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DFL-Saisonvorschau 2012/2013

Die Jubiläumssaison mit mehr ÖFB-Legionären als je zuvor!

Die Deutsche Bundesliga geht in ihre 50. Saison und mit ihr mehr österreichische Legionäre denn je. Insgesamt verteilen sich mehr als beachtliche 18 Österreicher auf 12 Bundesliga-Clubs, also gibt es in der DFL kaum noch ein Spiel ohne Beteiligung eines ÖFB-Akteurs!

Der am meisten rot-weiß-rot eingefärbte Club in der DFL ist – einmal mehr – der SV Werder Bremen, der insgesamt vier österreichische Spieler beheimatet. Dicht gefolgt vom VfB Stuttgart, wo bereits drei Österreicher im Profikader stehen. Von den deutschen Spitzenvereinen ist nach wie vor nur Borussia Dortmund ohne ÖFB-Legionär, aber wer weiß…das Transferfenster ist noch ein paar Tage offen und über kurz oder lang wird die „gelbe Wand“ auch einen Ösi anfeuern. Da sind wir ganz zuversichtlich!

Sehen wir uns nun alle Vereine etwas genauer an, die zumindest einen Österreicher im Profikader stehen haben und wagen eine kleine Prognose, was für den Verein und unsere Legionäre in der kommenden Saison zu erwarten ist. Abgerundet wird das Ganze durch einen genauen Transferüberblicke der jeweiligen Vereine.


Zugänge: Mario Mandzukic (VfL Wolfsburg), Dante (Borussia Mönchengladbach), Xherdan Shaqiri (FC Basel, Schweiz), Tom Starke (1899 Hoffenheim), Claudio Pizarro (Werder Bremen), Mitchell Weiser (1. FC Köln)

Abgänge: Nils Petersen (Werder Bremen, ausgeliehen), Ivica Olic (VfL Wolfsburg), Jörg Butt (Karriereende), Danijel Pranjic (Sporting Lissabon), Breno (Ziel unbekannt), Takashi Usami (Gamba Osaka, war ausgeliehen), Rouven Sattelmaier (Ziel unbekannt). 

Zwei titellose Saisonen hat man in München hinter sich. Und wer die Bayern kennt weiß, dass sich das die Herren Hoeneß und Beckenbauer nur ganz schwer gefallen lassen. Daher haben die Bayern alles Mögliche unternommen um wieder die unumstrittene Nummer 1 in Deutschland zu werden. Einige spektakuläre Transfers wie Mandzukic, Pizzaro oder Dante innerhalb der Bundesliga oder Xerdan Shaqiri, der aus der Schweiz geholt wurde, um den ohnehin schon starken Kader zu ergänzen. Sieht man von einem möglichen Megawechsel von Javi Martinez ab, der noch immer offen ist, war aber sicher die spektakulärste und wie viele meinen die beste Entschiedung, Matthias Sammer als neuen Sportdirektor zu verpflichten.

Dass die Neuzugänge funktionieren wurde von „MaShaZarro“ im ersten Cupspiel schon eindrucksvoll bewiesen, der Anspruch der Bayern ist sicher „die Schale dahoam“ und in der CL wieder das Finale zu erreichen – möglich ist das sicher.

Aus österreichischer Sicht sehr traurig, dass sich David Alaba in der Vorbereitung verletzt hat und erst später ins Geschehen einsteigen kann. Erfreulich hingegen, dass man durch seinen kometenhaften Aufstieg in der letzten Saison keine Sekunde daran gedacht hat, sich an dieser oft schon heiklen Position bei den Bayern zu verstärken. Aus unserer Sicht absolute Stammplatzgarantie für David. Weiters erfreulich in der zweiten Mannschaft der Bayern schiesst sich ein weiterer Austrobayer in den Vordergrund: Kevin Friesenbichler durfte in der Vorbereitung auch in der Ersten einige Male mitschnuppern und überzeugte dabei mit einigen Toren.

