Deutschland

Deutsche Bundesliga, Legionärs-Check 32. Spieltag

Bremen hat’s gepackt!

Durch die Niederlage des Hamburger SV gegen gut spielende Augsburger, kann Werder Bremen auch rechnerisch nicht mehr absteigen und kann für die Saison 2014/15 dementsprechend planen. Sportlich hat man durch die Niederlage gegen FC Bayern München dieses Wochenende allerdings nichts dazu beigetragen. Dennoch spielten Sebastian Prödl und Zlatko Junuzovic eine famose Partie. David Alaba hat seit längerem wieder einen Scorerpunkt auf der Habenseite und hat nicht nur aufgrund dieser Aktion maßgeblichen Einfluß am Heimdreier gegen Bremen. Martin Harnik und der VfB Stuttgart haben nach dieser Runde (5 Punkte Vorsprung auf den HSV) realistischer Weise nicht mehr viel mit dem Abstiegskampf zu tun. Leider hat sich der Flügelstürmer bei der Freitagspartie die Schulter ausgerenkt. Wir wünschen ihm auf diesem Wege alles Gute.

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0:0

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Der VfB Stuttgart hat am Freitagabend bei Hannover 96 einen kleinen Schritt Richtung Klassenerhalt geschafft. Obwohl man es verabsäumte, diesen mehr oder weniger zu fixieren, so spielten die Niederlagen von Eintracht Braunschweig und dem 1. FC Nürnberg den bayrischen Schwaben in die Karten. Die Stuttgarter liegen nun 6 Punkte und +16 Tore von einem Direktabstiegsplatz entfernt – bei noch zwei verbleibenden Spieltagen. Lediglich der HSV könnte noch gefährlich werden.

Das Spiel zeigte einmal mehr deutlich, dass der VfB rein spielerisch nichts mit dem Abstieg zu tun haben dürfte, lediglich die mangelnde Chancenauswertung über die ganze Saison brachte den Verein in diese missliche Situation. Die Mannschaft rund um Martin Harnik war über die gesamte Spielzeit klar tonangebend und konnte zahlreiche gute Torgelegenheite nicht in Zählbares ummünzen. Hannover war kaum torgefährlich – den ersten echten Torschuss gab man erst in Halbzeit zwei ab – und hatte zudem Glück, dass der Schiedsrichter nach einem elferwürdigen Rempler von Marcelo an Didavi nicht auf Strafstoß entschied. Anfangs der zweiten Halbzeit vergab Cacau freistehend vor Hannover-Goalie Zieler eine Riesenchance zur Führung.

Besonders bitter und schmerzhaft endete das Spiel für unseren Legionär Martin Harnik, der sich in der 78. Minute bei einem Zweikampf die Schulter auskugelte. Er musste daraufhin ausgewechselt werden, seine Schulter wurde im Spital unter Narkose wieder eingerenkt werden – nicht das erste Mal, dass Harnik mit der Schulter Probleme hat. Ob er in dieser Saison seiner Mannschaft noch einmal helfen kann, steht noch nicht fest – am Montag folgt in Stuttgart noch eine genaue Untersuchung, er selbst möchte jedenfalls bereits nächste Runde (daheim gegen den VfL Wolfsburg) wieder tatkräftig mithelfen.

„Wenn die Aufnahmen zeigen, dass es medizinisch vertretbar ist, dann will ich unbedingt spielen. Ich will alles versuchen und möchte der Mannschaft in der jetzigen Phase unbedingt helfen“, sagt Harnik. Bis zu seiner Auswechslung zeigte der gebürtige Hamburger wieder eine sehr engagierte und mannschaftsdienliche Leistung – er brachte es auf einen Torschuss und eine Torschussvorlage. Er gewann 32% seiner Zweikämpfe und brachte 72% der Pässe an den (richtigen) Mann. Wir wünschen ihm an dieser Stelle baldige Besserung und hoffen, dass er bereits beim nächsten Spiel wieder einsatzfähig ist. (thelex)

 

 

