Dinamo-Aus nach sechs Monaten: Dejan Ljubicic wird ein „Knappe“
Die Rückkehr des neunfachen ÖFB-Teamspielers Dejan Ljubicic nach Deutschland nach nur einem halben Jahr in Kroatien ist in trockenen Tüchern. Der 28-jährige Mittelfeldspieler unterschreibt bis Sommer 2028 bei Schalke 04.
Ljubicic spielte bereits zwischen 2021 und 2025 vier Jahre lang für den 1. FC Köln, wo er allerdings nach der einen oder anderen disziplinären Verfehlung in Ungnade seinen Vertrag auslaufen ließ.
Im vergangenen Sommer schloss er sich schließlich Dinamo Zagreb an, obwohl er auch Angebote aus der deutschen Bundesliga, etwa von Union Berlin, etwas früher auch von Wolfsburg hatte, sowie ein möglicher Wechsel nach Griechenland zu PAOK Saloniki als Nachfolger von Stefan Schwab im Raum stand.
Nun entschloss sich Ljubicic zu einer neuerlichen Rückkehr nach Deutschland und einem Titelkampf mit Schalke 04.
Für Dinamo Zagreb hatte er 22 Pflichtspiele bestritten und dabei zwei Tore in der Europa League und drei Assists in der Liga beigesteuert.
Schalke nimmt Anlauf
Schalke nimmt mit dem österreichischen Trainer Miron Muslic in der laufenden Saison Anlauf auf den Bundesliga-Wiederaufstieg nach insgesamt bald drei Jahren in der zweiten deutschen Bundesliga.
Die Knappen führen die Tabelle aktuell mit zwei Punkten Vorsprung auf Darmstadt und drei auf Paderborn an. Wie so oft verläuft die deutsche Zweitligasaison ausgesprochen kurios, zumal Schalke nur 24 Treffer in 19 Partien erzielen konnte und damit um zwei weniger als der Tabellenletzte Greuther Fürth.
Zuletzt hatten die Schalker mit der Verpflichtung von Edin Dzeko, der gleich bei seinem Debut gegen Kaiserslautern traf, für Aufsehen gesorgt.
Für alle Eventualitäten vorausschauender Transfer
Der Kauf von Dejan Ljubicic um kolportierte 750.000 Euro Ablöse ist auch eine vorsorgliche Maßnahme mit Blick auf eine bevorstehende Bundesliga-Saison, aber auch für den Fall, dass es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte. Mit dem 27-jährigen Ron Schaldenberg läuft der Vertrag eines direkten Positionskonkurrenten des gebürtigen Wieners zudem im Sommer aus.
Der Ex-Rapidler, der für die Hütteldorfer 131 Spiele bestritt, ist in beiden Spielklassen Deutschlands erfahren: In der zweiten deutschen Bundesliga kam er auf 27 Einsätze und vier Tore, wobei er auch den Meistertitel mit dem 1. FC Köln holen konnte. In der Beletage des deutschen Fußballs kam er für die Kölner in 83 Einsätzen auf acht Tore und vier Assists.
Auch Rapid schneidet mit
Auch Ljubicic’ Ex-Klub Rapid profitiert vom Transfer des 28-Jährigen nach Gelsenkirchen. Aufgrund des Solidaritätsbeitrags der FIFA hat der österreichische Rekordmeister Anspruch auf etwa 38.000 Euro aus dem dafür vorgesehenen Topf.