Im Auftaktmatch zur neuen Saison treffen die Bayern übrigens auswärts auf den Aufsteiger aus Greuther-Fürth. Für die Fürther natürlich ein Traumlos, gleich in der ersten Runde so einen Kaliber zu Gast zu haben – für die Bayern heißt es jedoch aufpassen, die ersten Spiele eines Aufsteigers in der Liga sind oft noch extrem von der Aufstiegseuphorie getragen und die Bayern pflegen bisweilen gerne einmal die erste Runde zu verschlafen. (kicknik)


Zugänge: Chinedu Obasi (1899 Hoffenheim, war bislang ausgeliehen), Roman Neustädter (Borussia Mönchengladbach), Sead Kolasinac (eigene Jugend), Tranquillo Barnetta (Bayer 04 Leverkusen) 

Abgänge: Alexander Baumjohann (1. FC Kaiserslautern), Peer Kluge (Hertha BSC), Raul (Al Sadd/Katar), Hans Sarpei (Ziel unbekannt), Levan Kenia (Zenit St. Petersburg), Carlos Zambrano (FC St. Pauli), Mathias Schober (Karriereende), Jan Moravek (FC Augsburg, war bislang ausgeliehen), Mario Gavranovic (FC Zürich), Tim Hoogland (VfB Stuttgart/Leihe), Andreas Wiegel (Erzgebirge Aue).

Auch in der neuen Saison zählt Christian Fuchs auf der linken Abwehrseite zum Stammpersonal der Gelsenkirchner. Seinen Platz in der Startformation wird ihm vermutlich auch niemand so schnell abspenstig machen, zählt er doch zu den besten Linksverteidigern der DFL.

Im Jahr 1 nach Raul und nach erfolgter Champions-League-Qualifikation als Dritter der letzten Meisterschaft wollen die Knappen heuer den beiden Spitzenmannschaften Dortmund und Bayern gefährlich werden und sensationeller Weise den ersten Meistertitel seit 1958 holen. Realistischerweise ist auch heuer die fixe Qualifikation für die europäische Königsklasse, zumal die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen keine wesentlichen Verstärkungen geholt hat.

Am ersten Spieltag trifft Schalke gleich auf einen Konkurrenten um einen Platz in Europa: auf Hannover 96 in der AWD-Arena. 3 Punkte bei den Niedersachsen gäbe der Stevens-Elf sicherlich eine Portion Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben – leicht wird das aber nicht, haben doch die 96er bereits einige Spielpraxis durch die Europa-League-Qualifikation sammeln können. (xandi)


Zugänge: Luuk de Jong (FC Twente Enschede), Alvaro Dominguez (Atletico Madrid), Branimir Hrgota (Jönköping Södra), Lukas Rupp (SC Paderborn, war ausgeliehen), Bamba Anderson (Eintracht Frankfurt, war ausgeliehen), Granit Xhaka (FC Basel, Schweiz), Peniel Mlapa (1899 Hoffenheim)

Abgänge: Marco Reus (Borussia Dortmund), Roman Neustädter (FC Schalke 04), Dante (Bayern München), Logan Bailly (Oud-Heverlee Leuven), Mathew Leckie (FSV Frankfurt, Leihe), Elias Kachunga (Hertha BSC, Leihe), Tobias Levels (Fortuna Düsseldorf, war bereits ausgeliehen), Bamba Anderson (Eintracht Frankfurt, war bereits ausgeliehen)

Hinter der Borussia steht ein großes Fragezeichen. Denn prinzipiell haben viele Experten die Fohlen auf Ihrem Zettel, wenn es darum geht, die Top-3-Clubs der kommenden DFL-Saison zu benennen. Nach der letztjährigen Erfolgssaison und mit dem Trainerfuchs Lucien Favre wäre Ihnen viel zuzutrauen.

Aber: einige Stützen des letzten Jahres haben zu anderen Spitzenvereinen gewechselt (Reus, Dante, Neustädter) und die Einkäufe für den neuen Borussen-Kader waren sicher nicht gleichwertig – sieht man von Luuk de Jong ab, der sich aber auch erst einmal in der Bundesliga durchsetzen muss.

Vor ein paar Tagen hätte man ein weiteres Fragezeichen stellen können, nämlich wie die Fohlen die Dreifachbelastung mit Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions Leauge verkraften werden. Nun, das Projekt Champions League dürfte sich nach dem 1:3 zu Hause gegen Dynamo Kiew wohl schon in der Quali-Phase erledigt haben.

Der österreichische Beitrag zur heurigen Borussen-Saison, Martin Stranzl, gilt als Fixstarter in der Innenverteidigung und dürfte dort auch nur schwer zu verdrängen sein. Wir erwarten jedoch auch entgegen der allgemeinen Erwartung, dass sich die Fohlen heuer nur im oberen Mittelfeld platzieren werden.

Am ersten Spieltag treffen die Borussen daheim auf die TSG 1899 Hoffenheim. Im Normalfall sollte da nichts anbrennen, aber wer weiß, welchen psychischen Knacks die Heimniederlage in der CL-Qualifikation bei den Gladbachern hinterlassen hat. (kicknik)


Zugänge: Tunay Torun (Hertha BSC), Jerome Kiesewetter (Hertha BSC), Tim Hoogland (Schalke 04/Leihe)

Abgänge: Matthieu Delpierre (1899 Hoffenheim), Timo Gebhart (1. FC Nürnberg), Khalid Boulahrouz (Sporting Lissabon), Stefano Celozzi (Eintracht Frankfurt), Julian Schieber (Borussia Dortmund)

 

Der VfB Stuttgart geht mit hohen Erwartungen in die neue Saison. Bislang konnte man diese auch erfüllen und ist im DFB-Pokal souverän gestartet, die Gruppenphase der Europa League dürfte ebenfalls durchaus in greifbarer Nähe sein. 

Blickt man auf die Transferpolitik der Schwaben, kommt deren oft zitierter Geiz doch ein wenig zum Vorschein. Würde man eine Transferbilanz erstellen, so würde diese unserer Meinung nach doch eher negativ ausfallen. Soll heissen: es ist mit großer Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass mehr Qualität aus dem Kader abgewandert ist, als in der laufenden Transferperiode eingekauft wurde.

Positiv sicher für unseren Martin Harnik, der durch den Weggang von Julian Schieber seinen Stammplatz noch etwas mehr gefestigt sehen darf. Einziger wirklicher Konkurrent ist der deutsche Nationalstürmer Cacau, wobei wir hier Harnik hinsichtliche Antritt und Effizienz doch deutlich vorne sehen. Für die beiden anderen „Ösi-Schwaben“ Raphael Holzhauser und Kevin Stöger, die in der Sommerpause in den Profikader befördert wurden, orakeln wir mehr Einsatzminuten als letzte Saison, für einen Startelf- oder gar Stammplatz wird es wohl nur im Falle von Verletzungen eines anderen Spielers oder überragender Trainingsleistungen reichen.

Die Stuttgarter spielen am Samstag im Abendspiel gegen den VfL Wolfsburg, den neuen Arbeitgeber von Emanuel Pogatetz. Nachdem der Stuttgarter Kader nicht großartig verändert wurde, bei Wolfsburg aber – wie immer – kein Stein auf dem anderen blieb, kann die Eingespieltheit der Stuttgarter zu deren Gunsten entscheiden. (kicknik)


Zugänge: Szabolcs Huszti (Zenit St. Petersburg), Adrian Nikci (FC Zürich), Felipe (Standard Lüttich), Hiroki Sakai (Kashiwa Reysol)

Abgänge: Christopher Avevor (FC St. Pauli, Leihe), Emanuel Pogatetz (VfL Wolfsburg), Altin Lala (Bayern München II), Moritz Stoppelkamp (TSV 1860 München), Daniel Royer (1.FC Köln, Leihe).