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5:2

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Ein Schritt in die richtige Richtung oder wieder einmal ein Rückfall in alte Muster? Eine Antwort auf diese Frage, wird erst dienstags Nacht fallen, wenn Bayern München ein 0:1 aus dem Hinspiel in Madrid aufzuholen versucht.  Für die erste Hälfte, in denen Bayern wieder einmal zwei blitzsaubere Kontertore kassiert hat, entschuldigt sich Pep Guardiola auf der Pressekonferenz. Mit:  „So eine Leistung verdienen unsere Fans nicht“, begann der Fußballlehrer sein Referat ohne über den eigenen Ballbesitz zu sprechen. Es folgte ein thematischer Exkurs über den gegnerischen Konter und wie man ihn nach Ballverlust verteidigt. „Der erste Schritt für uns ist es, den Gegner beim Konter zu kontrollieren.“

Dies gelang seinen Schützlingen in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht. Balleroberung nach Ballverlust in spätestens drei bis fünf Sekunden, lautet das Credo, welches vor und während der Saison den Spielern quasi ins Hirn eingepflanzt wurde. Die beiden Gegentore durch Gebre Selassi und Hunt waren eine konsequente Fortsetzung des Leistungsabfalles seit der Sicherstellung der Deutschen Meisterschaft Ende März. In Halbzeit zwei wurde der Tempofußball mit Zug zum Tor wiederentdeckt, wobei auch David Alaba mit einer Torvorbereitung zum zwischenzeitlichen 3:2 seinen Teil in der Offensive beigetragen hat. Das man schlussendlich 5:2 gewinnen konnte, war im Endeffekt nur gut fürs Gemüt – aus taktischer Sicht war es für Guardiola ein Stillstand, was auch an seiner Mimik und Gestik abzulesen war. Wenn die Konter wieder so zugelassen werden wie zuletzt, wird der Traum der Tripple-Verteidigung am Dienstag ein jähes Ende finden. Falls die Leistung in Halbzeit zwei fortgesetzt wird, verspricht das vermeintlich vorweggenommene Finale, ein ereignisreiches- und aus Sicht der Münchner – erfolgreiches Spiel zu werden.

Nicht unerwähnt soll die Leistung der österreichischen Legionäre im Dress der Grün-Weißen bleiben. Vor allem Sebastian Prödl hatte mit neun (!) klärenden Aktionen, großen Anteil daran, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel und wurde deshalb deutlich zum Legionär der Runde gewählt. Auch Zlatko Junuzovic stemmte sich gegen die drohende Niederlage mit allen Mitteln: er gewann 39% seiner Zweikämpfe, und brauchte 59% seiner Pässe zu den Mitspielern. Seine Position auf der Doppelsechs, füllte er gut aus. (sami)

 

 

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2:2

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05_DFL (1:0) 12_DFL

Der VfL Wolfsburg und der SC Freiburg trennen sich 2:2-Unentschieden. Die Wölfe verpassen somit die Chance, Bayer Leverkusen in der Tabelle zu überholen und bleiben weiterhin einen Punkt hinter dem letzten Startplatz für die Fußball-Königsklasse. Freiburg kann durch den Punktgewinn den Klassenerhalt endgültig sichern und sich sogar auf Position zwölf in der Tabelle vorarbeiten.

Bereits in der dritten Spielminute brachte Perisic den VfL mit einem Kopfballtreffer in Front. Wolfsburg gelang es in der ersten Halbzeit nicht ihr Chancenplus in Tore umzuwandeln und hatte bei einem Lattenschuss von Darida sogar noch Glück nicht den Ausgleich zu kassieren. Die schlechte Chancenauswertung rächte sich jedoch nach der Halbzeitpause. Freiburg erhöhte den Druck und kam durch Mehmedi zum 1:1. Die Antwort auf den Gegentreffer kam in der 70. Minute. Das zweite Tor von Perisic nach einer Hereingabe von Träsch brachte den VfL wieder in Führung. Die Schlussphase bot Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, fast im Minutentakt. Das Netz sollte allerdings nur mehr nach einem Schuss von Freiburgs Terrazzino (83.) wackeln. In der Nachspielzeit verhinderte die Stange den Siegestreffer durch de Bruyne.

