Große Hürden und Pflichtsiege: Das erwartet Österreichs Europacupstarter
Die möglichen Gegner für die dritte Runde der Europacup-Qualifikation stehen fest. Zeit für einen kompakten Blick darauf, wie gut oder schlecht es die österreichischen Europacup-Vertreter dabei getroffen haben.
Sturm Graz muss etwas noch Geduld haben
Hier gibt es noch keine spannenden Neuigkeiten. Der amtierende österreichische Meister ist für das Play-off der Champions League qualifiziert und muss noch auf die Auslosung des Gegners warten. Diese wird am 4. August stattfinden. Gespielt wird das Play-off übrigens in Klagenfurt, da man das gleiche Stadion wie für die Gruppenphase verwenden muss und im Falle eines Aufstiegs abermals in das Wörthersee-Stadion ausweichen muss. Sollten die Blackies als Verlierer aus den beiden Play-off-Spielen gehen, dann dürfen sie immerhin die Europa-League-Gruppenphase in Graz bestreiten. Ein kleines Trostpflaster für die Fans.
Zwei belgische Gegner für Red Bull Salzburg möglich
Die Mozartstädter treffen in der 2. Qualifikationsrunde der Champions League auf Brann Bergen. Im Falle eines Weiterkommens wartet in der 3. Runde der belgische Vizemeister FC Brügge, der mit einem starken Kader zu den schwierigsten Gegnern im Quali-Weg zählt. Scheidet Salzburg hingegen gegen Brann aus, geht es in der 3. Runde der Europa-League-Quali weiter – dort würde mit hoher Wahrscheinlichkeit der RSC Anderlecht warten, der sich gegen Häcken in der Favoritenrolle befindet. Der FC Brügge verkaufte einige Leistungsträger, wobei alleine Maxim De Cuyper und Chemsdine Talbi dem Verein insgesamt 40 Millionen Euro einbrachten. Im Mittelfeld verstärkten sich die Belgier unter anderem mit dem HSV-Aufsteiger Ludovit Reis, der in der Schaltstelle aber mit Spielern wie Hans Vanaken, Ardon Jashari und Raphael Onyedika viel Konkurrenz hat. Kein einfaches Los für die Salzburger.
Wolfsberger AC gegen rotinierte Griechen
Der WAC steigt als Cupsieger in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League ein, wo mit PAOK Saloniki ein durchaus ordentliches Kaliber auf die Kärntner wartet. Der langjährige Rapid-Spieler und PAOK-Legionär Stefan Schwab steht nicht mehr im Kader, sondern wechselte zu Holstein Kiel in die 2. Liga nach Deutschland. Mit Thomas Murg steht allerdings ein ÖFB-Legionär bei den Griechen im Kader, der jedoch wenig Chancen auf Einsätze in dieser Saison haben wird. PAOK verfügt über eine routinierte Mannschaft und hat mehrere Leistungsträger im Team, die sich im besten Fußballeralter befinden. Kiril Despodov kennen wir etwa aus seiner Zeit beim SK Sturm Graz, Kapitän Andrija Zivkovic kam auf dem rechten Flügel in der vergangenen Saison bewerbsübergreifend auf 20 Scorerpunkte, und mit Giannis Konstantelias befindet sich ein 22-jähriger Mittelfeldspieler im Kader, der bald in eine Top-Liga wechseln dürfte. Der WAC ist in diesem Duell sicherlich der Außenseiter und darf im Falle eines Ausscheidens im Europa-League-Play-off weiterspielen.
FK Austria Wien und die mögliche Revanche gegen Legia
Im Gegensatz zum Wolfsberger AC dürfen sich die beiden Wiener Vereine keine Niederlage leisten, da sie in der Conference-League-Qualifikation spielen und keinen Auffangbewerb darunter haben. Die Austria ist zudem ungesetzt und hat dadurch einen schwereren Gegnerpool als der SK Rapid. In der 2. Runde ist dies allerdings nicht der Fall und man darf davon ausgehen, dass die Veilchen gegen den georgischen Cupsieger Spaeri FC im Normalfall nicht allzu große Probleme bekommen werden. Im Falle eines Aufstiegs wartet der Verlierer aus der Partie Legia Warschau und Banik Ostrava auf die Wiener Austria. Gegen Legia Warschau schieden die Veilchen vor zwei Saisonen ganz bitter aus, als man nach einem 2:1-Auswärtssieg zuhause noch 3:5 gegen die Polen verlor. Legia wird zwar aufgrund der größeren internationalen Erfahrung und der etwas besseren Einzelspieler der Favorit sein, doch auch die Tschechen haben eine gute Mannschaft, die auf ein starkes Kollektiv setzt. Vergangene Saison wurde man überraschend Dritter und ließ Sparta Prag hinter sich.
SK Rapid klarer Favorit in der 3. Runde
Auch für den SK Rapid heißt es in den Qualifikationsspielen: Verlieren verboten. In der 2. Qualifikationsrunde der Conference League treffen die Grün-Weißen auf Decic Tuzi aus Montenegro. Im Falle eines Sieges wartet der Sieger aus dem Spiel zwischen Dundee United und UNA Strassen auf die Hütteldorfer. Dundee United schloss die vergangene Saison in der Scottish Premiership auf Platz 4 ab, hatte aber mit 41:40 eine fast ausgeglichene Tordifferenz, was angesichts der Dominanz von Celtic und den Rangers öfters vorkommt. Der Transfersommer verlief durchaus turbulent, und zahlreiche Spieler kamen und gingen. Hohe Ablösesummen bezahlte der Klub jedoch nicht. UNA Strassen hingegen wurde Vizemeister in Luxemburg und wies 18 Punkte Rückstand auf den überlegenen Meister Differdingen auf, dem man am letzten Spieltag immerhin eine Niederlage zufügen konnte. Dundee United ist dennoch der Favorit in dieser Begegnung.
