Redaktionsaufstellung für das Auswärtsspiel in Bosnien
Heute Abend wird es für Österreich im Duell der beiden Mannschaften ohne Punktverlust richtig heiß. Obwohl der Pflichtsieg über Zypern gelang, gibt es in unserer Redaktionsaufstellung für das Auswärtsspiel in Bosnien aufgrund der nicht immer sattelfesten Leistung gegen die Zyprer die eine oder andere Änderung.
So würden wir die österreichische Nationalmannschaft im richtungsweisenden Auswärtsspiel im bosnischen Zenica aufstellen:

Tor: Es ist seit jeher klar, dass die Frage nach dem Teamtorhüter bei Österreich nahezu reine Geschmackssache ist. Schlager und Pentz liegen in der Hierarchie etwa gleichauf, aber Alexander Schlager konnte sich im Spiel gegen Zypern immer wieder in höchster Not auszeichnen und damit Selbstvertrauen für das Spiel gegen Bosnien mitnehmen, weshalb wir den Salzburg-Keeper auch diesmal von Beginn an bringen würden.
Innenverteidigung: In der Innenverteidigung wären wir gegen die giftigen bosnischen Stürmer einer Veränderung nicht abgeneigt. Die Folgen seiner schwereren und kleineren Verletzungen waren David Alaba gegen Zypern durchaus anzumerken und speziell in Laufduellen wirkte er nicht immer sattelfest. Die Physis, die Edin Dzeko auf den Platz bringen wird, würde von einem physischeren Innenverteidiger wie Kevin Danso wahrscheinlich besser verteidigt werden, weshalb wir den Tottenham-Legionär eher auf der Position neben Philipp Lienhart sehen.
Außenverteidigung: Während die linke Abwehrseite mit Mainz-Legionär Phillipp Mwene besetzt bleiben wird, könnte der Faktor Physis, auch was das Verteidigen von etwaigen Standardsituationen betrifft, auf der rechten Seite für eine Nominierung von Stefan Posch anstelle von Konrad Laimer sprechen. Zudem wäre Laimers Dynamik gegen den Ball diesmal möglicherweise von der Bank wertvoller, wenn die Akkus beim Gegner nicht mehr voll geladen sind.
Mittelfeldzentrum: Das defensive Mittelfeld sollte sich auch gegen Bosnien wieder aus Xaver Schlager und Nicolas Seiwald zusammensetzen, wobei auch Laimer hier eine ernstzunehmende Starteroption wäre. Dass Seiwald von Rangnick auf die Bank gesetzt wird, ist ohnehin denkunmöglich und zwischen Schlager und Laimer wäre es ein Startplatz-Duell auf Augenhöhe. Beide Spieler sind definitiv in der Lage das quirlige offensive Mittelfeld der Bosnier rund um Jungstar Alajbegovic gut zu verteidigen.
Offensivreihe: Auch in der offensiven Dreierreihe könnte es zu einer Veränderung kommen. Die Herausnahme von Patrick Wimmer zugunsten von Romano Schmid könnte der zu erwartenden Spielanlage der Bosnier eher entgegenkommen. Auf der Zehnerposition ist Christoph Baumgartner hingegen gesetzt und auf der Linksaußenposition würden wir weiterhin auf die Führungsqualitäten von Marcel Sabitzer setzen.
Angriff: Die Stürmerposition ist sicher eines der größten Fragezeichen in der aktuellen Lage der Österreicher. Marko Arnautovic konnte sich gegen Zypern nie richtig behaupten und machte ebenso wenig Eigenwerbung wie Michael Gregoritsch, der nach seiner Einwechslung ebenfalls eher wie ein Fremdkörper wirkte und kaum konkret wurde. Demnach würden wir hier auf die frischeste Variante setzen und Raul Florucz von der Union Saint-Gilloise den Vorzug geben. Dieser könnte eine antizipative Rolle einnehmen und auch eine wichtige Komponente im Konterspiel der Österreicher sein. Zudem hat er mit vier Toren aus den ersten sechs Ligaspielen für seinen belgischen Klub das Momentum auf seiner Seite und reichlich Selbstvertrauen. Und Spieler wie Arnautovic oder Gregoritsch von der Bank bringen zu können, kann in einem solchen Spiel ebenfalls zu einem wichtigen Trumpf werden…
