Nationalteam

ÖFB-Doppelpack perfekt: Nach Wanner folgt auch Chukwuemeka

Vor wenigen Tagen berichteten wir, dass sich Paul Wanner für das österreichische Nationalteam entschieden hat. Nun ist auch die Zukunft von BVB-Spieler Carney Chukwuemeka geklärt. Der in Wien geborene Mittelfeldspieler ist künftig ebenfalls für den ÖFB spielberechtigt.

Wanner hatte sich Anfang März fix für Österreich entschieden und damit eine internationale Karriere für Deutschland ausgeschlossen. Der offensive Mittelfeldspieler von PSV Eindhoven ist aufgrund seiner österreichischen Mutter für den ÖFB spielberechtigt. Dem Entschluss gingen intensive Gespräche mit Teamchef Ralf Rangnick voraus, der den Spieler bereits seit längerer Zeit umworben hatte.

Der 20-Jährige durchlief zuvor sämtliche deutschen Nachwuchs-Nationalteams bis zur U21, kam jedoch nie zu einem Einsatz im A-Team. Auch die Perspektive im deutschen Kader spielte eine Rolle: Auf seiner bevorzugten offensiven Mittelfeldposition hätte er mit Spielern wie Jamal Musiala oder Florian Wirtz starke Konkurrenz gehabt. Beim ÖFB darf sich das junge Talent jedoch Einsätze ausrechnen – auch mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2026.

Nun ist auch die zweite Personalie entschieden. Carney Chukwuemeka, derzeit bei Borussia Dortmund unter Vertrag, ist ebenfalls für Österreich spielberechtigt. Der Mittelfeldspieler wurde in Wien geboren, wuchs jedoch in England auf und besitzt die britische Staatsbürgerschaft. Er durchlief mehrere englische Nachwuchs-Nationalteams, kam bislang aber zu keinem Einsatz im A-Team der „Three Lions“. Der ÖFB hatte bereits seit einiger Zeit daran gearbeitet, die formelle Spielberechtigung zu klären. Teamchef Ralf Rangnick stand auch mit Chukwuemeka in Kontakt und zeigte ihm eine Perspektive im österreichischen Nationalteam auf.

Carney Chukwuemeka kann seine Stärken am besten im Zwischenlinienraum ausspielen. Ob als offensiver Achter oder auf einer der hängenden Positionen im 3-4-2-1-System unter Niko Kovač – sein Spiel lebt davon, den Ball unter Druck anzunehmen, sich blitzschnell und elegant in Richtung Tor zu drehen und das Spiel vertikal voranzutreiben. Er gilt als pressingresistent, verfügt über eine saubere Technik und kann mit seinen Läufen in den gegnerischen Strafraum selbst Torgefahr erzeugen.