FIFA WM 2026

WM-Auslosung: Österreich in Topf 3 – aber die FIFA lässt Fragen offen…

Österreich wird bei der Auslosung zur Weltmeisterschaft 2026 aus Topf 3 gelost. Dass man nicht noch in Topf 2 rutschte, lag am gestrigen Abend.

Ein österreichischer Sieg über Bosnien-Herzegowina bei gleichzeitiger Testspielniederlage von Ecuador gegen Neuseeland, das sich allerdings ohnehin mit 2:0 durchsetzte, hätte dafür gesorgt, dass Österreich die südamerikanische Nation, die in der Qualifikation vollends überzeugen konnte, noch aus dem zweiten Topf der Auslosung verdrängen würde.

Hier die aktuelle Setzliste [der Artikel wird unterhalb des Tweets fortgesetzt]:

Kapazunder oder Gastgeber

Dazu kam es aber nicht und so hat Österreich den undankbaren höchsten Rang im dritten Topf zur Auslosung inne. Im ersten Topf finden sich neben den neuen absoluten Top-Nationen auch die drei Gastgeberländer wieder. Österreich könnte es hier also mit Kapazundern wie Spanien, Frankreich, England, Deutschland, Brasilien oder Weltmeister Argentinien zu tun bekommen, allerdings auch Nationen wie die USA, Mexiko oder Kanada ziehen.

„Von bis“ in Topf 2

Im zweiten Topf gibt es einige unangenehme Teilnehmer, allerdings auch Nationen, die mit Österreich auf Augenhöhe sein sollten. So könnte es beispielsweise gegen Kroatien, Marokko oder Italien gehen, sofern diese das Playoff überstehen und auch Duelle mit der Schweiz, Uruguay oder den leicht schwächenden Kolumbianern sind möglich. Die verhältnismäßig einfacheren Gegner wären hier wohl Senegal, der Iran oder Südkorea.

Fast ausschließlich Underdogs in Topf 4

Im vierten Topf befinden sich die Underdogs des Turniers und Österreich könnte hier beispielsweise gegen Nationen wie Neuseeland, Haiti, Kap Verde, Usbekistan, Jordanien, Curaçao oder Katar gelost werden. Aber auch der eine oder andere unangenehme Gegner wie Ghana oder Südafrika wären möglich.

Kein Vorrunden-Duell mit Haaland oder Salah

Nach momentanem Stand würde sich Österreich mögliche Duelle mit Haalands Norwegen, Ägypten mit Superstar Mohamed Salah, der Elfenbeinküste oder auch Australien ersparen, zumal diese Nationen mit Österreich im dritten Topf gereiht sind. Das trifft auch für europäische Nationen wie die Türkei oder die Ukraine zu, sofern diese ihre Playoffs für sich entscheiden. Auch verhältnismäßig einfachere Gegner wie etwa Panama oder Paraguay befinden sich mit Österreich im dritten Topf.

FIFA lässt noch Fragen offen

Noch ist allerdings nicht ganz klar nach welchem System die FIFA die Auslosung durchführen wird. Beobachter, die sich aktuell mit den Auslosungsmodalitäten auseinandersetzen, kritisieren die mangelnde Transparenz des Weltverbands, zumal in einem alten Memo die Rede davon war, dass die sechs Plätze die über das Playoff entschieden werden, allesamt in den vierten Topf rutschen werden.

Dies würde einerseits bedeuten, dass Österreich in den zweiten Topf aufsteigt und sich beispielsweise Gegner wie Kroatien, Marokko, Kolumbien oder die Schweiz ersparen würde, andererseits gegen Länder aus Topf 3 wie etwa Norwegen oder Ägypten spielen könnte.

Vierfacher Weltmeister im letzten Topf?

Gleichzeitig würde das aber auch bedeuten, dass Top-Nationen wie Italien, Dänemark oder die Türkei, sofern diese ihre Playoffs gewinnen, mit WM-Neulingen wie Jordanien, Kap Verde oder Curaçao im vierten und letzten Topf gereiht werden.

Das wiederum würde auch eine absolute Horrorgruppe möglich machen. Etwa eine mit Weltmeister Argentinien, Mo Salahs Ägypten und Italien.

Vorerst ist dies allerdings Spekulation und die meisten Beobachter erwarten, dass die FIFA sich bei der Einteilung der Töpfe an die Rankings der einzelnen Nationen hält, wodurch man davon ausgehen muss, dass Österreich aus Topf 3 gelost wird.

Am 5. Dezember um 18 Uhr findet die Auslosung statt und spätestens dann weiß man zwar vielleicht noch nicht alles, aber definitiv mehr. Auch ist zu erwarten, dass die FIFA in den nächsten Tagen verdeutlichen wird, nach welchen Kriterien die Töpfe nun tatsächlich eingeteilt werden.

Hier noch die mögliche Topfeinteilung falls die Länderrankings nicht das primäre Kriterium wären: