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Legionärs-Check DFL, 10. Spieltag

Bremen stabilisiert sich, der FC Bayern zieht davon

Der 10. Spieltag in der DFL lief ganz nach den Wünschen des FC Bayern München. Während die Verfolger FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt eher überraschend Punkte liegen ließen, feierten die Bayern einen völlig ungefährdeten Sieg beim HSV und führen nun sieben Punkte vor den Schalkern die Tabelle an.

Aus österreichischer Sicht können wir diesmal keine Scorerpunkte vermelden, was nach den bisher gespielten Runden durchaus eine Überraschung ist. Dennoch konnten einige der Österreicher-Vereine durchaus erfreuliche Ergebnisse einfahren. Der VfB Stuttgart erkämpfte sich beim Meister aus Dortmund ein torloses Remis, der SV Werder Bremen erkämpfte sich einen nicht unglücklichen 2:1-Sieg gegen sehr starke Mainzer. Die Besonderheit an diesem Spiel war jedoch die Tatsache, dass bei Anpfiff der Partie gleich fünf ÖFB-Legionäre am Platz standen.

 

 


Ein Blitzstart bescherte der Eintracht schon bereits nach nicht mal einer Minute die 1:0-Führung. Wieder war es Alexander Meier, der diese Saison bereits zum 7. Mal netzte, der für die Eintracht traf. Fürth agierte aber – wie in den vergangenen Runden – stark und erspielte sich in der zweiten Halbzeit den verdienten Ausgleich. Stieber überlupfte aus 16 Metern Trapp und sorgte für den verdienten Punkt in Frankfurt. Erwin Hoffer wurde von Armin Veh nicht berücksichtigt und verfolgte das gesamte Spiel nur von der Ersatzbank aus. (maha)

  

 


Nachdem beim letzten Aufeinandertreffen gleich acht Tore gefallen sind, gab es dieses Mal für keinen der beiden Fanblocks etwas zu jubeln: die Partie endete 0:0. Es war aber durchaus ein rasantes Spiel, das den Zuschauern geboten wurde. Der BVB zwar feldüberlegen, aber nicht durchschlagskräftig genug bzw. konnte er die Chancen nicht nutzen. Auf der anderen Seite die Stuttgarter, die ihre wenigen Chancen ebenfalls nicht verwerten konnten. Raphael Holzhauser avanchierte bereits nach 20 Minuten zum Liebling der Massen, in dem er Sebastian Kehl, der mit Verdacht auf einen Nasenbeinbruch daraufhin ausgetauscht wurde, bei einem Zweikampf mit dem Ellbogen im Gesicht traf – da hätte sich der junge Österreicher nicht beschweren können, wenn er für diese unschöne Aktion Rot gesehen hätte. So durfte er noch weitere 50 Minuten am Feld agieren, ab dem Zeitpunkt etwas verhalten in den Zweikämpfen, konnte aber dennoch mit dem einen oder anderen guten Pass einige der wenigen Offensivaktionen der Schwaben einleiten. Martin Harnik war über 90 Minuten im Einsatz, konnte sich nicht wie gewohnt offensiv entfalten, da er sehr viel Arbeit in der Defensive verrichten musste. (xandi)

 

 


In einer ausgeglichenen Partie trennten sich Gladbach und Freiburg am Samstagnachmittag gerecht mit 1:1. Für die Tore sorgten de Camargo auf Seiten der Gladbacher und Caligiuri für die Breisgauer. Aufgrund einer Bauchmuskelzerrung des Kapitäns Daems agierte Martin Stranzl als Kapitän bei Borussia Mönchengladbach. Stranzl spielte wieder konstant stark und fiel einzig durch eine gelbe Karte in der Anfangsphase des Spiels auf. Gladbach und Freiburg liegen weiterhin im Mittelfeld der Tabelle und profitieren nicht von dem Remis. (maha)

 

 


Der Club kann wieder gewinnen. Jetzt kann man sagen, sie haben ja nur gegen Wolfsburg gewonnen – gut. Jedoch gegen einen VfL Wolfsburg, der in der Vorwoche sehr souverän gespielt hat, der Trainereffekt jedoch nicht allzu lange angehalten haben dürfte. Angehalten hat der Effekt bei unserem Emanuel Pogatetz, der ein weiteres Mal nur auf der Bank sitzen durfte/musste.  (kicknik)

 

 


Überraschender Weise musste Schalke 04 bei Hoffenheim die erste Pflichtspielniederlage seit 6 Wochen hinnehmen. Dadurch erhöhte sich der Abstand auf Leader Bayern auf 7 Punkte. Zweimal konnten die Gelsenkirchener einen Rückstand wettmachen, beim dritten Treffer in der 91. Minute blieb zuwenig Zeit, um dieses Kunststück ein drittes Mal zu wiederholen. Christian Fuchs war einer der Besten im königsblauen Dress – hatte die meisten Ballkontakte am Feld und brachte auch 8 Flanken in den Strafraum, die immer wieder für Gefahr sorgten. Dieses Mal blieb er aber leider ohne Scorerpunkt. (xandi)

