constantini nach jedem Spiel. Eine Linie war nur schwer zu erkennen. Aber einige erstmalig Einberufene während seiner Zeit gehören immer noch zum aktuellen Kader bzw. gehörten bis vor kurzem noch dazu. Die klingenden Namen sind [spielerprofil spieler=“David Alaba“], [spielerprofil spieler=“Julian Baumgartlinger“], [spielerprofil spieler=“Aleksandar Dragovic“], [spielerprofil spieler=“Jakob Jantscher“] und [spielerprofil spieler=“Florian Klein“]. Wer die nicht so klingenden Namen dabei waren, haben wir uns herausgesucht und zu einer Startelf zusammengefügt. Einige hat man schon fast vergessen, bei anderen weiß man eventuell nicht, dass diese schon Teil des Nationalteam waren.

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Die „Startelf“:

Tor: P. Grünwald
Abwehr: T. Schrammel, M. Reiter, C. Dibon, E. Dag
Mittelfeld: C. Drazan, M. Weber, Y. Pehlivan, P. Wolf
Angriff: C. Trimmel, D. Beichler

 

[nextpage title=“Tormann“]

[spielerprofil spieler=“Pascal Grünwald“]

Der Tiroler kam unter seinem Landsmann und Coach zum Debüt in der Nationalmannschaft. Seinen ersten Einsatz konnte der 33-Jährige im letzten Match von Constantini gegen die Türkei feiern. Beim torlosen Unentschieden in der EM-Qualifikation beging Grünwald das Foul zum Elfmeter in der 89. Minute, konnte diesen aber gegen Arda Turan parieren. Danach folgten noch zwei weitere Einsätze unter Interims-Trainer Willi Ruttensteiner und eine Kader-Einberufung unter Nachfolger Marcel Koller. Danach war die Teamkarriere des heutigen Tormanns von Wacker Innsbruck aber auch wieder vorbei. Insgesamt 61 Bundesliga-Spiele für Wacker, Austria Wien und Red Bull Salzburg kann Grünwald vorweisen.

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[nextpage title=“Linker Außenverteidiger“]

[spielerprofil spieler=“Thomas Schrammel“]

Der Rapidler wurde erstmals im Mai 2010 für das Länderspiel gegen Kroatien einberufen. Sein erster und einziger Einsatz folgte aber erst im Match gegen Lettland, und zwar als Einwechselspieler für [spielerprofil spieler=“Christian Fuchs“] in der Nachspielzeit. Eine weitere Nominierung folgte gegen Deutschland. Dabei kam Schrammel aber zu keinem Einsatz und in weiterer Folge gab es auch keine weitere Einberufung mehr. Der 29-Jährige hat bislang 172 Bundesliga-Einsätze für die SV Ried und Rapid vorzuweisen. In der Europa League langte es zu 17 Einsätzen und einem Tor.

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[nextpage title=“Linker Innenverteidiger“]

[spielerprofil spieler=“Mario Reiter“]

Auf reichlich Bundesliga-Erfahrung kann der 29-Jährige zurückblicken. Mit der SV Ried, dem SV Pasching und dem SC Wiener Neustadt kommt der gebürtige Steyrer auf insgesamt 112 Partien in der höchsten Klasse. Derzeit ist Reiter beim LASK in der Ersten Liga aktiv und pendelt zwischen erster sowie zweiter Mannschaft der Linzer. Beim freundschaftlichen Länderspiel gegen Dänemark am 3. März 2010 stand der zehnfache U21-Nationalspieler zum einzigen Mal im Kader des Nationalteams. Zu einem Einsatz und zu weiteren Einberufungen kam es jedoch nicht.

