Die wichtigsten Aussagen von Ralf Rangnick vor dem Duell gegen Ghana
Vor dem Freundschaftsspiel gegen Ghana sprach ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick über die Zielsetzung, Rotation und die Bedeutung der Tests im Hinblick auf die WM – bei der Österreich im ersten Gruppenspiel am 17. Juni gegen Jordanien in den Österreich WM Wetten als klarer Favorit gilt. Mit am Podium saß auch Michael Gregoritsch. Wir fassen die wichtigsten Aussagen für euch zusammen!
Balance zwischen Ergebnis und Experimenten
Rangnick sieht keinen Widerspruch zwischen sportlichem Anspruch und personellen Experimenten. „Das eine schließt ja das andere nicht aus. Klar ist natürlich, dass wir die Spiele auch erfolgreich bestreiten wollen, dass wir die Spiele gewinnen wollen, aber das schließt ja nicht aus, dass wir trotzdem auch möglichst vielen Spielern die Chance geben, sich zu zeigen und zum Einsatz zu kommen.“
Die erweiterten Wechselmöglichkeiten erleichtern ihm diesen Zugang: „Dadurch, dass es ja elf Wechselmöglichkeiten gibt in jedem dieser Spiele, gibt es die Möglichkeit, dass tatsächlich auch viele zum Einsatz kommen. Ich bin sehr froh, dass diese Entscheidung getroffen wurde für die nächsten vier Testspiele.“
Zwei komplett unterschiedliche Startformationen erwartet er nicht: „Dass wir jetzt mit zwei komplett verschiedenen Mannschaften auflaufen, das glaube ich jetzt mal eher nicht.“ Frühere Wechsel sind aber eingeplant: „Es ist schon möglich, dass es morgen ein paar Wechsel schon zur Halbzeit gibt, aber das hängt natürlich auch vom Spielverlauf ab.“
Guter Lehrgang, positive Eindrücke
Mit der Trainingswoche zeigte sich Rangnick zufrieden. „Ich glaube, wir hatten richtig gute Energie in den Trainingseinheiten, eigentlich in allen Trainingseinheiten vom ersten Tag an. Wir hatten fantastische Bedingungen, der Platz war in einem Topzustand, das Wetter war hervorragend.“
Auch die Neulinge überzeugten: „Auch die vier, die jetzt zum ersten Mal dabei waren, haben einen guten Eindruck hinterlassen.“
Gregoritsch hob vor allem die Integration hervor: „Wenn man sieht, wie oft die vier gelacht haben und wie oft sie sich an Gesprächen beteiligt haben, glaube ich, dass das genau das widerspiegelt, dass diese Mannschaft das sehr, sehr einfach macht.“ Zudem hätten sie „richtig was reingebracht in die Mannschaft“.
Ghana als gezielter Härtetest
Die Wahl von Ghana ist bewusst erfolgt. Rangnick sieht Parallelen zum kommenden WM-Gegner Algerien. „Beide haben einen spielerischen Ansatz, versuchen über Kombinationsspiel das Spiel zu dominieren, und haben trotzdem eine entsprechende Körperlichkeit und Physis. Da gibt es gewisse Parallelen.“
Auch taktisch seien Ähnlichkeiten vorhanden: „Es ist auch bei beiden so, dass sie mal mit Viererkette spielen, mal mit Dreierkette. Deswegen haben wir ganz bewusst diese Gegner ausgewählt.“
Zudem verfüge Ghana über Tempo und individuelle Qualität: „Sie haben vorne im Sturm gute Geschwindigkeit und Spieler, die sich teilweise in der Premier League auf sich aufmerksam machen.“
Keine Risiken im Kader
Personell bleibt noch offen, wer tatsächlich zur Verfügung steht. Bei Xaver Schlager gibt es vorsichtigen Optimismus: „Es sieht so aus, als ob es keine strukturelle Verletzung gegeben hat, aber es ist möglich, dass ich ihn morgen nicht riskiere.“
Grundsätzlich gilt: „Wir werden auf jeden Fall bei keinem der Spieler irgendein Risiko eingehen.“
WM rückt näher
Für Gregoritsch ist die WM bereits spürbar. „In erster Linie spürt man, dass das Kribbeln extrem groß ist. Bei mir persönlich wird es immer mehr. Man weiß, man kommt immer näher, wo kann man jetzt noch was optimieren, um dann bei der WM in Topform zu sein.“
