Bayern München und Hoffenheim strecken Fühler nach U17-Torjäger Johannes Moser aus
Die österreichische Nationalmannschaft trifft heute bei der U17-Weltmeisterschaft im Finale auf Portugal und es ist das erste Mal, dass eine rot-weiß-rote Auswahl in einem WM-Endspiel steht. Aufgrund des starken Abschneidens der österreichischen Nationalmannschaft ist es kaum verwunderlich, dass Top-Vereine ein Auge auf die Stars werfen, wobei natürlich insbesondere Johannes Moser, der Führende der Torschützenliste im Rampenlicht steht.
Johannes Moser hat sich in kurzer Zeit vom vielseitigen Nachwuchstalent zum wichtigsten Spieler der österreichischen U17-Auswahl entwickelt. Der Kärntner startete im Nachwuchs des SK Treibach, war parallel im Skisport erfolgreich und entschied sich erst als Zwölfjähriger endgültig für den Fußball. Über den KAC 1909 gelangte er 2021 in die Salzburger Akademie, wo er die üblichen Altersstufen durchlief. Seit Frühjahr 2025 sammelt er zudem Spielpraxis beim FC Liefering in der 2. Liga und machte somit die ersten Schritte im Erwachsenenfußball.
Bei der WM in Katar nutzte Moser diese Grundlage konsequent. Er spielte das Turnier ohne Leistungsschwankungen durch und wurde zum Schlüsselspieler des österreichischen Offensivspiels. Seine acht Treffer – je zur Hälfte aus dem Spiel und von ruhenden Bällen erzielt – prägten den gesamten Turnierverlauf. Besonders das Halbfinale gegen Italien, in dem er beide Tore beisteuerte, unterstrich seine Bedeutung für das Team.
Medienberichten zufolge wird er nun von zwei großen deutschen Klubs intensiv beobachtet. Die Rede ist von Bayern München und Hoffenheim, was angesichts der beiden Sportdirektoren bei diesen Klubs nicht verwunderlich ist. Christoph Freund in München und Andreas Schicker in Hoffenheim kennen den österreichischen Nachwuchsmarkt aufgrund ihrer Vergangenheit perfekt und scheinen großes Interesse am jungen Österreicher zu haben.
Johannes Moser wird sich die Frage stellen müssen, ob seine Karrierechancen besser sind, wenn er sich zunächst in der Kampfmannschaft von RB Salzburg durchsetzt und danach ins Ausland wechselt, oder ob er schon in den kommenden Monaten den Schritt zu einem internationalen Top-Klub wagt und sich dort über die zweite Mannschaft für die Profis empfiehlt. Für beide Varianten gibt es Beispiele die funktionierten oder scheiterten.
