Jordanien muss bei der WM auf Angreifer Ibrahim Sabra verzichten
Jordanien muss kurz vor seiner ersten Weltmeisterschaft einen personellen Rückschlag hinnehmen. Stürmer Ibrahim Sabra fällt für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko aus. Der 20-Jährige zog sich im Training einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu. Das bestätigte der jordanische Fußballverband JFA am Freitag.
Untersuchungen hätten ergeben, dass Sabra wegen der Verletzung nicht am Turnier teilnehmen kann. Für Jordanien ist der Ausfall besonders bitter, weil der Angreifer zuletzt den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft hatte und als zusätzliche Option für die Offensive galt. Der Stürmer von Lokomotiva Zagreb hatte zuvor im Nachwuchsbereich auf sich aufmerksam gemacht und sich damit in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gespielt.
Rückschlag für Sellamis Offensive
Für Teamchef Jamal Sellami reduziert sich damit kurz vor Turnierbeginn die Auswahl im Angriff. Jordanien geht als WM-Debütant in das Turnier und wird in der Gruppenphase besonders auf defensive Stabilität, Umschaltmomente und Effizienz vor dem Tor angewiesen sein. Ein junger Stürmer, der dem Kader Tiefe geben kann, wäre in dieser Konstellation entsprechend wertvoll gewesen.
Sabra war zwar nicht zwingend als Fixstarter eingeplant, zählte aber zu jenen Spielern, die dem Angriff eine zusätzliche Variante geben konnten. Die wahrscheinlichste Option für die Mittelstürmerposition wäre ohnehin Ali Olwan vom Al-Sailiya SC gewesen. Schlüsselspieler der Offensive ist Rennes-Legionär Mousa Tamari, der als Rechtsaußen eingeplant ist.
Jordanien vor historischer WM-Premiere
Jordanien steht erstmals in seiner Geschichte bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Der Aufstieg des Teams kommt nicht aus dem Nichts: Bereits beim Asien-Cup 2023 sorgte Jordanien für großes Aufsehen und erreichte das Finale. Dort unterlag die Mannschaft Katar, bestätigte aber ihre Entwicklung auf internationaler Ebene.
Diese Entwicklung soll nun auch auf der größten Bühne fortgesetzt werden. In Gruppe J wartet zunächst das Spiel gegen Österreich in San Francisco. Danach trifft Jordanien ebenfalls in San Francisco auf Algerien, ehe zum Abschluss der Gruppenphase in Dallas das Duell mit Titelverteidiger Argentinien ansteht. Am Montag testet das Team zum Abschluss der WM-Vorbereitung gegen Kolumbien.
Österreich trifft auf geschwächten Gegner
Für Österreich ist die Nachricht vor allem im Hinblick auf das erste Gruppenspiel relevant. Jordanien verliert mit Sabra keinen unumstrittenen Schlüsselspieler, aber eine junge Offensivoption, die gerade aufgrund der mangelnden Tiefe in der Offensive durchaus wichtig gewesen wäre.
Für Sabra selbst ist der Zeitpunkt maximal bitter. Der 20-Jährige hatte sich über seine Leistungen im Nachwuchsbereich und seinen Wechsel in den Kreis der A-Nationalmannschaft in Richtung WM-Kader gearbeitet. Statt seiner ersten Weltmeisterschaft wartet nun die Reha.
