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Xaver Schlager: Vertragsgespräche mit RB Leipzig stocken

Der Vertrag des Mittelfeldmotors beim deutschen Bundesligisten läuft im kommenden Sommer aus. Die „Roten Bullen“ drängen auf eine Verlängerung.

Im Sommer 2022 wechselte ÖFB-Teamspieler Xaver Schlager vom VfL Wolfsburg zum Bundesliga-Konkurrenten RB Leipzig. Dort avancierte der 28-Jährige auf Anhieb zum Stammspieler, bestritt bisher trotz Verletzungsproblemen 86 Pflichtspiele.

Auch in dieser Saison fehlte der gebürtige Linzer seinem Klub in mehreren Partien, mittlerweile ist Schlager aber wieder zurück. Wie viele Partien noch dazukommen, ist aber fraglich – denn der Vertrag des Mittelfeldspielers in Sachsen läuft mit Saisonende aus. RB Leipzig will mit dem Österreicher zwar unbedingt verlängern, bisher konnte man sich aber noch nicht einigen. Nun erhöht der Klub den Druck.

„Irgendwann muss man zusammenfinden“

„Es gab nachvollziehbare Gründe, warum Xaver sich vielleicht ein bisschen länger Zeit gelassen hat, das eine oder andere für sich zu eruieren, wie es für ihn weitergeht. Seine Verletzungshistorie ist doch ein bisschen größer und länger als bei anderen Spielern. Die Zeit gestehen wir ihm zu“, so Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer zur „Bild“. „Irgendwann muss man dann aber auch zusammenfinden – oder man orientiert sich anders“, fügt der 41-Jährige hinzu.

Eine Entscheidung soll bis Jahresende fallen, eine Vertragsverlängerung ist wohl weiterhin das realistischste Szenario. „Wir sind in einem sehr offenen und respektvollen Austausch“, merkt Schäfer an. Schlager selbst äußerte sich auf einer Medienrunde zuletzt zurückhaltend, machte deutlich, die Sache privat halten und sich nicht öffentlich zu seiner Vertragssituation äußern zu wollen.

Konkurrenz im Mittelfeld groß

Aktuell befindet sich Leipzig in einem Aufwärtstrend, liegt in der Deutschen Bundesliga hinter dem FC Bayern auf Platz zwei. Zuletzt kassierte man eine 1:3-Niederlage gegen Christian Ilzers TSG Hoffenheim, zuvor blieb man allerdings neun Spiele in Folge ungeschlagen. Schlager stand für die „Roten Bullen“ in dieser Saison wettbewerbsübergreifend acht Mal auf dem Platz – drei Mal von Beginn an.

Zwischenzeitlich fehlte er aufgrund von muskulären Problemen, sammelte seit seiner Rückkehr auf den Platz drei Joker-Einsätze. Auf seiner Position im zentralen Mittelfeld dürfte der 28-Jährige nicht mehr so gesetzt sein wie früher, und muss sich seinen Platz wohl zurückkämpfen. Dort sind aktuell seine beiden formstarken Landsmänner Nicolas Seiwald und Christoph Baumgartner sowie Neo-DFB-Spieler Assan Ouédraogo gesetzt.