Deutschland

Junior Adamu feiert ersten Saisontreffer, Schmid vergibt Elfmeter

Der SC Freiburg gewann beim SV Werder Bremen souverän mit 3:0 und holte damit den ersten Auswärtssieg der Saison. Besonders im Mittelpunkt stand der österreichische Nationalspieler Junior Adamu, der für den gesperrten Johan Manzambi in die Startelf rückte und seine Gelegenheit eindrucksvoll nutzte.

Die Partie begann ausgeglichen, zwingende Torchancen sah man zunächst selten. Nach einer halben Stunde gingen die Gäste durch einen verwandelten Elfmeter von Vincenzo Grifo in Führung. Zuvor hatte Adamu bereits eine gute Möglichkeit, brachte aus kurzer Distanz aber nicht genug Druck hinter den Ball. Kurz vor der Pause vergaben Niklas Beste und erneut Grifo weitere Chancen auf das 2:0.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bremen den Druck, doch Freiburg schlug im richtigen Moment zu. Grifo hatte auf der rechten Seite zu viel Platz und legte quer auf Adamu, der aus kurzer Distanz in der 55. Minute zum 2:0 einschob. Nur zwei Minuten später bekam Werder die große Gelegenheit zum Anschluss, doch Freiburg-Torhüter Noah Atubolu parierte den Strafstoß des österreichischen Nationalspielers Romano Schmid – das war bereits der fünfte gehaltene Elfmeter in Serie, womit Atubolu einen Bundesliga-Rekord aufstellte.

In der 75. Minute fiel die endgültige Entscheidung und Junior Adamu hatte wieder seine Beine im Spiel. Nach einer Hereingabe von Derry Scherhant setzte Adamu seinen Gegenspieler so unter Druck, dass dieser den Ball ins eigene Tor abfälschte. Damit war die Partie entschieden, Werder kam nicht mehr gefährlich vor das Tor.

Stimmen nach dem Spiel:

Werder-Kapitäm Marco Friedl: „Wir haben völlig verdient verloren, weil wir alles haben vermissen lassen und kein gutes Spiel gemacht haben. Wir waren viel zu unsauber, hatten zu viele Kontakte und Fehlpässe – so kannst du keine Mannschaft schlagen und schon gar nicht Freiburg, die eine Truppe auf dem Platz sind. Wir haben uns drei Tore selber eingeschenkt, was sehr bitter ist, weil wir das Spiel niemals hätten verlieren müssen.“

Werder-Mittelfeldspieler Romano Schmid: „Heute lief sehr viel schief. Wir hatten kein Tempo im Spiel. Dann gehen wir durch einen Elfmeter unglücklich in Rückstand. Bis dahin hat Freiburg auch nicht viele Offensivaktionen gehabt. Nach dem 0:2 habe ich die Chance zum Anschlusstreffer, womit wir das Stadion zusätzlich nochmal hätten mitnehmen können. Das ist mir leider auch nicht gelungen, so dass nicht viel zusammenlief.“

Eine kuriose Szene gab es nach dem Spiel bei den Interviews für die Webseite des SC Freiburg. Die Freiburger treffen in der Europa League am Mittwoch auf den FC Basel. Junior Adamu wurde gefragt, ob das Duell für ihn als Schweizer Nationalspieler eine besondere Bedeutung habe. Der ÖFB-Angreifer korrigierte den Interviewer sofort, betonte aber, dass die Begegnung schon allein wegen der kurzen Distanz zwischen Freiburg und Basel ihren eigenen Reiz habe.