Letztes Jahr war Hannover 96 – neben Werder Bremen – noch DER Österreicher-Klub mit 3 ÖFB-Legionären – auch wenn nicht alle zu vielen Einsatzminuten gekommen sind. Nach dem Abgang von Emanuel Pogatetz zu VfL Wolfsburg nach kolportierten Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Mirko Slomka und mit der Verleihung von Daniel Royer zu Absteiger 1. FC Köln ist Samuel Radlinger der einzige „Verbliebene“ bei den Niedersachsen. Unumstrittene Nummer 1 ist DFB-Teamspieler Ron-Robert Zieler, somit kann für Radlinger wohl das einzige Ziel in dieser Saison sein, in der 96er-Tormannhierarchie von 3 auf 2 aufzusteigen. Einzige Einsatzmöglichkeiten gibt es somit wahrscheinlich nur beim Amateurteam in der Regionalliga oder aber im U21-Nationalteam.

Ziel für Hannover 96 ist in der Bundesliga wohl auch heuer das Erreichen der Europa League – zu Höherem wie Meistertitel oder Champions League-Platz wird es vermutlich nicht reichen. Auf internationaler Ebene streben die Niedersachsen das Erreichen der Gruppenphase an – dazu ist ein Sieg über Slask Wroclaw notwendi – der 5:3-Auswärtserfolg im Hinspiel ist dafür schon mehr als eine gute Basis.

Am ersten Spieltag empfangen die Hannoveraner in der AWD-Arena gleich einen dicken Brocken: Schalke 04. Dabei ist ein harter Kampf zu erwarten – einerseits haben die 96er durch die Europa-League bereits einige Spielpraxis vor der Meisterschaft, andererseits kommen die Gelsenkirchner gezielt vorbereitet und erholt nach Hannover. (xandi)


Zugänge: Emanuel Pogatetz (Hannover 96), Bas Dost (SC Heerenveen), Ivica Olic (FC Bayern München), Vaclav Pilar (Viktoria Pilsen), Srdjan Lakic (1899 Hoffenheim, war ausgeliehen), Akaki Gogia (FC Augsburg, war ausgeliehen), Naldo (SV Werder Bremen), Fagner (Vasco da Gama Rio de Janeiro)

Abgänge: Chris (1899 Hoffenheim), Ibrahim Sissoko (Panathinaikos Athen, Leihe), Mario Mandzukic (FC Bayern), Andre Lenz (Karrierende), Chris (Ziel unbekannt), Hasan Salihamidzic (Ziel unbekannt), Thomas Hitzlsperger (Ziel unbekannt), Sebastian Polter (1. FC Nürnberg, Leihe), Andre Fomitschow (Fortuna Düsseldorf), Bjarne Thoelke (Dynamo Dresden, ausgeliehen), Nassim Ben Khalifa (Grasshopper Club Zürich, Leihe), Giovanni Sio (FC Augsburg, Leihe), Akaki Gogia (FC St. Pauli, Leihe), Tuncay Sanli (Ziel unbekannt)

Auch in der heurigen Transferperiode blieb bei den Wolfsburgern kein Stein auf dem anderen und Felix Magath tauschte dabei erneut den halben Kader aus. Dabei holte er einige Hochkaräter wie Olic oder Naldo, aber auch Emanuel Pogatetz von Hannover 96. Vermutlich wird Pogatetz gemeinsam mit Naldo das etatmäßige Innenverteidigerpaar bilden.

Nach dem Verpassen des Europa-League-Platzes in der vergangenen Spielzeit kann für die Mannschaft von Felix Magath heuer mindestens nur das Erreichen vom Europa-Cup das Ziel sein. Ob das klappt, hängt – wie immer – von der Form und Spiellaune von Diego ab und auch wie schnell sich die zusammengewürfelte Mannschaft als Team findet.

