Deutschland

Deutsche Bundesliga, Legionärs-Check 22. Spieltag

Ist David Alaba bereits im März Meister?

Wenn der Rekordmeister aus München in dieser chirurgischen Präzision weiter punktet, könnten David Alaba und sein FC Bayern den frühesten Titelgewinn der Bundesliga-Geschichte feiern. Die faustdicke Überraschung war der Sieg des HSV gegen Borussia Dortmund. Mit 3:0 feierte Mirko Slomka einen perfekten Einstand, der soll aber nur der Anfang von etwas Größerem sein.  In der Deutschen Bundesliga wird der Abstiegskampf von Runde zu Runde spannender. Die beiden Österreicher, Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl erkämpften mit Werder Bremen in 60minütiger Unterzahl ein 0:0 in Frankfurt. Wieviel dieser Punkt wert sein wird, muss sich erst zeigen. Martin Harnik hingegen hat mit seinem VfB Stuttgart das Siegen und Punkten verlernt. Erfreulich war die Pflichtspiel-Debüt von Philip Zulechner im Dress des SC Freiburg – doch auch er konnte gegen den nach wie vor famos agierenden FC Augsburg nichts mehr ausrichten.

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2:2

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[image name=06_DFL] (2:0) [image name=10_DFL]

Borussia Mönchengladbach verschenkt gegen die TSG Hoffenheim den erhofften Heimsieg. Einen Last-Minute-Elfmeter verwandelte Salihovic trocken. Dabei begann es für Gladbach hervorragend, bereits in der vierten Minute traf der Youngster Patrick Herrmann zur Führung für die Favre-Elf. Nur zwölf Minuten später erhöhte Jantschke bereits auf 2:0. Trotz der frühen Führung wirkte Gladbach aber verunsichert, seit sieben Spielen warten die Fohlen nun auf einen vollen Erfolg.  Viele Abspielfehler und mangelnde Disziplin brachten Hoffenheim zurück ins Spiel. In der zweiten Hälfte traf zunächst Roberto Firmino (56.) zum 2:1-Anschlusstreffer. Bis zur 82. Minute passiert dann relativ wenig, ehe Martin Stranzl im Strafraum sehr ungeschickt agierte und so einen unnötigen Strafstoß verursachte, den Salihovic sicher verwertete. Damit bleibt Gladbach weiterhin in einer Minikrise und muss auf den ersten Sieg 2014 warten.

Martin Stranzl war die tragische Figur des Spiels, den Strafstoß muss er auf seine Kappe nehmen. So darf man nicht attackieren. Auch beim ersten Gegentor fehlte Stranzl in der Innenverteidigung. Ein Spiel zum abhaken für den Österreicher. Er brachte zwar 90 Prozent seiner Pässe zu seinen Mitspielern, dennoch agierte er defensiv in diesem Spiel sehr ungeschickt. Stranzl gewann elf von seinen 20 Zweikämpfen. (maha)

 

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2:4

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17_DFL (1:1) 08_DFL

In einem abwechslungsreichen Spiel setzte sich der FC Augsburg mit 2:4 im Gastspiel beim SC Freiburg durch. Damit beendeten die Augsburger auch ihre Misere an acht verlorenen Pflichtspielen in Freiburg ohne Torerfolg. Die Breisgauer wurden durch die Niederlage vom HSV in der Tabelle überholt und rutschen somit auf die direkten Abstiegsplätze. Hingegen darf in Augsburg weiterhin von der Europa League geträumt werden. Nur mehr ein einziger Zähler fehlt auf den entscheidenden sechsten Tabellenplatz, der zur Qualifikation berechtigt.

Nach einer fünfminütigen Abtastphase, setzten die Augsburger den ersten Nadelstich. Werner enteilte, nach Vorarbeit von Altintop, der Abwehrkette und schloss trocken zum 0:1 ab. Die Antwort der Freiburger ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Halb-Österreicher Schmid zirkelte einen Freistoß aus rund 30 Metern ins Kreuzeck. Mit einem gerechten Unentschieden ging es in einem kampfbetonten Spiel in die Halbzeitpause. Die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte spielten sich hauptsächlich im Mittelfeld ab, Chancen blieben Mangelware. Doch dann brachte Mehmedi die Freiburger in der 73. Spielminute durch einen Aufsetzer aus dem Nichts in Führung. Die Augsburger ließen sich trotz des späten Rückstandes nicht hängen und bewiesen einmal mehr die gute Moral der Mannschaft. Zunächst gelang Kapitän Verhaegh der Ausgleich, ehe Altintop den FCA erneut in Führung brachte. Den Schlusspunkt zum 2:4 setzte Hahn in der Nachspielzeit.

