UEFA Europa League

Ein echtes Kunstwerk: Grillitsch mit Traumtor gegen Real Betis

Florian Grillitsch setzte im Viertelfinale der UEFA Europa League zwischen dem SC Braga und Real Betis mit einem sehenswerten Fersentreffer das erste Ausrufezeichen. Am Ende trennten sich die Mannschaften im Estádio Municipal de Braga 1:1 – das Rückspiel findet am 16. April in Sevilla statt.

Das Geschehen nahm bereits in der fünften Minute seinen Lauf. Diego Rodrigues schlug einen flachen Eckball auf den kurzen Pfosten. Florian Grillitsch, der im Fünfmeterraum lauerte, nahm den Ball mit der Ferse an und lenkte ihn präzise in die lange Ecke – an Torhüter Pau López vorbei. Die portugiesische Sportzeitung A Bola bezeichnete den Treffer als „autêntica obra de arte“ – echtes Kunstwerk.

Der Rückstand ließ Real Betis nicht verzweifeln. Marc Bartra traf per Kopfball zum vermeintlichen Ausgleich, doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Kurz darauf scheiterte Bartra an der Latte. Torwart Lukáš Horníček rettete Braga in der ersten Halbzeit mehrfach, unter anderem gegen Cucho Hernández (37.‘ und 44.‘) und Abde Ezzalzouli.

Nach der Pause entwickelte sich eine ausgeglichenere Partie. Grillitsch versuchte in der 56. Minute mit einem Fernschuss sein Glück – Pau López parierte spektakulär. Die Braga-Fans sahen zu ihrem Leidwesen wenig später den Ausgleich hinnehmen: Jean-Baptiste Gorby foulte Abde Ezzalzouli im Strafraum, Cucho Hernández verwandelte den Elfmeter sicher in die linke untere Ecke zum 1:1-Ausgleich in der 61. Minute.

Braga-Kapitän Ricardo Horta zeigte sich nach dem Spiel gefasst: „Ich akzeptiere das Unentschieden. Es war ein gutes, ausgeglichenes Spiel zwischen zwei Mannschaften mit offensivem Anspruch. Wir wissen, dass Betis in den Umschaltmomenten sehr gefährlich ist. Jetzt ist noch alles offen, und wir wollen diese K.o.-Runde überstehen.“

Real Betis-Coach Manuel Pellegrini beurteilte das Ergebnis als „vertretbar“ und hob hervor: „Ein Unentschieden auswärts mitzubringen, ist ein gutes Ergebnis, wenn auch weder entscheidend noch ausschlaggebend, in einem ziemlich seltsamen Spiel, denn sie gingen bereits nach drei Minuten mit einem Tor in Führung, das ich so noch nie gesehen habe. Eine flache Ecke auf die erste Stange. Gegen eine technisch so stark besetzte Mannschaft, die in Führung lag, kam ihnen die Situation sehr entgegen, aber nach den ersten zehn Minuten haben wir eine großartige erste Halbzeit gespielt. Ihr Torwart hat drei oder vier hundertprozentige Chancen vereitelt, und wir hatten sehr viele Torchancen, konnten diese aber nicht verwerten. Die zweite Halbzeit war sehr ausgeglichen, ohne viele Torchancen, aber glücklicherweise ermöglichte uns ein klarer Elfmeter den Ausgleich.“