Dalpiaz, Zickler & Co.: Neue spannende Klubs für mehrere ÖFB-Talente
In mehreren europäischen Top-Ligen und Ländern endete um Mitternacht die Wintertransferzeit. Und abseits der großen Transfers der Fußballwelt wechselte auch das eine oder andere ÖFB-Talent die Seiten.
Dalpiaz wird ein Rossonero
Einen der spannendsten Transfers vollzog Bayern Münchens Defensivtalent Magnus Dalpiaz. Der gebürtige Innsbrucker, der sein gesamtes Leben in Bayern verbrachte und seit 2019 im Nachwuchs des Großklubs gemeldet war, verlässt die Münchner vorerst leihweise und wechselt mit Kaufoption zum AC Milan.
Dort ist der Rechtsverteidiger, der auch in der Innenverteidigung und auf der linken Seite aufgeboten werden kann, vorerst bei Milan Futuro in der vierten italienischen Leistungsklasse eingeplant. Der U19-Nationalspieler und Sohn des ehemaligen Eishockey-Keepers Claus Dalpiaz bestritt für die zweite Mannschaft von Bayern München 22 Partien und spielte zudem 13-mal in der UEFA Youth League. In insgesamt 51 Spielen für die Akademiemannschaften der Bayern kam Dalperz auf 16 Tore und fünf Assists, womit er seine große Torgefährlichkeit regelmäßig unterstrich.
Zickler wechselt innerhalb Deutschlands
Innerhalb Deutschlands wechselt der 19-jährige Offensivmann Jakob Zickler. Der Adoptivsohn des einstigen Star-Stürmers Alexander Zickler hatte zuletzt zweieinhalb Jahre bei Dynamo Dresden verbracht und war im vergangenen Sommer sogar in die Kampfmannschaft aufgestiegen. Eine schwere Schulterverletzung sorgte allerdings dafür, dass er in der laufenden Spielzeit noch auf keinen einzigen Einsatz kam.
Nun durfte der offensive Mittelfeldspieler, der auch im Angriff aufgeboten werden kann, den Verein in Richtung Mönchengladbach verlassen, wo er vorerst in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga West eingeplant ist.
Pejazic trifft bei Debüt in Schwarz-Gelb
Dort wird Zickler auf einen anderen österreichischen Youngster treffen: Bereits vor zwei Wochen wechselte der oberösterreichische Linksverteidiger Mario Pejazic vom slowakischen Erstligisten Košice, wo er nur Reservist war, in die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund, die ebenfalls in der Regionalliga West spielt.
Bei seinem Debüt am vergangenen Wochenende gegen die Sportfreunde Lotte gelang Pejazic nur sechs Minuten nach seiner ersten Einwechslung bereits sein Premierentor, das den 1:1-Endstand herstellte. In Dortmund unterschrieb der ehemalige Salzburg-Nachwuchsspieler einen Vertrag für den Rest der Saison und seine Erfahrungen aus dem slowakischen Profifußball werden ihm sicher auch in der deutschen Regionalliga zugute kommen.
Lebersorger bereits zum zweiten Mal in Deutschland
Mit dem Rechtsverteidiger Kevin Lebersorger kehrt zudem ein weiteres ÖFB-Talent nach Deutschland zurück. Bereits in der Saison 2023/24 kickte Lebersorger in Deutschland für Wolfsburgs U19-Mannschaft, ehe er im Sommer 2024 nach Linz wechselte und dort zumeist für die zweite Mannschaft des LASK zum Einsatz kam. Auf Kampfmannschaftsebene konnte der Außenverteidiger nur drei Einsätze verbuchen.
Nun unterschrieb der 20-Jährige einen Halbjahresvertrag beim BFC Dynamo, der aktuell nur Fünfzehnter in der deutschen Regionalliga Nordost ist.
Noah Bischof tritt in große Fußstapfen
Und auch der bisherige Rapid-Spieler Noah Bischof darf sich seit gestern ÖFB-Legionär nennen. Nachdem er in seinen 1 ½ Jahren bei Rapid knapp die Hälfte der Zeit verletzungsbedingt fehlte und in der laufenden Spielzeit weder für die Kampfmannschaft noch für die zweite Mannschaft auf dem Platz stand, wechselt der 23-jährige Vorarlberger nun bis Sommer 2027 mit Vertragsoption auf ein weiteres Jahr zum niederländischen Zweitligisten FC Dordrecht.
Der niederländische Klub, der vom einstigen Top-Stürmer Dirk Kuyt betreut wird, bediente sich in der Wintertransferzeit schon einmal in der österreichischen Bundesliga und holte Anfang Jänner Innenverteidiger Björn Hardley aus Hartberg.
Bischof tritt bei Dordrecht in große Fußstapfen: In der Saison 2023/24 war der heutige Rapid-II-Spieler René Kriwak einer der treffsichersten Stürmer im Klub und zuletzt sorgte speziell die tschechische Leipzig-Leihgabe Yannick Eduardo für Aufsehen. Der 20-Jährige wurde nun allerdings um zwei Millionen Euro an die TSG Hoffenheim transferiert und Bischof soll den Last-Minute-Abgang des Dordrecht-Topstürmers nun auch kurzfristig kompensieren.