Nach langem Warten war es in der 87. Minute endlich so weit, Philipp Zulechner kam zu seinem Bundesliga-Debüt! Trainer Streich schickte den Ex-Grödiger beim Spielstand von 2:3 auf das Feld. Dem Spiel konnte er zwar keine Wende mehr geben, dennoch darf er auf seinen ersten Aufritt in der höchsten deutschen Spielklasse stolz sein. Zulechner konnte seinen einzigen Zweikampf gewinnen und beendete die Partie nach drei Ballkontakten.

Auf Seiten der Augsburger kam Torhüter Alexander Manninger erneut zum Einsatz. Sowohl beim Freistoß-Tor von Schmid, als auch beim zweiten Gegentreffer streckte er sich vergebens, war dabei allerdings auch ohne echte Chance. Raphael Holzhauser stand aufgrund des Muskelfaserrisses nicht im Kader(chris)

 

 

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2:1

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12_DFL (0:1) 18_DFL

Der 1. FC Nürnberg gewann 2:1 ein historisches Spiel, mit drei vergebenen Elfmetern (Bundesliga-Rekord) und einmal Rot, gegen Eintracht Braunschweig. Weil sich der direkte Abstiegskonkurrent aus Hamburg drei Punkte gegen Dortmund erspielte, verlor die Eintracht weiter an Boden im Kampf um den Klassenerhalt. Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist auf vier Punkte angewachsen. FCN-Trainer Verbeek und seine Mannschaft tankten mit dem vierten Sieg in den jüngsten fünf Begegnungen Selbstvertrauen für das Spiel in Dortmund nächste Runde.

Zu Beginn fand der Club gegen das Gegenpressing der Lieberknecht-Elf kaum ein Mittel, die Braunschweiger blieben die gefährlichere Mannschaft in der ersten halben Stunde. In der 32. Minute schwächte sich der FCN aufgrund einer Notbremse selbst. Der Schiedsrichter zeigte Nilsson die rote Karte, nachdem der Innenverteidiger im Laufduell Nielsen zu Fall brachte. Kurz darauf kassierten die numerisch Unterlegenen Clubberer das Gegentor nach einem Eckball. Bezeichnend für die Verunsicherung der Nürnberger legte Torhüter Schäfer den Torschützen Kumbela im Strafraum, sah für die Aktion allerdings nur die Gelbe Karte. Der Gefoulte trat selber an und scheiterte an Schäfer. Die zweite Halbzeit begann mit einem Doppelschlag der Nürnberger. Nach nur elf Sekunden traf Kiyotake, ehe Pekhart eine Minute später die 2:1-Führung herstellte. Nach einer guten Stunde Spielzeit gab der Schiedsrichter erneut Elfmeter für die Löwen, wieder blieb Schäfer der Sieger. Strafstoß Nummer drei folgte fünf Minuten später auf der anderen Seite, doch auch Kiyotake scheiterte am Torhüter. Damit blieb es am Ende beim glücklichen 2:1-Erfolg des 1. FC Nürnberg.

Emanuel Pogatetz feierte sein Comeback nach überstandenem Außenbandanriss. In der 68. Spielminute kam der Innenverteidiger für Kiyotake ins Spiel um die Defensive zu verstärken und den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Pogerl kam in der verbliebenen Spielzeit nur fünf Mal in Ballbesitz, brachte seinen einzigen Pass nicht an den Mann, konnte jedoch seine beiden Zweikämpfe für sich entscheiden(chris)

 

 

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0:0

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[image name=13_DFL] (0:0) [image name=14_DFL]

Eintracht Frankfurt kommt vor eigenem Publikum nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen den SV Werder Bremen hinaus. Obwohl die Frankfurter ab Minute 34 mit einem Mann mehr am Platz standen, schaffte es die Veh-Elf nicht, ein Tor zu erzielen. Felix Kroos war der Übeltäter, zwei unnötige Fouls innerhalb von vier Minuten waren dem Unparteiischen genug und er stellt den kleinen Bruder von Toni Kroos vom Platz. Das Spiel sparte aber über weite Strecken mit Highlights, Werder Bremen verteidigte ab der 34. Minute tief und versuchte über Konter Gefahr zu erzeugen.  Nach dem Ausschluss tümpelte das Spiel vor sich hin. Die beste Chance in Halbzeit eins hatte Joselu, alleine vor Raphael Wolf scheiterte er jedoch an diesem. Die zweite Halbzeit begann gleich wie die Erste endete, Frankfurt kontrollierte das Geschehen, Werder stand tief in der eigenen Hälfte. Die beste Chance hatte Meier, als er völlig freistehend mit einem Kopfball den Außenpfosten traf (88.). Das Unentschieden hilft den beiden Mannschaften im Abstiegskampf nicht wirklich, Nürnberg hat beide Teams überholt. Somit rangiert Werder vor dem Nord-Derby nächste Runde auf Tabellenplatz 14.