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[nextpage title=“Rechter Innenverteidiger“]

[spielerprofil spieler=“Christopher Dibon“]

Der Stammspieler des SK Rapid Wien kam mit bereits 20 Jahren zu seinem Teamdebüt. Am 7. Juni 2011 spielte der 25-Jährige beim Testspiel gegen Lettland (3:1) in der Innenverteidigung durch und erzielte gleich sein Premieren-Tor. Der damalige Admira-Kicker wurde ein weiteres Mal für das Match gegen Deutschland im September 2011 einberufen, kam dabei aber nicht zum Einsatz und wurde daraufhin nie wieder einberufen. Der 20-fache U21-Teamkicker hat bereits über 100 Spiele in der Bundesliga sowie 16 in der UEFA Europa League absolviert und zählt bei den Grün-Weißen zur Stammelf.

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[nextpage title=“Rechter Außenverteidiger“]

[spielerprofil spieler=“Ekrem Dag“]

Der gebürtige Türke kam in seinen zwei Jahren Nationalmannschaft zu zehn Einsätzen. Die erste Einberufung kam im Oktober 2009 beim 2:1-Sieg gegen Litauen, das erste Spiel absolvierte der 35-Jährige gegen Dänemark im März 2010. Während der Constantini-Ära zählte Dag zu den am meisten eingesetzten Spielern. Seine Teamkarriere endete mit dem Amtsbeginn von Koller. Der Schweizer nominierte den früheren Besiktas-Spieler nicht mehr für seinen Kader. Nach elf Jahren in der Türkei kehrte der türkische Meister von 2009 nach Österreich zurück und kickt für den SV Pachern in der steirischen Oberliga Mitte.

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[nextpage title=“Defensives Mittelfeld links“]

[spielerprofil spieler=“Manuel Weber“]

Der Kärntner feierte während seiner Zeit bei Sturm Graz (2009-2014, 187 Spiele) jeweils einen Meistertitel und einen Cupsieg. Knapp nach der Meisterfeier wurde der 31-Jährige erstmals in den Kader des Nationalteams einberufen. Gegen Lettland kam Weber in der Nachspielzeit zu seinem Einsatz. Es blieben auch seine einzigen Einsatzminuten im ÖFB-Team. Drei weiteren Einberufungen (eine unter Koller) kamen dazu, aber keine zusätzliche Spielminute. Im Sommer 2014 wechselte der Mittelfeldspieler zum Wolfsberger AC, für die er 39 Partien absolvierte. In diesem Sommer beendete der Rechtsfuß seine Profi-Karriere und spielt derzeit für den SV Rosegg in der Kärntner Unterliga West.

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[nextpage title=“Defensives Mittelfeld rechts“]

[spielerprofil spieler=“Yasin Pehlivan“]

Der gebürtige Wiener war zu Beginn so etwas wie ein Lieblingsspieler von Constantini. Sein Debüt am 1. April 2009 gegen Rumänien war auch das erste Spiel des Trainers. Insgesamt 13 Partien bestritt Pehlivan unter dem Tiroler. Damals stand der 27-Jährige noch bei Rapid unter Vertrag. Nach seinem Wechsel in die Türkei zu Gaziantepspor wurde er aber nicht mehr einberufen. Unter Koller kam er im Jahr 2012 zu weiteren vier Kurzeinsätzen. Erst als ihn Red Bull Salzburg letztes Jahr verpflichtete folgten zwei Nominierungen unter dem Schweizer in der EM-Qualifikation – allerdings ohne Einsatzminuten. Derzeit ist der Mittelfeldspieler ohne Verein, nachdem sein Vertrag bei den Bullen in diesem Sommer endete.

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[nextpage title=“Linkes Mittelfeld“]

[spielerprofil spieler=“Christopher Drazan“]

Der Linksfuß galt in seiner Zeit bei Rapid Wien als verheißungsvolles Talent. Gegen Litauen gab der Wiener im Oktober 2009 mit erst 19 Jahren sein Debüt im Nationalteam. Es kamen noch zwei Einwechslungen bei den Testspielen gegen Kroatien (Mai 2010) und gegen Lettland (Juni 2011) sowie eine Einberufung bei Kollers Premiere im Test gegen die Ukraine. In Deutschland konnte sich Drazan beim 1. FC Kaiserslautern nicht durchsetzen und kehrte 2015 nach Österreich zum LASK zurück. Im Sommer wechselte der 26-Jährige zum Bundesliga-Aufsteiger SKN St. Pölten.

