Deutschland

Deutsche Bundesliga, Legionärs-Check 25. Spieltag

Nervenzerreibender Titelkampf.

Freilich ist dabei nur der Kampf um den Erhalt der Klasse in der Deutschen Bundesliga gemeint. Leider konnten sich unsere Kicker diese Runde nicht so in Szene setzen wie zuletzt. Martin Harnik verschoss einen Elfmeter in der Begegnung gegen Werder Bremen und rutschte mit seinem VfB Stuttgart das erste mal auf einen direkten Abstiegsplatz (17.). Der SC Freiburg konnte bei Eintracht Frankfurt einen wichtigen Auswärtsdreier holen. Philipp Zulechner wurde dabei im Sonntagabendspiel nicht eingewechselt. Der 1. FC Nürnberg verzichtet weiterhin auf die Dienste von Emanuel Pogatetz und musste sich beim HSV geschlagen geben und verlor dadurch einen Platz in der Tabelle. Der Abstiegskampf macht jedem objektiven Zuschauer einfach nur mehr Spass. Jeder kann jeden schlagen, ist hier das Motto und in den nächsten Wochen erwarten uns weiterhin viele direkte Duelle.

Immer über das ÖFB-Nationalteam und unsere Legionäre in Deutschland und Resteuropa informiert sein:

12terMann WhatsApp-Broadcast

Du folgst 12terMann auf Facebook, bekommst aber nicht alle aktuellen Benachrichtigungen? Klick Hier!

[image name=FCA_OE]

1:2

[image name=S04_OE]
08_DFL (1:1) 03_DFL

Der FC Augsburg musste gegen Schalke 04 die zweite Niederlage in der Rückrunde einstecken. Die Begegnung war von Leidenschaft geprägt, der Schiedsrichter verteilte acht gelbe Karten. Nach nur fünf gespielten Minuten nutzten die Augsburger den ersten Fehler der Schalker Viererkette aus. Der Abstoß von Alexander Manninger wurde von Bobadilla verlängert und landete nach einem verunglückten Kopfball von Hoogland vor den Füßen vor Werner, der nur noch einschieben brauchte. In der Folge übernahmen die Königsblauen das Spielgeschehen und kamen in der 33. Minute zum Ausgleich. Erneut war Manninger am Treffer beteiligt, diesmal zur Freude der Schalker. Der ehemalige Teamtorhüter konnte einen flachen Distanzschuss von Boateng nur nach vorne abklatschen lassen, Huntelaar staubte ab. Nach dem Seitenwechsel schlug wieder der niederländische Torjäger zu und verwertete eine schöne Kombination zum 1:2-Endstand. Manninger war im Gegensatz zum ersten Gegentor machtlos.

Christian Fuchs musste sich nach seiner Knie-Operation vergangen Mittwoch das Spiel vor dem Fernseher ansehen. Schalke-Trainer Jens Keller muss mindestens vier bis sechs Wochen auf den österreichischen Linksverteidiger verzichten. Auf der anderen Seite stand Raphael Holzhauser  ebenfalls nicht im Kader.

Die Gelsenkirchener überholen Leverkusen in der Tabelle belegen mit 47 Punkten derzeit den dritten Rang. Die Augsburger fallen im engen Kampf um die Europa League-Plätze zurück und befinden sich neun Runden vor Ende der Saison auf dem achten Platz. Nächste Woche trifft Schalke auf Abstiegskandidat Braunschweig, Augsburg bekommt es mit den Wölfen zu tun(chris)

 

 

[image name=BVB]

1:2

[image name=BMG_OE]
[image name=02_DFL] (0:2) [image name=07_DFL]