Einen ersten Test für die Wolfsburger bietet gleich der erste Spieltag: reist man doch ins Schwabenland zum VfB Stuttgart, der ähnlich hohe Ziele in der Meisterschaft hat. Darüberhinaus haben die Stuttgarter bereits in der Europa-League Spielpraxis und Selbstvertrauen sammeln können. (xandi)


Zugänge: Eljero Elia (Juventus Turin), Nils Petersen (FC Bayern München, Leihe), Theodor Gebre Selassie (Slovan Liberec/Tschechien), Raphael Wolf (SV Kapfenberg), Assani Lukimya (Fortuna Düsseldorf), Richard Strebinger (Hertha BSC), Sandro Wagner (1. FC Kaiserslautern, war ausgeliehen), Kevin de Bruyne (FC Chelsea, Leihe), Joseph Akpala (FC Brügge).

Abgänge: Sandro Wagner (Hertha BSC), Marko Marin (FC Chelsea, England), Tim Wiese (1899 Hoffenheim), Mikael Silvestre (Ziel unbekannt), Markus Rosenberg (Ziel unbekannt), Lennart Thy (FC St. Pauli), Claudio Pizarro (FC Bayern München), Naldo (VfL Wolfsburg).

Nach zuletzt zwei für Bremer Verhältnisse durchaus als Seuchensaison zu bezeichnenden Jahren im Tabellen-Niemandsland fernab des internationalen Geschäfts, war an der Weser ein radikaler Umbruch verständlich und unumgänglich.

Auf der einen Seite musste der Kader durch die Abgänge einiger langjähriger Stützen (Wiese, Pizarro, Naldo) budgetschonend ergänzt werden, auf der anderen Seite trennte man sich (oder verlieh) Spieler, die nicht ins neue Jugendkonzept der Werderaner passten.

Gleichzeitig passte Trainer Thomas Schaaf – man ist geneigt „endlich“ zu sagen – sein Spielsystem von der veralteten und ausrechenbaren Raute im 4-4-2 an und wird in der neuen Saison ein offensives und flexibles 4-3-3 oder 4-1-4-1 spielen lassen.

In diesem Sytem werden zwei Österreicher hoffentlich eine wichtige Rolle spielen. Einerseits Marko Arnautovic, der gemeinsam mit Neuzugang Eljero Elia die Flügel beackern und Bayern-Leihgabe Nils Petersen mit Torvorlagen von der Seite füttern soll. Andererseits wird Zlatko Junuzovic im Offensiven Mittelfeld den Spielaufbau dirigieren. Nach einer durchwachsenen Halbsaison konnte „Sladdi“ in der Vorbereitung überzeugen und scheint zunächst gesetzt. Unterstützung erhält er im zentralen Mittelfeld von Chelsea-Leihgabe Kevin de Bruyne, der eines von etlichen belgischen Nachwuchshoffnungen ist.

Etwas schwieriger gestaltet sich die Arbeit schon für Sebastian Prödl, der trotz des Abgangs von Naldo eine starke Konkurrenz in der Innenverteidigung bekommt. Assani Lukimya heißt der kompromisslose Verteidiger und kommt von Fortuna Düsseldorf. Für Richard Strebinger wird es wohl nur dann zu Einsatzzeiten kommen, wenn sich Sebastian Mielitz und Raphael Wolf (kommt vom Kapfenberger SV) verletzen oder völlig außer Form geraten.

Gerade in der Abwehr scheinen derzeit die größten Baustellen im Team von der Weser, obwohl mit Theodor Gebre Selassie ein EM erfahrener Tscheche für die rechte Außenverteidigerposition verpflichtet werden konnte.

