Glücklicher Elfmeter: Querfeld trifft, doch es gibt Kritik „von oben“
Am Freitagabend endete das Bundesligaspiel zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt vor 22.012 Zuschauern an der Alten Försterei mit einem 1:1-Unentschieden. Am Ende stand der österreichische Legionär Leopold Querfeld im Mittelpunkt, da er durch einen Strafstoß seiner Mannschaft einen Punkt rettete. Über die Ausführung des Elfmeters gab es jedoch Diskussionen.
Frankfurt trat erstmals unter dem neuen Trainer Albert Riera an, der im Jänner Dino Toppmöller abgelöst hatte und bei Celje davor auch im Europacup konstant sehr starke Resultate einfuhr. Ein richtiger Befreiungsschlag gelang mit dem Unentschieden jedoch beiden Mannschaften nicht. Die Berliner warten nun seit sechs Ligaspielen auf einen Sieg, die Eintracht ist seit neun Pflichtspielen ohne Erfolg.
Eintracht Frankfurt bestimmte über weite Strecken die Partie, hatte wie erwartet viel Ballbesitz, kam daraus jedoch kaum zu klaren Möglichkeiten, während Union vor der Pause durch Aljoscha Kemlein die beste Chance hatte. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielbild wenig, Frankfurt hielt den Ball, blieb im letzten Drittel aber zu harmlos, bis die Schlussphase Bewegung brachte.
Schlag auf Schlag
Zunächst traf Union-Berlin-Spieler Derrick Köhn die Stange, ehe Nathaniel Brown die Gäste in der 83. Minute mit einem platzierten Schuss aus kurzer Distanz in Führung brachte. Kurz darauf kippte das Spiel jedoch: Oscar Højlund verursachte im eigenen Strafraum ein unnötiges Foul und sah die gelb-rote Karte. Der österreichische Legionär Leopold Querfeld übernahm Verantwortung und brachte den Ball im Netz unter. Der Elfmeter war jedoch sehr schwach geschossen und der Innenverteidiger hatte viel Glück, dass der Schuss ins Tor ging.
Kritik am Strafstoß
Leo Querfelds Trainer Baumgart stellte nach dem Spiel fest: „Was soll ich sagen? Am Ende geht der Ball rein. Aber er ist nicht gut geschossen. Über Tore will ich mich nicht beschweren. Aber er muss lernen, klarer zu schießen. Sonst schießt er nicht mehr viele.“
Auch Union- Geschäftsführer Horst Heldt war verwundert über Querfelds Strafstoß: „Da werden wir auf jeden Fall drüber reden, weil so kann man den Elfmeter nicht schießen. Zum Glück ist er reingegangen, aber das ist mir zu läppisch. Der kann ihn normalerweise auch mit 200 km/h ins Tor hämmern. Ich weiß nicht, warum er den so schießt.“
Querfeld nahm die Kritik relativ locker auf. Zunächst witzelte er: „Ich weiß nicht, ob er (Anm: Heldt) damals Elfmeter geschossen hat.“ Er sah aber natürlich auch Verbesserungsbedarf: „Nein, ich muss den besser schießen. Aber am Ende zählt nur, dass er drin war.“