Borussia Mönchengladbach kann doch noch gewinnen und das ausgerechnet beim und gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Mit 1:2 (0:2) besiegten die Fohlen den schwächelnden BVB. Die Favre-Elf holte aus den letzten sieben Spielen nur drei Punkte und konnte im Kalenderjahr 2014 überhaupt noch nicht gewinnen. Der Sieg im Signal-Iduna-Park war zudem auch verdient, Raffael (31.) brachte die Gäste in Führung. Der junge Patrick Herrmann legte Raffael den Ball mustergültig auf. Nur neun Minuten später erhöhte Max Kruse (40.) auf 0:2. Der Nationalteam-Stürmer traf das letzte Mal am 7. Dezember gegen Schalke 04. Der BVB wirkte in Folge geschockt. In der zweiten Halbzeit attackierten die Dortmunder aggressiver und wurden in der 77. Minute belohnt, der eingewechselte Jojic verkürzte auf 1:2. Kurz zuvor musste der Gladbacher Nordtveit mit der Ampelkarte vom Platz. Aber Gladbach ließ nichts mehr anbrennen und gewann mit 1:2. Jürgen Klopp musste wegen zu heftigem Reklamieren in der Schlussphase auf die Tribüne, ein Foul von Lewandowski an ter Stegen war der Grund. Gladbach rutscht damit wieder auf Tabellenrang sieben, Dortmund liegt – als erster Bayern-Verfolger – 23 Punkte hinter den Münchnern.

Martin Stranzl spielte in der Innenverteidigung der Gladbacher durch und hatte großen Anteil an dem Sieg über den BVB. Er entschärfte den Polen Lewandowski über die gesamte Spielzeit. Kaum einen Zweikampf verlor der Österreicher (75 Prozent Zweikampfqoute, 15 von 20 gewonnen) und er gewann all seine Kopfballduelle. 78 Prozent seiner Pässe brachte er zum Mitspieler und er lief 9.9 Kilometer. Ein sehr starkes Spiel von Stranzl! (maha)

 

 

[image name=SVW_OE]

1:1

[image name=VFB_OE]
[image name=12_DFL] (0:0) [image name=15_DFL]

Werder Bremen verliert auch das fünfte Spiel en suite nicht und erreicht gegen den VfB Stuttgart ein glückliches Unentschieden. In einem wechselhaften Spiel war es ein Hunt-Freistoß, der den späten Ausgleich brachte. Der VfB reiste mit einem neuen Trainer nach Bremen, Huub Stevens soll den VfB aus der Abstiegszone befördern. Und der VfB spielte auch wie ausgewechselt, in der ersten Halbezeit ließ man Werder kaum eine Chance und verpasste nur knapp die Führung. Martin Harnik konnte in der 45. Minute einen Elfmeter nicht verwandeln. Er scheiterte an der Außenstange. In der deutschen Bundesliga war dies bereits der zehnte verschossene Elfmeter in der Rückrunde. In Halbzeit zwei gelang den Schwaben dann aber die verdiente Führung, Niedermeier köpfte zuerst Raphael Wolf an, den Nachschuss verwertete er aber sicher. Sebastian Prödl war an diesem Treffer nicht ganz unbeteiligt, zuerst hob er das Abseits auf und dann setzte er nicht energisch genug nach. Aber Bremen kam zurück, ein Freistoß von Aaron Hunt (79.) versetzte das Heimpublikum in Freudentaumel. Die Mauer der Stuttgarter wirkte dabei sehr löchrig. Damit kann Bremen weiterhin den Abstand auf die Abstiegszone halten und hat in den letzten fünf Spielen nur zwei Gegentore hinnehmen müssen. Für die Schwaben ist der Punkt in Bremen sehr unglücklich, war man doch die deutlich stärkere Mannschaft.