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[nextpage title=“Rechtes Mittelfeld“]

[spielerprofil spieler=“Patrick Wolf“]

Ein Meistertitel und ein Cupsieg mit Sturm Graz stehen auf der Vita des 35-Jährigen. Im Nationalteam reichte es zu zwei Einsätzen gegen gegen Dänemark und gegen die Schweiz im Jahr 2010. Gegen Kroatien stand Wolf zwar im Kader, aber ohne eingesetzt zu werden. Seine Ära bei den Grazern endete 2014. Danach folgte der Wechsel zum SV Allerheiligen in die Regionalliga Mitte. Diesen Sommer wechselte er zum FC Bad Radkersburg aus der steirischen Oberliga Süd-Ost. Insgesamt 182 Bundesliga-Partien für Sturm, den SC Wiener Neustadt, Austria Kärnten und die SV Ried zeigt die Statistik bei ihm an.

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[nextpage title=“Hängende Spitze“]

[spielerprofil spieler=“Christopher Trimmel“]

Eigentlich spielt der 29-Jährige heute in der rechten Verteidigung bei Union Berlin. Doch weil er damals bei Rapid zunächst in der Offensive spielte und ihn auch der Teamchef eher dort vorgesehen hatte, haben wir uns für seine Position eine Radfahrer-Taktik überlegt, die den Deutschland-Legionär als hängende Spitze vorsieht. Ein Dreierpack gegen Austria Kärnten in der Bundesliga brachte ihn damals in den Fokus. Am 12. August 2009, nur zehn Tage danach, wurde Trimmel gegen Kamerun eingewechselt und feierte somit seine Premiere im Teamdress. Gegen Rumänien in der WM-Qualifikation und im Test gegen Dänemark kam er zu zwei weiteren Einsätzen. Seit seinem Wechsel nach Berlin im Sommer 2014 konnte der Burgenländer ein Tor in über 60 Partien für die ‚Eisernen‘ erzielen.

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[nextpage title=“Sturm“]

[spielerprofil spieler=“Daniel Beichler“]

Sein Stern ging in jungen Jahren bei Sturm Graz auf. Mit 20 Jahren stieg der gebürtige Grazer zum Nationalspieler auf. Constantini setzte Beichler gleich in seinem ersten Match als Teamchef gegen Rumänien ein. Bis zu seinem Wechsel zum Hertha BSC war der 28-Jährige Teil des Nationalteams und lief weitere vier Mal im Teamdress ein. In Berlin wurde Beichler nicht glücklich und wurde in den drei Jahren an den FC St. Gallen, dem MSV Duisburg, die SV Ried und dem SV Sandhausen weiterverliehen. Im Sommer 2013 kam er dann wieder ablösefrei nach Graz zurück und wechselte zwei Jahre später zum SKN St. Pölten, mit denen der Offensivspieler aktuell einen Vertragsstreit führt.

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Das war Didi Constantini!

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Bericht auf ORF kurz vor der legendären Experten-Runde!

 

Trottel-Gate: Constantini, Zsak und Wohlfahrt im deutschen Fernsehen.

 

Bei der Vertragsverlängerung war die Welt noch in Ordnung (wirklich?):

 

Stermann & Grissemann-Parodie zum Trainergespann:

 

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Edvin Gruber

Edvin GRUBER (Redaktionsleitung/Grafik/Fanwear-Design) Bei 12terMann seit: 07/2015 M: edvin.bufi@12terMann.at T: @ediman_b

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