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Sasa Kalajdzic feiert nach mehr als 500 Tagen Comeback für die Wolves

Nach 555 Tagen Leidenszeit feiert ÖFB-Stürmer Sasa Kalajdzic sein Pflichtspielcomeback für die Wolverhampton Wanderers. Der 28-Jährige wird in der ersten Runde des englisches Ligapokals gegen West Ham United zehn Minuten vor Spielende beim Stand von 1:2 eingewechselt und leitet anschließend die Trendwende mit ein.

Zuvor sind die Wolves – trotz früher Führung durch Rodrigo Gomes – nämlich in Rückstand geraten. Treffer von Tomas Soucek (50). und Lucas Paqueta (63.) nach dem Seitenwechsel brachten die „Hammers“ zwischenzeitlich auf die Siegesstraße. Doch die Wolves wechseln kräftig durch und kämpfen sich in die Partie zurück. Höhepunkt ist die Einwechslung von Sasa Kalajdzic, der in der 81. Spielminute für Ex-Salzburger Hwang Hee-Chan auf das Feld kommt und nach 555 Tagen Verletzungspause sein Comeback für den Premier-League-Klub feiert.

Kalajdzic hatte seit seinem bereits dritten Kreuzbandriss im Februar 2024 nicht mehr auf dem Platz gestanden. Neben dem ÖFB-Legionär wird auch dessen norwegischer Sturmkonkurrent Jorgen Strand Larsen eingewechselt – der per Doppelpack für den Sieg der Gastgeber sorgt. Beim Siegestreffer hatte auch Kalajdzic seinen Kopf im Spiel: Er machte einen langen Ball gut fest und leitete ihn auf Vorlagengeber Jackson Tchatchoua weiter.

Für Wolverhampton ist der Sieg über West Ham der erste Erfolg in der neuen Pflichtspielsaison. Zuvor gab es Niederlagen gegen Manchester City und den AFC Bournemouth.  

Zwei Kreuzbandrisse in drei Jahren

Für Kalajdzic endet durch seine Rückkehr auf den Platz eine lange Leidenszeit. Seit seinem Wechsel vom VfB Stuttgart nach England im Sommer 2022 konnte der Angreifer keine Saison durchspielen und zog sich zwei Kreuzbandrisse zu.

Den ersten im September 2022, den zweiten im Februar 2024 während seiner Leihe zum deutschen Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Insgesamt stand der 28-Jährige für die Wolves bisher in 15 Pflichtspielen auf dem Platz und erzielte dabei drei Tore. Für Eintracht Frankfurt kam er während seiner aufgrund der Verletzung vorzeitig abgebrochenen Leihe auf sechs Spiele und einen Treffer.

Ob die Zukunft des 15-fachen österreichischen Nationalspielers über den Sommer hinaus in der Premier League liegt, ist trotz des erfreulichen Comebacks fraglich. Möglich, dass Kalajdzic vor Ende des Transferfensters noch verliehen wird, um regelmäßig Spielpraxis zu sammeln. Vor allem die Serie A soll den Wiener locken. Für die österreichische Nationalmannschaft wäre ein fitter Kalajdzic in Anbetracht der bevorstehenden Weltmeisterschaft (Österreichs Stürmersituation im Porträt) eine Bereicherung.