ÖFB-Teamspieler Stefan Posch hat einen neuen Klub gefunden
Was sich bereits angebahnt hat, ist seit dem gestrigen Montag fix: Stefan Posch verlässt den FC Bologna erneut per Leihe und wechselt innerhalb der Serie A. Künftig läuft der 44-fache österreichische Nationalspieler für Como 1907 auf, wo die spanische Mittelfeldlegende Cesc Fabregas als Cheftrainer fungiert.
Damit wechselt Posch in diesem Jahr zum zweiten Mal per Leihe – die Rückrunde der vergangenen Saison verbrachte der Abwehrspieler bereits bei Atalanta Bergamo, wo er verletzungsbedingt jedoch nur auf fünf Serie-A-Einsätze kam. Dennoch geht mit der Leihe auch ein permanenter Abschied einher: Der Deal soll eine Kaufpflicht in Höhe von sechs Millionen Euro beinhalten, wodurch zu seinen 85 Einsätzen für Bologna wohl keine weiteren mehr dazukommen werden. Am Comer See wird Posch künftig mit Ex-Salzburger Ignace Van der Brempt und Ivan Smolcic um den Platz als Rechtsverteidiger konkurrieren.
„Spannendes Projekt“
„Mit Stefan fügen wir unserer Abwehr große Erfahrung hinzu. Er ist ein Spieler, der bereits in zwei der Top-Ligen Europas gespielt hat und sich zudem ein solides Verständnis für internationale Wettbewerbe angeeignet hat. Wir freuen uns sehr, ihn willkommen zu heißen“, sagt Cheftrainer Cesc Fabregas über den 28-Jährigen.
„Ich bin wirklich glücklich, zu einem so ambitionierten Verein wie Como zu wechseln. Ich kann es kaum erwarten, dieses neue Abenteuer zu beginnen, meine neuen Mitspieler kennenzulernen, mit dem Trainerstab zu arbeiten und vor fantastischen Fans in einem so faszinierenden Stadion aufzulaufen. Ich habe bereits mit dem Trainer gesprochen, der mir das Projekt des Vereins erklärt hat: Es ist wirklich spannend. Hier gibt es eine junge, hungrige Mannschaft mit großem Hunger, zu wachsen. Ich bin bereit, alles zu geben“, sagt Posch.
Auch HSV zeigte Interesse
Insbesondere mit Blick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft im kommenden Jahr, für die sich das österreichische Nationalteam unbedingt qualifizieren möchte, macht ein Wechsel Sinn. Posch benötigt regelmäßige Spielpraxis, um seinen Platz in der Startelf von Ralf Rangnick weiter zu behaupten. Dort ist er – wenn fit – als Rechtsverteidiger gesetzt.
Dass die Reise für den 28-Jährigen nun in der Serie A weitergeht, war nicht immer klar. Zuletzt wurde Posch auch mit Bundesliga-Aufsteiger Hamburger Hamburger SV in Verbindung gebracht, er soll sich aber gegen eine Rückkehr nach Deutschland entschieden haben. In der Deutschen Bundesliga war Posch bereits für die TSG Hoffenheim aktiv, für die er insgesamt 126 Pflichtspiele bestritt – die meisten in seiner Vereinskarriere.