Sebastian Prödl, Zlatko Junuzovic und Martin Harnik machten das Spiel zu einem Österreicher-Gipfel. Alle drei spielten über die volle Distanz. Sebastian Prödl zeigte erneut eine sehr gute Leistung. In Halbzeit eins gewann er sieben seiner acht Zweikämpfe und auch in der zweiten Halbzeit verlor er nur drei Duelle (79% Zweikampfqoute, 15 von 19 gewonnen). Er war gegen Stuttgart auch wieder vermehrt im Spielaufbau beteiligt, konnte hier aber keine Akzente setzen. In Halbzeit eins hatte er eine gute Möglichkeit, seinen Drehschuss pariert Ulreich aber sicher. Ein kleiner Schönheitsfehler bleibt aber, beim Gegentor war er eindeutig beteiligt und schlief gegen Niedermeier.

Zlatko Junuzovic hingegen zeigte eher eine unauffällige Partie. Er war zwar wieder einer der laufstärksten Spieler am Platz, konnte aber kaum offensive Momente erzeugen. Er gewann 35,7 % seiner Zweikämpfe. In der Defensive half er hingegen oft aus und entlastete so das defensive Mittelfeld.

Martin Harnik ist der tragische Held des Spiels. Insgesamt bot der Österreicher eine starke und engagierte Partie, der verschossene Elfmeter bleibt aber als faler Beigeschmack. Er hatte zwei große Torchancen, bot drei Torschuss-Assists und flankte zwei Mal in den Bremer Strafraum. Einen seiner Abschlüsse konnte Lukimya gerade noch auf der Linie klären. Er lief gleich viele Kilometer wie Zlatko Junuzovic (12,2 km) und gewann 20 von 46 Zweikämpfen.  Eine sehr wechselhafte Partie von Harnik. (maha)

 

 

[image name=FCB_OE]

2:1

bayer_leverkusen
[image name=01_DFL] (1:0) [image name=04_DFL]

Der FC Bayern nimmt auch die Hürde Bayer Leverkusen und marschiert immer weiter und weiter. Gegen die Werkself feierte das Team von Pep Guardiola am Samstagabend im Bundesliga-Topspiel einen verdienten 2:1 (1:0)-Sieg. Es war der 17. Ligaerfolg in Serie! Rein rechnerisch könnte der deutsche Rekordmeister nun bereits am nächsten Spieltag in Mainz die Titelverteidigung perfekt machen, wäre bei einem Sieg aber von Punktverlusten der Verfolger Dortmund und Schalke abhängig. Vor 71.000 Zuschauern in der Allianz Arena taten sich klar überlegene Bayern gegen kompakt verteidigende Leverkusener in der ersten Halbzeit schwer, hochkarätige Chancen herauszuspielen. Mario Mandzukic (44.) brach schließlich mit einem Kopfballtor den Bann. Bastian Schweinsteiger (52.) war es dann, der das Ergebnis für den nach der Pause deutlich verbesserten FCB in die Höhe schraubte. Der Anschlusstreffer durch Kießling war nur mehr für die Statistik (90.). Guardiola wechselte im Vergleich zum Arsenal-Spiel kräftig durch. Sechs Spieler, die am Dienstagabend noch von Anfang an ran durften, nahmen zunächst auf der Bank Platz (David Alaba, Javi Martínez, Philipp Lahm, Thiago, Franck Ribéry) oder standen gar nicht erst im Kader (Dante).

Bayer Leverkusen war nach den beiden knappen Niederlagen durchaus zufrieden und konnte einiges Positive mitnehmen. Vielleicht schaffen die Leverkusner ja am nächsten Spieltag ein achtbares Unentschieden gegen Hoffenheim, die für ihre unfassbare Offensivstärke berühmt-gefürchtet sind. Komische Zeiten in der Bundesliga, in denen der Vierte mit einer Schildkrötenformation wie in den Asterix-Comics versucht, das Spiel der Bayern zu unterbinden und diese Art von Fußball dann auch noch gelobt wird. Noch dazu sind die Bayern am Samstag und PSG am Mittwoch mit einer angezogenen Handbremse in das Spiel gegangen und hat teilweise Leistungsträger auf der Bank gelassen.