Bereits am Freitag können sich die Werderaner so richtig beweisen, im Auftaktspiel zur neuen Bundesligasaison bekommen sie es auswärts mit dem regierenden Meister aus Dortmund zu tun. Diese haben sie übrigens – wie auch den FC Bayern – bereits im „Liga total!“-Cup bezwingen können. Für dieses Auftaktmatch gilt es einerseits die Pokalschlappe gegen Preußen Münster zu verdauen und andererseits so schnell wie möglich das neue Sytem zu verinnerlichen und eine Eingespieltheit der runderneuerten Mannschaft herzustellen. (thelex)


Zugänge: Joselu (Real Madrid), Chris (VfL Wolfsburg), Stephan Schröck (SpVgg Greuther Fürth), Matthieu Delpierre (VfB Stuttgart), Kevin Volland (1860 München), Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen), Tim Wiese (Werder Bremen), Takashi Usami (Gamba Osaka, Leihe) , Filip Malbasic (FK Rad Belgrad)

Abgänge: Jukka Raitala (SC Heerenveen), Manuel Gulde (SC Paderborn), Peniel Mlapa (Borussia Mönchengladbach), Tom Starke (FC Bayern München), Daniel Haas (1. FC Union Berlin), Andreas Ibertsberger (Ziel unbekannt), Chinedu Obasi (FC Schalke 04, war bislang ausgeliehen), Srdjan Lakic (VfL Wolfsburg, war ausgeliehen), Knowledge Musona (FC Augsburg, Leihe), Philipp Klingmann (Karlsruher SC), Franco Zuculini (Ziel unbekannt), Tobias Strobl (1. FC Köln, Leihe), Dominik Kaiser (RB Leipzig)

Die TSG Hoffenheim hat sich zwar mit einigen interessanten Spielern verstärkt, im Pokal aber einmal mehr bewiesen, dass Geld keine Tore schiessen kann.

Dies wird wohl leider auch unserem Beitrag zu diesem Projekt passieren, als Ergänzungsspieler wird es Michael Gregoritsch schwer haben, zu Einsatzzeiten zu gelangen!

Gleich in Runde 1 wartet mit der Borussia aus Mönchengladbach ein im Normalfall übermächtiger Gegner. Die einzige Chance für die TSG wäre wohl die vom bevorstehenden CL-Quali-Ausscheiden angeknacksten Gladbacher frühzeitig zu überraschen. (kicknik)


Zugänge: Chinedu Ede (Union Berlin), Junior Diaz (FC Brügge), Petar Sliskovic (FC St. Pauli, war ausgeliehen)

Abgänge: Sami Allagui (Hertha BSC), Fabian Schönheim (Union Berlin, ausgeliehen), Malik Fathi (Kayserispor/Leihe).

In der vergangenen Saison hatten die Mainzer noch schwer am Weggang einiger Leistungsträger der sogenannten „Boyband“ (Holtby, Schürrle, Fuchs) zu knabbern. Auch das frühe und unerwartete Ausscheiden aus der EL-Qualifikation trug nicht gerade zu gesteigertem Selbstbewußtsein bei. Die Saison 2011/2012 beendeten die erfolgsverwöhnten Jungs von Thomas Tuchel lediglich auf Tabellenplatz 13.

Im Gegensatz zur Vorsaison blieb jedoch fast der komplette Kader beisammen, große Eingewöhnungszeiten sollten daher diesmal wegfallen – durchaus kein Nachteil!

In den Testspielen und besonders in der ersten Runde des DFB-Pokals wirkte die Mannschaft auch schon richtig gut eingespielt. Unsere Legionäre Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger dürfen nach den gezeigten Leistungen durchaus zum Stammpersonal gezählt werden, im Pokalspiel erzielte Laufmaschine Baumgartlinger einen Treffer, während Ivanschitz deren zwei vorbereitete.