Unsere beiden Legionäre bei den Grün-Weißen spielten über die vollen 90 Minuten.  Sebastian Prödl kassierte in der 73. Minute eine gelbe Karte. Der Steirer spielte über die 90 Minuten nur acht Pässe zu einem Mitspieler, dies zeigt wie überlegen Frankfurt insgesamt war. Prödl gewann elf von 19 Zweikämpfen und lief 9.9 Kilometer. Prödl war einer der besten Werderaner bei diesem Auswärtsmatch, der Neo-Kapitän befindet sich zurzeit in einer starken Verfassung.

Zlatko Junuzovic spielte im rechten Mittelfeld. Gegen die nummerisch und spielerisch überlegenen Frankfurter, konnte er aber nicht zur Gänze überzeugen. Nur zehn von 27 Zweikämpfen gewann der Österreicher. Von seinen 16 Pässen kamen neun bei seinen Mitspielern an. Junuzovic kam in Halbzeit eins bei einem Petersen-Ableger knapp nicht an den Ball. Insgesamt lief der Kärntner 11.9 Kilometer. (maha)

 

 

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0:4

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[image name=11_DFL] (0:2) [image name=01_DFL]

Der FC Bayern München konnte auch nicht von den sonst so heimstarken Hannoveranern nicht aufgehalten werden. Der Verein ist auf dem besten weg zur März-Meisterschaft, da auch die Konkurrenz einmal mehr Federn lassen musste. Die Münchner zeigten dabei wieder eine verschlafene Anfangsviertelstunde, in der sich Ersatztorhüter Starke beweisen konnte. Die restlichen 75. Minuten waren dann Dienst nach Vorschrift und schrecklich effektiv.  Das völlig ungefährdete 4:0, bei denen Müller (2x), Thiago und Mandzukic trafen, beweist, dass diese Truppe auch im Bundesliga-Alltag hoch konzentriert bleibt. Nach dem 14. Sieg in Folge ist der Vorsprung an der Tabellenspitze auf unglaubliche 19 Punkte angewachsen. Damit könnten die Rekord-Bayern, die seit 47 Spielen ungeschlagen sind, bereits am 15. März ihren 24. Titelgewinn feiern – so früh wie niemand in der Bundesliga-Geschichte. Zusätzlich hat Bayern in den letzten 14 Bundesliga-Spielen immer mindestens zwei Tore erzielt – die Münchner haben damit einen der wenigen Rekorde eingestellt, der ihnen noch nicht gehörte.

David Alaba hatte nach seinem verschossenen Elfer gegen Arsenal, wieder etwas gut zu machen. Der junge Österreicher war sichtlich motiviert in die Partie gegangen, verschoss nach 14. Minuten einen Freistoss nur knapp. Auch ohne Ribery, waren einige schöne Strafraumszenen dabei, bei der er mit seiner überragenden Technik überzeugen konnte. Den dritten Treffer durch Müller, leitete er mit einem schönen Pass an den Sechzehner mit ein. Am kommenden Samstag treffen die Königsblauen aus Schalke mit den Dominatoren aus München in der Allianz-Arena aufeinander. (sami)

 


Leistungsdaten

DFL22

Legende:
Min (Einsatzminuten)
TS (Torschüsse)
TSV (Torschussvorlagen)
ZK (gewonnenen Zweikämpfe in Prozent)
PQ (erfolgreiche Pässe in Prozent)
BK (Ballkontakte auf 90 Minuten hochgerechnet)
Distanz (gelaufene Kilometer während der gesamten Einsatzminuten, auf 90 Minuten hochgerechnet)
Läufe (die Anzahl der intensiven Läufe auf 90 Minuten hochgerechnet)
Vavg. (Durchschnittsgeschwindigkeit während der gesamten Einsatzminuten in km/h)
90M (Werte auf 90 Minuten hochgerechnet, falls nicht über die volle Distanz im Einsatz, Einsätze < 15 Min. werden nicht hochgerechnet)
+/- (Wertung ähnlich wie Eishockey: -1 bei Gegentor am Feld / +1 bei Tor am Feld (zusätzlich +1 bei Assist, +2 bei Tor)) 
Farbcodes der Zellen: hellgrün (Bestwert innerhalb der Mannschaft) / dunkelgrün (Bestwert aller Spieler der Partie) 


Legionärswertung

So sieht diese Woche unsere Wertung der Top-3-Legionäre aus ÖFB-Sicht aus:

[podest silber=MANNINGER gold=ALABA bronze=PROEDL]

 

(Autoren: chris, heindlinho, kara, maha, sami, thelex, xandi)

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