Philipp Zulechner wurde nach seiner Schulterverletzung nicht rechtzeitig fit und stand folglich nicht im Kader von SCF-Trainer Christian Streich(chris)

 

 

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2:0

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[image name=07_DFL] (2:0) [image name=17_DFL]

Der Prinzen-Effekt blieb aus – leblose Nürnberger verlieren in Mainz mit 2:0 und schlittern weiter dem direkten Abstieg entgegen. Keine Reaktion zeigten die Spieler auf den Trainerwechsel. Verbeek wurde zuletzt, auch intern immer lauter kritisiert. Der Niederländer ist  an seiner Offensivliebe gehangen und konnte angebliche seine taktische Sturheit nicht überwinden.

Immerhin: Nürnbergs neuer Ansatz unter Prinzen wirkte auf die Gastgeber einige Zeit lang so befremdlich, dass vom gewohnten Mainzer Spektakel wenig zu sehen war. Auf der anderen Seite deutete der Club Gefahr nur an, bei ein, zwei guten Gelegenheiten fehlte dann aber immer einem die Konsequenz, ob das nun Kiyotake, Mak oder Drmic war. Nach dem 1:0 sah man den  Nürnbergern die Irritation deutlich an. Entschieden war die Partie dann schon vor der Pause, weil erneut ein Standard getreten von Geis in einem Tor mündete. Nach einem Eckball bekam Nürnberg den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Moritz traf aus knapp 16 Metern und sehr beherzt zum 2:0.

Auch in Halbzeit zwei konnten sich die Nürnberger nicht mehr aufrappeln. Im Gegenteil, man hatte große Mühen sich spielerisch aus der eigenen Hälfte zu kombinieren. Irgendwann stellte dann Nürnbergs Anhang offenbar inspiriert durch die Spieler ebenfalls die Arbeit ein. Es herrschte Stille in der Kurve, der Club sah wieder einmal aus wie ein Absteiger. Zwei Spiele bleiben noch. Zu Hause gegen Hannover 96 und auswärts in Schalke. Irgendwie glaubt keiner mehr daran. Emanuel Pogatetz sah von der Ersatzbank aus 90 Minuten lang zu, wie seine Mitspieler den Abstieg scheinbar schon akzeptiert haben. (sami)

 

 

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3:1

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08_DFL (3:1) 16_DFL

Der Hamburger SV schaffte es nicht, die Niederlagen der direkten Konkurrenten im Abstiegskampf auszunützen. Gegen den FC Augsburg setzte es am Sonntag eine 1:3-Auswärtsniederlage, die achte in Folge. Die Hanseaten liegen damit zwei Spieltage vor Ende der Saison weiterhin nur auf dem Relegationsplatz, dicht gefolgt von Nürnberg und Braunschweig. Eine Verbesserung nach vorne wird schwer zu realisieren sein, der Rückstand auf Stuttgart ist auf fünf Punkte angewachsen. Augsburg wahrt durch den Sieg die Chance auf den letzten Europacup-Startplatz, konnte allerdings den Rückstand von vier Punkten auf Mainz nicht verringern.

Der FCA fand besser in die Begegnung und ging durch Halil Altintop früh in Führung. Der Türke verwertete eine Hereingabe in den Rücken der Abwehr von Kapitän Verhaegh unhaltbar. Erst nach dem Gegentreffer wirkte der HSV präsenter, während sich die Fuggerstädter mit Erfolg auf ihr Konterspiel konzentrierten. Nach einer guten halben Stunde war wieder Halil Altintop im Strafraum zu Stelle. Der Assist zum 2:0 kam diesmal von Hahn, der statt Werner spielte. Zehn Spielminuten darauf, die aus Sicht der Hamburger, unglückliche Vorentscheidung: HSV-Torhüter Adler konnte einen haltbaren Distanzschuss von Hahn nicht entschärfen, drei zu null. Kurz vor dem Pausenpfiff konnte Westermann mit der Schulter einen Calhanoglu-Freistoß zum Anschlusstreffer abfälschen. Auch nach der Pause waren die Hanseaten zu ideenlos im Spiel nach vorne. Augsburg hatte keine Probleme den Sieg über die Zeit zu bringen, es blieb beim 3:1.

