FIFA WM 2026

Messi nach Sieg über Österreich: „Bei einer WM musst du leiden können“

Argentinien gewinnt auch das zweite Gruppenspiel bei der WM 2026. Nach dem 3:0 gegen Algerien setzte sich der Titelverteidiger gegen Österreich mit 2:0 durch und steht damit bei sechs Punkten. Im Mittelpunkt stand erneut Lionel Messi, der auch gegen das ÖFB-Team beide Treffer erzielte und nach der Partie über seine Form, den verpassten Elfmeter und die Bedeutung des Sieges sprach.

Der noch 38-Jährige – Messi feiert morgen seinen 39. Geburtstag – wollte seine persönliche Bilanz nicht zu sehr in den Vordergrund stellen. Messi hält nach zwei Spielen bereits bei fünf Turniertoren, betonte aber, dass für ihn vor allem der Erfolg der Mannschaft zähle. „Das Wichtigste war, zu gewinnen und die drei Punkte zu holen“, sagte der argentinische Kapitän nach dem Spiel.

Fünf Tore in zwei Spielen

Messi startete mit einem Hattrick gegen Algerien in das Turnier und legte gegen Österreich zwei weitere Treffer nach. Damit prägt er Argentiniens WM-Auftakt wie kein anderer Spieler. Auf seine Torserie angesprochen, sprach Messi zwar von Freude, stellte aber den gemeinsamen Weg in den Mittelpunkt.

Er erklärte, dass es schön sei, den argentinischen Fans Freude zu bereiten. Gleichzeitig gehe es darum, im Turnier Schritt für Schritt weiterzugehen. Argentinien habe gewusst, dass die ersten beiden Gruppenspiele wichtig seien. Zwei Siege aus zwei Spielen bringen den Weltmeister nun in eine sehr gute Ausgangsposition.

„Wir wollten mit sechs Punkten in die nächste Woche gehen“, sagte Messi sinngemäß. Das sei gelungen, dennoch sei der Weg noch lang. Der Kapitän verwies darauf, dass bei einer Weltmeisterschaft jeder Gegner unangenehm sein könne und man sich jeden Sieg erarbeiten müsse.

Ärger über den vergebenen Elfmeter

Ein Thema war auch der verschossene Elfmeter. Messi gab offen zu, dass ihn diese Szene geärgert habe. Die Ausführung sei schlecht gewesen, der Fehlschuss habe ihn in diesem Moment frustriert. „Ich war wütend, weil ich ihn schlecht geschossen habe“, sagte Messi, der sich mit seinen beiden Toren an die Spitze der ewigen WM-Torschützenliste setzte.

Entscheidend sei aber gewesen, danach im Spiel zu bleiben. Messi sprach davon, dass man solche Situationen schnell verarbeiten müsse. Genau das gelang ihm gegen Österreich. Nach dem vergebenen Elfer blieb er präsent, suchte weiter Abschlüsse und wurde am Ende doch noch zum entscheidenden Spieler. Seine beiden Tore sorgten schließlich dafür, dass die Partie zugunsten des Weltmeisters kippte. Messi betonte nach dem Spiel, dass am Ende nicht der vergebene Elfmeter zähle, sondern die Reaktion der Mannschaft und der Sieg.

Ein intensives Spiel gegen Österreich

Messi beschrieb die Partie gegen Österreich als anspruchsvoll. Das Spiel sei intensiv gewesen, Argentinien habe nicht immer lange Ballbesitzphasen herstellen können. Österreich verteidigte kompakt, attackierte in passenden Momenten und machte es dem Weltmeister phasenweise schwer, den Rhythmus zu kontrollieren.

Der argentinische Kapitän erklärte, dass solche Spiele bei einer WM normal seien. Man müsse leiden können, wenn der Gegner stärker werde und in den richtigen Momenten zuschlagen. Argentinien habe nicht alles perfekt gelöst, aber genug Stabilität gezeigt, um die Partie für sich zu entscheiden.

„Wir wissen, dass jedes Spiel schwierig ist“, sagte Messi. Es gebe bei einer Weltmeisterschaft keine einfachen Aufgaben. Deshalb sei es wichtig, ruhig zu bleiben, die eigenen Momente zu nutzen und als Mannschaft zusammenzuhalten.

Die Gruppe als Stärke

Messi sprach auch über die Stimmung im argentinischen Team. Die Mannschaft genieße die gemeinsame Zeit, die täglichen Abläufe und die Spiele. Das sei ein wichtiger Faktor. Argentinien wirke als Gruppe gefestigt, was gerade in engen Turniersituationen entscheidend werden könne.

„Wir genießen jeden Tag“, betonte Messi. Dabei gehe es nicht nur um Siege, sondern auch um die gemeinsame Arbeit. Die Mannschaft habe eine gute Dynamik, müsse diese aber weiterhin bestätigen. Der Titelverteidiger wolle sich nicht von den ersten beiden Erfolgen blenden lassen.

Für Messi bleibt die Marschrichtung klar: Argentinien soll den positiven Start nutzen, aber weiter fokussiert bleiben. Sechs Punkte nach zwei Spielen sind eine starke Basis, dennoch denkt der Kapitän nicht zu weit voraus. Persönliche Rekorde, Torserien und historische Marken spielen für ihn eine Nebenrolle. Im Vordergrund steht der nächste Schritt mit der Mannschaft.

Nach dem 2:0 gegen Österreich ist Messi bereits einer der prägenden Spieler dieses Turniers. Seine Zahlen sprechen für sich, seine Aussagen blieben aber betont mannschaftsdienlich, wie man es von Flashinterviews nach einer Partie eben gewöhnt ist. Argentinien hat den Start gemeistert – und Messi ist rechtzeitig wieder in jener Form, in der er enge Spiele entscheiden kann.

Argentinien ist nach dem 2:0-Sieg bereits fix Gruppensieger und könnte im letzten Gruppenspiel gegen Jordanien ein wenig rotieren, zumal bereits klar ist, dass man im Sechzehntelfinale auf den Zweiten aus Gruppe H treffen wird. Allen Aussagen zum Trotz wird es sich Messi in dieser Verfassung aber nicht nehmen lassen, gegen Jordanien auf die Jagd nach dem Ausbau des Torrekords und noch mehr Selbstvertrauen zu gehen…