Baumgartner schießt Leipzig mit Doppelpack ins DFB-Pokal-Viertelfinale
Der ÖFB-Teamspieler setzt seinen starken Lauf weiter fort. Im Achtelfinale des DFB-Pokals trifft der 26-Jährige doppelt. Für Marcel Sabitzer und Kevin Stöger ist die Pokal-Saison hingegen vorbei.
Christoph Baumgartner und RB Leipzig ziehen in das Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Im Achtelfinalduell mit Zweitligist FC Magdeburg gewinnt der Bundesligist souverän mit 3:1.
Dabei erwischen die Gäste eigentlich den besseren Start und erspielen sich früh erste Tormöglichkeiten. Leipzig, wo mit Nicolas Seiwald und dem bereits erwähnten Baumgartner zwei Österreicher in der Startelf stehen, kommt hingegen schwach in die Partie. In der 11. Spielminute gerät der Favorit sogar in Rückstand: Klostermann foult seinen Gegenspieler unnötig im Strafraum, Silas Gnaka verwertet den fälligen Strafstoß souverän zur 1:0-Führung für den Außenseiter.
Der Gegentreffer hat die Leipziger allerdings wachgerüttelt, die nun besser in die Partie kommen. Insbesondere Mittelstürmer Conrad Harder hat den Ausgleich mehrmals auf dem Fuß, verpasst es aber, seinen ersten Treffer im Trikot der „Roten Bullen“ zu erzielen.
In der 19. Minute trifft schließlich Antonio Nusa sehenswert zum 1:1. Nach einer schönen Spielverlagerung von Baumgartner landet der Ball bei Diomande, der sich den Ball stark annimmt und den Norweger freispielt. Der 20-Jährige knallt in der Folge ansatzlos zentral vor dem gegnerischen Strafraum drauf und versenkt den Ball mithilfe des linken Innenpfostens im Tor.
Nur zehn Minuten später gehen die Leipziger sogar in Führung: Klostermann erobert am rechten Flügel den Ball, der über Umwege bei Nusa landet. Dieser bedient im Strafraum Harder, der klug auf Baumgartner ablegt. Der ÖFB-Teamspieler bleibt cool und trifft zum 2:1.
Baumgartner trifft per Außenrist
Anschließend nimmt das Spiel den erwarteten Spielverlauf. Die Gastgeber sind das gefährlichere Team, erarbeiten sich mehrere Chancen und sorgen zehn Minuten nach dem Seitenwechsel für die Entscheidung. Infolge eines Konters kommt Nusa an der Mittellinie an den Ball und startet ein Tempo-Dribbling. An der Strafraumkante bindet der Norweger zwei Gegenspieler und wartet klug ab, bis der einlaufende Baumgartner in Position ist.
Der 26-Jährige zieht mit dem rechten Außenrist ab, der Ball geht unhaltbar links unten ins Eck. Damit steht Baumgartner, der sich aktuell in der besten Form seiner Leipzig-Zeit befindet, nun wettbewerbsübergreifend bei neun Toren und drei Assists. Nach 88 Spielminuten ist für den 26-Jährigen Schluss, er wird für Maksimovic ausgewechselt. Seiwald spielt durch, mit Xaver Schlager kommt ein weiterer ÖFB-Legionär zur Halbzeit.
Todesfall überschattet Sieg
Der 3:1-Sieg und das damit verbundene Weiterkommen im DFB-Pokal verkommen am Dienstagabend aber zur Nebensache. Vor dem Spiel ist es zu einem medizinischen Notfall gekommen, ein Fan der Gäste musste reanimiert und ins Krankenhaus gebracht werden. Dort ist er laut Angaben der Leipziger später verstorben.
„Unsere Gedanken sind bei dem verstorbenen Magdeburg-Fan und seiner Familie. In solchen Momenten rückt der Fußball komplett in den Hintergrund. Wir wünschen den Angehörigen viel Kraft“, teilt RB Leipzig in den sozialen Netzwerken mit.
Dortmund verliert gegen Leverkusen
Aus dem Pokal ausgeschieden sind hingegen Marcel Sabitzer und Borussia Dortmund. Im Achtelfinale glückt Bayer Leverkusen nach der jüngsten Bundesliga-Pleite die Revanche, ein Treffer von Ibrahim Maza entscheidet die Partie (34.). Der ÖFB-Teamspieler, der am Wochenende in der Startelf stand, sitzt bei der 0:1-Niederlage 90 Minuten auf der Bank.
Vorbei ist das Pokal-Abenteuer zudem für das zuletzt so formstarke Borussia Mönchengladbach. Die im Vergleich zum Wochenende auf mehreren Positionen veränderten „Fohlen“, bei denen Kevin Stöger erstmals seit Ende Oktober wieder in der Startelf stand, unterliegen Bundesliga-Schlusslicht FC St. Pauli mit 1:2.