Raphael Holzhauser, dessen Leihvertrag im Juni endet, scheint keine Rolle mehr in den Plänen von FCA-Trainer Markus Weinzierl zu spielen. Wie schon in der Vorwoche suchte man den Namen des österreichischen Mittelfeldspielers in der Kaderliste vergeblich. Alexander Manninger konnte den Sieg seiner Mannschaft von der Ersatzbank aus bejubeln(chris)

 

 

[image name=S04_OE]

0:1

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[image name=03_DFL] (0:1) [image name=06_DFL]

Schalke kassiert auch im zweiten Spiel hintereinander eine Pleite. Es scheint den Königsblauen im Endspurt die Puste auszugehen. Der Vorsprung im Kampf um die direkte Qualifikation zur Champions League ist auf drei Punkte geschrumpft. Die Gladbacher hingegen bejubelten ihren ersten Sieg auf Schalke seit 1992. Zweckoptimismus bei Trainer Jens Keller: “Die Mannschaft wird in den letzten beiden Spielen so funktionieren, dass wir auf jeden Fall die nötigen Punkte holen werden.”

Nach der Niederlage vorige Woche gegen Stuttgart, wirkten die Schalker im eigenen Stadion gehemmt. Zu weit stand man von dem Gegner entfernt, zu wenig strukturiert wurden die Angriffe vorgetragen. Als Gladbach nach 35 Minuten in Führung ging, hatte Schalke in der Abwehr einen Totalausfall aller wichtigen Komponenten. In der Folge einer Ecke durfte Patrick Herrmann den Ball ungestört aus der Drehung in die Maschen schicken. “Da kamen bei uns einige Fehler zusammen”, klagte Jens Keller. Doch selbst als die Schalker in der zweiten Hälfte mehr probierten, fehlte jegliche Effektivität.

Martin Stranzl führte nach seiner Innenbandverletzung seine Fohlen wieder als Kapitän in die Arena. Er hatte dabei in der ersten Hälfte eine Schrecksituation zu verkraften, als er den Ball in der eigenen Hälfte annahm, dabei seinen Blick nur auf das runde Leder fixierte und dabei den heranstürmenden Draxler übersah. Seine Mitspieler konnten diesen Fehler aber ausbügeln und somit wurde seine Leistung dadurch kaum getrübt und kann als solide bezeichnet werden. Er brachte 84% seiner Pässe zu seinen Mitspielern und gewann 60% seiner Zweikämpfe. In seinen Zweikampfverhalten erkannte man noch seine lange Verletzungszeit, sicherte aber bei Vorstößen von Kramer und Nordtveit meist sehr souverän ab und konnte sich ab und zu sogar in den Spielaufbau einschalten. Christian Fuchs ist nach seiner Knie-OP weiterhin in der Reha-Phase. (sami)

 


Leistungsdaten

DFL32

Legende:

Min (Einsatzminuten)
TS (Torschüsse)
TSV (Torschussvorlagen)
ZK (gewonnenen Zweikämpfe in Prozent)
PQ (erfolgreiche Pässe in Prozent)
BK (Ballkontakte auf 90 Minuten hochgerechnet)
Distanz (gelaufene Kilometer während der gesamten Einsatzminuten, auf 90 Minuten hochgerechnet)
Läufe (die Anzahl der intensiven Läufe auf 90 Minuten hochgerechnet)
Vavg. (Durchschnittsgeschwindigkeit während der gesamten Einsatzminuten in km/h)
90M (Werte auf 90 Minuten hochgerechnet, falls nicht über die volle Distanz im Einsatz, Einsätze < 15 Min. werden nicht hochgerechnet)
+/- (Wertung ähnlich wie Eishockey: -1 bei Gegentor am Feld / +1 bei Tor am Feld (zusätzlich +1 bei Assist, +2 bei Tor)) 
Farbcodes der Zellen: hellgrün (Bestwert innerhalb der Mannschaft) / dunkelgrün (Bestwert aller Spieler der Partie) 


Legionärswertung

So sieht diese Woche unsere Wertung der Top-3-Legionäre aus ÖFB-Sicht aus:

[podest silber=ALABA gold=PROEDL bronze=JUNUZOVIC]

 

(Autoren: chris, heindlinho, kara, maha, sami, thelex, xandi)

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