Leeds buhlt um Romano Schmid – Darum ist der ÖFB-Spieler für Werder Bremen so wichtig
Schon im vergangenen Sommer sollen mehrere Klubs aus der englischen Premier League um ÖFB-Teamspieler Romano Schmid gebuhlt haben, am Ende blieb der kreative Mittelfeldspieler aber bei seinem langjährigen Arbeitgeber SV Werder Bremen.
Seit Sommer 2020 kickt der 25-Jährige an der Weser, lief für den Traditionsklub bisher 175 Mal auf und lieferte dabei 16 Tore und 32 Assists. Wie Transferinsider Fabrizio Romano berichtet, könnte Schmid die Bremer aber noch in diesem Winter verlassen.
Laut dem Italiener soll Leeds United um den Offensivspieler buhlen, die beiden Vereine bereits Gespräche führen und sich in fortgeschrittenen Verhandlungen befinden. Im Raum steht eine Ablöse in Höhe von 15 Millionen Euro, die sich durch Boni noch erhöhen könnte. Damit liegt die Summe knapp unter dem von „transfermarkt.at“ taxierten Marktwert (17 Mio.), was auch an der Restlaufzeit von Schmids Vertrag bei den Werderanern liegt. Sein Arbeitspapier in Bremen läuft nämlich im Sommer 2027 aus.
Werder würde mit Schmid einen absoluten Leistungsträger verlieren, ist der Grazer in dieser Saison – wie bereits in der vergangenen Spielzeit – das belebende Element in der Offensivabteilung. In dieser Spielzeit ist er auch unter Neo-Cheftrainer Horst Steffen gesetzt, stand in allen bisherigen 17 Bundesligapartien auf dem Platz. Dabei gelangen ihm zwei Tore und fünf Assists.
Schmid unter besten Kreativspielern Europas
Wie wichtig er für das Bremer Offensivspiel ist, zeigt sich auch anhand der zugrunde liegenden Leistungsdaten im Vergleich zu anderen Spielern innerhalb der Top-Fünf-Ligen.
Schmid gehört dabei zu den auffälligsten Kreativspielern Europas, seine xA-Wert (Erwartete Assists) von 4,80 liegen im 99. Perzentil, in Europas Top-5-Ligen sind nur acht Spieler besser – unter anderem Michael Olise (FC Bayern), Kylian Mbappe (Real Madrid) oder Lamine Yamal (FC Barelona). Ligaweit stehen mit Olise und David Raum von RB Leipzig nur zwei Spieler vor dem Österreicher. Wichtig dabei zu erwähnen: Die meisten dieser Spieler stehen bei europäischen Topklubs unter Vertrag, Werder Bremen rangiert aktuell hingegen auf Platz 13 der Deutschen Bundesliga, steckt im Abstiegskampf.
Auch der kombinierte Offensivwert aus eigenen Abschlussaktionen und Vorlagen (npxG + xAG) unterstreicht seine Rolle. Mit 0,40 pro 90 Minuten (96. Perzentil) ist Schmid konstant an den entscheidenden Szenen im letzten Drittel beteiligt und prägt das Angriffsspiel seines Teams maßgeblich.
Besonders deutlich wird sein Einfluss zudem bei den Shot-Creating Actions (Abschlusskreierende Aktionen): 5,63 Aktionen pro 90 Minuten führen direkt zu Abschlüssen. Dazu belegt Schmid Platz fünf jener Spieler mit den meisten Pässen in den Strafraum. Der Grazer steht bei 41, Spitzenreiter Olise bei 50. Auch bei den Schlüsselpässen steht der 31-fache ÖFB-Teamspieler in den Top-Ten Europas bester Ligen (43).
Dass Leeds United seine Offensivabteilung gerne um Schmid erweitern würde, ist angesichts der Datenlage nicht verwunderlich. Schon im Sommer gab es Gerüchte um Interesse von Aston Villa, Lazio Rom (Italien) sowie LOSC Lille aus Frankreich.
Große Konkurrenz bei Leeds
Schmid selbst soll sich bereits im Sommer den nächsten Schritt gewünscht haben, dabei aber auch die WM 2026 im Blick gehabt haben. Dort wird der 25-Jährige zwar mit großer Sicherheit im Kader von Ralf Rangnick stehen, im Kampf um die Startelf sind aber auch Form und Spielzeit entscheidend.
Diese wäre bei Werder Bremen gewährleistet, bei Leeds United würde er sich namhafter Konkurrenz stellen müssen. Unter anderem agiert dort Ex-Salzburger Brenden Aaronson im offensiven Mittelfeld. Setzt sich Schmid hingegen auch in der Premier League durch, könnte er es auf das Radar Europas absoluter Spitzenklubs schaffen.