Die Liga sollte sich schnellstmöglich überlegen, wie sie die Dominanz der Bayern brechen können. Ein Angsthasenfußball, wie von Leverkusen gezeigt, wird dabei sicherlich nicht zielführend sein. (sami)

 

 

[image name=HSV]

2:1

[image name=FCN_OE]
[image name=14_DFL] (0:0) [image name=15_DFL]

Der Hamburger SV hat im Keller-Krimi gegen den 1. FC Nürnberg einen Befreiungsschlag gelandet. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka bezwang die Franken nach Treffer von Hakan Calhanoglu und einem Eigentor von Mike Frantz mit 2:1 und verließ als Tabellenvierzehnter erstmals seit Dezember die Abstiegsplätze.

Es war ein hochattraktives Spiel, in dem sich die Hanseaten viele Torchancen erarbeitet haben. Sie sind aus der Distanz ohne Zweifel eine unglaublich gefährliche Mannschaft. Der HSV hat zwei Mannschaften überholt, aber das heißt nichts, außer dass sie jetzt etwas zu verteidigen haben – den Nichtabstiegsplatz. Die Nürnberger hingegen stecken, auch durch den Sieg der Freiburger, wieder tiefer im Abstiegssumpf.

Emanuel Pogatetz kam leider erneut nicht zum Einsatz und verbrachte die ganzen 90 Minuten auf der Bank(heindlinho)

 

 

[image name=SGE]

1:4

[image name=SCF_OE]
[image name=13_DFL] (0:1) [image name=16_DFL]

Der SC Freiburg hat mit eiskalter Effektivität das Duell der gescheiterten Europa League-Starter gewonnen und Eintracht Frankfurt wieder zu einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gemacht. Drei Treffer bei ihren ersten drei Möglichkeiten und ein Konter kurz vor dem Ende reichten den Breisgauern, um sich zum Abschluss des 25. DFL-Spieltags mit 4:1 bei den Hessen durchzusetzen. Die Freiburger kletterten damit auf den Relegationsplatz und üben gehörig Druck auf die vor ihnen liegenden Nürnberger aus. Die abschlussschwachen Frankfurter hingegen, die zahlreiche Großchancen vergaben, bleiben mit 26 Punkten auf dem dreizehnten Rang.

Philipp Zulechner konnte leider nichts zum Sieg beitragen, da er über die vollen 90 Minuten lediglich das Spiel von der Bank aus betrachten durfte. (heindlinho)

 


Leistungsdaten

DFL25

 

Legende:

Min (Einsatzminuten)
TS (Torschüsse)
TSV (Torschussvorlagen)
ZK (gewonnenen Zweikämpfe in Prozent)
PQ (erfolgreiche Pässe in Prozent)
BK (Ballkontakte auf 90 Minuten hochgerechnet)
Distanz (gelaufene Kilometer während der gesamten Einsatzminuten, auf 90 Minuten hochgerechnet)
Läufe (die Anzahl der intensiven Läufe auf 90 Minuten hochgerechnet)
Vavg. (Durchschnittsgeschwindigkeit während der gesamten Einsatzminuten in km/h)
90M (Werte auf 90 Minuten hochgerechnet, falls nicht über die volle Distanz im Einsatz, Einsätze < 15 Min. werden nicht hochgerechnet)
+/- (Wertung ähnlich wie Eishockey: -1 bei Gegentor am Feld / +1 bei Tor am Feld (zusätzlich +1 bei Assist, +2 bei Tor))
Farbcodes der Zellen: hellgrün (Bestwert innerhalb der Mannschaft) / dunkelgrün (Bestwert aller Spieler der Partie)


Legionärswertung

So sieht diese Woche unsere Wertung der Top-3-Legionäre aus ÖFB-Sicht aus:

[podest silber=PROEDL gold=STRANZL bronze=HARNIK]

 

(Autoren: chris, kara, maha, sami, heindlinho, thelex, xandi)

Schreibe einen Kommentar