 

 


Das erwartete Spitzenspiel im Nord-Süd-Gipfel blieb leider aus, zu überlegen sind die Bayern im Moment. Ein Frank Ribery, der in Gala-Form angetreten ist, und eine kompakte Mannschaft aus München, die sehr abwechslungsreichen Offensivfussball spielt, ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen. Die Null muss stehen, das ist das Credo von Trainer Heynckes – sehr oft schon von seiner Truppe optimal umgesetzt. David Alaba spielte eine sehr gute Partie und schaltete sich immer wieder in die Angriffe ein. Seine Leistung wurde auch mit einer Nominierung in die „kicker-Elf des Tages“ belohnt. Ein Paul Scharner könnte sich durchaus mal was abschauen von David, er durfte dermal wieder nur auf der Ersatzbank verharren. (kicknik)

 

 


Das halbe ÖFB-Nationalteam lief am Sonntagabend bei strömendem Regen im Weser-Stadion auf, um dieses für beide Mannschaften wichtige Spiel zu bestreiten. Während die Mainzer ihre beeindruckende Serie von zehn Punkte aus den letzten vier Ligaspielen fortsetzen und sich in den internationalen Startplätzen festkrallen wollten, ging es für den SV Werder in erster Linie darum, weitere Stabilität zu erlangen und sich den europäischen Geldtöpfen anzunähern.

Die Partie war durch den nassen Boden und die dadurch bedingten, zahlreichen Fehlpässe zwar kein technischer Leckerbisser, dennoch boten beide Teams hohes Tempo und große Einsatzbereitschaft. Am Ende holten die Bremer einen eher schmeichelhaften Sieg, andererseits gab es in der laufenden Spielzeit schon etliche Spiele, wo Bremen klar die bessere Mannschaft war, jedoch nicht oder nicht voll punkten konnte – so gesehen für die blutjunge Mannschaft von Thomas Schaaf auch ein deutlich positives Signal. In Summe zwar ein glücklicher Sieg, allerdings ist auch für die Mainzer, die nach wie vor auf Tuch(el)fühlung zu den internationalen Rängen stehen, nichts vertan.

Die beteiligten Österreicher spielten heute durchaus gegensätzlich: Sebastian Prödl hätte beim Stand von 1:0 mit einem riskanten Rückpass auf Torhüter Mielitz beinahe den Ausgleich verschuldet, konnte mit einer großen Tat jedoch in der Schlußphase das Führungstor der Mainzer verhindern. Zlatko Junuzovic konnte in der Offensive diesmal nicht so viele Impulse setzen, hielt jedoch das Defensivgefüge sehr ordentlich zusammen.  Ebendort tat sich auch Marko Arnautovic großartig hervor, der wieder überall zu finden war, defensiv wie offensiv rackerte und mit Gebre Selassie hinter ihm sehr gut harmonierte – zu einem Scorerpunkt reichte es diesmal aber nicht.

Andreas Ivanschitz war an diesem Abend nicht mit Glück bzw. Torgefahr gesegnet, er ließ zumindest zwei hunderprozentige Chancen aus und wurde nach einigen sehr ungenauen Pässen in der 77. Minute ausgewechselt. Julian Baumgartlinger spielte eine konstante, defensiv sehr ordentliche und laufstarke Partie (größtes Laufpensum der Mainzer Mannschaft), konnte sich aber offensiv ebenfalls kaum in Szene setzen. (thelex)

 

 

Leistungsdaten

Legende:
Min (Einsatzminuten)
TS (Torschüsse)
TSV (Torschussvorlagen)
ZK (gewonnenen Zweikämpfe in Prozent)
PQ (erfolgreiche Pässe in Prozent)
BK (Ballkontakte auf 90 Minuten hochgerechnet)
Distanz (gelaufene Kilometer während der gesamten Einsatzminuten, auf 90 Minuten hochgerechnet)
Läufe (die Anzahl der intensiven Läufe auf 90 Minuten hochgerechnet)
Vavg. (Durchschnittsgeschwindigkeit während der gesamten Einsatzminuten in km/h)
90M (Werte auf 90 Minuten hochgerechnet, falls nicht über die volle Distanz im Einsatz, Einsätze < 15 Min. werden nicht hochgerechnet)
+/- (Wertung ähnlich wie Eishockey: -1 bei Gegentor am Feld / +1 bei Tor am Feld (zusätzlich +1 bei Assist, +2 bei Tor)) 
Farbcodes der Zellen: hellgrün (Bestwert innerhalb der Mannschaft) / dunkelgrün (Bestwert aller Spieler der Partie) 


Legionärswertung

So sieht diese Woche unsere Wertung der Top-3-Legionäre aus ÖFB-Sicht aus:

1. David Alaba
2. Christian Fuchs
3. Marko Arnautovic

 

(Autoren: xandi, kicknik, maha, thelex, kara)


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Alexander Doubek

Alexander DOUBEK (Gründer/Chefredakteur) Bei 12terMann seit: 09/2011 M: alexander.doubek@12termann.at T: @AlexanderDoubek  

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