In der ersten Runde der neuen DFL-Saison geht es auswärts gegen den SC Freiburg – für beide Mannschaften mehr als nur eine Standortbestimmung, waren sie doch am Ende der abgelaufenen Saison nur durch einen Punkt getrennt Tabellennachbarn. (thelex)


Zugänge: Milan Badelj (Dynamo Zagreb), ein Paul Scharner (West Bromwich Albion), Rene Adler (Bayer Leverkusen), Artem Rudnevs (Lech Posen, Polen), Maximilian Beister (Fortuna Düsseldorf, war ausgeliehen), Hakan Calhanoglu (Karlsruher SC/ab 2013/14)

Abgänge: Gökhan Töre (Rubin Kasan, Russland), Romeo Castelen (Ziel unbekannt), Mladen Petric (FC Fulham,), David Jarolim (Ziel unbekannt), Mickael Tavares (Ziel unbekannt), Sören Bertram (VfL Bochum), Jose Paolo Guerrero (SC Corinthians Paulista).

Wir dürfen einen neuen Verein in unserer Betrachtungsreihe der ÖFB-Legionärsteams begrüßen. Durch die Verpflichtung von Paul Scharner werden wir uns nun auch intensiver mit dem Rekordverein aus dem hohen Norden beschäftigen (kein Cub ist länger in der Bundesliga).

Scharner ist neben Rene Adler sicher der spektakulärste Transfer der Hanseaten. Man wird sehen wie er sich in der Mannschaft einfügen wird. Über das Thema Stammplatz lässt ein Paul Scharner ja bekanntlich nur sehr schwer mit sich reden. Es wird sicher eine der Fragen gewesen sein, die er Trainer Fink in seinem Vorstellungsgespräch gestellt hat. Dieser Thorsten Fink hat sich hoffentlich gut genug über unseren Pauli informiert. Die fußballerische Klasse sich in der Bundesliga zu etablieren hat er allemal, dies hat er jahrelang in der Premiere League bewiesen. Doch schon vor der Saison so im Mittelpunkt zu stehen wie er dies „geschafft“ hat? Es ist die Frage, ob dies einem anscheinend so psychosensiblen Spieler wie Scharner (der oft mal um 11 Uhr nächtens den Fernseher aus seinem Zimmer des Teamhotels entfernen lässt, um keinen negativen Schwingungen ausgesetzt zu sein) auch wirklich gut tut.

Wir wünschen in jedem Fall Scharner alles Gute und dem HSV viel Glück mit diesem Experiment, das auf Grund einer Verletzung erst verspätet starten wird können.

Denn neben diesem Experiment ist davon auszugehen dass sich der HSV auch heuer wieder mit dem Abstieg beschäftigen muss – nach der blamablen Vorstellung im Cup kann man sich aber darauf voll und ganz konzentrieren. Am ersten Spieltag treffen die Hanseaten daheim auf den 1. FC Nürnberg. (kicknik)


Zugänge: Vadim Demidov (Real Sociedad), Martin Lanig (1. FC Köln), Stefan Aigner (1860 München), Kevin Trapp (1. FC Kaiserslautern), Stefano Celozzi (VfB Stuttgart), Bastian Oczipka (Bayer Leverkusen), Takashi Inui (VfL Bochum), Olivier Occean (SpVgg Greuther Fürth), Bamba Anderson (Borussia Mönchengladbach, war bereits ausgeliehen)

Abgänge: Mohamadou Idrissou (1. FC Kaiserslautern), Bamba Anderson (Borussia Mönchengladbach), Caio (Ziel unbekannt), Ümit Korkmaz (FC Ingolstadt), Matthias Lehmann (1. FC Köln), Gordon Schildenfeld (Dynamo Moskau), Ricardo Clark (Ziel unbekannt)

Als Vizemeister in der 2. Bundesliga konnte die Frankfurter Eintracht wieder in die Bundesliga zurückkehren. Wie bei Aufsteigern meist üblich, gibt es viele neue Gesichter zu bewundern – mehr als 7 Millionen Euro wurden dafür investiert. Ob das Ziel Klassenerhalt geschafft werden kann, hängt auch davon ab, wie schnell Armin Veh ein eingespieltes Team formen kann. Inwieweit Erwin Hoffer in den Planungen für die Stammelf eine Rolle spielt, kann man noch nicht sagen. Im Pokal musste er 90 Minuten auf der Bank dem Neuzugang Olivier Occean zusehen, wie dieser keine überzeugende Leistung bot. Vielleicht ergeben sich ja bereits zum Bundesliga-Start einige Einsatzminuten.

