Ex-ÖFB-Keeper Martin Fraisl beendet seine Karriere
Im Alter von 32 Jahren verkündet der ehemalige ÖFB-Torhüter Martin Fraisl sein Karriereende. Zuletzt war er in Portugal aktiv.
„Heute endet ein Kapitel, das mein ganzes Leben geprägt hat“ – mit diesen Worten leitet Torhüter Martin Fraisl seinen Abschiedspost auf „Instagram“ ein. Wie der 32-Jährige am Mittwoch bekannt gibt, beendet er mit sofortiger Wirkung seine aktive Fußballkarriere. „Wenn ich ehrlich bin, fällt es mir schwer, diese Worte überhaupt zu schreiben. Weil sie bedeuten, dass eine Zeit vorbei ist, in der ich jede einzelnen Tag für diesen Traum gelebt habe“, so der Torhüter, der zuletzt beim portugiesischen Drittligisten CD Mafra unter Vertrag stand. Dort unterschrieb er erst im Sommer 2024, musste mit dem Verein aber den Abstieg in die Drittklassigkeit hinnehmen. Insgesamt kam Fraisl in Portugal auf 32 Spiele, in dieser Saison blieb er jedoch ohne Einsatz.
In seiner Karriere war der Niederösterreicher in sechs Ländern aktiv: Österreich, Deutschland, Dänemark, Rumänien, Niederlande und Portugal. Die meisten Spiele (65) bestritt er für den FAC und den Wiener Sportclub (51), dazu kommen unter anderem 47 Spiele für den SV Sandhausen und 32 Einsätze für Arminia Bielefeld.
Aufstieg mit Schalke 04
Seine wohl beste Zeit hatte der 32-Jährige beim FC Schalke 04. Den Traditionsklub führte er als Stammtorhüter in die Deutsche Bundesliga. Seine starken Leistungen beim damaligen Zweitliga-Meister 04 honorierte Nationaltrainer Ralf Rangnick gar mit der Einberufung ins ÖFB-Team im Juni 2022. Zu einem Länderspiel kam Fraisl, der seine Profikarriere im Alter von 22 Jahren erst recht spät startete, aber nie.
Zu seinen größten Erfolgen gehört neben dem Aufstieg mit Schalke noch der Gewinn der dänischen Meisterschaft mit dem FC Midtjylland in der Saison 2023/24. Neben diesen Höhen gab es in der Karriere des Niederösterreichers aber auch Tiefen – so musste er mit Arminia Bielefeld, ADO Den Haag und zuletzt dem CD Mafra in seiner Karriere auch drei Abstiege hinnehmen.
„Ja, ich hätte gerne Champions League gespielt. Doch irgendwann habe ich die KI gefragt, wo ich mit meiner Karriere eigentlich stehe – und sie antwortete: unter den erfolgreichsten 0,003 % aller Fußballer Europas. In diesem Moment habe ich verstanden, dass Erfolg vor allem eine Frage des Blickwinkels ist. Ich durfte meinen Traum leben – und das ist mehr, als ich mir je hätte wünschen können“, schreibt Fraisl zu seinem Abschied.
