Tor beim Debüt: Maximilian Ullmann trifft im Schweizer Klassiker
Der zuletzt vereinslose Flügelverteidiger trifft in seinem ersten Spiel für die Grasshoppers Zürich. Gegen den FC Basel erkämpft man sich im Schweizer Klassiker trotz Unterzahl ein verdientes Remis.
Was für ein Einstand von ÖFB-Legionär Maximilian Ullmann bei seinem neuen Klub. Nur knapp zwei Wochen nach seiner Unterschrift beim von Ex-Blau-Weiß-Trainer Gerald Scheiblehner trainierten Klub (Alle Infos>>>), feiert der 29-Jährige sein Debüt – und trifft nach nur 13 Minuten zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung gegen den FC Basel.
Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld zieht Marques auf der rechten Seite los und spielt in der Mitte Muci frei. Dieser trifft den Ball bei seinem Schuss aber nicht richtig und legt unfreiwillig auf Ullmann ab, der locker einschiebt. Nur eine Minute später hat Marques das 2:0 auf dem Fuß, sein Schlenzer aus zentraler Position geht jedoch knapp am Tor vorbei.
Drei Rote Karten
Die Scheiblehner-Elf bleibt zwar das bessere Team, muss aber in der 33. Minute den Ausgleich hinnehmen. Basels Benie Traore nutzt eine schlechte Zuteilung in der Züricher Defensive aus und trifft nach Shaqiri-Assist zum 1:1.
Anschließend sehen die rund 8000 Zuseher im Letzigrund Stadion eine Partie auf Augenhöhe. Der FC Basel, wo Flavius Daniliuc als Innenverteidiger startet und Ex-ÖFB-Keeper Heinz Lindner auf der Bank sitzt, ist zwar dominanter, kann dies aber nicht in Tore ummünzen. In der 64. Spielminute nehmen sich die Gäste dann augenscheinlich selbst aus der Partie: Bacanin trifft seinen Gegenspieler mit dem Fuß am Kopf und sieht Gelb-Rot.
Das Spiel wird anschließend wilder, doch die Überzahl der Züricher hält nicht lange: In der 74. Minute sieht Marques seine zweite Gelbe Karte und muss ebenfalls vom Feld. Kurz vor dem Abpfiff sieht Zürichs Stroscio dann ebenfalls seine zweite Gelbe Karte (90.), weswegen die Gastgeber die letzten Minuten in Unterzahl spielen. Das Remis kann die Scheiblehner-Elf aber über die Zeit retten.
Ullmann hatte „pure Vorfreude“
Ullmann, der in einem 3-4-3 als linker Wingback startet, steht bei dem 1:1-Unentschieden 77 Minuten auf dem Feld, ehe er für Allan Arigoni ausgewechselt wird.
„Es freut mich sehr, dass ich der Mannschaft helfen habe können. Ich habe gesehen, dass der Ball auf der rechten Seite durchgeht und bin genau richtig gestanden. Das freut mich auch für mich persönlich sehr“, so Ullmann, der zuvor sechs Monate lang kein Pflichtspiel mehr absolviert hat, nach dem Spiel.
Nervös war er dennoch nicht. „Ich hatte pure Vorfreude und habe es kaum erwarten können, endlich hier spielen zu können. Ich bin jetzt elf Tage da und habe sofort den guten Teamspirit bemerkt. Jeder kämpft für jeden, das Trainerteam hat uns super eingestellt“, so der einmalige ÖFB-Teamspieler.
Daniliuc spielt durch
Auf der anderen Seite spielt Flavius Daniliuc zum zehnten Mal in Folge in der Defensivzentrale der Baseler durch und zeigt eine solide Leistung. Heinz Lindner, Ersatzmann vom ehemaligen BVB-Keeper Marwin Hitz, sitzt auf der Bank.
In der Tabelle übernimmt der FC Basel Platz vier, hat auf den Ersten FC Thun aber schon acht Punkte Rückstand. Die Grasshoppers, die aktuell von viel Verletzungspech geplagt sind, bleiben als Elfter im Tabellenkeller.