Zu diesem kommt die Werkself aus Leverkusen zu Besuch – da hängen, obwohl in der heimischen Commerzbank-Arena gespielt wird, die Trauben für einen Punktgewinn oder vielleicht sogar für einen Sieg ziemlich hoch. Mit der mitgenommenen Euphorie aus der 2. Liga ist aber schon manchmal eine Sensation gelungen – wir lassen uns gerne überraschen… (xandi)


Zugänge: Andriy Voronin (Dynamo Moskau, Leihe), Stelios Malezas (PAOK Thessaloniki), Gerrit Wegkamp (VfL Osnabrück), Bastian Müller (FC Bayern II), Mazin Ahmed Alhuthayfi, Stefan Reisinger (SC Freiburg), Du-Ri Cha (Celtic Glasgow), Nando Rafael (FC Augsburg), Fabian Giefer (Bayer Leverkusen), Ronny Garbuschewski (Chemnitzer FC), Ivan Paurevic (Borussia Dortmund II), Dani Schahin (SpVgg Greuther Fürth), Axel Bellinghausen (FC Augsburg), Leon Balogun (Werder Bremen II), Adriano Grimaldi (SV Sandhausen, war ausgeliehen) , Bruno Soares (MSV Duisburg), Andre Fomitschow (VfL Wolfsburg), Tobias Levels (Borussia Mönchengladbach, war bereits ausgeliehen)

Abgänge: Michael Ratajczak (Ziel unbekannt), Adam Matuschyk (1. FC Köln, war ausgeliehen), Thomas Bröker (1. FC Köln), Maximilian Beister (Hamburger SV, war ausgeliehen), Assani Lukimya (Werder Bremen) Sascha Rösler (Alemannia Aachen), Kai Schwertfeger (Alemannia Aachen), Adriano Grimaldi (VfL Osnabrück), Ranisav Jovanovic (MSV Duisburg).

Nach dem Aufstieg hat die Fortuna aus Düsseldorf den Kader komplett umgekrempelt. Fixer Bestandteil der Mannschaft blieb aber Robert Almer, der zuletzt auch als Nummer 1 im Nationalteam gegen die Türkei überzeugte. Es bleibt zu hoffen, dass er den Kampf um die Tormann-Position in Düsseldorf gegen Neuzugang Fabian Giefer gewinnt, damit er auch zukünftig ein Thema für Marcel Koller bleibt.

Eine Vorhersage über das Abschneiden der Fortuna ist schwer abzugeben. Sicher ist, dass mehr als der Klassenerhalt ein Riesenerfolg wäre. Am ersten Spieltag treffen die Düsseldorfer auswärts auf den vorjährigen Bundesliga-Aufsteiger Augsburg – somit steht den Messestädtern gleich zu Beginn ein Gradmesser und auch direkter Konkurrent um den Klassenerhalt gegenüber. Ein schlechtes Vorzeichen ist allerdings, dass sich Kapitän Andreas Lambertz in der 1. DFB-Pokalrunde verletzt hat und somit für mehrere Wochen ausfällt. (xandi)

   

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Viel Erfolg unseren Legionären in Deutschland!  

(Autoren: xandi, kicknik, thelex)

Alexander Doubek

Alexander DOUBEK (Gründer/Chefredakteur) Bei 12terMann seit: 09/2011 M: alexander.doubek@12termann.at T: @AlexanderDoubek  

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